DE98648C - - Google Patents

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DE98648C
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    • A44B1/18Buttons adapted for special ways of fastening
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  • Outer Garments And Coats (AREA)
  • Corsets Or Brassieres (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher üblichen und bekannten Knöpfe jeder Art, Stoff-, Metall-, Steinnufs- und Hornknöpfe etc., sind alle so eingerichtet, dafs sie auf der Stofffläche flach aufliegend angenäht werden müssen und dafs der Knopf-Ober- und Untertheil mit dem Befestigungsorgan, Butzen, Henkel oder Oese, fest mit einander verbunden sind. Es ist bei solchen Knöpfen selbstverständlich, dafs sie nur auf der Stofffläche, auf der sie aufgenäht sind, sichtbar und zum Zuknöpfen gebraucht werden können.
Die Einrichtung und Befestigungsweise des vorliegenden Knopfes ist dagegen eine derartige, dafs der letztere zu beiden Seiten gebraucht bezw. auf beide Seiten aufgelegt werden kann und dafs zugleich der Obertheii um das Befestigungsorgan, welches gleichsam die feste Drehungsachse dazu bildet, gedreht werden kann.
Die äufsere Gestaltung und ebenso das Material, nach welcher und aus welchem der neue Knopf hergestellt wird, sind dabei gleichgültig: er kann daher aus Stoff, Horn, Steinnufs oder Metall bestehen und das Befestigungsorgan als Butze, Schleife, Henkel oder Oese ausgebildet sein. Der Knopf kann auch mit um seine Achse drehbarem Obertheii und gleichzeitig als »Durchschlagknopf«, der beiderseitig brauchbar ist, eingerichtet sein oder nur als um seine Achse bezw. sein Befestigungsorgan drehbarer Knopf hergestellt werden.
In den Fig. 1 bis 11 sind einige Ausführungsformen und Befestigungsarten des neuen Knopfes veranschaulicht.
Nach den beiden ersten Ausführungsarten (Fig. ι bis 4) besteht der Knopf, wie ein gewöhnlicher Stoffknopf, aus dem mit Stoff überzogenen Obertheii a, mit dem der Stoff in bekannter Weise durch den Untertheil b verbunden ist. Die übliche (Papp-) Füllung zwischen beiden Theilen fehlt jedoch, und eine Butze gewöhnlicher Art ist ebenfalls nicht zwischen beiden eingeklemmt. Der Raum zwischen beiden ist dagegen absichtlich hohl gelassen, so dafs darin nach Fig. 1 und 2 ein eingelegter Drahtsteg c oder nach Fig. 3 und 4 ein eingelegtes durchlochtes Scheibchen d ungefähr von gleicher Länge bezw. gleichem Durchmesser wie die Weite des Hohlraumes frei drehbar ist. Um den Steg c, bezw. durch die beiden Löcher im Plättchen if ist eine zu einer geschlossenen Schleife oder Schlinge geformte Schnur e gezogen, welche die Stelle der Butze des gewöhnlichen Knopfes vertritt und deren Enden zweckmäfsig bis nahe an den Knopf zusammengenäht sind.
Aehnlich ist die Einrichtung des Knopfes nach Fig. 5 und 6, nur seine äufsere Gestalt ist verschieden, indem der Ober- und Untertheil al b1 länglich doppelkegelig gebildet sind.
Der Knopf nach Fig. 7 und 8 besitzt statt des drehbaren Steges mit Schleife oder statt des drehbaren doppelt gelochten Plättchens mit Schleife ein zwischen Ober- und Untertheil drehbares Plättchen f, an welchem zugleich eine Vierlochöse oder Butze g sich befindet, so dafs er auch der Anforderung entspricht, dafs Ober- und Untertheil um dieses Befesti-
gungsorgan drehbar sind. Dieser Knopf eignet sich weniger zum Durchschlagen durch einen Schlitz bezw. zum Gebrauch auf beiden Seiten, sondern mehr für gewöhnliche Zwecke. Dabei hat er aber dem nicht drehbaren Knopf gegenüber den Vortheil, dafs, weil der Obertheil drehbar ist, er jedenfalls viel dauerhafter ist und der Ueberzugstoff nicht sobald verschlissen wird; denn, wie die Erfahrung lehrt, zerstofsen sich Stoffknöpfe stets an einer Seite der Randkante , weil diese Seite vorwiegend der Reibung ausgesetzt ist. Wenn jedoch dieser Ort des Angriffes auf den Stoff wechselt und bald dieser Theil des Randes, bald ein anderer der zerstörenden Wirkung ausgesetzt ist, wird natürlich die Lebensdauer eines solchen Knopfes ganz wesentlich erhöht. Die Fig. 9 bis 11 zeigen die Anwendungsweise des neuen Knopfes; derselbe wird, wie Fig. 10 und 11 erkennen lassen, mit seiner Befestigungsschnur zwischen die Stofflage oder auch nur auf diese genäht, so dafs er rechtwinklig zur Stofffläche in einem dazu vorgesehenen Schlitz oder Knopfloch steht. Je nachdem er nun links oder rechts bezw. oben oder unten benutzt werden soll, wird er aus der ursprünglichen Lage, die in Fig. 10 in vollen Linien gezeichnet ist, in die eine oder andere der beiden punktirt angedeuteten umgelegt, wo er flach auf der Stofffläche aufliegt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Knopf mit Fadenbefestigung, gekennzeichnet durch ein Befestigungsmittel, Schleife, Butze, Oese, welches mit einem Steg oder Plättchen verbunden ist und durch eine Oeffnung im Knopfuntertheil hervorragt und mit dem Steg oder Plättchen in einem freien Raum zwischen Ober- und Untertheil so gehalten wird, dafs sich diese beiden Theile um das Befestigungsmittel als Achse drehen können, und welches die Befestigung rechtwinklig zur Stofffläche zwischen dieser in einem dafür vorgesehenen Schlitz derartig ermöglicht, dafs der Knopf durch den Schlitz hindurchgeschlagen und auf der einen oder der anderen Stoffseite flach aufgelegt werden kann.
2. Eine Ausführungsform des unter Anspruch 1 gekennzeichneten Knopfes, bei welchem das Befestigungsmittel als gelochte Oese ausgebildet ist, die mit dem zwischen Ober- und Untertheil drehbaren Plättchen vereinigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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