DE975574C - Verfahren zur kontinuierlichen katalytischen Hydroformierung von Kohlenwasserstoffen nach dem Wirbelschichtverfahren - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen katalytischen Hydroformierung von Kohlenwasserstoffen nach dem Wirbelschichtverfahren

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DE975574C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G35/00Reforming naphtha
    • C10G35/04Catalytic reforming
    • C10G35/10Catalytic reforming with moving catalysts
    • C10G35/14Catalytic reforming with moving catalysts according to the "fluidised-bed" technique

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Description

  • Verfahren zur kontinuierlichen katalytischen Hydroformierung von Kohlenwasserstoffen nach dem Wirbelschichtverfahren Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen katalytischen Hydroformierung von Kohlenwasserstoffen mit einem Siedebereich von Motortreibstoffen nach dem Wirbelschichtverfahren zur Gewinnung von klopffestem Treibstoff.
  • Die Hydroformierung von Motortreibstoffen ist bekannt, wobei die Temperatur bei 455 bis 555° C und die angewandten Drücke zwischen 6,8 und 34 atii lagen; auch ist es bekannt, die Hydroformierung nach dem Wirbelschichtverfahren durchzuführen (britischePatentschriften574892 und 58281q.).
  • 1Vach vorliegendem Verfahren wird die Hydroformierung bei q.5o bis 5oo° C und 6,8 bis 34 atü in der Wirbelschicht durchgeführt; dabei werden die Produktdämpfe und davon mitgerissene Katalysatoranteile laufend abgezogen und die flüssigen Produkte und die Katalysatoranteile von den wasserstoffhaltigen Restgasen unter Ausnutzung des Wärmeinhalts der Verfahrensprodukte zur Erwärmung der frischen Beschickung durch indirekten Wärmeaustausch abgeschieden, die wasserstoffhaltigen Restgase im Kreislauf zurückgeführt und Katalysatoranteile aus der Wirbelschicht zwecks oxy dativer Regenerierung kontinuierlich abgezogen; es ist dadurch gekennzeichnet, daß das Kreislaufgas auf eine Temperatur über der Reaktionstemperatur, jedoch nicht über 65o° C aufgeheizt wird und daß man es getrennt von der frischen Beschickung so in den Reaktionsraum einführt, daß der frisch regenerierte Katalysator zunächst mit dem Kreislaufgas und danach mit der Beschickung in Berührung kommt.
  • Einzelne Merkmale dieser Arbeitsweise sind schon verschiedentlich in anderem oder ähnlichem Zusammenhang bekanntgeworden.
  • So ist z. B. das Wegbrennen kohlenstoffhaltiger Abscheidungen auf dem Katalysator bei Temperaturen nicht über 65o° C bereits in der britischen Patentschrift 543 968 beschrieben worden.
  • Nach der französischen Patentschrift 866116 ziehen Suspensionen aus Katalysator und Kohlen-Wasserstoffdämpfen im Gleichstrom durch die Reaktionszone. Es werden keine besonderen Vorschriften über die Bedingungen der Hydroformierung dort gegeben. Ähnliches gilt für die eingangs . erwähnten britischen Patentschriften 574 892 und 582814-Die USA.-Patentschrift 2 303 083 betrifft zwar ein Hydroformierungsverfahren unter ähnlichen Bedingungen, aber nicht unter Anwendung einer Wirbelschicht, sondern dort wird mit ruhender Kataly Batorschicht gearbeitet.
  • Die deutsche Patentschrift 559 923 behandelt die Hydrierung von Kohlen, Kohlendestillaten, Teeren und schweren Mineralölen unter hohen Drücken und bei hohen Temperaturen über iooo° C, die ganz offenbar nichts mit der Wirbelschichthydroformierung zu tun hat.
  • Demgegenüber kommt es im vorliegenden Falle für die Verhütung der thermischen Crackung des Öls sehr darauf an, daß dessen Aufwärmung durch die heißen Umlaufgase möglichst vor der Berührung mit den festen Katalysatorteilchen zu erfolgen hat, wenn die Crackung in dem gewünschten Sinne verlaufen und möglichst wenig Kohle auf dem Katalysator abgeschieden werden soll. Wenn also auch bereits bei anderen Verfahren ähnliche Temperaturen wie im vorliegenden Falle erwähnt worden sind, fehlte jedoch bisher die Erkenntnis, daß diese Temperaturen als Höchsttemperaturen zu gelten haben, die nicht überschritten werden dürfen.
  • Auch wenn es schon z. B. in der britischen Patentschrift 498 o94 erwähnt wird, daß die Feststoffe in vibrierender Bewegung gehalten werden, so werden doch in dieser Patentschrift hierfür andere Mittel vorgeschlagen, nämlich eine pulsierende Bewegung von Umlaufgas. Dies ist nicht vergleichbar mit der Wirbelschichttechnik im vorliegenden Falle.
  • Zusammenfassend ist festzustellen, daß es im vorliegenden Falle auf folgende Merkmale ankommt i. Ein Teil der Wärme, die zumindest für die endothermische Umsetzung gebraucht wird, wird durch die fühlbare Wärme von der Katalysatorregeneration geliefert; jedoch muß diese fühlbare Wärme des Katalysators so weit begrenzt werden, daß sie 65o° C nicht übersteigt, um unerwünschte Schädigungen des Katalysators zu vermeiden.
  • 2. Das Rücklaufgas wird genügend hoch erwärmt, so daß es die zur Fortführung der Reaktion erforderliche Wärmemenge neben der Wärme des Katalysators mit sich führt.
  • 3. Es wird mit verhältnismäßig niedrigen Mengenverhältnissen von Katalysator zu Öl gearbeitet, um die Kohlenabscheidung gering zu halten.
