DE9968C - Waage für Eisenbahnfahrzeuge, ohne Geleisunterbrechung, nebst Kontrol apparat - Google Patents

Waage für Eisenbahnfahrzeuge, ohne Geleisunterbrechung, nebst Kontrol apparat

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DE9968C
DE9968C DENDAT9968D DE9968DA DE9968C DE 9968 C DE9968 C DE 9968C DE NDAT9968 D DENDAT9968 D DE NDAT9968D DE 9968D A DE9968D A DE 9968DA DE 9968 C DE9968 C DE 9968C
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Germany
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track
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interruption
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railway vehicles
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Application number
DENDAT9968D
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H. SEYFERT in Rochlitz, Sachsen
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G19/00Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups
    • G01G19/02Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups for weighing wheeled or rolling bodies, e.g. vehicles
    • G01G19/04Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups for weighing wheeled or rolling bodies, e.g. vehicles for weighing railway vehicles

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

1879.
Klasse 42.
HERMANN SEYFERT in ROCHLITZ (Sachsen). Waage für Eisenbahnfahrzeuge ohne Geleisunterbrechung nebst Controiapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom II. November 1879 ab.
Die bis jetzt bei den Eisenbahnen im Gebrauch befindlichen Geleiswaagen zum Wägen ganzer Fahrzeuge unterbrechen das Geleis derart, dafs es vermieden werden mufs, schwere Fahrzeuge und ganze Züge darüber gehen zu lassen.
Die vorliegende mit dem Hebe- und Controiapparat versehene Waage für den Druck jeder einzelnen Axe läfst sich an jeder Geleisstelle, ohne das Geleis zu unterbrechen, anbringen, da die Radflantschen als Angriffspunkte gewählt sind.
Die Handhabung der neuen Waage ist ebenso einfach, als wie die einer gewöhnlichen, und besitzt dieselbe vollständig Verticalbewegung, um eine genaue Gewichtsvermittelung durch das Abwägen der einzelnen Axdrücke zu ermöglichen.
Auf beiliegenden Zeichnungen, Blatt I, zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht der Waage, theilweise im Längenschnitt,
Fig. 2 einen Grundplan derselben, theilweise aufgedeckt,
Fig. 3 einen. Querschnitt durch G-H,
Fig. 4 einen Querschnitt durch I-K,
Fig. 5 einen Querschnitt durch L-M.
Die Waage liegt in einem das Geleis rechtwinklig schneidenden Kanäle und kommt nur zur Wirkung und Benutzung, wenn mittelst einer bei A, Fig. 1, aufsteckbaren Kurbel die Angriffsbacken / des Hebeapparates bis an die Radflantschen aufgewunden werden.
Die Waage besteht:
1. aus zwei ungleich langen, gabelförmigen Hauptbalken α und Ct1,
2. aus einem Zwischenbalken b,
3. aus einem Gewichtsbalken c,
alle zusammen das Vervielfältigungs - Verhältnifs ι : 100 bildend, mit den nöthigen Stützpunkten und Schneiden e und et, d und dx , /, h und A1 und dem gufseisernen Ständer für den Gewichtsbalken c mit Arretur w und Einspielungszunge x.
Auf den Schneiden h und Ji1 der Hauptbalken a (T1 ruht mittelst der Pfannen g und ^1 der eiserne Rahmen i, die Brücke genannt, welche den Hebeapparat trägt.
Der Hebeapparat besteht aus zwei gegabelten, zweiarmigen Hebeln k, auf deren kurzen Armen je ein Angriffsbacken / ruht. Die langen Hebelarme werden mittelst Gelenke an eine Mutter m, der stehenden Schraube n, befestigt. Die Drehpunkte der gegabelten Hebel werden durch lose Stahlbolzen in den Metalllagern t, auf den Querstücken der Brücke i, gebildet.
Die Angriffsbacken / sind durch Winkeleisen r und durch Deckblech s zu einem steifen Ganzen verbunden.
Die Umdrehung der Schraube η geschieht vermittelst des konischen Zahnrades 0 und der mit konischen Zahnrädern versehenen Transmissionswelle p durch eine auf die schräge Welle q von aufsen bei A angesteckte Kurbel.
Die stehende Schraube η wird an beiden Enden in starken Zapfenlagern u gehalten.
Bei Gebrauch der Waage wird das Eisenbahnfahrzeug mit einer Axe über die Angriffsbacken / gefahren, die Kurbel bei A wird aufgesteckt, rechts umgedreht, die Angriffsbacken heben sich, die Radflantschen werden erreicht und beim Weiterdrehen gehoben. Dann wird durch Auslösen von w und Aufsetzen von Gewichten der Axendruck ermittelt. Ebenso wird mit der zweiten Axe verfahren.
