DE99559C - - Google Patents

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DE99559C
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rubber
rubber cylinder
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B33/00Sealing or packing boreholes or wells
    • E21B33/10Sealing or packing boreholes or wells in the borehole
    • E21B33/12Packers; Plugs

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
KLASSE S:
Abdichtungsvorrichtungen für Bohrlöcher ■ finden bekanntlich dort Anwendung, wo in einem Bohrloch zwei verschiedenartige Wasser, z. B. Trinkwasser und darunter Soole oder eisenhaltiges Wasser, erbohrt werden, welche von einander getrennt gehalten bezw. abgesondert gefördert werden sollen.
Dieser Effect wird, wie bekannt, durch Einschaltung eines Stückes Gummischlauch zwischen dem oberen und dem unteren Theil der Rohrfahrt erzielt, welches sich beim Zusammenschieben der beiden Rohrtheile ringsum so ausbaucht, dafs der Schlauch sich an die Wände des Bohrloches anlegt und hier eine Abdichtung bewirkt, so dafs das unterhalb der Dichtung befindliche Wasser seinen Weg durch die Rohrfahrt nimmt, das oberhalb der Dichtung vorhandene jedoch im Bohrloch sich ansammelt oder durch dieses abfliefst.
Das D. R. P. Nr. 33482 schützt z.B. eine solche .Bohrlochabdichtung. Dieselbe gestattet jedoch nur eine Abdichtung von in der Ausführung begriffenen Bohrlöchern, weil zur Herstellung der Dichtung eine Drehung der Rohrfahrt um den im Gestein feststehenden Bohrer sich nothwendig macht; ebenso mufs der obere Rohrtheil durch eine Schelle im Bohrloch befestigt werden; auch bietet die Einrichtung keine Gewifsheit der wirklich stattfindenden oder genügenden Dichtung.
Diese Nachtheile veranlafsten die durch die Schnittfiguren 3 bis 6 auf beiliegender Zeichnung dargestellte Construction, deren Vorzug vor jener darin zu erblicken ist, dafs eine solche Dichtung ohne Benöthigung eines Bohrers und ohne Kraftaufwand sofort von selbst in Wirksamkeit tritt, wenn das untere Rohr .D den Grund des Bohrloches erreicht, indem das Gewicht der oberhalb des elastischen Schlauchstückes G befindlichen Rohrleitung L dieses zusammendrückt, ausbaucht und gegen das Bohrloch dichtend anlegt. Dieser Dichtung sind jedoch noch mehrere Mängel eigen, welche ihre Anwendung in der Praxis sehr erschweren und nur in Specialfällen gestatten. Im Allgemeinen angewendet und für längeren ununterbrochenen Gebrauch ist diese Bohrlochabdichtung trotz alledem so viel wie unbrauchbar.
Dies hat seinen Grund darin, dafs der Gummicylinder G blos lose über den metallenen Verbindungscylinder E gezogen ist und weder mit der oberen (L), noch mit der unteren Rohrfahrt (DJ irgendwie in Verbindung steht.
Dies hat vor allem ein Herausspringen der Mündungen des Gummicylinders G aus den nach innen abgeschrägten Mündungen der Rohre L und D beim Senken der oberen Rohrfahrt L zur Folge, gleichviel, ob der Gummicylinder G so kurz genommen wurde, wie Fig. 3 zeigt, oder so lang, wie Fig. 5 veranschaulicht. Im ersteren Falle baucht sich der Gummischlauch naturgemäfs so aus, wie Fig. 4 zeigt, im zweiten Falle so, wie Fig. 6 zeigt. Infolge der Pressung bilden sich wulstartige Ringe, wodurch eine bedeutende Span-
nung im Material selbst entsteht, die sich durch ein Herausspringen der Schlauchmündungen aus den Rohrmündungen von L und D äufsern mufs, wenn das Bohrloch nur einigermafsen tief ist, denn in der durch die Fig. 4 und 6 dargestellten Lage wird der Gummischlauch nur dann verharren, wenn die obere Rohrfahrt so kurz ist, dafs ihr Eigengewicht nicht im Stande ist, den Gummischlauch G noch mehr zusammenzupressen. Für tiefere Bohrlöcher ist demnach diese Dichtung schon aus dem eben genannten Grunde nicht brauchbar, denn springt der Gummischlauch infolge des gröfseren Gewichtes der oberen Rohrfahrt heraus, so ist erstens dadurch die Dichtung in Frage gestellt, weil einerseits das Tiefwasser zwischen d und dl und zwischen L und dem oberen Rande von G hindurch in den oberen Raum zwischen L und C dringen und sich mit dem Oberwasser vermischen kann, und weil andererseits (wenn der kurze Schlauch (Fig. 3) verwendet wurde) das Oberwasser zwischen E und G und D und G hindurch nach unten sickern kann.1
Zweitens wird man die Rohrfahrt nur mit Anwendung von . Gewalt wieder aus dem Bohrloch herausziehen können, den Gummischlauch G wird man jedoch entweder gar nicht oder nur stückweise mit heraufbekommen.