  • 4. Die gesonderte Einleitung von Rücklaufgas und Kohlenwasserstofföl verhütet die thermische Crackung des Öls, weil die heißen Rücklaufgase mit dem Katalysator zusammenkommen, bevor dieser mit dem Öl in Verbindung kommt, so daß die Gase einen Teil der Wärme an den Katalysator abgeben, bevor sie auf das Öl treffen. Fig. i und i a zeigen ein schematisches Fließbild für eine Anlage zum Hydroformieren von im Motortreibstoffbereich siedenden Kohlenwasserstoffreaktionen mit Fließkatalysator gemäß der Erfindung.
  • Das Ausgangsgut, z. B. ursprüngliche Kohlenwasserstoffe, Crackkohlenwasserstoffe, Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoffe,wird über die Leitung i i, die Pumpe 12 und das Rohr 13 einem Vorwärmer 14 (Fig. i a) zugeführt und dort in indirekten Wärmeaustausch mit heißen Reaktionsdämpfen gebracht. Das vorerhitzte Gut gelangt dann durch das Rohr 15 in einen Kombinationsofen 16, wird dort praktisch auf Reaktionstemperatur erhitzt und nunmehr durch das Rohr 17 einem weiträumigen Reaktionsbehälter 18 am Boden über dem Rost i8a zugeführt. Beschickt wird der untere Teil der Katalysatorzone i9 durch mehrere Rohrstutzen oder Düsen.
  • In dem Reaktionsgefäß befindet sich ein feinverteilter Katalysator für die Hydroformierung über dem Rost i8a. Brauchbare Katalysatoren sind z. B. Oxyde von Metallen der VI. Gruppe, z. B. Molybdän-, Chrom- oder Wolframoxyd oder Gemische davon, auf einem Träger, wie aktivem Aluminiumoxyd, Zinkaluminat, Spinell. Auch andere Katalysatoren oder Trägerstoffe kommen für das Verfahren in Frage. Die Korngröße der Katalysatoren entspricht größtenteils einer Siebfeinheit von 80 bis 150 Maschen/cm2 oder einem Durchmesser von etwa o bis Zoo #t; der Hauptanteil liegt zwischen 2o und 8o u. Ein heißes, wasserstoffhaltiges Gas, in dem der Katalysator suspendiert ist, wird am Boden des Reaktionsbehälters unter dem Rost i8a eingeführt, der die Aufgabe hat, Katalysator und Gas gleichmäßig über den ganzen Querschnitt des Reaktionsbehälters zu verteilen. Zu Beginn der Anlaufperiode kann das wasserstoffhaltige Gas von außen eingeleitet werden. Im Laufe des Verfahrens wird dagegen regelmäßig Wasserstoff entwickelt, der in das Reaktionsgefäß zurückkehren kann. Kohlenwasserstoffdämpfe und wasserstoffhaltiges Gas steigen als Gemisch in der Reaktionszone mit einer linearen Geschwindigkeit von etwa o,o6 bis 0,27 m/Sek. auf, je nach den vorliegenden Druckverhältnissen. Im Druckbereich von 13,6 bis 17 atü z. B. liegt die Geschwindigkeit unter o,i8 m/Sek. Die Geschwindigkeit stellt man so ein, daß Fest- Stoffe und Gas eine dichte, in wirbelnder Bewegung befindliche, flüssigkeitsähnliche Phase i9 (Wirbelschicht) bilden, deren obere Grenze bei 2o liegt, während sich darüber eine dünnere Phase 2ö aus Gas und Feststoffen befindet.
  • Höheren Drücken entsprechen niedrigere lineare Gasgeschwindigkeiten, um dichte, flüssigkeitsähnliche Phasen zu bilden. Um die Berührung der Kohlenwasserstoffdämpfe mit dem Katalysator zu verbessern, kann der Reaktionsbehälter 18 waagerechte, gelochte Trennwände enthalten, die in Abständen übereinander angeordnet sind, oder auch senkrechte, in Abständen voneinander angebrachte Trennwände.
  • Ein senkrechtes Innenrohr 21 ist im Reaktionsgefäß 18 für den Abzug des Katalysators unmittelbar aus der dichten Phase i9 vorgesehen. Sein oberes Ende ragt über den Stand 2o hinaus, es hat Öffnungen 21' an einer oder mehreren Stellen für den Katalysatorabfluß aus der dichten Phase in das Rohr. Katalysator und Kohlenwasserstoffe werden am unteren Ende in das Reaktionsgefäß 18 eingeführt, die Dämpfe werden oben und der Katalysator nahe der Oberfläche der Phase i9 entfernt. Kohlenwasserstoffdämpfe und Katalysator strömen im Reaktionsbehälter 18 in gleicher Richtung. Die Öffnungen 21' können im oberen Teil der Phase i9 liegen, um dort den aufsteigenden Katalysator und Öldampf möglichst im Gleichstrom zu halten, und zwar so weit unter dem Stand 2o, daß den normalen Schwankungen der Oberfläche 2o Rechnung getragen wird. Wenn mehrere Öffnungen vorgesehen sind, können diese in dem Rohr 21 in verschiedener Höhe liegen. Jede Öffnung trägt Reglerventile für den Katalysatorabstrom zum Rohr 21.
  • Wasserdampf oder ein inertes Gas, wie Stickstoff, Rauchgas oder Gemische davon, werden in das Rohr 21 nahe dem unteren Ende durch die Leitung 22 eingeblasen, um Wasserstoff, restliches Ausgangsgut (Kohlenwasserstoffe) oder Reaktionsprodukte, die im Rohr 21 mit dem Katalysator strömen, zu verdrängen oder abzustreifen. Das Abstreifgas zieht durch das Rohr 21 aufwärts im Gegenstrom zum Katalysator. Die lineare Geschwindigkeit des Abstreifgases ist zweckmäßig gleich oder höher als die der Dämpfe und Gase, die im Reaktionsgefäß 18 aufsteigen.
