DE974077C - Messgesteuerte Schleifmaschine - Google Patents

Messgesteuerte Schleifmaschine

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DE974077C
DE974077C DESCH5906A DESC005906A DE974077C DE 974077 C DE974077 C DE 974077C DE SCH5906 A DESCH5906 A DE SCH5906A DE SC005906 A DESC005906 A DE SC005906A DE 974077 C DE974077 C DE 974077C
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Schmidt & Schaudt K G Werkzeug
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B49/00Measuring or gauging equipment for controlling the feed movement of the grinding tool or work; Arrangements of indicating or measuring equipment, e.g. for indicating the start of the grinding operation
    • B24B49/02Measuring or gauging equipment for controlling the feed movement of the grinding tool or work; Arrangements of indicating or measuring equipment, e.g. for indicating the start of the grinding operation according to the instantaneous size and required size of the workpiece acted upon, the measuring or gauging being continuous or intermittent
    • B24B49/04Measuring or gauging equipment for controlling the feed movement of the grinding tool or work; Arrangements of indicating or measuring equipment, e.g. for indicating the start of the grinding operation according to the instantaneous size and required size of the workpiece acted upon, the measuring or gauging being continuous or intermittent involving measurement of the workpiece at the place of grinding during grinding operation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Constituent Portions Of Griding Lathes, Driving, Sensing And Control (AREA)

Description

  • Meßgesteuerte Schleifmaschine Die Erfindung betrifft eine meßgesteuerte Schleifmaschine, die nach der Grobzustellung selbsttätig auf Feinzustellung umschaltbar ist und bei der das Meßgerät nicht den ganzen Bereich zwischen Roh-und Sollmaß des Werkstücks überspielt, sondern zwecks Schonung erst nach dem Grobschleifen, z. B. erst bei einem bestimmten Abstand der schneidenden Scheibenfläche von der Werkstückachse, selbsttätig in Arbeitsstellung einfahrbar ist, wobei es nach dem Einfahren die Steuerung der Maschine übernimmt. Es ist bekannt, das Meßgerät zwecks Verminderung seines Verschleißes an einem beliebigen Punkt zwischen Beginn und Ende des Schleifvorganges an das zu bearbeitende Werkstück heranzubringen. Gleichfalls ist es bei einer Schleifmaschine mit hydraulischer Zustellung der Schleifscheibe bekannt, durch Bewegen eines Steuergliedes das Meßgerät hydraulisch an das Werkstück heranzuführen und vom Werkstück abzunehmen. Dabei kann man durch mehr oder weniger große Drosselung des Ölzulaufs zu der Bewegungseinrichtung des Meßgerätes dieses mit einem beliebigen Verzögerungsintervall gegenüber dem Schleifbeginn, insbesondere wenn bereits Zunder, Oberflächenrauhigkeiten od. dgl. abgeschliffen sind, an das Werkstück heranfahren. Es wird mitunter auch gleichzeitig mit dem Kommando »Eilzustellen« für den Schlitten die Bewegung des Meßgerätes ausgelöst, dessen Einfahrgeschwindigkeit jedoch durch eine Drossel verzögert. Es sind auch Schleifmaschinen mit einfacher Handradzustellung bekannt, bei denen sich am Handrad eine Steuerscheibe befindet, die erst nach Zurücklegen eines bestimmten Zustellweges durch die Scheibe das Einfahren des Meßgerätes auslöst. Dabei ist die Steuerscheibe gegenüber dem Handrad verstellbar.
  • Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung für die Zustellung der Schleifscheibe zu schaffen, bei der erst nach Beendigung des Grobschleifens das Meßgerät selbsttätig an das Werkstück herangeführt wird, um nur den Feinschleifvorgang zu überwachen.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß bei Ausrüstung der Maschine mit einem bekannten verstellbaren Anschlag zum Begrenzen der Schlittenzustellung dieser Anschlag so einstellbar ist, daß er das Ende des Grobzustellvorganges begrenzt, wobei durch Anfahren des Schlittens gegen den Anschlag sowohl die Zustelleinrichtung der Maschine selbsttätig auf eine den Schlitten über diese Anschlaglage hinausführende Feinzustellung umschaltbar als auch das selbsttätige Einfahren des Meßgerätes in seine Arbeitsstellung auslösbar ist, nach dessen Durchführung die Meßsteuerung der Maschine in mindestens einem Teil des Feinzustellbereichs vom Meßgerät übernommen wird.
