DE1111146B - Verfahren zur Waermebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks fuer die Herstellung vonElektroden - Google Patents

Verfahren zur Waermebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks fuer die Herstellung vonElektroden

Info

Publication number
DE1111146B
DE1111146B DEST9514A DEST009514A DE1111146B DE 1111146 B DE1111146 B DE 1111146B DE ST9514 A DEST9514 A DE ST9514A DE ST009514 A DEST009514 A DE ST009514A DE 1111146 B DE1111146 B DE 1111146B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coke
chamber
fluidized bed
gases
combustion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST9514A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Publication of DE1111146B publication Critical patent/DE1111146B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B55/00Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material
    • C10B55/02Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material with solid materials
    • C10B55/04Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material with solid materials with moving solid materials
    • C10B55/08Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material with solid materials with moving solid materials in dispersed form
    • C10B55/10Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material with solid materials with moving solid materials in dispersed form according to the "fluidised bed" technique
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L9/00Treating solid fuels to improve their combustion
    • C10L9/08Treating solid fuels to improve their combustion by heat treatments, e.g. calcining
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28CHEAT-EXCHANGE APPARATUS, NOT PROVIDED FOR IN ANOTHER SUBCLASS, IN WHICH THE HEAT-EXCHANGE MEDIA COME INTO DIRECT CONTACT WITHOUT CHEMICAL INTERACTION
    • F28C3/00Other direct-contact heat-exchange apparatus
    • F28C3/10Other direct-contact heat-exchange apparatus one heat-exchange medium at least being a fluent solid, e.g. a particulate material
    • F28C3/12Other direct-contact heat-exchange apparatus one heat-exchange medium at least being a fluent solid, e.g. a particulate material the heat-exchange medium being a particulate material and a gas, vapour, or liquid
    • F28C3/16Other direct-contact heat-exchange apparatus one heat-exchange medium at least being a fluent solid, e.g. a particulate material the heat-exchange medium being a particulate material and a gas, vapour, or liquid the particulate material forming a bed, e.g. fluidised, on vibratory sieves

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Wärmebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks für die Herstellung von Elektroden Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Wärmebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks für die Herstellung von Elektroden, bei dem man den Koks vor dem Glühen in Form von engbegrenzten Strömen mit hoher Geschwindigkeit bei kurzen Berührungszeiten erwärmt.
  • Bei der Verkokung schwerer Kohlenwasserstofföle, z. B. schwerer Rohöle, oder roher Ölrückstände, wie sie bei Destillationen unter gewöhnlichem Druck oder im Vakuum anfallen, wie Teer, Pech usw., zur Gewinnung von Treibstoffen, wie Benzin und Gasöl, oder zur Erzeugung solcher chemischer Rohstoffe, wie aromatischer Verbindungen und Olefine, ist Petrolkoks eines der wichtigsten Nebenprodukte. Diese Öle können beispielsweise einen Siedebeginn von etwa 370° C oder höher, eine Dichte von etwa 1,076 bis 0,934, z. B. von 1,0607, und einen Kohlenstoffgehalt nach C o n r a d s o n von etwa 5 bis 40 Gewichtsprozent, z. B. von 30 %, haben. Die entstehende Koksmenge hängt von der Art der verarbeiteten Ausgangsstoffe und zum Teil auch von den Verkokungsbedingungen ab. Bei Ausgangsstoffen mit hohem Gehalt an Conradson-Kohle, z. B. einem Rückstandsöl aus Hawkins-Rohöl, kann die Koksausbeute 20 Gewichtsprozent oder mehr betragen, bezogen auf den Rückstand. Es gibt sogar Ausgangsstoffe, bei denen der Koksanfall bis zu 35 Gewichtsprozent betragen kann.
