DE976699C - Verfahren und Geraete zur Knallortung von Geschuetzen od. dgl. - Google Patents

Verfahren und Geraete zur Knallortung von Geschuetzen od. dgl.

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DE976699C
DE976699C DES51650A DES0051650A DE976699C DE 976699 C DE976699 C DE 976699C DE S51650 A DES51650 A DE S51650A DE S0051650 A DES0051650 A DE S0051650A DE 976699 C DE976699 C DE 976699C
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heads
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DES51650A
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English (en)
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Friedrich Dr Spandoeck
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/72Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using ultrasonic, sonic or infrasonic waves

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  • Measuring Magnetic Variables (AREA)

Description

  • Verfahren und Geräte zur Knallortung von Geschützen od. dgl.
  • Bei der Knallortung von Geschützen od. dgl. werden mehrere Aufnahmemikrofone für den Knall in großem Abstand angeordnet, und man ermittelt den Standort des Geschützes aus der Zeitdifferenz zwischen den an den einzelnen Mikrofonen eintreffenden Knallen. Da alle Orte gleicher Zeitdifferenz auf Hyperbeln liegen, kann man nach diesem Verfahren den Standort des Geschützes als Schnittpunkt wenigstens zweier Hyperbeln ermitteln. Für die Zeitdifferenzbestimmung hat man hisher die von den einzelnen Mikrofonen aufgenommenen Knalle mit Hilfe von Oszillographenschleifen auf fotografisches Oszillographenpapier aufgezeichnet. Die hierbei erforderliche fotografische Entwicklung beeinträchtigt jedoch die Gebrauchsfähigkeit der Geräte und führt auch dann noch zu Mängeln, wenn man diese, wie ebenfalls bekannt ist, mit einem selbsttätig arbeitenden Entwicklungszusatz ausrüstet. Ein weiterer Nachteil ergibt sich daraus, daß der praktische Einsatz der Geräte von einem ordnungsmäßigen Nachschub von lichtempfindlichem Papier und einwandfreiem Entwickler abhängt, der im Kriegsfalle nicht immer gegeben ist. Um die fotochemische Behandlung des Aufzeichnungsträgers zu vermeiden, kann man an Stelle der Oszillographenaufzeichnung den aufgenommenen Knall nach dem magneti scheu Schallaufzfieichnungsverfahren auf Bänder oder Filme aufzeichnen. Es ist bereits bekannt, die von den einzelnen Mikrofonen aufgenommenen Knalle auf getrennte Aufzeichnungsspuren eines breiten magnetischen Aufzeichnungsträgers aufzuzeichnen und die Messung des Zeitunterschiedes zwischen den von den einzelnen Mikrofonen aufgenommenen Knallen durch gegenseitige Verschiebung der Magnetköpfe durchzuführen. Ferner ist es bei sogenannten Echographen bekannt, zwecks Herabsetzung der Geschwindigkeit des Schreibstiftes die Impulse und die Echos der Schreibvorrichtung über eine Anordnung zur Zeitdehnung zuzuführen.