  • Für diesen kleineren und gleichbleibenden Meßbereich kann ein Meßgerät mit einer höheren Meßgenauigkeit gewählt werden als für einen größeren Meßbereich, wie er noch beim Einbeziehen des Grobschleifens in den Meßvorgang notwendig wäre. Während der verhältnismäßig kurzen Zeit, während der das Tastorgan des Meßgerätes auf dem Werkstück aufsitzt, nutzt sich dieses entsprechend wenig ab. Da das Meßgerät frühestens erst nach Beendigung des Grobzustellens eingefahren wird, läßt sich das Grobzustellen ohne Rücksichtnahme auf das Meßgerät rascher und in gröberen Stufen vornehmen, zumal während des Grobzustellens gegen ein Festmaß geschliffen wird; der Beginn der Feinzustellung ist somit vom Toleranzbereich der Grobzustellung nicht abhängig.
  • Die Erfindung besteht ferner darin, daß bei der Schleifmaschine der in Rede stehenden Art für die Grob- und Feinzustellung in an sich bekannter Weise zwei verschiedene mechanische Zustellmechanismen angeordnet sind, die ihrer Art nach für stark voneinander abweichende Antriebsgeschwindigkeiten geeignet sind.
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit Zeichnung und Ansprüchen. Es zeigt Fig. I ein erstes und Fig. 2 ein zweites Arbeitsdiagramm, Fig. 3 ein Teilschema eines ersten Ausführungsbeispiels, Fig. 4 ein ausführliches Schema eines zweiten Ausführungsbeispiels.
  • In dem Diagramm Fig. I ist der übliche Weg der Schleifscheibe gegenüber dem Werkstück in Abhängigkeit von der Zeit dargestellt. Auf der Abszisse ist die Zeit und auf der Ordinate der Zustellweg aufgetragen. Der Zweig A-B entspricht der Eilzustellung beim Heranführen der Scheibe an das Werkstück, das bei Erreichen des Punktes B von der Scheibe berührt wird (Anfunken). Der Zweig B-C entspricht der Zustellung beim Schleifen, wobei an Stelle der gezeichneten Geraden entsprechend der absatzweise erfolgenden Zustellung beim Längsschleifen ein gleichförmig gestufter Linienzug treten kann. Zweig C-D verläuft annähernd parallel zur Abszisse; er stellt das Ausfunken dar, währenddem keine Zustellung erfolgt. Trotzdem wird während dieser Zeit wegen der Federung des Werkstücks noch in geringem Umfang Material abgenommen. Bei D ist das Sollmaß des Werkstückes erreicht. Zweig D-E versinnbildlicht schließlich den Eilrücklauf der Scheibe. Bei B oder später wird gewöhnlich das Meßgerät eingefahren. Man kann auch den Zweig B-C in einen Grob- und einen Feinzustellbereich aufteilen.
  • Beim Arbeiten mit Meßgerät stellt man bei der Erfindung bis zu einem auf dem Zweig B-C liegenden Punkt X sowie bis zum Erreichen eines Anschlages grob zu, während im letzten Teil des Zweiges B-C mit Feinzustellung gearbeitet wird. Es ergibt sich also ein Arbeitsdiagramm ähnlich Fig. 2. Den Punkten A, B usw. entsprechen hier die Punkte A', B' usw. Während vorher der Zweig B-C geradlinig verlief, erhält er infolge der Benutzung zweier verschiedener Zustellgeschwindigkeiten den Knick bei X. Bei dem Diagramm Fig. 2 ist angenommen, daß die Ausfunkzeit wegfällt, die Punkte C und D' also zusammenfallen, wenn das Sollmaß mit Feinzustellung genügend langsam ereicht wird. Es kann jedoch auch so gearbeitet ,werden, daß in jedem Falle an den Bereich der Feinzustellung eine Ausfunkzeit angeschlossen wird, die gegebenenfalls kürzer werden kann, als in Fig. r (C-D) dargestellt. Das Neue bei der Erfindung betseht, wie gesagt, darin, daß bis Punkt X gegen einen festen Anschlag geschliffen wird, während das Meßgerät erst vom Punkt X ab oder unter Umständen auch später zur Überwachung bzw. Steuerung der weiteren Vorgänge herangezogen wird.