  • Da die Verbrennung des Petrolkokses als Heizmittel keine ausreichende wirtschaftliche Grundlage für das Verkokungsverfahren ergibt, suchte man für den Koks weitere Verwendungsmöglichkeiten, indem man den Koks weitgehend zur Herstellung von Elektroden benutzte. Das Hauptanwendungsgebiet solcher Kohleelektroden ist die Elektrolyse von Tonerde zur Gewinnung von Aluminiummetall. Für diesen Zweck zieht man Petrolkoks wegen seines geringen Aschegehaltes dem Hüttenkoks vor.
  • Roher, d. h. ungeglühter Petrolkoks enthält aber noch erhebliche Mengen flüchtiger Bestandteile, die man erst entfernen muß, wenn der Koks für die Elektrodenherstellung dienen soll. Dies erreicht man durch eine Wärmebehandlung des Kokses bei hohen Temperaturen. Gewöhnlich glüht man den Koks bei Temperaturen von 980 bis 1315° C in Drehöfen, senkrechten Retorten, Brennöfen usw. Durch das Glühen wird der Gehalt an flüchtigen Bestandteilen im Koks bis auf 0,501o oder darunter verringert, das wahre spezifische Gewicht des Kokses erhöht und sein spezifischer elektrischer Widerstand auf 0,0037 Ohm/cm oder weniger vermindert.
  • Der heutzutage verwendete Petrolkoks stammt größtenteils aus Anlagen mit »verzögerter« Verkokung (Trommelverkokung der Öle in flüssigem Zustand, vgl. Petroleum Refinery, Bd. 32 [1953], Nr. 7, S.99). lm allgemeinen oder vielleicht sogar ausschließlich glüht man den so erhaltenen rohen Petrolkoks nicht an Ort und Stelle, sondern außerhalb der Verkokungsanlage. Vom Standpunkt der Arbeits-und Wärmeersparnis aus betrachtet, stellt dies jedoch eine äußerst kostspielige Verfahrensweise dar.
  • Neuerdings wurde ein verbessertes Verfahren entwickelt, das als Wirbelschicht-Verkokungsverfahren bekanntgeworden ist. Dieser Wirbelschicht-Petrolkoks enthält normalerweise etwa 86 bis 94% Kohlenstoff, 1,5 bis 2% Wasserstoff, 0,5 bis 7,50/0 Schwefel, 0,6 bis 1,5% flüchtige Stoffe bei 600° C Verkokungstemperatur, bis zu 6% flüchtige Stoffe bei 510° C Verkokungstemperatur und etwa 0,5 bis 3 % Asche bei 592° C Verkokungstemperatur.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß man den feinkörnigen erhitzten Petrolkoks in eine als Brennkammer ausgebildete Leitung einträgt, dort durch ein aufwärts strömendes Luft-Heizgas-Gemisch in der Schwebe hält, auf eine Temperatur zwischen 1150 und 1260' C aufheizt und nach Abtrennung der Heiz- und restlichen Destillationsgase unmittelbar in eine Wirbelschicht-Wärmebehandlungskammer einführt, wo er für die Dauer von 5 Minuten bis zu 8 Stunden bei einer Temperatur zwischen 1100 und 1480' C nachgeglüht wird, um anschließend außerhalb dieser Kammer abgekühlt zu werden.
  • Die Wärme für die Wirbelschicht-Wärmebehandlung des Petrolkokses kann dabei durch genau geregelte Teilverbrennung des Kokses und/oder durch Verbrennung zusätzlich zugeführten Brennstoffs unter derart begrenzter Luftzufuhr erzeugt werden, daß die entstehenden Verbrennungsgase viel Kohlenmonoxyd, aber wenig Kohlensäure enthalten, und diese Gase können dann als Brenngase für die als Brennkammer ausgebildete Leitung dienen. Auch kann man die kohlensäurehaltigen Abgase aus der genannten Leitung zur Vorwärmung des in sie eingeführten Kokses in der Weise verwenden, daß der zugeführte Koks und diese Abgase im Gleichstrom mit hoher Geschwindigkeit durch eine als Vorwärmkammer ausgebildete Durchflußleitung geführt werden.
