DE97515C - - Google Patents
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- DE97515C DE97515C DENDAT97515D DE97515DA DE97515C DE 97515 C DE97515 C DE 97515C DE NDAT97515 D DENDAT97515 D DE NDAT97515D DE 97515D A DE97515D A DE 97515DA DE 97515 C DE97515 C DE 97515C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N21/00—Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
- G01N21/17—Systems in which incident light is modified in accordance with the properties of the material investigated
- G01N21/41—Refractivity; Phase-affecting properties, e.g. optical path length
- G01N21/4133—Refractometers, e.g. differential
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- Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wie bekannt, kann man mittelst der Hallwachs'sehen
Methode (Wiede man η's Annalen
1893, ^d. 50, S. 577) für die Messung
relativer Brechungsvermögen von Flüssigkeiten die Resultate mit einer früher nicht erreichten
Genauigkeit ermitteln, besonders wenn die Brechungsexponenten der betreffenden Flüssigkeiten
wenig verschieden sind.
Die Ausführung der Methode, wie sie von Herrn Professor Hall wachs vorgeschlagen
wurde, ist wesentlich für wissenschaftliche Beobachtungen von' gröfster Genauigkeit geeignet.
Sie verlangt zwei Einstellungen und zwei Ablesungen und zwischen diesen eine Umtauschung der beiden Flüssigkeiten. Die
Messung wird hierdurch zu zeitraubend, um für praktische Zwecke, die geringe Genauigkeit
beanspruchen, bequem zu sein.
Das vorliegende Spektrometer gestattet dagegen die Ausführung der Messung mittelst
einer einzigen Einstellung und Ablesung ohne Umtauschung der Flüssigkeiten, wobei gleichzeitig
die für den Laien lästige Aufstellung der Lichtquelle gegenüber dem Ha 11 wachssehen
Glastrog dadurch vermieden wird, dafs die Lichtquelle vom Mechaniker selbst auf dem Spektrometer in der richtigen Stellung
angebracht wird.
Ein derartiges Spektrometer ist auf den beiliegenden Zeichnungen in Fig. 1 in Seitenansicht,
in Fig. 2 in Oberansicht dargestellt. Fig. 3 zeigt ein Detail der Einstellvorrichtung.
Die Lichtquelle, besteht aus einer kleinen Bunsenlampe (Spiritus-, Benzinlampe) a, durch
welche ein in einem Platinnetz c enthaltenes Natriumsalz oder anderes Salz zum Glühen
gebracht wird. Das so erhaltene homogene Licht wird mittelst der Linse d auf den Hallwachs'schen
Trog e concentrirt. Der die Lampe und die Linse tragende Träger b ist
an der unteren Fläche des Spektrometertisches_/ angeschraubt. Der Trog e ist so gerichtet,
dafs seine Scheidewand parallel zur optischen Achse des mit dem Fufsstück fest verbundenen
Fernrohres g ist, wenn gleichzeitig der Nullpunkt des Nonius h mit dem Nullpunkt der
Theilung i zusammenfällt.
Der Trog, welcher zum Reinigen herausgenommen werden kann, ist auf dem Schlitten k
unverrückbar befestigt. Der Schlitten wird in einen entsprechenden Schlitz des Spektrometertisches
hineingeschoben, bis der Knopf / gegen den Tisch stöfst, wodurch der Trog dem Tisch gegenüber stets dieselbe Stellung einnimmt.
Der Tisch, dessen konische Büchse m die verticale Hauptachse des Instrumentes umschliefst,
ist mit dem Hebel ri fest verbunden. Dieser trägt an seinem Ende einen nach abwärts gerichteten
Zapfen q, welcher in eine Oeffnung ο der Alhidade hineingreift. Mittelst der in der
Alhidade angebrachten, einander -gegenüberliegenden Schrauben r kann man daher den
Tisch gegenüber der Alhidade verstellen, so dafs die Scheidewand des Troges mit der
Achse des Fernrohres parallel liegt. Der Tisch mufs auf diese Weise den Drehungen der
Alhidade folgen. Der Limbus ist dagegen
mit dem Fufsstück und dem Fernrohr unverstellbar verbunden.
