DE99963C - - Google Patents

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DE99963C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/02Fixed-bed gasification of lump fuel
    • C10J3/20Apparatus; Plants
    • C10J3/34Grates; Mechanical ash-removing devices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
GUSTAV HORN in BRAUNSCHWEIG. Generator-Füllfeuerung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Dezember 1897 ab.
Es läfst sich in der Praxis nicht vermeiden, dafs die zu verschiedenen Zeiten in Generatoren zur Verwendung kommende Kohle von wesentlich abweichender Beschaffenheit ist. Dies hat zur Folge, dafs der Generator, da sein ganzer Bau von vornherein doch nur einer bestimmten Kohlenaft angepafst werden kann, keine guten Betriebsergebnisse liefert, wenn derselbe mit einer neuen Kohlensorte beschickt wird. Ist letztere leichter brennbar als die, für welche der Generator ursprünglich eingerichtet wurde, so wird die eintretende Luftmenge von den unmittelbar über dem Rost liegenden Schichten der Kohle verbraucht. Diese unteren Kohlenschichten erfahren dann eine viel zu weitgehende Verbrennung, während die Ausbeute an nutzbaren Generatorgasen eine sehr geringe ist. Kommt dagegen eine minderwerthige Kohle zur Anwendung, so reicht die durch den Rost eintretende Luftmenge nicht hin, um die schlecht brennbare Kohle so weit zu entflammen, dafs eine regelrechte Vergasung eintritt. Die Kohle wird vielmehr zu kalt bleiben und die Luft gröfstentheils unbenutzt die Kohlenschüttung durchstreichen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, welche es ermöglicht, den Betrieb eines Generators so zu regeln, dafs er sowohl für leicht, als. auch schwer vergasbare Kohle benutzt werden kann. Die Einrichtung besteht im Wesentlichen darin, dafs ein gegenüber dem Querschnitt des eigentlichen Füllschachtes nach vorn verlängerter Rost zur Anwendung kommt, welcher von dieser vorderen Verlängerung aus bis zu einer geringeren oder gröfseren Tiefe vollständig aufser Betrieb gesetzt werden kann.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform dieses Generators in Fig. 1 im Querschnitt und in Fig. 2 im Längsschnitt.
Das den Füllschacht nach vorn begrenzende, ziemlich starke Frontmauerwerk reicht von der Schüttöffnung α nur etwa bis. zur halben Tiefe des Füllschachtes herab, so dafs unter diesem Frontmauerwerk ein hohler Raum b vorhanden ist. Der den Füllschacht nach unten ■abschliefsende Rost c ist nun bis zur vorderen Fläche des Generatorofens verlängert, so dafs sich also in dem Räume b von der hinteren unteren Kante des Frontmauerwerkes aus nach dem vorderen Ende des Rostes eine Böschung bildet und die Kohle somit den ganzen Rost bedeckt.
Unter dem Rost ist ein nach vorn herausziehbarer Schieber angeordnet, welcher auf seitlichen Leisten geführt wird und mittelst dessen vom vorderen Rostende aus eine geringere oder längere Tiefe des Rostes derart abgesperrt werden kann, dafs die Luft nur am hinteren Ende des Rostes in die auf dem Rost liegende Kohle eintreten kann.
Im dargestellten Falle sind statt eines Schiebers deren zwei angeordnet. Der eine dl dient zur Absperrung der in dem Raum b hineinreichenden Rostverlängerung, der zweite d2 zur Absperrung des sich anschliefsenden, unterhalb des Füllschachtes liegenden Rosttheiles. Die Anordnung zweier sich ergänzender Schieber hat den Vortheil, dafs dieselben im herausgezogenen Zustande nur den halben Raum vor der Ofenfront beanspruchen. Auch
lassen sich die Theilschieber leichter handhaben als ein grofser einheitlicher Schieber.