  • Vorzugsweise wird der Koks durch die als Brennkammer ausgebildete Leitung mit solcher Geschwindigkeit geführt, daß seine Verweilzeit darin 0,1 bis 0,5 Sekunden beträgt. In der als Vorwärmkammer ausgebildeten Durchflußleitung dagegen wird er im allgemeinen nur auf 700 bis 870' C erwärmt, und seine Verweilzeit darin beträgt 0,2 bis 1 Sekunde.
  • Für das vorstehend beschriebene Wärmebehandlungsverfahren benutzt man vorteilhaft eine kombinierte Verkokungs- und Wärmebehandlungsanlage; die im folgenden an Hand der Zeichnung und unter Beschreibung des gesamten Verfahrens näher erläutert wird.
  • In dieser Zeichnung ist 1 ein Verkokungsbehälter, dessen Auskleidung einer Erwärmung auf 540' C im Betrieb standhalten muß. Darin erzeugt man eine Wirbelschicht aus Koksteilchen von einer Korngröße zwischen 70 und 600 u, die so weit vorgewärmt sind, z. B. auf 650' C, daß in der Wirbelschicht die erforderliche Reaktionstemperatur von 540' C gehalten werden kann. Diese Wirbelschicht reicht bis an eine obere Grenze, die mit 5 bezeichnet ist und durch ein Gas, z. B. Dampf, aufgewirbelt wird, das durch ein Rohr 3 von unten in den Behälter einströmt. Dieses Aufwirbelungsgas zieht mit einer Geschwindigkeit von 0,6 m/Sek. durch den Behälter nach oben und trägt die Koksteilchen bis hinauf zu der angegebenen Grenze. Das Aufwirbelungsgas dient auch dazu, die Dämpfe und Gase aus dem Koks zu entfernen, der durch das Rohr 9 von oben her in den Behälter rieselt, wie später noch näher beschrieben werden wird.
  • Rohöl, vorzugsweise auf eine Temperatur von etwa 315' C vorgewärmt, führt man durch die Leitung 2, am besten an mehreren Stellen verteilt, in die heiße Wirbelschicht ein. Beim Zusammenkommen mit den heißen Koksteilchen wird das öl zersetzt. Die hierbei entstehenden Dämpfe unterstützen die Aufwirbelung der Koksschicht und tragen zur allgemeinen Beweglichkeit und Aufrechterhaltung des Wirbelzustandes bei. Die Dämpfe und Gase strömen durch die Schicht nach oben und verlassen den Verkokungsbehälter durch die Rohrleitung 4, nachdem sie zuvor in dem Zyklon 6 entstaubt wurden, von dem aus die Koksteilchen durch das Tauchrohr 7 wieder in die Wirbel-Schicht zurückfließen. Durch die Rohrleitung 4 können die dampfförmigen Gase in eine Fraktionieranlage gelangen. Wirbelschichtkoks wird durch die Rohrleitung 8 unten aus dem Verkokungsbehälter abgezogen und durch Einblasen von Luft oder einem anderen, freien Sauerstoff enthaltenden Gas in die Aufheizungskammer 10 befördert. Durch die Rohrleitung 11 wird von einem Gebläse 12 noch Zusatzluft zugeführt. In der Aufheizungskammer 10 wird ein Heizgas, z. B. Kohlenoxyd, und/ode-r ein Teil des umlaufenden Kokses oder auf diesem abgeschiedene brennbare Stoffe, verbrannt, um die Temperatur soweit zu erhöhen, daß der endothermen Reaktion in dem Verkokungsbehälter 1 die erforderliche Wärme zugeführt werden kann. Die Temperatur des in der Aufheizkammer befindlichen Kekses ist gewöhnlich um 50 bis 170' C höher als die des Kokses im Verkokungsbehälter, im vorliegenden Falle also etwa 650' C. Die Koksschicht in der Aufheizkammer 10 befindet sich in fast dem gleichen aufgewirbelten Zustande wie diejenige in dem Verkokungsbehälterl. Der Koks wird sowohl durch die eingeblasene Luft als auch durch die entstehenden Verbrennungsgase aufgewirbelt und auf der bei 13 angedeuteten oberen Höhe gehalten. Die Verbrennungsgase werden aus der heißen Wirbelschicht über einen Zyklon 14 durch die Rohrleitung 16 abgeführt; mitgerissene Koksteilchen fließen durch ein Tauchrohr 15 in die Wirbelschicht zurück. Ein Teil des heißen Kokses wird laufend aus der Aufheizkammer 10 durch die Rohrleitung 9 abgezogen und an einer oder mehreren Stellen wieder in den Verkokungsbehälter 1 geleitet, um so die Temperatur in diesem unverändert zu halten.