  • Für diese Zeitdehnung hat man bereits ein endloses, schnellaufendes Magnettonband benutzt. Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung dieses Knallortungsverfahrens mit magnetischer Aufzeichnung, und zwar soll insbesondere die Aufgabe gelöst werden, das Verfahren so zu vervollkommnen, daß auch von verhältnismäßig ungeübtem Bedienungspersonal einwandfreie Meßergebnisse erzielt werden können und die für das Verfahren benötigten Geräte eine einfache und für den Einsatz auch in schwierigem Gelände geeignete Ausgestaltung erhalten.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe in erster Linie durch Auswahl besonders geeigneter Methoden für die bei dem magnetischen Aufzeichnungsverfahren anzuwendende Zeitdifferenzbestimmung zwischen den einzeln aufgenommenen Knallen gelöst. Erfindungsgemäß wird hierfür das Knallortungsverfahren derart ausgeführt, daß die magnetischen Knallaufzeichnungen bei der Zeitdifferenzbestimmung mehrmals periodisch, vorzugsweise mit gegenüber der Aufnahmegeschwindigkeit erhöhter Geschwindigkeit wiederholt werden und zur Zeitdifferenzbestimmung eine der folgenden Methoden angewendet wird: a) stereofonisches Abhören der magnetischen Knallaufzeichnungen und Einstellen nach dem Binauraleffekt unter gegenseitiger Verschiebung der Magnetköpfe, um die Aufzeichnungen miteinander in Deckung zu bringen, b) gegenseitige Kompensation der magnetischen Knallaufzeichnullgen durch objektive oder subjektive Beobachtung der Kompensation bei gegenseitiger Verschiebung der Magnetköpfe, c) optische Ausmessung der magnetischen Knallaufzeichnungen auf einem Elektronenstrahl oszillographen, beispielsweise einem Zweistrahloszillographen, wobei die einzelnen Knallaufzeichnungen durch Verschieben der Magnetköpfe in Deckung gebracht werden oder bei bekannter Kippfrequenz des Oszillographen die Zeitdifferenz durch Ausmessung des Abstandes der Knallaufzeichnungen auf dem Schirmbild des Elektronenstrahloszillographen bestimmt wird, d) Phasenmessung zwischen den magnetischen Knallaufzeichnungen, insbesondere nach der Summen-Differenz-Methode, wobei durch gegenseitige Verschiebung der Magnetköpfe auf Phasendifferenz Null abgeglichen wird.
  • Zweckmäßig wird das erfindungsgemäße Verfahren derart ausgeführt, daß die Knallaufzeichnungen zunächst auf einen vorzugsweise endlosen magnetischen Aufzeichnungsträger aufgezeichnet werden und von diesem nach einer bestimmten Laufzeit im Falle des Interesses zum Zwecke der Auswertung auf einen endlosen magnetischen Aufzeichnungsträger umgespielt werden, der mit erhöhter Geschwindigkeit abgespielt werden kaum und dadurch eine periodische Wiederholung der Knallaufzeichnung gestattet, wobei der Abgleich durch gegenseitige Verschiebung der Magnetköpfe an dem magnetischen Aufzeichnungsträger vorgenommen wird, auf den umgespielt worden ist.
  • Der erste Aufzeichnungsträger ermöglicht dann infolge einer automatischen Löschung des gespeicherten Schallvorganges nach einer bestimmten Laufzeit eine fortlaufende Beobachtung des bestimmten Geländeabschnittes, über den die Mikrofone verteilt sind, während der zweite Aufzeichnungsträger nur in Betrieb genommen zu werden braucht, wenn Beobachtungswerte, die mittels des ersten Aufzeichnungsträgers festgehalten wurden, ausgewertet und gemessen werden sollen. Es ist zweckmäßig, die Geschwindigkeit des magnetischen Aufzeichnungsträgers bei der Auswertung so einzustellen, daß die Knallaufzeichnungen in den Bereich größerer Ohrempfindlichkeit und größerer Abtastspannung an den Magnetköpfen transportiert werden.
  • Dies ergibt sowohl bei der subjektiven als auch bei der objektiven Zeitdifferenzmessung eine Erhöhung der Meßempfindlichkeit. Als Aufzeichnungsträger wird vorteilhaft ein 3s-mm-Nofmalfilm mit magnetischer Aufzeichnungsschicht über die ganze Filmbreite verwendet, der zur Vermeidung eines Schlupfes perforiert ist. An dem magnetischen Aufzeichnungsträger werden gegeneinander verschiebbare Magnetköpfe, insbesondere Ferritköpfe, angeordnet, die so schmal ausgebildet sind, daß etwa acht dieser Magnetköpfe an einem 35-mm-Normalfilm nebeneinander Platz finden können, wobei die Verschiebeeinrichtungen für die Magnetköpfe in Form von übersetzten Handkurbeln od. dgl., zum Beispiel mit einem Feintrieb mit geeichten Anzeigeskalen, eventuell mit Noniusteilung, versehen sind, die gegebenenfalls eine direkte Ablesung der Zeitdifferenzen ermöglichen.
