DE99756C - - Google Patents

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DE99756C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/90General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using dyes dissolved in organic solvents or aqueous emulsions thereof
    • D06P1/92General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using dyes dissolved in organic solvents or aqueous emulsions thereof in organic solvents
    • D06P1/928Solvents other than hydrocarbons

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Unlösliche Theerfarbstoffe lassen sich auf Gewebefasern kaum auf üblichem Wege im Drucke fixiren. Diesen Uebelstand suchen die D. R. P,' Nr. 345 ι 5 und 37064 zu beseitigen, und zwar ersteres durch Verwendung der Lävulinsäure, letzteres durch Benutzung des Acetins als Lösungsmittel. Das ' erste' Verfahren ist gegenüber dem zweiten zu kostspielig und daher nachtheilig. Acetin ist nur für gewisse Farbstoffe ein gutes Lösungsmittel und sein Gebrauch ist daher kein allgemeiner; bei Anwendung von mehr als 80 pCt. der Pasten an Acetin sind übrigens die Kosten des Lösungsmittels so erheblich, dafs man in diesen Fällen auf seine Anwendung verzichten mufs. Die Erfinder haben nun gefunden, dafs die besprochenen Uebelstä'nde durch Verwendung der flüssigen Rohphenole, welche man von den theerartigen Beimengungen reinigt, der Phenoläther, der Theerkresole, sowie der Buchentheeröle und der flüssigen aromatischen Amine (wie Anilin) als Lösungsmittel der Theerfarbstoffe jeglicher Natur vermieden werden können.
Man löst den Theerfarbstoff durch Zusammenrühren mit dem Rohphenol in der Wärme. Die so erhaltene Paste wird mit der Beize verdickt und aufgedruckt.
Beispiele:
In dieser Weise . stellt man 20 procentige Pasten von Indulinen, Nigrosinen, Rosindulinen, unlöslichen Rosanilinderivaten, Coerulein, Alizarinblau, Anilinschwarz, Indigo u. s. w. dar.
Trotz der verschiedenartigen Natur der Theerfarbstoffe besteht die Darstellung der Paste immer in einfacher Auflösung; die Anwendung der so erhaltenen Druckpasten geschieht nach dem im Zeugdruck üblichen Verfahren , indem Essigsäure, Verdickungsmittel und event. Beizen hinzugesetzt werden. Das Druckverfahren für Baumwolle ist folgendes. Für basische Farbstoffe bereitet man z. B. folgende Druckfarbe:
12,5 kg Druckpaste von 20 pCt., angerührt mit 12,5 kg Essigsäure von 50 pCt., 3 bis 5 kg Tannin, gelöst in 3 bis 5 kg Essigsäure von 60B., 65 kg Weizenstärke-Verdickung.
Man druckt auf geölten Stoff, dämpft eine halbe Stunde, zieht durch Brechweinsteinbad (10 g aufs Liter), wäscht und seift (2 g im Liter) bei 30 bis 40° und spült.
Das Druckverfahren für Seide und Wolle ist folgendes.
Man druckt mit 3 bis 12,5 kg Druckpaste von 20 pCt., angerührt mit 3 bis 12,5 kg Essigsäure, 75 kg Verdickung (gleiche Gewichtstheile arabisches Gummi und Wasser). Man dämpft ι Stunde ohne Druck, wäscht und seift (2 g Seife im Liter) in der Kälte.
Dieses Verfahren ermöglicht die Anwendung neuer Farbstoffe, wie Triphenyl- und Tritolylrosanilin, welche so auf Wolle und Seide echte blaue Nuancen erzeugen, die beispiels-
weise gegenüber Victoriablau den Vortheil besitzen, nicht zu bluten und das Weifse beim Waschen und Walken anzufärben.
Bei Anwendung aromatischer Amine (ζ. Β. Anilin) als Lösungsmittel verfahrt man in gleicher Weise, nur empfiehlt es sich, zur Beseitigung des überschüssigen Amins, welches sonst später ein Abrufsen der Farbe bedingen würde, nach der Passage durch Brechweinstein durch sehr verdünnte Salzsäure (15 g im Liter) zu, ziehen, worauf man stark wäscht.