  • Abstreifgas und verdrängte Bestandteile treten am oberen Ende des Rohres 21 in die verdünnte Phase 20' und vereinigen sich mit den Reaktionsdämpfen, die die dichte Phase i9 verlassen. Das Gemisch zieht durch einen oder mehrere Zyklone 21 a. zur Abscheidung von mitgerissenem Katalysator und wird dann durch das Rohr 23 an entsprechende Einrichtungen zur Gewinnung von Wärme und Reaktionsprodukten abgegeben. Durch das Abstreifen dieser Produkte von dem Katalysator vermindert sich die Menge solcher brennbaren Bestandteile, die beim Regenerieren verbrannt werden müssen. Im Bedarfsfall ist ein besonderes, außen befindliches Gefäß für die Behandlung mit Abstreifgas vorgesehen. Hierbei abgeschiedene und den Abstreifbehälter verlassende Stoffe kommen in den Reaktionsauslaß 23 oder werden getrennt zur Abscheidung der Kohlenwasserstoffe behandelt.
  • Das untere Ende des Rohres 21 verjüngt sich bei 23 a nach dem Fallrohr 23 b hin, wodurch ein Druckanstieg zustande kommt, der den Druckabfall in der Regeneriereinrichtung überwinden soll. Der Katalysator, der aus dem weiteren Abschnitt 21 in den engeren Teil 23 b einströmt, reißt so viel Gas mit, daß er in frei fließendem flüssigkeitsähnlichem (verwirbeltem) Zustand verbleibt; dieser Zustand soll beim Durchgang des Katalysators durch das engere Standrohr 23 b aufrechterhalten werden. Im Bedarfsfall wird etwas Zusatzgas an einer oder mehreren Stellen, die einigen Abstand voneinander halten, in den Abschnitt 23 b eingeführt. Da der Betriebsdruck etwa 6,8 atü oder mehr beträgt und größer ist als der Druckabfall in der Regenerierzone, ist der Druckanstieg im Standrohr, verglichen mit dem Betriebsdruck, verhältnismäßig klein; folglich wird das im Zuge des Absinkens des Feststoffes in das obere Ende von 23 b eintretende Gas weniger verdichtet; Zusatzgas für 23 b wird darum meist nicht benötigt. Dies trifft namentlich für den Fall zu, daß die Geschwindigkeit der abwärts ziehenden Feststoffe im Abschnitt 23 b verhältnismäßig hoch ist, so daß eine Entgasung des Katalysators vermieden wird. Wenn das Standrohr enger ist als der Abstreifabschnitt, nimmt die Geschwindigkeit im Standrohr zu, und damit wird die Neigung zur Entgasung des Katalysators geringer.
  • Das Fallrohr 23 b hat an seinem unteren Ende ein Ventil 23 c zur Regelung der Abzugsgeschwindigkeit des gespülten Katalysators aus diesem Rohr.
  • Der Katalysator wird unten aus dem Fallrohr 23 b in die Leitung 24 ausgetragen, dort von Luft oder einem anderen Trägergas (zugeführt durch das Rohr 25) aufgenommen und an das Regeneriergefäß 26 abgegeben, wo kohleartige Abscheidungen verbrennen. Es zeigte sich, daß die Verbrennungsgeschwindigkeit der kohleartigen Abscheidungen von Hydroformierungskataly satoren der beschriebenen Art größer ist als die der Kohleabscheidungen auf üblichem Spaltkatalysator, wie Kieselsäure-Aluminiumoxydgel. Durch das rasche Abbrennen kann der Katalysator beim Durchgang durch die Leitung 24 überhitzt werden, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Dies läßt sich dadurch vermeiden, daß man die Regenerierluft ganz oder teilweise durch eine getrennte Leitung 27 in das Regeneriergefäß einführt und nur einen Teil der Regenerierluft oder ein inertes Gas für die Förderung des Katalysators durch die Leitung 24 in die Regenerierzone benutzt. Etwa 15 bis 4o '/o der für die Regenerierung benötigten Luftmenge können für die Weiterführung des von adsorbierten Bestandteilen befreiten erschöpften Katalysators in den Regenerierbehälter benutzt werden, ohne daß Überhitzungserscheinungen des Katalysators zu befürchten sind. Die restliche Luft, etwa 6o bis 8,5%, wird durch die Leitung 27 unmittelbar dem Regeneriergefäß zugeführt. Beide Leitungen 24 und 27 münden in das Regeneriergefäß 26 unterhalb des Rostes 27a. Nach der Zeichnung hat die Leitung 27 nur einen Auslaß zum Regenerierbehälter. Nach einer anderen Bauart endet sie über dem Rost 27 a in den Regenerierbehälter; sie hat mehrere senkrecht übereinanderliegende Auslässe, um die Katalysatormasse insgesamt bei der Regenerierung auf derselben Temperatur zu halten.
  • Die Geschwindigkeit des im Regeneriergefäß aufsteigenden Gases stellt man so ein, daß sich eine untere, dichte, in stark wirbelnder Bewegung befindliche Phase 27' und eine obere, verdünnte Suspension aus Katalysator und Gas mit -einem Stand 27 b ausbilden. Zu diesem Zweck kann die lineare Geschwindigkeit des Regeneriergases im Regenerierbehälter 26 etwa auf o,og bis o,46 m/Sek. gehalten werden, je nach dem herrschenden Druck, beispielsweise unter 0,3 m auf einem Regenerierdruck von etwa 13,6 bis 17,0 atü. Das Rohr 28 geht durch die dichte Phase 27' und den Rost 27 a hindurch; es dient für den Abzug des regenerierten Katalysators. Es besteht aus einem weiteren oberen Abstreifabschnitt im Regenerierbehälter und einem engeren Fallrohrabschnitt 28 b, der baulich und betrieblich dem Rohr 21 und 23 b für die Entfernung des Katalysators aus dem Reaktionsbehälter entspricht.