  • Der Wirbelschichtkoks fließt, praktisch ohne Abkühlung, ganz oder teilweise durch die Rohrleitung 17 aus der Aufheizkammer ab und dem Leitungsrohr 18 zu, das als Durchflußvorkammer dient. Diese Vorwärmkammer besitzt z. B. bei einer Anlage, die 900 t rohen Petrolkoks täglich verarbeitet, einen Innendurchmesser von 1,2 m und eine Länge von 6,1 m. Man könnte auch den Koks aus dem Verkokungsbehälter 1 direkt der Vorwärmkammer zuführen. Die Koksteilchen werden durch heiße C O.,-haltige, aus der Rohrleitung 26 kommende Heizgase, die praktisch frei von C O sind, auf 815' C vorgewärmt und mit hoher Geschwindigkeit. z. B. 15 m/Sek., durch die Vorwärmkammer 18 getragen, so daß die Verweilzeit darin 0,4 Sekunden beträgt. Der so vorgewärmte Koks und das Heizgas gelangen dann durch die Rohrleitung 23 in den Zyklonabscheider 19, aus dem die Heizgase durch die Rohrleitung 20 abziehen. Sie können, bevor sie ins Freie oder in einen Schornstein gelangen, zur weiteren Wärmeausnutzung noch durch einen Abhitzekessel geleitet werden.
  • Der vorgewärmte Koks wird nun durch die Rohrleitung 21 dem Leitungsrohr 22 zugeführt, das als Brennkammer dient, und z. B. einen Innendurchmesser von 1,2 m und eine Länge von 3,5 m hat. Ein Heizgas, das viel Kohlenmonoxyd, jedoch so gut wie kein Kohlendioxyd enthält, tritt aus der Rohrleitung 28 in die Brennkammer 22 ein, der noch Zusatzluft durch die Rohrleitung 29 zugeführt wird. Der bereits vorgewärmte Koks wird auf diese Weise in dem aus Heizgas und Luft oder einem anderen sauerstoffhaltigen Gas bestehenden Gasstrom sehr rasch auf eine Temperatur von 1200' C erhitzt. Die Durchlaufgeschwindigkeit des Kokses in der Brennkammer 22 beträgt 18 m/Sek. und die Verweilzeit des Gases 0,2 Sekunden. Das Zeit-Temperatur-Verhältnis in der Brennkammer 22 wird so eingestellt, daß nur das Kohlenmonoxyd zu Kohlendioxyd, jedoch kein weiterer Koks mit verbrannt wird. Die Zusatzluft (oder das sonstige sauerstoffhaltige Gas für die Kohlenoxydverbrennung) tritt in die aus Koks und Heizgas gebildete Dispersion ein; sie wird nur in Gegenwart von Koks zu dem heißen, kohlenoxydhaltigen Heizgas gegeben, weil sonst die Flammentemperatur zu hoch ansteigt.
  • Der Koks und die kohlendioxydhaltigen Heizgase werden durch die Rohrleitung 24 in den Zyklon 25 befördert. Die heißen Verbrennungsgase fließen etwa 1200° C warm durch die Rohrleitung 26 in die Vorwärmkammer 18 zurück, während der etwa 1200° C heiße Koks durch die Rohrleitung 27 in die Wärmebehandlungskammer 32 gelangt.
