DE977519C - Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-dihalogenacetamino-1, 3-propandiolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-dihalogenacetamino-1, 3-propandiolen

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DE977519C
DE977519C DEC6853A DEC0006853A DE977519C DE 977519 C DE977519 C DE 977519C DE C6853 A DEC6853 A DE C6853A DE C0006853 A DEC0006853 A DE C0006853A DE 977519 C DE977519 C DE 977519C
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DE
Germany
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halogen
amino
phenyl
propanediols
preparation
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Expired
Application number
DEC6853A
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English (en)
Inventor
Andor Hajos
Janos Kollonitsch
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Chinoin Private Co Ltd
Original Assignee
Chinoin Gyogyszer es Vegyeszeti Termekek Gyara Zrt
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Description

AUSGEGEBEN AM 3. NOVEMBER 1966
C 6853IVbIizq
Es ist bereits bekannt, daß man durch Behandeln von i-Phenyl-2-amino-dioxypropan mittels Dichloressigsäureester, -halid oder -anhydrid den Dichloracetylrest in die Aminogruppe einführen kann (siehe z. B. die USA.-Patentschrift 2 538 764). Die selektive Acylierung nach diesem Verfahren soll zwar glatt verlaufen, die Herstellung des Acylierungsmittels in der erforderlichen hochgradigen Reinheit ist jedoch etwas umständlich.
Es wurde gefunden, daß Dihalogen-acetaminoverbindungen der allgemeinen Formel (I)
CH-CH-CH2OH
OH NH-CO—CHX2
(I) in welcher R Wasserstoff, Halogen, eine Nitro- oder eine Aminogruppe und X Halogen bedeutet, derart hergestellt werden können, daß man Aminoalkohole der allgemeinen Formel (II)
CH-CH-CH2OH
OH NH2
(Π)
in welcher R das gleiche wie oben bedeutet, mit halogenierten Ketoestern der allgemeinen Formel (III)
X2CH — CO — CY2 — COOZ (III)
in welcher X Wasserstoff oder Halogen, Y Halogen und Z eine Alkylgruppe bedeutet, in Reaktion bringt.
609 714/2
Die selektiven Acylierungsmittel gemäß Formel (III) sind einfach erhältlich.
Es ist bekannt, daß Aminodiole der Formel (II) 2 asymmetrische Kohlenstoff atome enthalten und daher in Form von vier verschiedenen Diastereoisomeren vorhanden sein können. Das Verfahren gemäß der Erfindung ist für alle vier Diastereoisomeren anwendbar, und die Stereokonfiguration des Ausgangsstoffes erleidet im Laufe des Verfahrens keine Veränderung.
Als Ausgangsstoffe gemäß Formel (II) sind z. B. die ι- bzw. l, D-threo-i-(p-Nitrophenyl)-2-aminoi, 3-propandiole geeignet. Als Ausgangsstoffe der Formel (III) sind z. B. i, i-Dichlor-2-keto-buttersäureäthylester oder 1,1, 3, 3-Tetrachlor-2-ketobuttersäureäthylester gut verwendbar.
Das Verfahren kann unter sehr verschiedenen Reaktionsbedingungen durchgeführt werden. Man kann z. B. sowohl in Gegenwart wie in Abwesenheit
ao eines Lösungsmittels arbeiten. Als Lösungsmittel sind z. B. Alkohol oder Dioxan geeignet. Obgleich die Reaktion auch bei Zimmertemperatur abläuft, ist es zweckmäßig, den Verlauf derselben durch Erwärmen zu beschleunigen.
Wird z. B. D, L-threo-i-(p-Nitrophenyl)-2-aminoi, 3-propandiol mit 1, i-Dichlor-2-keto-buttersäureäthylester in alkoholischer Lösung unter Rückfluß ι bis 3 Stunden zum Sieden erhitzt, so entsteht razemisches Chloramphenicol in guter Ausbeute. Man erhält dieselbe Verbindung, wenn d, L-threo-i-(p-Nitrophenyl)-2-amino-i, 3-propandiol in Alkohol oder Dioxan mit 1,1, 3, s-Tetrachlor^-keto-buttersäureäthylester unter Rückfluß erhitzt wird.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
0,84 g D, L-threo-i-(p-Nitrophenyl)-2-amino-i, 3-propandiol werden in 15 ml Dioxan mit 0,4 g 1, i-Dichlor-2-keto-buttersäureäthylester 21Z2 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Hierauf wird das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert, der Rückstand in 20 ml Äthylacetat aufgenommen, die entstehende • Lösung mit n-Salzsäure und Wasser ausgeschüttelt,
über Magnesiumsulfat getrocknet und das Äthylacetat im Vakuum abdestilliert. Der Rückstand wird mit Äthylacetat verrührt und abgesaugt. Man erhält razemisches Chloramphenicol vom Schmp. 149 bis 1500.
so Beispiel 2
0,84 g i, i-Dichlor-2-keto-buttersäureäthylester werden in 30 ml absolutem Alkohol gelöst, mit 1,76 g D, L-threo-i-(p-Nitrophenyl)-2-amino-i, 3-propandiol versetzt und unter Rückfluß während τ1/^ Stunden zum Sieden erhitzt. Hierauf wird der Alkohol im Vakuum abdestilliert, der Rückstand in 50 ml Äthylacetat gelöst, mit 3 χ 20 ml n-Salzsäure und 3 X 20 ml Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft, wobei man razemisches Chloramphenicol in Form von klebrigen Kristallen erhält. Diese werden mit Äthylacetat verrührt und abgesaugt. Man erhält reines razemisches Chloramphenicol vom Schmp. 150 bis 1510.
Beispiel 3
0,84 g D, L - threo -1 - (p - Nitrophenyl) - 2 - amino-ι, 3-propandiol werden in 15 ml trockenem Dioxan gelöst und mit 0,52 g 1,1, 3, 3-Tetrachlor-2-ketobuttersäureäthylester während 3V2 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Hierauf wird das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert und die zurückbleibenden öligen Kristalle in Äthylacetat aufgenommen, ' die Lösung wird, wie vorangehend beschrieben, mit n-Salzsäure und Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, das Äthylacetat abdestilliert und der Rückstand aus Äthylacetat umkristallisiert. Das Produkt besteht auch in diesem Falle aus razemischem Chloramphenicol.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung von i-Phenyl-2-dihalogen-acetamino-i, 3-propandiolen der allgemeinen Formel
    CH-
    -CH-CH2OH
    OH NH-CO-CHX2
    in welcher R Wasserstoff, Halogen, eine Nitro- oder eine Aminogruppe und X Halogen bedeutet, durch Acylierung des Aminodiols, dadurch gekennzeichnet, daß Aminoalkohole der allgemeinen Formel
    CH-CH-CH2OH
    OH NH,
    in welcher R dasselbe wie oben bedeutet, mit halogenierten Ketoestern der allgemeinen Formel
    X2CH-CO-CY2-COOZ
    in welcher X Wasserstoff oder Halogen, Y Halogen und Z eine Alkylgruppe bedeutet, in Reaktion gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial i-(p-Nitrophenyl)-2-amino-i, 3-propandiol verwendet wird.
    © 509 700/479 J. (609 7-M/2 10. 66)
DEC6853A 1952-10-15 1952-12-21 Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-dihalogenacetamino-1, 3-propandiolen Expired DE977519C (de)

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