  • Um die Geräte klein und leicht zu halten, werden die Aufnahme- bzw. Abtastspannungen zweckmäßig mit Hilfe von Transistorverstärkern verstärkt. Die Aufnahmemikrofone sollen zweckmäßig Nierencharakteristik besitzen, deren Maxima etwa nach dem aufzunehmenden Knall ausgerichtet sind.
  • Man erzielt hierdurch eine bessere Störbefreiung nach den Geländestreifen, die nicht von der Schallortung erfaßt werden sollen.
  • Die Vorteile des magnetischen Aufzeichnungsverfahrens für die Schallortung bestehen gegenüber der fotografischen Registrierung oder der ebenfalls denkbaren Verwendung von Tintenschreibern oder Strahlschreibern für die Knallaufzeichnung vor allem darin, daß die Geräte immer betriebsbereit sind, weil man die alte Aufzeichnung löschen kann.
  • Außerdem ist die Apparatur wesentlich temperatur-und erschütterungsunempfindlicher und bietet, wie die moderne Magnettonentwicklung zeigt, die Möglichkeit, daß sie als kleines und leicht trag- harzes Gerät ausgeführt werden kann, welches jederzeit im Gelände mitzuführen ist.
  • Die Erfindung und weitere Einzelheiten sind an Hand von Zeichnungen näher erläutert.
  • In Fig. 1 ist ein Beispiel für die Ausbildung eines Gerätes nach der Erfindung im Prinzip dargestellt. Die magnetische Aufzeichnung bietet die Möglichkeit, den aufgenommenen Vorgang beliebig oft zu wiederholen, so daß eine genaue Einstellung eines akustischen Abgleiches in aller Ruhe möglich wird. Man kann zu diesem Zweck zwei endlose Bänder benutzen. Auf dem einen größeren Band zeichnet man den Knallvorgang auf und kann ihn nach einer bestimmten Laufzeit auf ein kleineres Testband überspielen, wenn man den Knall untersuchen will. Mehrere Mikrofone M1 ... 118 sind mit Abstand über den zu beobachtenden Geländestreifen verteilt. Die Mikrofonspannungen werden in Verstärkern l'l... ... V8 verstärkt und gelangen zu den Sprechköpfen S1 ... S8 an dem ersten endlosen Beobachtungsband F1, welches als perforierter Film mit magnetischer Aufzeichnungsschicht ausgebildet ist. Sobald eine Knallaufzeichnung auf dem Beobachtungsband P1 erfolgt ist, wird diese mit Hilfe der Hörköpfe H1 . . . H8 abgetastet, in den Verstärkern Mg ... V16 verstärkt und wird von hier mit Hilfe der Sprechköpfe So... S16 auf ein zweites kleineres endloses Testband F2 gleicher Ausführung überspielt. An diesem Testband F2, welches nur für die Auswertung und Messung benutzt wird, sind Hörköpfe Kg... H16 angeordnet, die mit Hilfe eines Feintriebes nach Art eines Drehbankvorschuhes wie einer Ablesung an einem Komparator eventuell mit Mikroskop oder Lupe od. dgl. gegeneinander und gegenüber den Sprechköpfen So... S16 verschoben werden können. Für jeden der Hörköpfe ist ein Verstellantrieb A nach Art einer Handkurbel vorgesehen, und an diesen Antrieben sind geeichte Anzeigeskalen Sk angeordnet. Um die Aufzeichnungen wieder löschen zu können, ist am Beobachtungsband F1 ein Löschkopf L1 und am Testband F2 ein Löschkopf L2 vorgesehen. Zwei Hörköpfe, beispielsweise Hg und H10, werden über Verstärker V17, V18 auf je eine Muschel K1, K2 eines Doppelkopfhörers geführt, so daß die Bedienungsperson zunächst zwei getrennte Knallgeräusche vernimmt. Durch Verschieben der