Die Strahlen der Lampe α dringen durch
die nicht geschwärzte Hälfte der Stirnwand s in die am wenigsten lichtbrennende Flüssigkeit
hinein, durchdringen die Scheidewand und treten weiter durch die stärker lichtbrechende
Flüssigkeit und die nicht geschwärzte Hälfte t der zweiten Stirnwand aus dem Trog wieder
heraus. Die auf die Scheidewand in der ersten Flüssigkeit mit streifender Incidenz fallenden
Strahlen bilden, wie bekannt, nach dem Austritt aus dem Trog mit dessen Scheidewand
einen ganz bestimmten Winkel. Das gebrochene Lichtbündel wird durch diese Strahlen, welche
im Gesichtsfelde des Fernrohres eine verticale Linie bilden, scharf begrenzt. Die Grenze des
Lichtbündels kann folgendermafsen auf das Fadenkreuz eingestellt werden. Der Bogen u,
welcher mit der Alhidade fest verbunden ist und somit den Drehungen des Troges folgen
mufs, ist am Rande mit Gewinde versehen, mit welchem die im Hebel y gelagerte
Schraube ν in Eingriff gebracht werden kann. Dieser Hebel ist um die im Fernrohrträger
gelagerte Achse n> drehbar. Eine Feder χ drückt die Schraube ν in das Gewinde des
Bogens u hinein. Um die Einstellung auszuführen, drückt man mit der linken Hand am
Hebel y, so dafs die Schraube ν mit dem Bogen u aufser Eingriff gebracht wird, und
dreht mit der rechten Hand, an den Knopf \ fassend, die Alhidade und das Prisma, bis die
erwähnte Grenze des gebrochenen Lichtbündels annähernd durch den Schnitt des Fadenkreuzes
geht. Der Hebel y wird nun losgelassen, so dafs die Schraube ν wieder in den Bogen u
eingreift, und die Feinstellung wird mittelst der Schraube ν vorgenommen. Man kann jetzt
den gesuchten Ablenkungswinkel am Nonius ablesen und nach bekannten Formeln das relative
Brechungsvermögen berechnen.
Die Aichung des Instrumentes kann selbstverständlich mittelst zweier Flüssigkeiten von
genau bekanntem Brechungsvermögen geschehen, indem die Schrauben r verstellt werden, bis
sich die entsprechende Ablenkung ergiebt.
Wenn es sich darum handelt, in Lösungen von bestimmten Körpern Gehaltsbestimmungen
vorzunehmen, kann die Gradtheilung zweckmäfsig durch eine Procenttheilung ersetzt
werden.
Wenn man das Brechungsvermögen einer undurchsichtigen Flüssigkeit mittelst Totalreflection
bestimmen soll, darf der Träger der Lichtquelle nicht in der auf der Zeichnung angegebenen
Lage feststehen, da die einfallenden Strahlen und das Fernrohr mit der Scheidewand
denselben Winkel bilden müssen. Der Träger der Lampe mufs somit in diesem Falle
unabhängig von dem Spektroraetertisch gedreht werden können.
Wie leicht einzusehen ist, kann die ganze Aufgabe auch in der Weise gelöst werden,
dafs das Fernrohr drehbar und mit der Alhidade verbunden ist. Der Trog wird dann
dem festen Nullpunkt des Limbus gegenüber orientirt und bleibt dann während der Messungen
immer in derselben Lage.
Das hier beschriebene Verfahren hat sich als sehr zweckmäfsig für die Bestimmung des
Brechungsvermögens von Bieren gezeigt. Wenn aufser dem Brechungsvermögen noch· die specifischen
Gewichte der Biere mittelst eines Aräometers bestimmt werden, so lassen sich (vorausgesetzt, dafs die Berechnungen durch
Tabellen ausgeführt werden) sowohl der Alkoholgehalt als der Extractgehalt der Biere in wenigen
Minuten mit einer Genauigkeit von etwa 0,05 pCt. ermitteln.
Claims (2)
1. Ein Spektrometer für die Messung des ■ relativen Brechungsvermögens zweier Flüssigkeiten
oder Lösungen nach der von HaIlwachs
angegebenen Methode, bei welchem der gesuchte Ablenkungswinkel ohne Umtauschung der Flüssigkeiten durch einmalige
Einstellung und Ablesung dadurch gefunden wird, dafs der den Ha 11 wachssehen
Glastrog in bestimmter Stellung aufnehmende Spektrometertisch mit einem Tragarm für die Lichtquelle fest verbunden
und zugleich zum Nullpunkt entweder des Nonius oder des Limbus durch eine Stellvorrichtung
(Schrauben ν ν oder dergleichen) derart orientirbar ist, dafs die Scheidewand
des Glastroges bei Nullstellung parallel zur Fernrohrachse zu liegen kommt.
2. Abänderung des unter Anspruch 1 gekennzeichneten Spektrometers in der Weise,
dafs der Träger der Lichtquelle unabhängig vom Trog drehbar gemacht wird, wodurch man erreicht, dafs das Brechungsvermögen einer undurchsichtigen Flüssigkeit
mittelst Totalreflection bestimmt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97515C true DE97515C (de) |
Family
ID=368558
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97515D Active DE97515C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97515C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2425399A (en) * | 1943-06-17 | 1947-08-12 | Rca Corp | Method and apparatus for measuring the index of refraction of thin layers of transparent material |
| US2982168A (en) * | 1953-04-18 | 1961-05-02 | Lkb Produkter Fabriksaktiebola | Refractometers for liquids and gases |
| US3784308A (en) * | 1973-02-09 | 1974-01-08 | Owens Illinois Inc | Method and apparatus for measuring the index of refraction |
-
0
- DE DENDAT97515D patent/DE97515C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2425399A (en) * | 1943-06-17 | 1947-08-12 | Rca Corp | Method and apparatus for measuring the index of refraction of thin layers of transparent material |
| US2982168A (en) * | 1953-04-18 | 1961-05-02 | Lkb Produkter Fabriksaktiebola | Refractometers for liquids and gases |
| US3784308A (en) * | 1973-02-09 | 1974-01-08 | Owens Illinois Inc | Method and apparatus for measuring the index of refraction |
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