  • Das Fallrohr 28 b hat unten ein Ventil 28 c zur Regelung der Geschwindigkeit des Katalysatorabzuges aus dem Abschnitt 28 b. Der Katalysator gelangt aus dem Fallrohr 28 b unten in eine Leitung 30, wird dort von heißem Rücklaufgas aus der Leitung 74 aufgenommen und bildet eine dünne Suspension, die am Boden des Reaktionsbehälters 18 unter dem Rost 18 a durch die Leitung 3 0 zugeführt wird.
  • Wenn der frisch regenerierte Katalysator praktisch mit der Temperatur und dem Druck der kegenerierzone mit Wasserstoff oder wasserstoffhaltigem Rücklaufgas in der Leitung 30 in BerührunI- kommt, setzt eine exotherme Reaktion ein, die sich nur schwierig steuern läßt und den Katalysator entaktivieren kann, wenn keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Diese Erscheinung läßt sich vermeiden, wenn man die Überführungsleitung 30, die das Fallrohr 28 b mit dem Reaktionsbehälter 18 verbindet, äußerst kurz bemißt und die dünne Suspension verhältnismäßig katalysatorarm hält.
  • Wenn man den regenerierten Katalysator in mäßigem Umfang mit dem wasserstoffhaltigen Gas vor Berührung mit den Kohlenwasserstoffdämpfen behandelt, kann er wieder auf die gewünschte Wirksamkeit gebracht werden, so daß seine Aktivität und Selektivität besser erhalten bleiben.
  • Verschiedene von Hand zu betätigende oder selbsttätige Regler können zur Erhaltung der Betriebsbedingungen benutzt werden.
  • Ein Reglerorgan ist in der Zeichnung dargestellt; die Erfindung ist aber nicht auf diese Ausbildungsform beschränkt. Ein Niveauregler 28 d steuert das Ventil 28 c in dem Fallrohr 28 b. Ein Thermostat 24 a befindet sich in der Überführungsleitung 24 und ist mit dein Ventil 23 c des Fallrohres 23 b verbunden. Wenn aus irgendeinem Grunde die Temperatur in der Leitung 24 zu sehr ansteigt, öffnet der Thermostat 24a das Ventil 23 c, so daß jetzt mehr Katalysator durch das Fallrohr 23 b in die Leitung 24 abfließt. Da dieser kühler ist als der in der Regenerierzone befindliche, sinkt die Temperatur in der Leitung 24 auf den gewünschten Betriebswert ab. Wenn mehr Katalysator in die Leitung 24 gelangt, steigt das Katalysatorniveau in der Regenerierzone; jetzt tritt der Niveauregler 28d in Tätigkeit und öffnet das Ventil 28c, das jetzt mehr Katalysator aus der Regenerierzone entleert, bis das gewünschte Niveau wiederhergestellt ist.
  • Zur Regelung der Temperatur in der Regenerierzone sind dort Kühlschlangen 31 eingebaut, die von einem Kühlmittel durchströmt werden.
  • Eine vorteilhafte Arbeitsweise zur Regelung der Phasentemperaturen in der Regenerierzone 28 besteht darin, daß man etwa 6o bis 75 °/a der Kühlfläche in dichtem, geschlossenem Verband nahe dem unteren Teil anordnet. Dieses Aggregat dient der Ableitung einer festgelegten Wärmemenge während der ganzen Betriebszeit. Die restlichen Kühlflächeneinheiten befinden sich in größerer Entfernung voneinander im oberen Abschnitt der Regenerierzone. Jeder beliebige Teil der Kühlfläche kann in die Phase durch Heben oder Senken des Niveaus oder Standes der dichten Phase getaucht werden. Die Zeichnung veranschaulicht eine Anlage, in der die in der Regenerierzone frei gewordene Wärine zur Erzeugung von Dampf ausgenutzt wird. Alle Schlangen bestehen aus »feuchten« Rohren, d. h., auf der inneren Rohrwand befindet sich ein Flüssigkeitsfilm; die Temperatur wird hierbei durch Änderung des in die dichte Phase eintauchenden Teils der Wärmeaustauschfläche geregelt. Der Koeffizient für die Wärmeübertragung aus der dichten Phase ist beträchtlich größer als der der dünnen Suspension. Diese Anordnung ist besonders für das vorliegende Verfahren wirksam, da die Regenerierzone verhältnismäßig wenig Katalysator, verglichen mit dem Reaktionsbehälter, enthält. Änderungen des Standes in der Regenerierzone sind deshalb für den Stand der dichten Phase im Reaktionsbehälter nicht von größerer Bedeutung. Die Temperatur der Regenerierzone wird dadurch selbsttätig eingestellt, daß diese das Ventil 28 c am Fuß des Rohres 28 betätigt, um die Höhe der Phase zu ändern.
  • Regeneriergase ziehen oben aus der Regenerierzone 26 durch einen oder mehrere Zyklone 28 e ab, die den mitgerissenen Katalysator abscheiden. Das Gas durchströmt ein Druckreduzierventil 31' und zieht in den Schornstein 32 ab. Um die Katalysatormenge in der Anlage einzustellen, sind besondere Vorkehrungen für die Einführung und Entfernung des Katalysators getroffen: Heißer Katalysator kann aus dem Fallrohr 28 b durch das Rohr 33 und den Kühler 34 abgezogen werden. Der Druck über dem Katalysator wird dann stufenweise entspannt, indem dieser durch festgelegte Düsenöffnungen 35 strömt. Der entspannte Katalysator wird durch das Rohr 36 in einen Lagerbehälter 37 entleert.