Köpfe mit Hilfe der Verstellantriebe A werden die Knallgeräusche auf den einzelnen Spuren in Deckung gebracht. Eine Feinpeilung erfolgt in dem Augenblick, in dem die Geräusche gleichzeitig auf beide Ohren zuzukommen scheinen. Man erhält dann nämlich einen Richtungseindruck und kann, wenn das Schallbild in der Mitte des Kopfes erscheint, bekanntlich auf eine Zeitdifferenz von 30 Mikrosekunden genau abgleichen. Das entspricht einem Schallweg von I cm und bei einer Ohrbasis von 20 cm etwa 30 Peilwinkel, bei 2 m Basis 0,30 und bei 20 m Basis o,o3P Peilwinkel usw. Das Testband F2 wird so schnell angetrieben, daß sich die Knallvorgänge rasch hintereinander wiederholen. Nach dem Überspielen auf das Testband F2 wird die Aufzeichnung auf dem Beobachtungsband F, mit Hilfe des Löschkopfes L1 wieder gelöscht, und die Beobachtung kann mit Hilfe des ersteren Bandes fortgesetzt werden. Nach Durchführung der Messung am Testband F2 wird die Aufzeichnung darauf mit Hilfe des Löschkopfes L2 gelöscht, und dieses steht nunmehr für weitere Überspielungen und Messungen wieder zur Verfügung.
  • Die Frequenz des Mündungsknalles eines Geschützes wurde bisher nur unterhalb 50 Hz ausgewertet. Ein sogenanntes Fliegersieb schnitt die höheren Frequenzen ab. Das Hauptspektrum lag dabei etwa bei 20 Hz. Diese Frequenz liegt an der unteren Hörgrenze, wo das Ohr noch sehr unempiindlich ist. Man kann nun erfindungsgemäß die Geschwindigkeit des Testbandes auf etwa das 2ofache heraufsetzen und gelangt dann in Gebiete größerer Ohrempfindlichkeit und erhält außerdem größere Spannungen an den Abtastmagnetköpfen.
  • Zwar wird durch diese Frequenztransformation die Genauigkeit der Zeitmessung kleiner, jedoch ist dies kein Nachteil, da der stereofone Effekt bei höheren Tönen günstiger wird. Man kann infolge dessen mit einer Mikrofonbasis von etwa 100 m (die bisher verwendete Basis betrug mehrere Kilometer, und die Werte mußten teilweise drahtlos übertragen werden) eine genügend genaue Peilung erzielen. Ein Vorteil besteht dabei darin, daß bei kurzer Basis die von den einzelnen Mikrofonen aufgenommenen Knalle in ihrer Kurvenform nicht sehr verschieden sind. Die Ablaufgeschwindigkeit des Testbandes F2. wird zweckmäßig nach diesen Bedingungen ausgewählt.
  • Obwohl, wie sich aus den Erfahrungen an den Fliegerhorchgeräten früher gezeigt hat, an sich stets Bedienungspersonal zur Verfügung gestellt werden kann, welches mit Hilfe des Binauraleffektes einen subjektiven Abgleich mit hinreichender Genauigkeit durchführen kann, ist es bei dieser Methode zu berücksichtigen, daß die Eignung für den Binauralabgleich nicht bei allen Menschen gleich gut ausgeprägt ist. Man kann infolgedessen für die Zeitdifferenzbestimmung auch die Kompensationsmethode mit Nullabgleich anwenden. Ein Ausführungsbeispiel hierfür zeigt Fig. 2. Die Abtastmagnetköpfe zweier Spuren, beispielsweise H9, H10, werden hier vorzugsweise am Ausgang der Verstärker V17, V18 gegeneinander geschaltet und mit einem Kopfhörer K3 verbunden, der einen subjektiven Kompensationsabgleich beim Verschieben der Magnetköpfe mit Hilfe der Verschiebeantriebe A ermöglicht. Es wird dabei auf Lautstärkeminimum im Kopfhörer abgeglichen.