  • In dieser Kammer 32, deren Temperatur etwa höher, z. B. l.310° C, als die des eintretenden Kokses ist, wird der Koks wieder verwirbelt; die obere Grenze der Wirbelschicht ist hier mit 31 bezeichnet. Der Koks wird auf diese Temperatur erhitzt, indem man einen Teil davon mit Luft oder einem anderen sauerstoffhaltigen Gas, das hier gleichzeitig als Aufwirbelungsmittel dient, zu CO verbrennt. Die Luft tritt dabei durch die Rohrleitung 33 von unten in die Kammer ein. Die Menge des zu verbrennenden Kokses richtet sich nach dem für das Verfahren in Frage kommenden Wärmebedarf, und zwar unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die Verbrennung dieses Koksanteils zuletzt in der Brennkammer 22 bis zur ausschließlichen Bildung von C OZ geht.
  • Man kann auch Naturgas, Heizöl oder minderwertige Brennstoffe verwenden, um den hier zu verbrennenden Koks ganz oder teilweise zu ersetzen. Der Koks verbleibt in der Wärmebehandlungskammer 20 Minuten lang, oder so lange, um den Gehalt an flüchtigen Bestandteilen bei 5l0° C auf 0,3 Gewichtsteile oder weniger zu verringern und das wahre spezifische Gewicht auf den höchsten errechenbaren Wert zu steigern. Die Wärmebehandlungskammer wird vorzugsweise mit waage- und senkrechten Prallplatten versehen, um eine möglichst innige Berührung des Kokses mit den Gasen zu erzwingen. Die Wärmebehandlungskammer kann auch diskontinuierlich betrieben werden, wobei man gegebenenfalls auch mehrere Behandlungskammern vorsieht. Der durch die Rohrleitung 34 aus der Wärmebehandlungskammer abfließende gekühlte Petrolkoks kann durch indirekten Wärmeaustausch in einem Abhitzekessel, durch Abschrecken mit Wasser oder auf andere geeignete Weise abgekühlt werden.
  • Die Abgase dieser Kammer, die C O, jedoch kein CO., enthalten, ziehen durch die Wirbelschicht nach oben und werden durch die Rohrleitung 28 abgezogen, nachdem sie vorher in dem Zyklon 30 entstaubt worden sind, aus dem die Koksteilchen durch ein Tauchrohr 35 in die Wirbelschicht zurückfließen.
  • Die in der Zeichnung dargestellten Vorwärm- und Brennkammern erfordern zwar getrennte Wirbelschicht-Durchfluß-Rohrleitungen, doch kann man diese beiden Kammern, wenn man den Koks und die Heizgase nach dem Gegenstromverfahren behandelt, auch innerhalb einer einzigen Durchflußleitung anordnen. Gegebenenfalls kann auch mehr als eine Vorwärmkammer vorgesehen werden, um die Temperatur der die Anlage verlassenden Heizgase noch weiter zu verringern.
  • Ein weiteres Verfahren, bei dem eine als Brennkammer ausgebildete Durchflußleitung unter derart geregelten Bedingungen arbeitet, daß die Reduktion des CO z zu C O möglichst gering bleibt, ist folgendes: Wirbelschichtkoks aus einer bei 540 bis 870° C betriebenen Vorwärmkammer tritt unmittelbar nach Zuführung der erforderlichen Menge Brennstoff (Gas oder Öl) und Luft in eine als Brennkammer ausgebildete Durchflußleitung ein, in der sich der Koks auf 1260 bis 1430° C, vorzugsweise auf 1310 bis 1370° C, erwärmt, und in dem seine Verweilzeit während der Erwärmung 0,1 bis 1 Sekunde beträgt, um die Reduktion des CO, zu C O möglichst hintanzuhalten. Das aus der Brennkammer abfließende Koksgasgemisch gelangt in einen Zyklon, wo der heiße Koks von den Abgasen getrennt wird. Letztere können zur Vorwärmung der Luft für die Verbrennung durch einen Abhitzekessel oder einen Wärmeaustauscher geleitet oder sonstwie verwendet werden, um ihre fühlbare Wärme nutzbar zu machen.