  • Frischer Katalysator wird aus Füllwagen an einen Fülltrichter 38 abgegeben und einer Leitung 39 durch eine Schnecke zugeführt und daraus in einen Lagerbehälter 40 für Frischkatalysator oder in den Lagerbehälter 37 durch einen Gasstrom eingefüllt. Durch (nicht dargestellte) Zyklone kann der Katalysator aus dem Gas, das die Behälter 37 und d.o verläßt, wiedergewonnen werden. In diesen Behältern wird der Katalysator unter Druck gesetzt und so durch einen durch Rohre 41, .I2 und 4.3 eingeführten Hochdruckstrom trockener Luft in die Anlage gedrückt. Der zuzusetzende Katalysator wird aus den Behältern 37 und .4o abgezogen, durch Hochdruckluft in einen Schlammbehälter 4'4 übergeführt und dort mit einem Teil der durch die Leitung 45 eingeführten Kohlenwasserstoffbeschikkung vermischt. Die Aufschlämmung aus Katalysator und Kohlenwasserstoffen drückt man durch die Pumpe 45' über Druckregler 4.6 und Rohr .47 in den Reaktionsbehälter 18, vorzugsweise oberhalb des Rostes 18a durch eine oder mehrere Düsen, ähnlich dem Zusatz der Frischbeschickung in den Reaktionsbehälter. Rohre .I9 und 50 verbinden die Lagerbehälter 4.o und 37 unten mit der Leitung 51, durch die Katalysator zum Anlassen des Reaktionsbehälters von einem Hochdruckstrom trockenen Gases wie Luft zugeführt wird.
  • Die Reaktionsprodukte werden oben aus dem Reaktionsbehälter nach Durchstreichen eines oder mehrerer innen angeordneter Zyklone entnommen, in denen der Katalysator zum größten Teil, aber nicht vollständig abgeschieden wird, und ziehen durch die Leitung 23 zur Vorlage 52 (vgl. Fig. 1 a). Ein schweres Abschrecköl, das im Verfahren selbst gewonnen werden kann, wird in die Leitung 23 aus dein Rohr 53 eingespritzt, und zwar in solcher Menge, daß die Dämpfe unter die Verdampfungstemperatur des Abschrecköls abgekühlt werden. Das aus kleinen Öltröpfchen gas- und dampfförmiger Reaktionsprodukte sowie etwas Katalysator bestehende Gemisch tritt dann tangelitial in die Vorlage 52 ein, wo die Tröpfchen und Katalysatorteilchen von den Gasen abgetrennt werden.
  • Das Abschrecköl hat einen höheren Siedepunkt als die Kohlenwasserstoffbeschickung und besteht im wesentlichen aus hochsiedenden Bestandteilen oder Polymerisaten, die im Hydroformierungsprozeß selbst entstanden sind. Zu Beginn muß man naturgemäß ein entsprechendes Öl von außen zuführen. Eine Aufschlämmung aus Öl und Katalysator wird unten aus der Vorlage durch die Pumpe 54' abgezogen. Ein Teil der Aufschlämmung durchläuft einen Kühler 55 und fließt dann als Abschreckrnittel durch Rohr 53 in die Leitung 23 zurück.
  • Die restliche Aufschlämmung wird von dem Rohr 56 aufgenommen, zieht durch einen weiteren Kühler 57 und kommt auf ein Filter 58 zur Entfernung des Katalysators. Ein Teil des filtrierten und geklärten Öls läuft durch das Rohr 59 ab, das in das Rohr 53 mündet, zum Vermischen mit dem Abschrecköl. Das Filter 58 wird im Bedarfsfall von Zeit zu Zeit mit frischer Kohlenwasserstoffbeschickung ausgewaschen, um den Katalysator zur erneuten Verwendung zurückzugewinnen. In diesem Fall fließt die Aufschlämmung aus Katalysator und Kohlenwasserstoffen durch die Leitung 6o und die Leitung 47 in das Reaktionsgefäß. Wenn der Katalysator aus der Anlage entfernt werden soll, wird er mit Wasser gewaschen und durch die Leitung 61 abgelassen. Überschüssiges Ölfiltrat zapft man bei 59' ab.
  • Die Vorlage 52 kann durch einen Glockenbodenturm zur Entfernung mitgerissenen Katalysators aus den Dämpfen und auch zur Fraktionierung und Abtrennung höhersiedender, im Verfahren entstandener polymerer Öle ersetzt werden.
  • Der Strom aus den gas- und dampfförmigen Reaktionsprodukten verläßt die Vorlage 52 oben durch das Rohr 62; ein Teil durchläuft den Austauscher 14. zum Vorwärmen der frischen Kohlenwasserstoffbeschickung, ein anderer Teil dient im Wärmeaustauscher 63 zum Aufheizen des wasserstoffhaltigen Rücklaufgases. Die teilweise abgekühlten gas- und dampfförmigen Reaktionsprodukte gelangen dann durch die Leitung 65 in einen Kondensator 66 zur Verdichtung des Hydroformats, von dort in ein Scheidegefäß 67 zur Abtrennung des flüssigen Hydroformats von nichtkondensierten Gasen. Jenes wird am Boden des Scheidegefäßes abgezogen und gelangt durch die Leitung 68 in eine (nicht dargestellte) Einrichtung zum Stabilisieren und erneuten Destillieren. Die unkondensierten Gase mit hohem Wasserstoffgehalt ziehen oben aus dem Scheidegefäß 67 durch die Leitung 69 in eine Vorlage 7o ab, wo mitgerissene Flüssigkeit abgeschieden wird. Das verhältnismäßig flüssigkeitsfreie Gas wird im Kompressor 71 weiter verdichtet, streicht durch die Leitung 72 in den Wärmeaustauscher 63 und wird dort durch indirekten Wärmeaustausch mit heißen Reaktionsprodukten aus der Leitung 62 vorgewärmt. Das vorgewärmte und für den Rücklauf bestimmte Gas zieht durch Schlangen 73 im Ofen 16 und wird dort so weit bis über die Reaktionstemperatur erhitzt, daß es die zusätzlich erforderliche Wärmemenge aufnimmt, die durch den heißen regenerierten Katalysator und die vorgewärmte Beschickung nicht gedeckt wird. Überschüssiges Reaktionsgas zieht aus der Leitung 69 durch das Rohr 69 a als Endgas ab.