  • Man kann den Kompensationszeitpunkt auch objektiv mit Hilfe eines Anzeigeinstrumentes I1 bestimmen, das als Nullinstrument benutzt wird. Ein Elektronenstrahloszillograph ist an dieser Stelle ebenfalls geeignet.
  • Ferner kann man auch ohne Verschieben der Köpfe auf einem Zweistrahlelektronenoszillographen die Entfernung von Knalleinsatzpunkt zu Knalleinsatzpunkt abmessen. Eine entsprechende Zweistrahloszillographenröhre R ist in Fig. 3 ge- zeigt, auf deren Schirm die gegeneinander verschobenen Knalldiagramme zweier Aufzeichnungsspuren zu sehen sind. Aus dem Abstand der beiden Knalldiagramme kann man die Zeitdifferenz bestimmen. Mit einem Einstrahloszillographen läßt sich eine Zeitdifferenzbestimmung in ähnlicher Weise durchführen. Auch kann durch Einblenden von Zeitmarken gemessen werden. Durch die Möglichkeit der stetigen Wiederholung des Knall es durch das endlose Magnetband und eine etwas nachleuchtende Elektronenstrahlröhre kann man auch durch Verschieben der Köpfe beide Kurven auf dem Schirm der Oszillographenröhre R in Deckung bringen.
  • Eine weitere Möglichkeit der subjektiven Bestimmung der Zeitdifferenz bietet ein elektrischer Phasenmesser. Eine entsprechende Schaltung ist in Fig. 4 gezeigt. Zur Phasenmessung kann eine Schaltung oder ein Instrument verwendet werden, welches die Summe und die Differenz zweier Wechselspannungen bildet und zur Anzeige bringt.
  • Man kann hierfür eine sogenannte Summendifferenzschaltung SD benutzen, die an die Ausgänge der mit den Hörköpfen H9, Hlo verbundenen Verstärker Vt7, V18 angeschlossen ist. Die Summendifferenzschaltung SD ist mit einem Anzeigeinstrument I2 verbunden, und man kann mit Hilfe dieses Instrumentes beim Verschieben der Magnetköpfe auf Phasendifferenz Null abgleichen, wobei der Zeiger des Phasenmessers in der Mitte steht.
  • An sich wirkt eine solche Phasenanzeige nur bei Dauertönen, jedoch kann man die Knalle nach Fourier in ein Spektrum zerlegen, eventuell über einen Resonator oder einen Siebkreis mit bestimmter Einschwingdauer geben und bei genügend schneller Wiederholung der Knalle einen eindeutigen Ausschlag auf dem Instrument erzielen.
  • Als Aufnahmemikrofone können neben anderen Mikrofonen besonders zweckmäßig dynamische Systeme verwendet werden. Man kann auch bekannte Lautsprechersysteme benutzen, die gegebenenfalls mit Trichtern versehen werden können.
  • Die Mikrofon- bzw. Lautsprechermembranen erhalten zur Vermeidung von zerstörerischen Knallwirkungen eine Abstützfläche oder anders ausgebildete Abstützorgane, die eine zu große Membranauslenkung durch den Geschoßknall verhindern.
  • Wenn Mikrofone mit nierenförmigen oder anderen einseitigen Diagrammen benutzt werden, kann man sie auf den zu beobachtenden Geländestreifen ausrichten und damit eine Abschirmung gegenüber dem rückwärtigen Geländestreifen erzielen. Die Mikrofone wie die binaural benutzten Telefone sollen im Übertragungsgebiet keine Resonanzen aufweisen, da mit Resonanzen stets Phasendrehungen verbunden sind. Der Einsatz von Transistorverstärkern ermöglicht die Schaffung kleiner und leichter Geräte und die Vermeidung schwerer Stromversorgungseinrichtungen. Ein perforiertes Normalfilmband mit Magnetpulverschicht ist besonders empfehlenswert, da etwa bis acht Aufzeichnungen nebeneinander auf dieses Band geschrieben werden können und die Technik der Laufwerke für dieses Filmband weit fortgeschritten ist. Normale Teile von Filmgeräten, wie Zackenrollen, Schwungmassenrollen od. dgl., können in den entsprechenden Geräten benutzt werden. Die Laufgeschwindigkeit muß sehr konstant sein, weil die Zeitmessung in die Genauigkeit des Verfahrens stark eingeht.