  • Der abgetrennte heiße Koks gelangt dann in die Wärmebehandlungskammer, wo er auf die oben beschriebene Weise beglüht wird. Eine weitere Abänderung des Verfahrens besteht darin, daß man die Gase aus der Wärmebehandlungskammer abschreckt, damit sie abgekühlt in den Zyklon gelangen. Wenn die Wirbelschichtkoksteilchen diese Kammer jedoch mit entsprechend geringer Geschwindigkeit (z. B. weniger als 0,24 m/Sek.) bei bester Verteilung der Koksgrößen durchfließen, so wird von dem Gas, das unmittelbar aus der Wirbelschicht kommt, fast kein Feststoff mitgeführt, und die Einschaltung eines Zyklons ist dann nicht erforderlich.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung werden nachstehend die Betriebsdaten der verschiedenen Kammern angegeben:
    Betriebsdaten der Wirbelschicht-Verkokungskammer 1
    Allgemeiner Bevorzugter
    Bereich Bereich
    Temperatur, ° C ... 450 bis 870 480 bis 600
    Druck, atü ........ 0 bis 3,5 0,35 bis 1
    Oberflächen-
    geschwindigkeit des
    Verwirbelungs-
    gases, m/Sek. ..... 0,06 bis 1,50 0,15 bis 0,9
    Betriebsdaten der Aufheizkammer 10
    Allgemeiner Bevorzugter
    Bereich Bereich
    Oberflächen-
    geschwindigkeit des
    Verwirbelungs-
    gases, m/Sek. ..... 0,06 bis 1,50 0,15 bis 0,9
    Temperatur, ° C ... 540 bis 980 565 bis 705
    Betriebsdaten in der Durchflußkammer-Vorwärmkammer Allgemeiner Bevorzugter Bereich Bereich Temperatur, ' C ... 650 bis 1040 700 bis 870 Druck, atü ........ 0 bis 3,5 0,35- bis 1 Oberflächengeschwindigkeit des Verwirbelungsgases, m/Sek. ..... 6 bis 37 12 bis 25 Verweilzeit, Sekunden ........ 0,1 bis 2 0,2 bis 1
    Betriebsdaten der Durchfluß-Brennkammer
    Allgemeiner Bevorzugter
    Bereich Bereich
    Temperatur, ° C ... 980 bis 1370 1150 bis 1260
    Druck, atü ........ 0 bis 3,5 0,35 bis 1
    Oberflächen-
    geschwindigkeit des
    Verwirbelungs-
    gases, m/Sek. ..... 6 bis 37 12 bis 25
    Verweilzeit,
    Sekunden ........ 0,05 bis 1 0,1 bis 0,5
    Betriebsdaten der Wärmebehandlungskammer
    Allgemeiner Bevorzugter
    Bereich Bereich
    Verweilzeit ........ 5 Min. bis 30 Min. bis
    8 Std. 2 Std.
    Temperatur. ' C ... 1.090 bis 1480 1200 bis 1370
    Gasgeschwindigkeit,
    m/Sek. .......... 0,06 bis 1,5 0,3 bis 0,9
    Druck, atü ........ 0 bis 3,5 0,35 bis 1
    Der geglühte Koks kann noch in der Wärmebehandlungskammer aktiviert und dadurch verbessert werden, daß man von außen her Dampf einleitet. Ferner kann der so behandelte Koks zur Behandlung von Produkten benutzt werden, aus dem die Verkokungsverfahren stammen. Beispielsweise kann man Rohbenzin und/oder Gasöl zur Verbesserung ihrer Eigenschaften oder zur Entfernung von Schwefel oder anderen Verunreinigungen niit dem bei 370 bis 540J C aktivierten Koks zusammenbringen, oder man bringt die niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffe zur Entschwefelung mit Luft in Gegenwart dieses Kokses zusammen.