Beim Wägen von dreiaxigen Fahrzeugen wird zunächst die Mittelaxe über die Waage gefahren, so weit als möglich gehoben, und zwischen die Axgabelstege und Axlager Keile eingeschoben. Nach dem Einlassen des Hebeapparates bleibt die Mittelaxe hoch hängen, das Fahrzeug ist in ein zweiaxiges verwandelt und läfst sich als, solches behandeln.
Die Genauigkeit dieser Gewichtsermittelung hängt von der unveränderten Lage des Schwerpunktes während des Abwägens beider Axdrücke ab; diese zu erhalten, ist das Geleis von beiden Seiten her sanft, vielleicht 1 : 1000, nach der Waage zu geneigt. Beim Aufwinden der Fahrzeuge bringt man dann jedesmal die Berührungspunkte der Räder in eine Horizontalebene.
'Zur Beurtheilung, ob sich die Berührungsflächen der Räder in einer Horizontalebene befinden, dient der in Fig. 6 bis 12 dargestellte Controiapparat, welcher in einer Metallumfassunga; an der äufseren Schienenseite über. der Geleiswaage angebracht ist. Derselbe enthält in der Hauptsache die Federbrücke b, die Spiralschraube c, zwei Hubhebel d, eine Fühlzunge e, den Winkelhebel f, den Zeiger g.
Die Vorderwand h h ist excentrisch ringförmig ausgeschnitten und mit einer Glasscheibe verschlossen.
Auf der Federbrücke b ist eine Scala bogenförmig eingravirt.
Nachdem das Fahrzeug mit einer Axe über den Contralapparat und die Angriffsbacken der Waage gebracht, wird mit dem Schlüssel t die Spiralschraube c rechts gedreht, dadurch nach aufsen bewegt; der spiralförmige hintere Theil schreitet vorwärts und drückt bei k nach und nach stärker auf die beiden Hubhebel d. Die Hubhebel heben nun mit den äufseren Enden I die Federbrücke b, welche an den Stirnseiten in Nuthen m geführt ist, und mit ihr zugleich die Fühlzunge e, den Winkelhebel/ und den Zeiger g, weil mit ihr durch Drehbolzen etc. verbunden; dabei werden die Spiralfedern«» geprefst, die Zunge e tritt durch den Schlitz in der Decke hervor, bis dieselbe an das Rad stöfst. Wird die Drehung der Spiralschraube "weiter fortgesetzt> d. h. die Federbrücke noch mehr gehoben, so werden nach dem Antreffen der Zunge e an das Rad auch die Federn Ό gepr'eföt, der Winkelhebel f, welcher mit der Zung'e e durch ein Gelenk verbünden und durch diesen mittelst des Schlittens/, Fig. 9 und 10, der Zeiger g um seine Axe iri Bewegung gesetzt, bis der Zeiger g mit seiher Spitze am Nullpunkte der Scala anlangt. Wird nun der Hebe apparat in Bewegung gesetzt, so wird, sobald sich das Rad zu heben beginnt, die Zunge e dieser Bewegung, gedrückt durch die gespannten Federn 0, folgen, der Winkelhebel/ und der Zeiger g werden dabei eine rückgängige Bewegung machen, es zeigt der Zeiger beim Rückgange die Hubhöhe an.
Bei einem Wagen mit 3, 4, 5 m Radstand wird das Aufwinden so lange fortgesetzt, bis der Zeiger 3, 4, 5 Einheiten rückgängige Bewegung gemacht hat.
Um Nachmessung wegen des Radstandes zu vermeiden, empfiehlt es sich, von der Mitte der Waage -aus nach beiden Seiten" hin Metertheilung an die Schienen zu schreiben, Fig. 12.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Bei Geleiswaagen aller Art, den oberhalb der Hauptwaagetheile angebrachten Hebeapparat, wie derselbe in Bezug auf Fig. 1, 2, 3, 4 beschrieben ist.
2. Der Gontrolapparat zum automatischen Messen und Anzeigen des Aushubes der zu wägenden Axe durch den Hebeapparat, wie in Bezug auf Fig. 6 bis 12 beschrieben ist.
3. Die in Fig. 1 bis 12 dargestellte Geleiswäage in Verbindung mit dem dargestellten Hebeapparät und dem dargestellten Controläpparat.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT9968D Waage für Eisenbahnfahrzeuge, ohne Geleisunterbrechung, nebst Kontrol apparat Active DE9968C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1163732B (de) * 1955-04-20 1964-02-20 Blaw Knox Co Vorrichtung zur Entnahme und Abfuehrung elektrisch leitender, magetisierbarer Bleche us einem Halter

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1163732B (de) * 1955-04-20 1964-02-20 Blaw Knox Co Vorrichtung zur Entnahme und Abfuehrung elektrisch leitender, magetisierbarer Bleche us einem Halter

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