  • Da in der Tonfilmtechnik ähnliche Anforderungen an die Konstanz der Bandlaufgeschwindigkeit bestehen, kann man sich die Erfahrungen dieses Sachgebietes zunutze machen.
  • Die Auswertung der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ermittelten Meßwerte kann entsprechend wie beim früheren Stand der Technik mit Hilfe eines Hyperbelplanes erfolgen. Man kann aber auch ähnlich wie bei den elektrischen Kompensatoren bei der Schallpeilung auf Schiffen direkt den Peilwinkel beim Abgleichen einstellen.
  • Es ist hierfür bereits bekannt, die Magnetköpfe mit Hilfe eines Kurbeltriebes am Magnetband zu verschieben. Nähere Untersuchungen haben aber ergeben, daß die Verschiebung proportional dem Sinus des Peilwinkels erfolgen muß. Eine Kurbelwelle bewirkt jedoch nur bei unendlich langer Pleuelstange eine Verschiebung, die dem Sinus streng proportional ist, und der Kurbelwellenantrieb führt deshalb nicht zu dem gewünschten Erfolg. Die bekannte Lösung ist also ungenau und gilt bei mehr als zwei Schallempfängern nicht für den Binauraleffekt, sondern nur für Maximumbestimmung. Erfindungsgemäß werden daher zweckmäßig Verschiebeantriebe für die Magnetköpfe verwendet, die exakt dem Sinus proportional arbeiten. Es eignen sich hierfür beispielsweise zwei Zahnräder, von denen das eine im anderen läuft und halb so großen Durchmesser hat, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. Dieses einer Hypozykloidensteuerung entsprechende Prinzip wird beispielsweise bei der König-Bauerschen Schnellpresse verwendet. Wenn R der große und r der kleine Halbmesser ist, gilt bekanntlich für die Gleichung der Hypozykloide (Hütte I, 28. Auflage, S. 150) R # r x = (R # r) cos # # r cos # r und R # r x = (R # r) sin # - r sin #. r Das gibt für R = 2r : x = o und y = 2 r cos Gemäß Fig. 6 ist auch eine Nockenscheibe mit entsprechend ausgeschliffenem Profil benutzbar, die einen Stift mit Feder verschiebt, der mit dem Magnetkopf H verbunden ist, oder mit Hilfe einer sinusförmigen Schablone.
  • Bei zweifach binauraler Peilung muß man stets nur je zwei Mikrofone miteinander abgleichen und den Peilwinkel feststellen. Man kann die Winkel vom Magnetband über Bowdenzüge Bd od. dgl. auf die Ortungspunkte einer Landkarte übertragen und zur Anzeige sich kreuzende Lineale Z benutzen, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist. Die sich kreuzenden Lineale Z ergeben dann selbsttätig in ihrem Schnittpunkt den Aufstellungsort des beobachteten Geschützes.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Knallortung von Geschützen od. dgl. mittels mehrerer mit Abstand angeordneter Aufnahmemikrofone für den Knall und magnetischer Aufzeichnung der von den einzelnen Mikrofonen aufgenommenen Knalle auf getrennte Aufzeichnungsspuren eines breiten magnetischen Aufzeichnungsträgers, wobei die Messung des Zeitunterschiedes zwischen den von den einzelnen Mikrofonen aufgenommenen Knallen durch gegenseitige Verschiebung der Magnetköpfe an diesem Aufzeichnungsträger erfolgen kann, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetischen Knallaufzeichnungen bei der Zeitdifferenzbestimmung mehrmals periodisch, vorzugsweise mit gegenüber der Aufnahmegeschwindigkeit erhöhter Geschwindigkeit wiederholt werden und zur Zeitdifferenzbestimmung eine der folgenden Methoden angewendet wird: a) stereofonisches Abhören der magnetischen Knallaufzeichnungen und Einstellen nach dem Binauraleffekt unter gegenseitiger Verschiebung der Magnetköpfe, um die Aufzeichnungen miteinander in Deckung zu bringen, b) gegenseitige Kompensation der magnetischen Knallaufzeichnungen durch objektive oder subjektive Beobachtung der Kompensation bei