DE99694C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22G—SUPERHEATING OF STEAM
- F22G5/00—Controlling superheat temperature
- F22G5/04—Controlling superheat temperature by regulating flue gas flow, e.g. by proportioning or diverting
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Temperature-Responsive Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. November 1897 ab.
Der Zweck der Neuerung ist, die Regelung der Ueberhitzungstemperatur selbstthätig von der
jeweiligen Temperatur des Dampfes derart bewirken zu lassen, dafs, nachdem die Vorrichtung
auf eine bestimmte Temperatur eingestellt ist, keinerlei Eingriffe in die Regelvorrichtung
mehr erforderlich sind.
Der Grundgedanke für die Wirkungsweise ist, die verschiedene Ausdehnung eines Körpers
bei wechselnder Temperatur zu benutzen, um ein Dampfventil für ein Sammelgefä'fs mehr
oder weniger zu öffnen oder zu schliefsen, zum Zwecke, den wechselnden Dampfdruck in
diesem Gefäfs selbst für die Bethätigung der Regelvorrichtung anzuwenden, mit anderen
Worten, die verschiedene Ausdehnung eines Körpers wird nur mittelbar für die erforderliche
Arbeitsleistung benutzt, da, um ein unmittelbares Einwirken auf. die Regelungsklappe
zu . erzielen, die Bewegung des in Betracht kommenden Körpers eine zu geringe ist;
wenigstens wäre bei unmittelbarem Eingriff eine zusammengesetzte Hebelanordnung erforderlich.
Fig. ι veranschaulicht eine derartige Regelvorrichtung
im Querschnitt; α ist ein Dampfrohr, durch welches der überhitzte Dampf auf
dem Wege nach der Verbrauchsstelle strömt; b ist ein geschlossenes Rohr (am besten aus
Eisen oder Stahl), welches an dem freien Ende eine kleine Ventilöffnung besitzt. Auf letztere
wirkt ein im Irinern des Rohres befindlicher Metallkörper c — am zweckmäfsigsten auch in
Rohrform —, welcher einen erheblich gröfseren Ausdehnungscoefficienten als genanntes
Rohr hat. Der Körper c wird mittelst Regelungsschraube f so eingestellt, dafs bei der
höchst gewollten Temperatur die Ventilöffnung im Rohr b fast geschlossen ist, während bei
geringerem Wärmegrade dieses Ventil (je nach der Temperatur) weiter geöffnet ist. Der in
geöffnetem Zustande durch Rohr b streichende Dampf tritt in das Sammelgefäfs d, welches
mit einer constanten Oeffnung — nach der Zeichnung im Kolben ■— versehen ist, welche
im Querschnitt so gewählt ist, dafs der durch das kleine Regelungsventil eintretende Dampf
durch diese Oeffnung erst bei einem gewissen Druck bezw. einer bestimmten Ausfiufsgeschwindigkeit
entweichen kann. Je weiter sich das Ventil öffnet, je höher steigt naturgemäfs der Druck im Gefäfs d, umgekehrt entweicht
dieser bei Schlufs des Ventils vollständig.
Man hat also einen je nach der Dampftemperatur wechselnden Einlafs, aber constanten
Auslafs, der durch eine Regelungsschraube^äuf
ein bestimmtes Mafs eingestellt werden; kann.
In dem Gefäfs d, welches gleichzeitig den Cylinder für die Aufnahme eines Kolbens e
bildet, kommt demnach ein je nach der Dampftemperatur wechselnder Druck in Frage; letzterer
wird nun benutzt, um auf den durch eine... Differentialhebelanordnung (Fig. 3) oder eine
Feder belasteten Kolben e zu wirken, welcher durch Hebel und Zugstange oder Kette entsprechend
seiner jeweiligen Stellung die Regelungsvorrichtung beeinflufst. Je mehr der
Kolben hinabgedrückt wird, je weiter bewegt sich der mit Zugklappe verbundene Gewichtshebel g (Fig. 3) nach der horizontalen
Lage, wodurch naturgemäfs der Widerstand wächst.
(2. Auflage, ausgegeben am 16. Oktober zgoo.J
Anstatt des gezeichneten Kolbens, auf welchem der wechselnde Druck ruht, kann eine
Membran Anwendung finden. Ebenso kann anstatt des festen Körpers ein flüssiger Körper
(Quecksilber) auf das Einlafsventil wirken. Die in dem Ausblasedampf, welcher durch die
kleine Oeffnung im Kolben e entweicht, enthaltene Wärme kann man, um unerhebliche
Verluste zu verhüten, dem Speisewasser zuführen. Auch kann man den Dampf im Sammelgefäfs selbst bei genügender Abkühlungsfläche
niederschlagen, wenn nur für ständige Abführung des Dampfwassers gesorgt wird. In letzterem Falle kann der Kolben
anstatt durch Ueberdruck z. B. -durch ein Vacuum wirken.
Der Kolben ist derart ausgebildet, dafs er bei starkem Dampfdruck — bei vollständig geöffneter
Klappe — ventilartig aufsitzt, so dafs jeder Verlust durch Undichtigkeit vermieden
wird; man braucht bei dieser Anordnung den Kolben mit Rücksicht auf leichte Beweglichkeit nicht fest schliefsen zu lassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine selbstthätige Temperaturregelvorrichtung für Dampfüberhitzer, darin bestehend, dafs mittelst eines unter Emflufs der je nach Beheizung und Dampfentnahme wechselnden Temperatur des überhitzten Dampfes sich bewegenden Einlafsventils ein geschlossenes, mit ständigem Dampfausflufs versehenes Gefäfs gespeist wird, von dessen jeweiligem Dampfdruck die Stellung der Temperaturregelvorrichtung oder des Schiebers für den Ueberhitzer abhängig ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99694C true DE99694C (de) |
Family
ID=370550
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99694D Active DE99694C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99694C (de) |
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