DE99962C - - Google Patents
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
- F23N3/00—Regulating air supply or draught
- F23N3/02—Regulating draught by direct pressure operation of single valves or dampers
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Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
in NEW-YORK.
Zugregler.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Oktober 1897 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Zugregler, welcher auch bei geringen Druck-Schwankungen
im Dampfkessel schnell in Wirkung treten soll. Die Vorrichtung besteh! im
Wesentlichen in einer Einrichtung zur Bewegung einer Drosselklappe, einem Ventil,
welches diese Einrichtung bethätigt, und einem beweglichen Tisch nebst einer biegsamen Platte,
welche unter dem Einflufs des im Kessel herrschenden Druckes den Tisch bewegt und
dadurch das Ventil in Thätigkeit setzt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht dieser Vorrichtung, _
Fig. 2 eine Ansicht von oben, wobei die Esse mit der Drosselklappe weggelassen ist,
Fig. 3 ein senkrechter Schnitt nach der Linie 3-3 von Fig. 2,
Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie 4-4 von
Fig. 5 ein Schnitt durch die biegsame Platte
und die zugehörigen Theile nach der Linie 5-5 von Fig. 2,
Fig. 6 eine Ansicht des Tisches für die biegsame Platte von oben,
Fig. 7 ein Schnitt durch die Ventilkammer nach der Linie γ-γ von Fig. 9, wobei das
Ventil in seiner unteren Stellung gezeigt ist,
Fig. 8 ein ähnlicher Schnitt, welcher das Ventil in der oberen Stellung veranschaulicht,
Fig. 9 die Ventilkammer nach der Linie 9-9 von Fig. 7 geschnitten,
Fig. 10 die Ansicht einer Abänderung der Verbindung des beweglichen Tisches mit der
Ventilstange, und
Fig. 11 der Schnitt einer abgeänderten Anordnung,
bei welcher die biegsame Platte durch einen Kolben ersetzt ist.
Der Cylinder 1 (Fig. 1 und 3) ist zweckmäfsig
aus Gufseisen hergestellt und an seinem oberen Ende verschlossen, während er unten
auf einer Grundplatte 2 befestigt ist. Im Inneren desselben befindet sich ein zweiter Cylinder 3
von geringerem Durchmesser, welcher zweckmäfsig aus Kupfer oder Messing hergestellt ist und
durch die ringförmigen Rippen 4 und 5 in einer bestimmten Entfernung von den Innenwandungen
des Cylinders 1 gehalten wird, so dafs ein Ringraum 6 verbleibt.
In den Cylinder 1 mündet unten ein Rohr 7, welches von der Ventilkammer 8 kommt. Der
Cylinder 3 besitzt oben eine Oeffnung 9, welche den Eintritt von Wasser oder Dampf
von dem äufseren Cylinder 1 in den inneren Cylinder 3 gestattet. Im Inneren des Cylinders
3 ist ein Kolben 10 angeordnet, dessen Stange 11 durch den Deckel 12 und die Stopfbüchse
13 geht; am oberen Ende hat die Stange 11 einen Haken 14, an welchem das
eine Ende einer über Rollen 16 gehenden Kette oder eines Seiles 15 befestigt ist. Das
andere Ende dieses Seiles ist an einem auf der Achse 18 drehbaren Hebel 17 festgemacht;
Achse 18 ist in dem Essenzug 19 gelagert und
trägt eine Drosselklappe 20. An dem äufseren Ende des Hebels 17 hängt ein Gewicht 21.
Die Ventilkammer 8 (Fig. 7) ist oben und unten durch eine Schraube 22 bezw. 25 verschlossen,
welche mit Ventilöffnungen 23
bezw. 26 und mit in das Innere der Kammer führenden Kanälen 24 bezw. 27 versehen sind.
Die Ventilkammer 8 ist zweckmäfsig aus zwei Theilen hergestellt, welche durch Schraubenbolzen
oder auf andere Weise mit einander verbunden sind. An der senkrechten Kammer 8 befindet sich eine seitliche Wand 28, auf welcher
eine Platte 29 befestigt ist; der Raum 30 innerhalb der Wand 28 steht mit der Ventilkammer 8
in offener Verbindung. In der Wand 28 ist eine Welle 31 "(Fig. 9) gelagert; dieselbe hat an
ihrem einen Ende einen Hebel 32, dessen freies Ende in eine Oeffnung der Ventilstange 33
eingreift. Wie aus Fig. 7, 8 und 9 hervorgeht, bewirkt eine Schwingung der Welle 31
ein Heben bezw. Senken des Hebels 32, so
dafs das Ventil 33 entweder die Oeffnung 23 oder 26 verschliefst. An die Schraube 22 ist
ein Rohr 34 (Fig. 1 und 3) angeschlossen, welches zu irgend einer geeigneten Druckwasserquelle
, z. B. einer Wasserleitung, führt. An die Schraube 25 schliefst sich ein Auslafsrohr
35.
An dem Cylinder 1 oder an einem anderen festen Punkt ist ein Träger 36 (Fig. 1) angebracht,
an welchem ein zweiter Träger 38 mittelst Bolzen 37 befestigt ist. Der Träger 38
hat Lager 39, in welchen eine zur Verminderung der Reibung zweckmäfsig dreikantige
Welle 40 ruht. Auf dieser Welle ist der bewegliche Tisch 41 befestigt, welcher in Fig. 6
besonders dargestellt ist. Derselbe besitzt Arme 42 und ist in seinem mittleren Theil
bei 43 tellerartig gestaltet. Ein Kanal 44 geht quer durch den Tisch hindurch urtd steht mit
dem Teller 43 durch eine Oeffnung 45 in Verbindung. Der Kanal ist an dem einen Ende durch einen Stöpsel 46 (Fig. 5) verschlossen,
während an dem anderen Ende bei 47 ein Rohr 48 angeschlossen ist, welches zweckmäfsig aus biegsamem Stoff besteht und
nach dem Dampfkessel führt. Der Tisch besitzt ferner noch einen Arm 49 , welcher sich
von dem mittleren Theil nach aufsen erstreckt. Auf der Grundplatte 2 ist ein Ständer 50 mit
Armen 51 (Fig. 1 und 4) befestigt, zwischen^
welchen das freie Ende des Armes 49 sich bewegt. Die Arme 51 sind mit Stellschrauben
52 versehen, um den Hub des Armes 49 zu begrenzen.·
An der Unterseite des Tisches 41 ist eine Stange 53 gelenkig befestigt, welche mit dem
anderen Ende an dem auf der Welle 31 befestigten Hebel 54 wirkt. Wie ersichtlich, wird
beim Heben und Senken des Tisches 41 die Welle 31 durch die Stange 53 und den
Hebel 54 in Schwingungen versetzt, wodurch das Ventil 33 sich hebt bezw. senkt. Man
macht zweckmäfsig den Hebel 54 gerade so lang wie den Hebel 32, so dafs der Hub des
Ventils dem Hub der Stange 53 entspricht.
Auf dem Teller 43 des Tisches 41 ist eine biegsame Platte 55 aus Gummi oder dergl.
angeordnet, deren Kanten mittelst des Flansches 56 des Deckels 57 festgehalten werden.
Der von der biegsamen Platte und dem Teller 43 gebildete Raum wird mit Wasser gefüllt (Fig. 3).
Auf der biegsamen Platte liegt ein Kolben 58, dessen Stange 59 durch den Deckel 57 hindurchgeht und in einer Nuth den Hebel 60
(Fig. i, 2 und 3) trägt. Der Hebel 60 besitzt an dem einen Ende dreieckige Ansätze 61,
welche an den gebogenen Enden 62 eines mit dem Deckel 57 verbundenen Armes 63 liegen.