  • Die Anlaufperiode und der Betrieb des Reaktionsbehälters im Sinne der Erfindung gestalten sich folgendermaßen: Der Katalysator wird aus den Lagerbehältern 37 oder 4o zum Reaktions- und Regenerierbehälter durch das Rohr 51 von einem Luftstrom befördert. Wenn beide Gefäße mit Katalysator gefüllt sind, wird in einem Inertgaserzeuger 7q.' (Fig. 1) gebildetes Inertgas durch das Reaktionssystem zur Entlüftung geführt. Dieses wird im Kompressor 7q.a verdichtet und dann durch die Leitung 74 zum Reaktionsbehälter 18 geleitet. Gleichzeitig streicht etwa durch Schlangen 73 im Ofen 16 vorgewärmte Luft während der Anlaufperiode durch den Regenerierbehälter, bis dieser eine Temperatur von etwa 4z5° C anzeigt.
  • Nachdem der Reaktionsbehälter vollständig entlüftet und der Regenerierbehälter auf etwa 425' C aufgeheizt ist, unterbricht man den Luftstrom durch den Ofen 16, verbrennt Öl in dem Regenerierbehälter, um den Katalysator weiter aufzuheizen, und beginnt mit dem Umlauf des Katalysators. Raffinerieheizgas wird dem Rücklaufgaskreislauf 73 und 74 zugesetzt, um die Rücklauf-Heizschlange 3 zu reinigen, und dient dann zum Transport des Katalysators vom unteren Ende des Standrohres 28b durch die Leitung 3o zum Reaktionsbehälter 18. Der Katalysatorumlauf wird fortgesetzt, bis der Reaktionsbehälter etwa 455' C warm ist. Die Beschickung mit den zu behandelnden Kohlenwasserstoffen kann dann beginnen.
  • Sobald sich so viel Kohle auf dem Katalysator gebildet hat, daß diese durch Abbrennen im Regenerierbehälter die erforderliche Wärmemenge liefern kann, stellt man die Ölzufuhr zum Regenerierbehälter ab, erhöht die Beschickung an Kohlenwasserstoffen allmählich und bringt die Anlage auf den Betriebsdruck.
  • Die Kohlenwasserstoffbeschickung, vorzugsweise unbehandelte Kohlenwasserstoffe, siedet zwischen etwa 8o und 230' C, vorzugsweise zwischen etwa 95 und 175' C, und wird durch indirekten Wärmeaustausch mit den Reaktionsdämpfen im Austauscher 14 auf etwa 26o bis 315' C und dann im Kombinationsofen auf etwa 425 bis 540' C, vorzugsweise etwa 510' C, weiter erhitzt. Die Kohlenwasserstoffe sollen soweit als möglich vorgewärmt werden; ihr thermischer Zerfall oder Abbau läßt sich durch Begrenzung der Verweilzeit in der Überführungsleitung 17 vermeiden.
  • Das Rücklaufgas mit zweckmäßig 5o bis 70 Volumprozent, vorzugsweise 6o Volumprozent Wasserstoff wird durch indirekten Wärmeaustausch mit den Verfahrensdämpfen im Wärmeaustauscher 63 auf etwa 315' C und dann weiter im Kombinationsofen auf etwa 62o bis 65o' C, vorzugsweise etwa 640' C, aufgeheizt, um die Temperatur im Reaktionsbehälter auf etwa 48o' C zu halten. Die Durchlaufgeschwindigkeit des Rücklaufgases im Reaktionsbehälter beträgt zweckmäßig 17,8 bis 714 m3/hl, vorzugsweise 53,6 m3/hl, der Beschickung.
  • Die Temperatur des Reaktionsbehälters liegt bei etwa 455 bis 495' C, vorzugsweise etwa 480' C, der Drück bei etwa 6,8 bis 34 atü, am besten etwa 13,6 atVi. Temperaturen über etwa 48o' C führen zu verstärkter Kohlebildung und geringerer Selektivität für Benzinfraktionen; unter etwa 480' C ist das Verfahren wenig wirksam, so daß dann die Benutzung eines übermäßig großen Reaktionsbehälters nötig wird. Eine Verminderung des Druckes im Reaktionsbehälter unter etwa 13,6 atü, besonders unter etwa 5 atü, führt zu erhöhter Kohlebildung. Bei einem Druck über 13,6 atü nimmt die Selektivität des Katalysators für leichtere Produkte (C4 Kohlenwasserstoffe) rasch zu.
  • Ein besonders wichtiger Betriebsfaktor ist das Gewichtsverhältnis von Katalysator zu dem in den Reaktionsbehälter eingeführten Öl, oder die Umlaufmenge des Katalysators zwischen Reaktions-und Regenerierbehälter in Beziehung zur Beschickungsgeschwindigkeit des Öls. Das Verhältnis von Katalysator zum Öl beträgt zweckmäßig i; bei Verhältniszahlen über i bis 1,5 erhält man übermäßig viel Kohle aus den Kohlenwasserstoffen. Erhöhte Umlaufgeschwindigkeit des Katalysators als Folge eines höheren Verhältnisses von Katalysator zum Öl hat die Zuführung von mehr Wasserstoff in den Regenerierbehälter zur Folge, wenn die Desorption (Abstreifung) nicht sehr gründlich ist. Wasserstoff wird nämlich von dem Katalysator ziemlich energisch festgehalten und kommt folglich in größerer Menge aus dem Reaktionsbehälter in den Regenerierbehälter. Höhere Umlaufgeschwindigkeit des Katalysators steigert nicht nur das Maß der Kohlebildung aus den Kohlenwasserstoffen, sondern auch ganz beträchtlich die Kosten für die Regeneration, weil die Wärmeaustauschfläche zur Ableitung der Wärme und die Menge der zu komprimierenden Luft größer sein müssen.
