DE97647C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gebrauch der bekannten, durch ein Kettchen dauernd verbundenen Stulpen- (Manschetten-)
Doppelknöpfe wird dadurch unbequem, dafs die Knöpfe durch die Stulpenschlitze gezwängt
werden müssen, was.bei gut gestärkter Wäsche mühsam ist und ein baldiges Ausfranzen
der Knopflöcher verursacht. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, wurde bereits vorgeschlagen,
Knöpfe in Anwendung zu bringen, welche nicht dauernd mit einander in Verbindung
stehen, sondern '■— alle beide oder nur einer von ihnen — erst beim Anlegen der Stulpe
an der Verbindungskette oder Spange befestigt werden. Sind beide Knöpfe lose, so werden
ihre mit Befestigungsvorrichtungen versehenen Stege von aufseh durch die Stulpenschlitze und
Endösen der von innen an die Stulpe gehaltenen Verbindungskette oder Spange gesteckt
und mittels der Befestigungsvorrichtungen in ihrer Lage zur Kette oder Spange gesichert.
Ist einer der Knöpfe mit der Kette oder Spange dauernd verbunden, so mufs entweder diese
von aufsen oder der Knopf von innen durch einen der Stulpenschlitze gesteckt werden, wonach der zweite Knopf, wie oben geschildert,
am anderen Ende des Verbindungsstückes befestigt wird. Auch bei Verwendung derartiger
Anordnungen wird die Wäsche nicht geschont, denn die durch die Stulpenschlitze zu zwängenden,
mit den zur beabsichtigten Befestigung am Verbindungstheil dienenden, gewöhnlich
aus umklappbaren Flügeln oder dergl. bestehenden Vorrichtungen machen gelenkartige
Verbindungen erforderlich, durch welche die Knopflöcher schädigende Verdickungen des
Knopfsteges, der ebenfalls durch das Knopfloch gesteckt werden mufs, entstehen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein . Stulpen-Doppelknopf, bei welchem eine
Beschädigung der Wäsche vermieden wird, da der durch den Stulpenschlitz zu steckende Knopftheil
lediglich aus einem kurzen, gelochten, dünnen Stege besteht, während die Vereinigung
mit dem Verbindungstheil durch an letzterem angebrachte Verschlufsvorrichtangen erfolgt, so
dafs weder die Knöpfe noch die Verschlufsvorrichtungen durch die Knopflöcher gezwängt
zu werden brauchen. Es ist selbstverständlich, dafs auch bei Anordnungen der angegebenen
Art entweder beide Knöpfe lose sein können oder einer von ihnen mit dem Verbindungstheil
in dauernder Verbindung stehen kann.
Das in beiliegender Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Anordnung
der erstangeführten Art. Fig. 1 veranschaulicht eine Innenansicht und Fig. 2 eine
Draufsicht des Verbindungsstückes; Fig. 3 zeigt die dazugehörigen Knöpfe von rückwärts, so
dafs die als Oesen ausgebildeten kurzen dünnen Stege ersichtlich werden; Fig. 4 ist eine theilweise
innere Ansicht einer geschlossenen Stulpe und Fig. 5 ein Schnitt längs der Linie x^x in
Fig. 4.
Die Verbindungsspange a — welche auch durch ein Kettchen ersetzt werden kann —
trägt an ihren Enden nach innen gebogene Zungen b und Klappbügel c, welche in bekannter
Weise durch Federwirkung in ihren Endstellungen gehalten werden. Wird in die
Oese e des Knopfes d, nachdem sie durch den
Schlitz f der Stulpe F gesteckt worden ist, die Zunge b eingeschoben (Fig. 4 links) und der
Bügel c umgeklappt (Fig. 4 rechts), so ist eine sichere Verbindung des Knopfes mit dem betreffenden
Ende des Verbindungstheiles α erzielt, indem sich der Bügel derart über das
nach innen gekrümmte Oberende der Zunge b legt, dafs diese nicht aus den Oesen e herausgleiten
kann.
Wie eingangs erwähnt, kann einer der Knöpfe dauernd mit der Spange oder Kette verbunden
sein, welche dann natürlicher Weise nur am freien Ende mit der Verschlufsvorrichtung ausgestattet
ist. Dafs der Verschlufs auch durch jede andere bekannte und zweckdienliche Anordnung
bewirkt werden kann, ohne dafs dadurch das Wesen der Erfindung eine Aenderung erleiden würde, ist selbstverständlich.
Hauptsache bleibt die Anordnung der Befestigungsvorrichtung am Verbindungstheil (Spange
oder Kette), so dafs der eigentliche Knopf lediglich einen kurzen, dünnen, gelochten Steg
zu besitzen braucht.
Claims (2)
1. Stulpen-Doppelknopf, bei welchem die
beiden Knöpfe mit dem sie verbindenden Theil in lösbarer Verbindung stehen, bestehend
aus an der Rückseite mit gelochten Stegen oder Oesen (e) versehenen Knöpfen
und einer Spange oder Kette (a), deren Enden mit in diese Stege oder Oesen einschiebbaren
Zungen (b) und das selbstthätige Herausgleiten der letzteren verhin-
.. dernden Verschlufsvorrichtungen bekannter Art versehen sind.
2. Eine Abänderung des unter 1. angegebenen
Stulpen-Doppelknopfes, bei welcher einer der Knöpfe dauernd mit dem Verbindungs-
. theil (Spange oder Kette) verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97647C true DE97647C (de) |
Family
ID=368679
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97647D Active DE97647C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97647C (de) |
-
0
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