gegenseitiger Verschiebung der Magnetköpfe, c) optische Ausmessung der magnetischen Knallaufzeichnungen auf einem Elektronenstrahloszillographen, beispielsweise einem Zweistrahloszillographen, wobei die einzelnen Knallaufzeichnungen durch Verschieben der Magnetköpfe in Deckung gebracht werden oder die Zeitdifferenz durch Ausmessung des Abstandes der Knallaufzeichnungen auf dem Schirmbild des Elektronenstrahloszillographen bestimmt wird, d) Phasenmessung zwischen den magnetischen Knallaufzeichnungen, insbesondere nach der Summen-Differenz- Methode, wobei durch gegenseitige Verschiebung der Magnetköpfe auf Phasendifferenz Null abgeglichen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Knallaufzeichnungen zunächst auf einem vorzugsweise endlosen magnetischen Aufzeichnungsträger aufgenommen werden und von diesem zum Zwecke der Auswertung auf einen endlosen magnetischen Aufzeichnungsträger umgespielt werden, der mit erhöhter Geschwindigkeit abgespielt werden kann und dadurch eine periodische Wiederholung der Knallaufzeichnung gestattet, wobei der Abgleich durch gegenseitige Verschiebung der Magnetköpfe an dem magnetischen Aufzeichnungsträger vorgenommen wird, auf den umgespielt worden ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des magnetischen Aufzeichnungsträgers bei der Auswertung so eingestellt wird, daß die Knallaufzeichnungen in den Bereich größerer Ohrempfindlichkeit und größerer Abtastspannung an den Magnetköpfen transponiert werden.
  4. 4. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Aufzeichnungsträger ein perforierter 35-mm-Normalfilm mit magnetischer Aufzeichnungsschicht über die ganze Filmbreite verwendet wird.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem magnetischen Aufzeichnungsträger gegeneinander verschiebbare Magnetköpfe, insbesondere Ferritköpfe, angeordnet werden, die so schmal ausgebildet sind, daß wenigstens acht dieser Magnetköpfe an einem 35-mm-Normalfilm nebeneinander Platz finden können, wobei die Verschiebeeinrichtungen für die Magnetköpfe in Form von Handkurbeln od. dgl. mit geeichten Anzeigeskalen versehen sind.
  6. 6. Gerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme- bzw. Abtastspannungen mit Hilfe von Transistorverstärkern verstärkt werden.
  7. 7. Gerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmemikrofone Nierencharakteristik besitzen, deren Maxima etwa nach dem aufzunehmenden Knall ausgerichtet sind.
  8. 8. Gerät nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellantrieb der Magnetköpfe eine dem Sinus proportionale Kopfverschiebung bewirkt, beispielsweise durch zwei Zahnräder, von denen das eine im anderen läuft und einen halb so großen Durchmesser wie dieses hat oder durch eine entsprechend geformte Nockenscheibe.
  9. 9. Gerät nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebebewegungen der Magnetköpfe durch Bowdenzüge od. dgl. auf schwenkbare Lineale (Z) in einem Kartenbild übertragen werden, die den Standort eines Geschützes od. dgl. aus den magnetischen Aufzeichnungswerten unmittelbar zu ermitteln gestatten.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Patentschrift Nr. 12 527 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
DES51650A 1956-12-19 1956-12-19 Verfahren und Geraete zur Knallortung von Geschuetzen od. dgl. Expired DE976699C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3216183A1 (de) * 1981-04-27 1986-07-17 Fried. Krupp Gmbh, 4300 Essen Verfahren zum ermitteln von geschuetzstandorten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE12527C (de) * C. dahlmann in Courl bei Dortmund Flantschendichtungsring

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