  • Für die Wärmebehandlung bei hohen Temperaturen kann man auch eine stufenweise arbeitende Wärmebehandlungskammer benutzen, in der eine Anzahl übereinanderliegender Wirbelschichten vorgesehen sind. Das in der untersten Stufe durch Teilverbrennung des Kokses gebildete Kohlenoxyd wärmt den in den nächsthöheren Stufen befindlichen Koks vor. Das Kohlenoxyd dient dann als Brennstoff für die Brennkammer.
  • Die Vorteile dieser Arbeitsweise liegen in der besonders wirksamen Ausnutzung der entwickelten Wärme sowie den geringen Koksverlusten infolge der Reduktion des Kohlendioxyds.
  • Natürlich sollen die hier angegebenen Beispiele nur zur Erläuterung dienen und die Erfindung in keiner Weise einschränken, vielmehr sind Abwandlungen dieser Arbeitsweise möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Wärmebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks für die Herstellung von Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß der feinkörnige, erhitzte Petrolkoks in eine als Brennkammer ausgebildete Leitung eingetragen, dort durch ein aufwärts strömendes Luft-Heizgas-Gemisch in der Schwebe gehalten, auf eine Temperatur zwischen 1150 und 1260° C aufgeheizt und nach Abtrennung der Heiz- und restlichen Destillationsgase unmittelbar in eine Wirbelschicht-Wärmebehandlungskammer eingeführt wird, wo er für die Dauer von 5 Minuten bis 8 Stunden bei einer Temperatur zwischen 1100 und 1480° C nachgeglüht wird, um anschließend außerhalb dieser Kammer gekühlt zu werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärme für die Wirbelschicht-Wärmebehandlung des Petrolkokses durch genau geregelte Teilverbrennung des Kokses und/oder durch Verbrennung zusätzlich zugeführten Brennstoffes unter derart begrenzter Luftzufuhr erzeugt wird, daß die entstehenden Verbrennungsgase viel Kohlenmonoxyd, aber wenig Kohlensäure enthalten und daß diese Gase als Brenngase für die als Brennkammer ausgebildete Leitung dienen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kohlensäurehaltigen Abgase aus der als Brennkammer ausgebildeten Leitung zur Vorwärmung des in diese Kammer eingeführten Kokses in der Weise verwendet werden, daß der zugeführte Koks und diese Abgase im Gleichstrom mit hoher Geschwindigkeit durch eine als Vorwärmkammer ausgebildete Durchflußleitung geführt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Koks durch die als Brennkammer ausgebildete Leitung mit solcher Geschwindigkeit geführt wird, daß seine Verweilzeit darin 0,1. bis 0,5 Sekunden beträgt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Koks in der als Vorwärmkammer ausgebildeten Durchflußleitung auf 700 bis 870° C erwärmt wird, und seine Verweilzeit darin 0,2 bis 1 Sekunde beträgt.