Der zuletzt genannte grofse Uebelstand tritt aber auch dann ein, wenn das Gewicht der oberen Rohrfahrt L nur gering ist und demnach G aus L und D nicht heraussprang, denn es ist bekannt, dafs Gummi elasticum, wenn längere Zeit in Grundwasser befindlich, so verhärtet, dafs die gebildeten wulstartigen Ringe nur durch gewaltsames Auseinanderziehen wieder gestreckt werden können.
Wollte man allen diesen Uebelständen durch Vergröfserung oder Verringerung des Bohrlochdurchmessers. abhelfen, so hätte man mit zwei unüberwindlichen Hindernissen zu rechnen. Im ersten Falle wachsen die Kosten des Bohrens nicht blos proportional zum Mehrverbrauch an Rohrmetall, sondern im Quadrat hierzu. Im zweiten Fall müfste auch der Durchmesser des Bohrers verringert werden, was noch gröfsere Nachtheile zur Folge hätte.
Durch die Fig. 1 und 2 auf beiliegender Zeichnung ist in zwei Gebrauchsstellungen eine Bohrlochabdichtung im Schnitt dargestellt, deren charakteristisches Merkmal in der Befestigung des abdichtenden Gummischlauches G an der oberen Rohrfahrt bezw. in der Verbindung beider Rohrtheile L und D zu erblicken ist.
Das Rohr D, welches das Wasser aus der unteren Schicht nach oben fördern soll, ist durch die Muffe D1 mit dem Rohr E verbunden und auf das verlängerte Gewinde von E eine Muffe E1 aus Rothgufs aufgeschraubt, die der Muffe D1 unmittelbar anliegt; durch Schrauben d ist die Muffe E1 unter Zwischenlage eines -Kautschukringes c mit dem Rothgufscylinder F verbunden, in dessen Ringnuth / mittels der Schrauben f1 die cylindrische Muffe G. aus reinem Kautschuk befestigt ist.
Ebenso ist der obere Rand dieses Kautschukrohres G mit den Schrauben /2 in der Ringnuth der Muffe H befestigt, durch welche innen das Rohr E hindurchgeht und am Ende mit einem Flantsch c2 versehen ist, der sich auf die durch eine innere Erweiterung entstehende Ringkänte der Muffe H auflegt; in das obere Ende des letzteren ist mittels Muffe Z das nach oben gehende Rohr L der Leitung angeschlossen, wobei in die Muffe / ein Gummiring L1 geschraubt ist.
Wird die ganze Rohrfahrt in das Bohrloch eingesenkt, so hängt das Rohr ED mit der Muffe c2 auf der Ringnuth von H und findet daher keine Beanspruchung des Gummicylinders G auf Zug statt; kommt nun der Fufs des Rohres D unten auf die Sohle des Bohrloches zu stehen, so sinkt die obere Rohrfahrt L weiter nach unten, und die an ihr befindliche Muffe H prefst den Gummicylinder so nach aufsen, dafs derselbe der Wand bezw. dem Futter des Bohrloches anliegt und diese Stelle abdichtet; der Raum w ist so bemessen, dafs derselbe dieser erforderlichen Zusammenpressung entspricht. Fig. 2 zeigt die Abdichtung im wirkenden Zustande; die Gummiringe L1 und c dienen dem Zweck, das Eindringen von Sandkörnern zwischen die verschieblichen Theile zu verhindern.
Der Gummischlauch G kann bei dieser Dichtung weder aus den Rohrmündungen von F und H herausspringen, noch kann er beim Herausziehen der Rohrfahrt ganz oder stückweise unten verbleiben. Er kann ferner nur bis zu einem gewissen Grade zusammengeprefst werden, gleichviel, ob die obere Rohrfahrt L schwer oder leicht ist. Er kann noch so lange im Grundwasser verbleiben, seine Verhärtung wird nicht den geringsten Nachtheil nach sich ziehen. Die Dichtung selbst ist eine für alle Fälle zuverlässige, und der durch Berechnung für die jeweiligen Bodenverhältnisse bezw. Bohrkosten festgestellte Durchmesser des Bohrloches braucht aus Rücksicht auf die Abdichtung weder vergröfsert noch verkleinert zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    ' Vorrichtung zum Abdichten von Bohrlöchern durch Zusammenstauchen eines an geeigneter Stelle in die Rohrfahrt eingeschalteten
    Gummicy linders behufs Trennung verschiedener in ein und demselben Bohrloch über einander erbohrter Wasser, dadurch gekennzeichnet, dafs der mit beiden Theilen der Rohrfahrt (L und D) fest verbundene Gummicylinder (G) die Fortsetzung (E) des unteren Theiles (D) der Rohrfahrt umschliefst und dieser Theil sich innerhalb des Gummicylinders (G) um eine durch Verschrauben der Verbindungstheile (D1 E1 e2 und I) regulirbare und durch den Dichtungsring (L1) begrenzte Weglänge (w) verschieben kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3038541A (en) * 1960-01-13 1962-06-12 Frank D Sprague Jr Well packer

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3038541A (en) * 1960-01-13 1962-06-12 Frank D Sprague Jr Well packer

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