Der Hebel 60 ist zu einem den Cylinder 1 umfassenden Ring 64 ausgestaltet, dessen Ende 65
an einer Stange 66 drehbar befestigt ist; diese Stange 66 ist an der Grundplatte 2 oder an
einem anderen festen Ort ebenfalls drehbar angebracht.
Der Arm 49 des Tisches 41 trägt ein Gewicht
67, um die Vorrichtung in der Ruhestellung zu halten, bis der Dampfdruck im Kessel
eine bestimmte Höhe erreicht hat. Sobald diese durch das Gewicht 67 bestimmte Grenze des
Dampfdruckes überschritten wird, äufsert sich diese Drucküberschreitung durch dasRohi'48 und
das Wasser in dem Teller 43 auf die biegsame Platte 55, so dafs dieselbe den Kolben 58 und
die Stange 59 hebt. Diese Bewegung überträgt sich auf den Hebel 60, welcher infolge
seiner Verbindung mit dem Arm 63 den Tisch 41 ebenfalls hebt und dadurch ein Aufwärtsgehen
der Stange 53 veranlafst. Hierdurch geht das Ventfl 33 nach abwärts in die in
Fig. 7 gezeichnete Stellung, so dafs das Druckwasser durch die Oeffnung 23 in die Ventilkammer
8 eintreten und durch das Rohr 7 in den Cylinder 1 gelangen kann, von wo es
durch die Oeffnung 9 in den inneren Cylinder 3 gelangt und den Kolben 10 nach unten drückt.
Hierdurch wird der Hebel 17 gehoben und die
Drosselklappe 20 geschlossen.
Sobald der Druck in dem Kessel wieder sinkt, senkt sich die biegsame Platte 55,
somit auch der Hebel 60 und der Tisch 41, wodurch das Ventil 33 in die in Fig. 8 gezeichnete
obere Stellung gelangt. Das Gewicht 21 kann nun den Hebel 17 nach unten
ziehen und den Kolben 10 heben, wobei das Wasser aus dem Cylinder 3 durch die Oeffnung
9 in den Cylinder 1 gelangt und durch das Rohr 7, die Ventilkammer 8 und das
Rohr 35 abfliefst. Die Drosselklappe 20 wird hierbei wieder geöffnet. Bei einer abermaligen
Drucksteigerung wiederholt sich der beschriebene Vorgang.
Die in der Fig. 10 dargestellte Abänderung zeigt den Tisch 41 unmittelbar mit der Ventilstange
verbunden. In Fig. 11 ist die biegsame
Platte durch einen Kolben 69 ersetzt, der in einer mit einer Stopfbüchse 71 ausgestatteten
Kammer 70 sich bewegt und eine auf den Hebel 60 wirkende Kolbenstange 72 trägt.
Die beschriebene Vorrichtung kann nicht nur zur Regelung von Feuerzügen, sondern
auch von Ventilen, Dampfstrahlgebläsen und ähnlichen Zwecken Verwendung finden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zugregler, insbesondere für Dampfkessel, dadurch gekennzeichnet, dafs eine in einer Kammer eingespannte biegsame Platte unter dem Einflüsse des Kesseldruckes durch Vermittelung eines Kolbens einen Hebel bewegt, welcher einen zweiten, jene Kammer tragenden Hebel mitnimmt, der seinerseits das Ventil eines Flüssigkeitsmotors so steuert, dafs der letztere ein den Essenzug regelndes Organ (Drosselklappe oder dergl.) den Schwankungen des Kesseldruckes entsprechend öffnet oder schliefst.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99962C true DE99962C (de) |
Family
ID=370796
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99962D Active DE99962C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99962C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5360084A (en) * | 1992-11-27 | 1994-11-01 | Satzinger Gmbh & Co. | Apparatus for the lubrication and cleaning of elongated articles, especially rails and chains |
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- DE DENDAT99962D patent/DE99962C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5360084A (en) * | 1992-11-27 | 1994-11-01 | Satzinger Gmbh & Co. | Apparatus for the lubrication and cleaning of elongated articles, especially rails and chains |
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