Der so eingerichtete Generator läfst sich für Kohle von beliebiger Vergasungsfä'higkeit verwenden. Ist die Kohle leicht vergasbar und entflammbar, so wird durch Einsetzen des vorderen Schiebers d1 die Rostverlängerung für den Luftdurchgang abgesperrt und erforderlichenfalls auch noch der zweite Schieber d2 eingesetzt und so weit vorgeschoben, dafs die Luft nur durch einen kurzen Theil am hinteren Ende des Rostes eintreten kann.
Durch diese Verringerung der der Kohle zugeführten Luftmenge wird eine vollständige Verbrennung der Kohle und sofortige Entflammung der Generatorgase noch innerhalb der Kohlenschüttung bezw. unmittelbar darüber verhütet. Damit wird auch eine unnütze Hitzeentwickelung vermieden und so das Mauerwerk des Generators geschont.
In letzterer Beziehung ist gerade der Umstand von Bedeutung, dafs hier das vordere, unterhalb des Frontmauerwerks liegende Rostende für den Luftdurchgang abgesperrt wird. Würde dieser Theil frei bleiben, so würde die Luft, welche sich den kürzesten Weg sucht, hauptsächlich durch die Rostverlängerung eintreten und es würde der Hauptzug der Verbrennungsgase hart an der unteren Hinterkante des Frontmauerwerks vorbeigehen und letzteres sehr bald zerstört werden.
Diese Kante des Mauerwerks ist hier vollständig geschützt; denn es kommt hinzu, dafs sich zufolge der Absperrung des vorderen Rosttheiles über den Schiebern allmälig ein aus Asche und mehr oder minder verbrannter bezw. vergaster Kohle bestehender Kegel ab-' setzt, welcher bis zum Frontmauerwerk emporreicht und die Hitze von diesen Theilen des Ofens abhält.
, Wie die Zeichnung veranschaulicht, kann zur weiteren Verhütung einer allzu starken Hitzeentwickelung im Generator, sowie zum erhöhten Schutz des Frontmauerwerkes dicht unter diesem ein von einem Zulaufrohr e mit Wasser gespeistes Becken f angeordnet sein, über dessen hintere, etwas niedriger gehaltene Kante g hinweg das Wasser in den Aschenkegel herniederrieselt, zum Theil verdampft und mit den Generatorgasen abzieht, zum Theil bis auf den Rost herabläuft, denselben kühlt und schliefslich in das im Aschenfall aufgestellte Sammelbecken h niederträufelt.
Bei schlecht brennbarer Kohle wird diese Berieselungseinrichtung ausgeschaltet und die Schieber d 2 und d1 herausgezogen, so dafs die volle Rostfläche freiliegt und so viel Luft zutreten kann, dafs die zur thunlichst vollkommenen Vergasung der Kohle erforderliche Hitzeentwickelung des Brennstoffes eintritt.
Es läfst sich somit mittelst der Berieselungsvorrichtung einerseits und des über die vordere Begrenzungswand des eigentlichen Füllschachtes hinaus verlängerten, von diesem Ende aus bis zur beliebigen Tiefe absperrbaren Rostes andererseits sowohl die Hitzeentwickelung im Generator, als auch die Luftzufuhr derart regeln und örtlich leiten, dafs der Hitzegrad und die Luftmenge der Natur der jeweils zur Verwendung kommenden Kohle genau angepafst und gleichzeitig eine unnütz starke Beanspruchung des Frontmauerwerks des Generators vermieden werden kann. Bei schlecht brennender Kohle ist ein besonderer Schutz für das Mauerwerk wegen der an sich verhältnifsmäfsig geringen Hitzeentwickelung überflüssig.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Generator-Füllfeuerung, bei welcher der Planrost (c) derart vom Füllschacht aus nach vorn verlängert ist, dafs durch Absperrung des vorderen Rostendes mittelst der Schieber (dl bezw. d2) ein beiderseits abgeböschter, bis zur Unterkante des Zwischenthürsteines reichender Aschenkegel gebildet wird, welcher bei leicht brennender Kohle den Feuerzug von dem Frontmauerwerk abhält, ohne dabei durch Abkühlung nachtheilig auf die Vergasung der benachbarten Kohleschichten einzuwirken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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