Das neue Verfahren ermöglicht noch andere Anwendungen. Benzol-azo-Salicylsäure ist zu wenig löslich, um im Druck benutzt werden zu können. Es theilen diesen Nachtheil viele andere Salicylsäure - und Oxynaphtoesäure-Azofarbstoffe, sowie mannigfache Vertreter der Alizarinreihe. Diese Phenolfarbstoffe können mit Hülfe unseres neuen Verfahrens äufserst leicht fixirt werden. Man erhält mit grofser Leichtigkeit 20 procentige Pasten . genannter Farbstoffe, welche man mit dem Beizmittel, ζ. Β. Chromacetat, aufdruckt. Man bereitet z. B. folgende Farbe.
15 kg 20 procentige Paste von Benzolazosälicylsäure, angerührt mit 10 kg Essigsäure von 50 pCt., 10 kg Chromacetat von 160B., 85 kg Verdickung.
Man druckt, dämpft und wäscht. Die erhaltenen Farblacke, welche bei genannten Azofarbstoffen grüngelb, roth, rothbraun und von grofser Echtheit sind, besitzen eine auf gewöhnlichem Wege nicht zu erzielende· Gleichmäfsigkeit und ihre Befestigung ist sehr durchdringend.
Das Lösungsmittel kann auch der sonst fertigen Druckfarbe zugesetzt werden.
Der niedrige Preis und das grofse Lösungsvermögen der genannten Phenolkörper bezw. aromatischen Amine ermöglicht eine sehr ausgedehnte Verwendung, speciell können auch Oxydationsproducte der Amine in dieser Weise nutzbar gemacht werden.
Wie in der angegebenen WTeise allgemein wasserunlösliche organische Farbstoffe in Phenol löslich sind, sind sie es gleichfalls und ohne nennenswerthen Unterschied in Kresolen, und zwar entweder .in. flüssigen Rohkresolen oder auch in durch wenig Wasser- bezw. Essigsäure-Zusatz verflüssigten . reinen Kresolen, wobei sich erwiesen hat, dafs alle drei isomeren Kresole jene Eigenschaft besitzen und in Bezug auf Löslichkeitsverhältnisse und Anwendungsweise das Phenol ersetzen können, nur mufs die Druckfarbe um so mehr an Essigsäure angereichert werden, je mehr Phenoläther bezw. Kresoläther vorhanden ist.
Der bei Anwendung von Phenol, Kresol oder Kreosot im Grofsen auftretende Geruch wird weder beim Behandeln der Druckfarbe noch beim Dämpfen belästigend. Auch ist die vortheilhafte Einwirkung der Dämpfe von Kresolen und Kreosotölen auf Schwindsüchtige (Phtisiker) in Erwägung zu ziehen; das Einathmen dieser Dämpfe ist beispielsweise viel angenehmer als dasjenige der reizenden Essigsäuredämpfe.
Anilin ersetzt in den erwähnten Beispielen das Phenol vollständig ohne jede Aenderung; als »andere Amine« gelten: Orthotoluidin, Metatoluidin, Metaxylidin, Paraxylidin, Chinolin, Dimethylanilin, Monomethylanilin, Methyldiphenylamin, Aethyldiphenylamin, Benzyläthylanilin, Benzylanilin, Monoäthyl-naphtylamin, Pyridin, Dippels-Oel, Piperidin u. s. w.
Von Phenoläthern seien erwähnt: Anisol, Phenol-Aethyläther, das amylirte Derivat, Parakresoläther (Aethyl-, Methyl-, Amyl-), a-Naphtoläther vom Siedepunkt 2700. Alle diese Producte ersetzen das Phenol in dem beanspruchten Verfahren vollständig ohne jede weitere Aenderung. ,

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Verwendung wasserunlöslicher Theerfarbstoffe im Zeugdruck, darin bestehend, dafs sie entweder mit Hülfe von Phenolen. Kresolen, Phenoläthern, Kreosotölen, flüssigen aromatischen Aminen in Lösung gebracht und diese Lösung in bekannter Weise verdicktwird, oder aber dafs zu der fertigen Druckfarbe das Lösungsmittel zugesetzt wird.
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