DE97440C - - Google Patents

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DE97440C
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  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch die Neuerung sollen das Mitreifsen des Kesselsteingegenmittels durch das Speisewasser in fein und regelmäfsig vertheiltem Zustande gewährleistet und Stauungen an der Uebertrittsstelle vermieden sein, ferner soll eine besondere Steuerung überflüssig gemacht, der Gegendruck des Speisewassers aufgehoben und die Einfüllung des Gegenmittels sowie Reinigung des Apparates erleichtert werden.
Die Neuerung besteht in erster Linie darin, dafs der Leitung, die das Gegenmittel in das Speisewasser überfuhrt, eine der Speisewasserleitung abgezweigte Nebenleitung derart angeschlossen ist, dafs die abgezweigte Menge des Speisewassers die. Leitung in derselben Richtung durchströmt und unmittelbar an der Stelle vorbeiströmt, an welcher das Gegenmittel in die Speiseleitung übertritt. Ferner kommen die Gestaltung der Ausströmungsdüse, durch welche das Gegenmittel in Form eines äufserst feinen Strahles übertritt, ferner die Gestaltung der das Gegenmittel überführenden Leitung, endlich die Anordnung besonderer, das Einfüllen des Gegenmittels und das Reinigen des Apparates erleichternder Hähne in Betracht.
Auf der Zeichnung ist ein solcher Apparat im Längsschnitt dargestellt. Das allseitig geschlossene Gefäfs ι hat die übliche Form und ist oben mit einem Dom 2 und einem Lüftungsventil 3 sowie einem Schauglase 4 versehen; dasselbe ist bis zu der durchgehenden Querlinie oben mit Wasser gefüllt, während in den oberen Theil durch den Trichterhahn 9, 11 und den Stutzen 5, 6 das Petroleum u. s. w. eingeführt wird; die Luft entweicht dabei durch den Kanal 7 und das Loch 11, sowie durch das Lüftungsventil 3. Das Rohr 14 kommt von der Speisepumpe und führt das Speisewasser durch das Rohr 15, 28 dem Dampfkessel zu. Vom Stutzen 17 dieser Leitung ist, wie üblich, ein Rohr 19 abgezweigt, das fast bis auf den Boden des Gefäfses 1 reicht, und in welches ein Absperrventil 16 eingeschaltet ist; ebenso ist von der Speiseleitung ein zweites Rohr 26 abgezweigt, welches, wie üblich, ebenfalls mit Absperrventil 27 versehen und unten als Wasserstandszeiger 25 ausgebildet ist. Die Ueberführung des flüssigen Gegenmittels in die Speiseleitung geschieht jedoch bei vorliegendem Apparat auf folgendem Wege:
In . der Mitte des Gefäfses 1 steht ein oben offenes, in . die Petroleumschicht hineinragendes Rohr 29, welches oben mit der an den Schwimmer 32 gehängten Ventilkugel 31 versehen ist. Das Rohr 29 geht unten durch den Boden des Gefäfses und setzt sich daselbst in den Krümmer 33, 36 fort; 35 ist ein Ablafshahn für das Wasser, 34 für das Petroleum. Das Rohr 36 schliefst sich in seinem senkrechten Theile 37 oben bei 20 und 23 beiden Rohren 18 und 26 an, jedoch in der Weise, dafs es keine directe Verbindung nach oben herstellt, indem ein mit doppelter Durchbohrung 24,' 38 versehener Stutzen 22 eingeschaltet ist, der das von 36, 37 kommende OeI durch den Kanal 38 in die Ventilkammer 39 führt, deren
obere feine Oeffhung durch das in eine feine Spitze 41 auslaufende Ventil 40 geschlossen wird.
Diese Gestaltung der Uebertrittsdüse 39, 40, 41,42 bewirkt, dafs das Petroleum in Form eines ä'ufserst feinen Strahles bezw. in Gestalt feiner Tröpfchen in die Speiseleitung übertritt.
Das Wesentlichste der Neuerung ist jedoch, wie bereits angegeben, darin zu erblicken, dafs von dem Rohre 20, 23, welches die beiden von der Speiseleitung abgezweigten Rohre 18 und 26 verbindet, noch ein dritter Wasserstrom 21, 24 abgezweigt wird, welcher den Zweck hat, Gegenstauungen im Schauglase zu überwinden bezw. das bei 41 ausströmende OeI direct in Empfang zu nehmen und in gleicher Stromrichtung mitzureifsen.
Der Apparat wirkt daher in folgender Weise: Das unter Druck stehende Speisewasser preist durch das Rohr 19 das in 1 befindliche Wasser gegen die untere Fläche des darauf ruhenden Petroleums und drückt dieses durch das Rohr 29; 36, 37 in die Veritilkammer 39, so dafs das Petroleum, sobald das Ventil 40, 41 gelüftet wird, in Form eines feinen Strahles oder in Gestalt feiner Tröpfchen, je nach der Druckstärke des Speisewassers, in das Schauglas 25 ausfliefst. Obgleich allerdings derselbe Druck, wie durch das Rohr 19 auf das Petroleum ausgeübt wird, von 26, 25 her entgegenwirkt, so wird doch durch die Strömung des Speisewassers in der Richtung 14, 15, 28 das Wasser zu einem Kreislauf durch die Rohre 18, 20, 21, 24, 25, 26 veranlafst, dadurch das Petroleum nach oben gerissen und in feiner Vertheilung dem Wasser beigemischt werden; durch Einstellen der Ventile 16 und 27 lä'fst sich diese Strömung regeln.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine in die Druckleitung für Kesselspeisewasser eingeschaltete Vorrichtung zur selbstthätigen Einführung flüssiger Kesselsteingegenmittel in den Dampfkessel, dadurch gekennzeichnet, dafs von dem zum Aufnahmebehälter für das Gegenmittel führenden Zweigrohr (18) der Speiseleitung (14, 15, 28) ein besonderer Wasserweg (20, 21, 24) abgezweigt ist, welcher in das Schauglas (25) mündet, in welches das flüssige Gegenmittel aus dem Behälter übertritt, derart, dafs der so abgeleitete Wasserstrom das ausströmende OeI oder dergl. unmittelbar an seiner Austrittsstelle in Empfang nimmt und in gleicher Stromrichtung mitreifst.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen. ·
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