  • Das Verhältnis von Katalysator zu Öl kann bis auf 0,5 heruntergehen. Bei höherem Druck kann die Verhältniszahl gesteigert werden; ein Verhältnis von 3: 1 wäre bei etwa 34 atü angängig. Unter Durchsatzgeschwindigkeit versteht man die Beschickung in Kilogramm je Stunde je Kilogramm Katalysator im Reaktionsbehälter. Die Durchsatzgeschwindigkeit bestimmt sich dort etwa nach Alter oder Aktivität des Katalysators. Die Durchsatzgeschwindigkeit für einen Katalysator aus Molybdänoxyd auf Aluminiumoxydgel wechselt beispielsweise von etwa 1,5 (Kilogramm Beschikkung je Stunde je Kilogramm Katalysator) bis etwa o, i 5 nach Maßgabe der katalytischen Aktivität, der gewünschten Oktanzahl des .Verfahrensproduktes und der Eigenschaften des Ausgangsgutes. Die Temperatur im Regenerierbehälter soll etwa 565 bis 65o' C betragen.
  • In nachstehender Tabelle sind die Ergebnisse von Versuchen zusammengestellt, die unter bestimmten Bedingungen nach der Erfindung durchgeführt wurden.
    Ausgangsgut:
    Siedegrenzen 93 bis z21' C, schwere unbehandelte
    Kohlenwasserstoffe'E')
    Katalysator.......................... Gel'E*)
    '') Prüfung der Beschickung
    Dichte .................................... 0,7657
    Oktanzahl
    CFR Research, unverbleit ............... 43
    ASTM, unverbleit ...................... 38
    Anilinpunkt, ° C .......................... 53,3
    Schwefel, Gewichtsprozent .................. 0,11
    ASTM-Destillation
    10 % gehen über bis ° C ................ 122,2
    50 % gehen über bis ° C ................ 138,9
    90 % gehen über bis ° C ................ 174,4
    Kohlenwasserstoffanalyse, volumprozent
    Aromatische Kohlenwasserstoffe ......... 8
    Paraffine.............................. 48
    Naphthene ............................ 40
    Olefine ............................... 0
    Rückstand (nicht analysiert) ............ 4
    ") Der Katalysator enthielt etwa 8,51/o Molybdäntrioxyd
    auf Aluminiumoxydgel, hergestellt durch gemeinsame
    Ausfällung von Molybdänoxyd und Aluminiumoxyd.
    Arbeitsbedingungen
    Reaktionstemperatur im Reaktions-
    behälter, ° C ............... etwa 48o
    Druck, atü ........................ 13,6
    Katalysator-Öl-Verhältnis, Gew. .... 1,2
    Durchsatzgeschwindigkeit,
    Gew./Std./Gew. ................. 0,27
    Kohle auf regelierierteinKatalysator,
    Gewichtsprozent ................. <o,o5
    Rücklaufgasgeschwindigkeit, m3/hl
    Beschickung .................... 63,8
    °/o HZ im Rücklaufgas
    Ausbeute
    C4+-Benzin, Volumprozent ........ 83,3
    Gesanit-C4, Volumprozent .......... 7,6
    Gesamt-C5, Volumprozent .......... 8,2
    Trockengas, Gewichtsprozent ....... 13,6
    Kohle, Gewichtsprozent ............ o,8
    Hem, in-3/hl Beschickung ........... 10,7
    C4+-Benzinprüfung
    CFR-Research-Oktanzahl, unverbleit 96,5
    ASTM-Oktanzahl, unverbleit ....... 85,4
    Dampfdruck nach R e i d , atü ....... o,63
    Dichte ............................ 0,7779
    Es folgt nun die Beschreibung einer Betriebsanlage für einen Durchsatz von 2286 m3 schwerer unbehandelter Kohlenwasserstoffe je Tag für ein Hydroformierungsverfahren mit verwirbeltem Katalysator. Der Reaktionsbehälter ist ein innen isolierter Zylinder von 5,5 m Durchmesser und 25,9 m Höhe (in der Geraden gemessen). Der Regenerierbehälter ist ein Zylinder von 2,3 m Durchmesser und 7,6 m Höhe (in der Geraden gemessen) mit feuerfestem Futter. Der Wärmeüberschuß, der nicht im Reaktionsbehälter gebraucht wird, wird für die Erzeugung von Dampf von 13,6 atü ausgenutzt.
  • Die Kohlenwasserstoffbeschickung wird in den Wärmeaustauschern auf etwa 300° C und dann im Kombinationsofen auf etwa 51o° C vorgewärmt und mit 6.8 bis 34 atü durch die Leitung 17 nach dem unteren Ende der Phase i9 des verwirbelten Katalysators in dein Reaktionsbehälter 18 eingeleitet. Bei dieser Temperatur des Ausgangsgutes soll die Durchlaufzeit des Öls durch die Leitung so eingestellt werden, daß eine thermische Spaltung und eine chemische Abbaureaktion vermieden werden. Die Leitung 17 hat einen lichten Durchmesser von 15,24 cm. Der Reaktionsbehälter wird auf etwa d.82° C gehalten.
  • Das Rücklaufgas wird auf etwa 46o° C erhitzt. Die Menge an Rücklaufgas, mit etwa 70 Molprozent Wasserstoff, beträgt etwa 85o m3/Min. Das so aufgeheizte Rücklaufgas aus der Leitung 74 wird mit heißem regeneriertem Katalysator bei etwa 620° C aus dein Fallrohr 28 b vermischt und ergibt mit diesem eine dünne Suspension, die durch das Rohr 3o am unteren Ende des Reaktionsbehälters i8 unter dein Rost iSa eintritt. Die Verweilzeit des Katalysators in der Leitung 3o beträgt zweckmäßig weniger als etwa 5 Sekunden; dadurch verhindert inan, daß der Katalysator vor seiner Berührung mit den Kohlenwasserstoffdämpfen im Reaktionsbehälter 18 überhitzt und zersetzt wird. Die Leitung 30 hat einen Durchmesser von etwa 66 cm.