DEST9514A 1954-03-22 1955-03-02 Verfahren zur Waermebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks fuer die Herstellung vonElektroden Pending DE1111146B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1111146XA 1954-03-22 1954-03-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1111146B true DE1111146B (de) 1961-07-20

Family

ID=22336684

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEST9514A Pending DE1111146B (de) 1954-03-22 1955-03-02 Verfahren zur Waermebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks fuer die Herstellung vonElektroden
DEE15146A Pending DE1146845B (de) 1954-03-22 1957-12-24 Verfahren zur Waermebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE15146A Pending DE1146845B (de) 1954-03-22 1957-12-24 Verfahren zur Waermebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks

Country Status (2)

Country Link
DE (2) DE1111146B (de)
FR (1) FR1125429A (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2235840A1 (de) * 1972-07-19 1974-01-31 Exxon Research Engineering Co Verfahren zur gaserzeugung aus kohlenwasserstoffen
DE2816276A1 (de) * 1977-06-27 1979-01-11 Koa Oil Co Ltd Verbessertes mehrstufiges verfahren zur calcinierung von gruen-koks, anlage zur durchfuehrung des verfahrens und aufgabevorrichtung
DE3031849A1 (de) * 1980-08-21 1982-03-04 Schweizerische Aluminium AG, 3965 Chippis Verfahren zur behandlung von teilentschwefeltem koks
WO2016180683A1 (en) * 2015-05-12 2016-11-17 Outotec (Finland) Oy Process and apparatus for the production of calcined petroleum coke

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3451921A (en) * 1965-01-25 1969-06-24 Union Carbide Corp Coke production

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2235840A1 (de) * 1972-07-19 1974-01-31 Exxon Research Engineering Co Verfahren zur gaserzeugung aus kohlenwasserstoffen
DE2816276A1 (de) * 1977-06-27 1979-01-11 Koa Oil Co Ltd Verbessertes mehrstufiges verfahren zur calcinierung von gruen-koks, anlage zur durchfuehrung des verfahrens und aufgabevorrichtung
DE3031849A1 (de) * 1980-08-21 1982-03-04 Schweizerische Aluminium AG, 3965 Chippis Verfahren zur behandlung von teilentschwefeltem koks
WO2016180683A1 (en) * 2015-05-12 2016-11-17 Outotec (Finland) Oy Process and apparatus for the production of calcined petroleum coke

Also Published As

Publication number Publication date
DE1146845B (de) 1963-04-11
FR1125429A (fr) 1956-10-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3000242C2 (de)
DE2244851B2 (de) Verfahren zur herstellung eines zur erzreduktion verwendbaren reduktionsgases
DE1909263A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schwelen von feinkoernigen bituminoesen Stoffen,die einen staubfoermigen Schwelrueckstand bilden
DE2019475C3 (de) Indirekt beheizter Vertikalrohrofen zur Herstellung von niedermolekularen Olefinen durch thermische Spaltung stärker gesättigter Kohlenwasserstoffe
DE3043102A1 (de) Verfahren zur umwandlung von carbo-metallischem oel
EP0116180B1 (de) Verfahren zum Schwelen von Hydrierrückständen
DE1222038B (de) Verfahren zur Spaltung von Kohlenwasserstoffen zu gasfoermigen Olefinen
DE1111146B (de) Verfahren zur Waermebehandlung von Wirbelschicht-Petrolkoks fuer die Herstellung vonElektroden
DE938844C (de) Verfahren zur Umwandlung von Kohlenwasserstoff-Rueckstandsoelen
CH283414A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung von Prozessen, bei welchen fein verteilte feste Stoffe mit Gasen in Berührung gebracht werden.
DE2805244A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum kuehlen von staubfoermigen oder feinkoernigen feststoffen
DE937723C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffen in leichtere Produkte
DE1282818B (de) Ofen zum Erzeugen von Russ
DE618224C (de) Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffoelen
DE1012413B (de) Verfahren zur Zufuehrung von Waerme unter Verwendung eines Schrots als Waermetraeger zu einer Hydroformierungszone
DE2604140B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Synthese- und Reduktionsgas ·
DE965147C (de) Verfahren zum Hydroformieren von im Benzinbereich siedenden Kohlenwasserstoff-Fraktionen
DE968423C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von feinkoernigem Koks aus bituminoesen Brennstoffen
DE1009601B (de) Verfahren zur Ausfuehrung endothermer Reaktionen
DE3013337A1 (de) Verfahren zur umwandlung von kohle und/oder hochsiedenden erndoel- oder teerrueckstaenden durch spaltende druckhydrierung
AT153480B (de) Zweistufiges Verfahren zur Herstellung von Gußeisen oder Stahl und Schachtofen zur Durchführung dieses Verfahrens.
DE966245C (de) Verfahren zum Verkoken schwerer Kohlenwasserstoffoele
DE1266722B (de) Verfahren zur Entschwefelung von Petrolkoks im Wirbelbett
AT231599B (de) Verfahren zum Raffinieren von Kohlenwasserstoffölen
DE1034158B (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff