DE98532C - - Google Patents

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DE98532C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/02Arrangements of pumps or compressors, or control devices therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Compressor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Luftpumpen an Luftdruckbremsen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. September 1896 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Regelungsvorrichtung für elektrische Motoren, welche an einem Ausführungsbeispiel, nämlich an einem elektrisch betriebenen Motor für Prefsluftbremsen an elektrischen Strafsenbahnwagen veranschaulicht werden soll. Fig. ι der Zeichnungen zeigt eine schematische Darstellung des mit der Regelungsvorrichtung ausgerüsteten Wagengestelles,
die Fig. 2 und 3 den selbsttätig wirkenden Umschalter im Aufrifs und Schnitt.
Fig. 4 ist eine schaubildliche Darstellung der Regelungsvorrichtung.
Fig. 5 zeigt einen Einzeltheil des Umschalters, Fig. 6 einen Einzeltheil der Druckregelungsvorrichtung,
Fig. 7 das Entlüftungsventil.
Fig. 8 ist ein Schaltungsplan.
Ein elektrisch betriebener Luftcompressor 1 (Fig. ι und 8) ist mit dem Prefsluftbehälter 2 durch das Rohr 4 verbunden, in dem sich das Rückschlagventil 5 befindet. Von dem Prefsluftbehälter 2 führt ein Rohrstück 7 zu der Hauptleitung 6, welche an den beiden Stirnseiten des Wagens, dessen Achsen mit den Motoren M versehen sind, je ein Steuerungsventil 8 zeigt. Von der Hauptleitung 6 geht ein Rohr 9 zum Bremscylinder 3. In demselben spielt ein Kolben, dessen Stange 13 den Bremshebel 11 bethätigt, von dem Leitstangen 12 zu den Bremsbäumen 10 führen. Wird durch OefFneh eines der Steuerungsventile 8 Prefsluft in den Bremscylinder 3 gelassen, so veranlafst dies durch Verschiebung des in demselben befindlichen Kolbens das Anpressen der wie üblich mit Bremsschuhen belegten Bremsbäume an die Radfelgen. Dem elektrisch betriebenen Luftcompressor 1 wird der Strom durch die Leitung 15 (Fig. 8) zugeführt, deren correspondirende Leitung 16 mit eingeschalteter Schmelzsicherung 19 und einem von Hand zu be-•thätigenden Umschalter 17 . zum Widerstandskasten 20 führt.
Ein Contactsegment 22, welches um den Stift 23 schwingt, kann mit dem Stromschlufsputzen 21 des Widerstandskastens 20 in Eingriff treten (Fig. 8). Der Stromschliefser 25 (Fig. 8) schwingt unabhängig vom Segment 22 gleichfalls um den Stift 23 und trägt an seinem oberen Ende ein Stromschlufsstück 26 (Fig. 2), welches mit dem Stromschlufsstück 27 der Klemme 28 correspondirt, an welche (Fig. 4) die Leitung 18 schliefst. Ein Cylinder 30 (Fig. ι und 8) steht mit dem den Compressor 1 und den Prefsluftbehälter 2 vereinigenden Rohre 4 (Fig. 4) durch das Rohr 31 mit angesetztem T-Stück 32 in Verbindung. In dem Rohr 31 sitzt (Fig. 6) ein Pflock 3ia, welcher bei 31b durchbohrt ist. Der Durchflufsquerschnitt dieser Durchbohrung ist durch die Schraube 31° verstellbar, so dafs die zum Cylinder 30 führende Prefsluftmenge dadurch geregelt werden kann. Von dem Kolben 33 des Cylinders 30 führt die Kolbenstange 34 zu einem Bügel 35, welcher das Segment 22 dergestalt umschliefst, dafs eine Bewegung der
Kolbenstange 34 eine Schwingung des Segmentes 22 um den Mittelpunkt 23 hervorruft. Eine Feder 36 umschlingt die Kolbenstange 33 und wirkt dem Druck der in den Cylinder 30 eingeführten Prefsluft entgegen. Der Stromschliefser 25 hat (Fig. 8) eine den Drehpunkt 23 überragende Verlängerung 25s, an der ein Stift 40 sitzt. Das Segment 22 trägt (Fig. 2 und 4) eine Platte 41 mit dem Stift 43. Ein von der Feder 45 umschlungener Bügel 44 führt von dem Stift 43 zum Stift 40, so dafs dadurch der Stromschliefser 25 und das Segment 22 mit einander in federnder Verbindung stehen.
Ein Elektromagnet 50 (Fig. 4) ist durch die Leitung 51 (Fig. 8) mit dem Widerstandskasten 20 und die Leitung 52 mit dem Compressor elektrisch verbunden. Der Elektromagnet umschliefst das Rohr 53 eines Luftventiles, welches Rohr 53 durch das T-Stück 54 an das Rohr 31, das den Cylinder 30 mit Prefsluft speist, schliefst. Das untere, zweckmäfsig düsenartig verengte Ende 53a (Fig. 7) des Rohres 53 wird von der Armatur 55 umgeben, welche in einen Cylinder 56 ausläuft, der radiale Luftauslafsöffnungen 57 trägt. Am Boden des Cylinders 56 sitzt eine Unterlegscheibe 58 aus Leder oder Gummi, welche, von der Schraube 59 verstellbar getragen, die untere Oeffnung des Rohres 53a des Rohres 53 schliefst, wenn die Armatur 5 5_vom Elektromagneten angezogen ist.
Ein Hebel 60 schwingt um den Drehstift 61 und weist einen Rücken 62 auf, an den zwei Schultern 63 und 64 schliefsen, die mit einem am Stromschliefser 25 vorgesehenen Federstift correspondiren. Der Arm 25 hat zu diesem Behuf einen Ansatz 65 (Fig. 4 und 5), in dem ein Stift 66, von der Spiralfeder 67 umgeben, gehalten wird. Eine Schraube 68, welche den Ansatz 65 des Armes 25 durchdringt, tritt in eine Längsnuth 69 des Schlitzes 66 und wirkt demnach als Begrenzungsknagge für die Seitwärtsbewegung des Stiftes. Derselbe trägt einen längsgeschlitzten Kopf, in den der Ansatz 62 des Hebels 60 eingreift. Ein Luftcylinder 75 (Fig. 3 und 4) wird vom Luftdruckbehälter 2 aus durch das Rohr 7 gespeist. Der Cylinder 75 hat einen eingezogenen Theil 76, in dem der Kolben ηη (Fig. 3) sich befindet, dessen Bewegung durch die untere Ringnuth 78 und den oberen Ring 79 bedingt wird. Eine biegsame Scheibe 80 bedeckt den Boden des Kolbens γγ, von dem eine Kolbenstange 81 nach oben führt, von der Feder 82 umschlungen. Diese stützt sich gegen den Schraubdeckel 83, durch den ihre Spannung geregelt werden kann- An die Kolbenstange 81 schliefst gelenkig der um 86 drehbare Hebel 85, in dessen Schlitz 81 das eine Ende des Hebels 60 greift, von einem Stift 88 gehalten (Fig. 2).
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Nachdem (Fig. 8) durch Einschalten des Handausschalters 17 der Stromkreis geschlossen ist, beginnt, bei Einschaltung sämmtlicher Widerstände des Kastens 20, der elektrische Motor des Compressors anzugehen. Derselbe schickt zunächst Prefsluft durch das Rohr 4 unter Ueberwindung des Rückschlagventiles 5 in. den Behälter 2. Hierbei wird gleichzeitig das Rohr 31 mit Prefsluft gefüllt, da aber die die Kolbenstange 33 umschlingende Feder 36 einen gewissen Widerstand leistet, füllt sich zunächst der Behälter 2 mit Prefsluft. Nachdem diese eine gewisse Spannung erreicht hat, zu welcher die Leistung der Feder 36 in entsprechendem Verhältnifs steht, dringt die Prefsluft unter Ueberwindung dieser Feder in den Cylinder 30 ein und bewerkstelligt die Verschiebung des Kolbens 33. Hierdurch wird vermittelst des Bügels 35 auch das Contactsegment 22 um seinen Mittelpunkt gedreht und damit allmälig vorschreitend die Widerstände im Kasten 20 ausgeschaltet. Hierdurch wächst die Stromintensität, die Leistung der Compressormaschine wird stärker und dieselbe erhöht demzufolge den Ueberdruck im Behälter 2. Der Hauptausschalter 25, welcher durch den Bügel 44 mit dem Segment 22 zwangläufig verbunden ist, trachtet an der Schwingung desselben theilzunehmen, wird hieran aber dadurch verhindert, dafs sein Sperrstift 66 sich gegen die Schulter 63 des Hebels 60 legt. Das auf Entfernung des Ausschalters 22 aus seiner Arbeitsstellung wirkende Drehmoment wird demnach nicht folgen können, sondern die Feder 45, welche den Bügel 44 umschlingt, spannen, wodurch in dieser späterhin verwendbare Kraft aufgespeichert wird. Die Leistung der Compressormaschine und damit des Compressors nimmt also ständig zu, bis eine gewisse höchste Druckleistung erreicht ist, welche ausreicht, um den Widerstand der Feder 82 im Cylinder 75 zu überwinden, der hinter dem Rückschlagventil 5 an die Leitung angeschlossen ist. Die Spannung der Feder 82 kann durch den Schraubdeckel 83 geregelt werden. Sobald die Spannung im Behälter 2 diejenige der Feder 82 überwiegt, wird der Kolben 81 gehoben und durch die Uebersetzung mittelst des Hebels 85 der längere Arm des Hebels 60 gesenkt, wodurch die Schulter 63 den Sperrstift 66 freigiebt. In demselben Augenblick wird die Feder 45 den Ausschalter 25 veranlassen, eine Schwingung um seinen Drehpunkt vorzunehmen, wodurch der Stromkreis unterbrochen wird. Hierdurch wird der Elektromagnet 50 stromlos und läfst die Armatur 55 fallen. Die Lederscheibe 58 giebt dadurch das Ende 53 a des Rohres 53 frei und der Ueberdruck pufft durch die Oeffnung 57 aus. Dadurch ist jede Gefahr eines Zerreifsens
der Rohrleitung 31 unmöglich; der im Behälter 2 entstandene Druck bleibt natürlich hiervon unbeeinflufst, weil das Rückschlagventil 5 die Verbindung zum Luftventil. 53 schliefst. Durch die Unterbrechung des Stromkreises ist der Elektromotor des Compressors zum Stillstand gekommen und der weitere Zuflufs von Prefsluft zum Behälter 2 unterbrochen; der Sperrstift 66 des Ausschalters 25 ist hinter die Schulter 62 getreten und wird dadurch der Ausschalter in der geöffneten Stellung gehalten. Wird jetzt durch Bethätigung eines der Steuerungsventile 8 gebremst und damit der Druck im Reservoir 2 herabgemindert, so senkt die Feder 82 den Kolben γγ, wodurch der Hebel 60 den Hauptausschalter 25· freigiebt. Durch die Druckminderung im Cylinder 30 war vorher bereits der Kolben 33 in die Anfangsstellung zurückgegangen, hatte damit das Segment 22 derartig gedreht, dafs dasselbe sämmtliche Widerstände im Kasten 20 einschaltete, hatte dabei die Feder 45 in der vorbeschriebenen Weise entgegengesetzt gespannt, so dafs diese bei nunmehriger Freigabe des Hauptausschalters 25 denselben in die Arbeitsstellung wirft, wodurch der Stromkreis geschlossen, der Motor des Compressors wieder angelassen wird und sich somit das Spiel wiederholt.
Die Einrichtung kann auch zum selbstthätigen Anlassen und Unterbrechen elektrischer Motoren Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine durch einen Luftdruckkolben betbä'tigte Regelvorrichtung für · elektrisch angetriebene Luftpumpen an · Luftdruckbremsen , dadurch gekennzeichnet, dafs das durch den Kolben (33) bewegbare Contactstück (22) die Anlafswiderstände (20) zur Erhöhung der Motorleistung ausschaltet, bis bei Erreichen der Maximalgrenze der Ausschalter (25) dessen Feder (45) beim Ausschalten der Anlafswiderstände gespannt wird, durch Verschieben eines Kolbens (γγ) in einem Regulircylinder (75) frei wird und den Stromkreis unterbricht, so dafs ein Elektromagnet (50) seinen Anker (55) freigiebt und ein Auspuffventil (57) öffnet, bis durch Entnahme von Prefsluft der Kolben (yj) wieder in seine Ruhelage zurückkehrt und der damit freigegebene Ausschalter (25) der inzwischen erfolgten Rückwärtsbewegung des Contactstückes (22) folgt und den Stromkreis schliefst.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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