  • Die mittlere Verweilzeit des Katalysators im Reaktionsbehälter beträgt etwa 3 bis 4. Stunden, im Regenerierbehälter etwa 3 bis 15 Minuten.
  • Die lineare Geschwindigkeit des aufsteigenden Gasstromes im Reaktionsbehälter 18 beträgt etwa 0,15 m/Sek., die Dichte der Phase i9 mit dem verwirbelten Katalysator etwa 48o g/1. Die Dichte der Wirbelschichtphase bei 27c im Regenerierbehälter beträgt etwa 448 g/1. Diese Phase steht unter einem Druck von etwa 13,9 atü und ist etwa 62o° C warm.
  • Die Reaktionsdämpfe ziehen oben aus dem Reaktionsbehälter iS durch die Leitung 23 etwa 48o° C warm ab und werden auf etwa 425° C durch ein Abschrecköl gekühlt, das etwa 26o° C warm in Leitung 23 eintritt. Sie werden dann weiter zwecks Abtrennung des Hydroformates von dem Umlaufgas auf etwa 40° C abgekühlt. Die Tagesleistung beträgt etwa 2,io6 m3 Rohhydroformat.
  • Die Abstreifleitung 21 im Reaktionsbehälter 18 hat einen Durchmesser von etwa o,6 m und verjüngt sich nach unten zu dem Fallrohr 23 b von 17,8 cm Stärke hin. Die tatsächliche Höhe des Fallrohres beträgt etwa 7,62 m. Überhitzter Dampf tritt am Boden des Abstreifabschnittes 21 mit einer Geschwindigkeit von etwa 1334 kg/Std. ein und zieht größtenteils durch den Abschnitt 21 im Gegenstrom zum absinkenden Katalysator nach oben; etwas Dampf und Gas werden jedoch von dem Katalysator auf seinem Weg nach dem Fallrohr 23 b mitgerissen.
  • Der Abstreifabschnitt 28 des Regenerierbehälters 26 hat einen Durchmesser von etwa o,6 m und verjüngt sich unten bis auf etwa 17,8 cm zum Fallrohr 28 b. Die tatsächliche Höhe des Fallrohres ist etwa 15,24 in. Die Inertgasmenge zum Abstreifen in der Leitung 28 beträgt 2223 kg/Std.
  • Die im Fallrohr 23 b zum Regenerierbehälter führende Leitung 24 hat etwa 20,3 cm Durchmesser, die Leitung 27 etwa 10,2 cm.
  • Die beschriebene Anlage benötigt etwa 26o t Katalysator; etwa 25o t sind normalerweise im Reaktionsbehälter, etwa 9 t im Regenerierbehälter, der Rest in den Leitungen, die von und zu diesen Behältern führen.
  • Die Dichte des Katalysatorgemisches in den Fallrohren 23 b und 28 b beträgt etwa 704 g/1, kann aber zwischen etwa 608 bis 704 g/1 liegen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur kontinuierlichen katalytischen Hydroformierung von Kohlenwasserstoffen mit einem Siedebereich von Motortreibstoffen nach dem Wirbelschichtverfahren bei 455 bis 5oo° C und unter 6,8 bis 34 atü unter kontinuierlichem Abziehen der Produktdämpfe und davon mitgerissener Katalysatorailteile, Abscheiden der flüssigen Produkte und der Kataly satoranteile von den wasserstoffhaltigen Restgasen unter Ausnutzung des Wärmeinhaltes der Verfahrensprodukte zur Erwärmung der frischen Beschickung durch indirekten Wärmeaustausch, Rückführung der wasserstoffhaltigen Restgase im Kreislauf und kontinuierlichem Abziehen von Katalysatoranteilen aus der Wirbelschicht zwecks oxydativer Regenerierung, dadurch gekennzeichnet, daß das Kreislaufgas auf eine Temperatur über der Reaktionstemperatur, jedoch nicht über 65o° C aufgeheizt wird und danach getrennt von der frischen Beschickung so in den Reaktionsraum eingeführt wird, daß der frisch regenerierte Katalysator zunächst mit dem Kreislaufgas und danach mit der Beschickung in Berührung kommt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von Katalysator zu Öl zwischen o,5 und 3 und das Verhältnis von Wasserstoff enthaltendem Gas zur Ölbeschickung zwischen 18 und 71 m3/hl Ölbeschickung liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die oxydative Regeneration in einer Wirbelschicht-Regenerationszone bei Temperaturen unter 65o° C durchführt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator nach der Regenerationszone in Form einer Suspension mit höchstens 4011/e der Gesamtmenge der für die Regeneration benötigten Luft befördert wird, während der Rest der Regenerationsluft unmittelbar in die Regenerationszone eingeleitet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man ein verhältnismäßig hochsiedendes Kohlenwasserstoff -Abschrecköl in die Produktdämpfe einleitet, die mitgerissene Katalysatorteilchen enthalten.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Vermischen des heißen Umlaufgases mit dem heißen regenerierten Katalysator dieses Gemisch möglichst schnell in die Reaktionskammer eingeleitet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 559 923; britische Patentschriften Nr. 498 o94, 543 968, 573 873, 574 892, 578 962, 582 414; französische Patentschriften Nr. 866 116, 9i4 130, 9i6 711, 917 12i, 9i8 443; USA.-Patentschriften Nr. 1 857 81q., 1 931 549, 1 933 107, 1 934 001, 1 934 054, 1 934 093, 1 944 236, 1 951 725, 2 o28 348, 2 i2o 296, 2 154 527, 2 159 511, 2 268 187, 2 303 083, 2 376 564,2 425 849, 2 446 925, 2 497 940.
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