  • Nach Fig. 3, die keinen Teil der Erfindung, sondern Bekanntes darstellt, wird mit dem Schalthebel r der Maschine bei dessen Schwenkung in Richtung des Pfeiles 2 die Eilbeistellung des Schleifbockes zum Werkstück hin eingeschaltet. Durch die Schaltstange 3 wird dabei ein elektrischer Kontakt q. betätigt. Dieser ist nach Art der einfachen Druckknopfkontakte ausgebildet, die unter Federwirkung in Ausschaltstellung bleiben, wenn sie nicht entgegen der Federwirkung von außen in Einschaltstellung gehalten werden. Sobald der Kontakt 4 betätigt wird, also gleichzeitig mit den durch den Hebel I ausgelösten mechanischen Schaltvorgängen, beginnt in dem Zeitschalter 5 das Uhrwerk, Hemmwerk oder eine sonstige Schaltverzögerungseinrichtung zu laufen. Der Zeitschalter ist voreinstellbar. Sein Laufwerk ist in für das jeweilige Werkstück passender Weise so eingestellt, daß es erst nach dem Eilbeistellen der Schleifscheibe (A', B') und nach dem Schleifen mit Grobzustellung (B', X) einen neuen Schaltvorgang elektrisch einleitet, durch den der Magnet 6 Strom erhält. Hierdurch wird der Kern 7, der das Meßgerät 8 trägt, in Richtung des Pfeiles II bewegt, so daß der Fühlstift 9 des Meßgerätes in Berührung mit dem Werkstück Io gelangt. Von diesem Zeitpunkt ab kann der Arbeiter an dem Meßgerät die Annäherung an das Sollmaß beobachten, oder es können vom Meßgerät aus, gegebenenfalls zugleich vom Zeitschalter aus, weitere Vorgänge gesteuert werden, wie es unten beschrieben ist.
  • Das Meßgerät 8 läßt sich sowohl am Schleifbock als auch am Schleifmaschinentisch anbringen. Für das Einfahren des Meßgerätes sind Bauarten bekannt, bei denen das Meßgerät am Kopf einer schwenkbar gelagerten Stange befestigt ist, die an ihrem unteren Ende ein das Werkstück umfassendes Maul bildet. Der Antrieb der Schwenkstange erfolgt über eine durch einen Elektromagneten verschwenkte Welle.
  • Bei dem Beispiel nach Fig. 4, das die Erfindung enthält, wird die Maschine durch ein (nicht gezeichnetes) Betätigungsglied eingeschaltet. Damit wird der Schleifbock I3 mit Scheibe I2 durch ein (nicht gezeichnetes) hydraulisches Getriebe schnell bis nahe an das Werkstück I4 herangeführt, und zwar so nahe, daß am Ende des Eilganges die Scheibe noch nicht anfunkt. Anschließend wird (in nicht dargestellter Weise), wie bekannt, die Zustellung eingeschaltet, so daß der hydraulische Antriebskolben I5 im Zylinder I6 hin- und herbewegt wird. Auf der hin- und hergehenden Kolbenstange I7 des Kolbens I5 ist ein Mitnehmer I8 einstellbar befestigt. Dieser wirkt auf den einen Arm I9 eines um die Zustellwelle 2o schwenkbaren Winkelhebels I9, 2I ein. Am Ende des Armes 2I ist die Klinke 22 gelagert, und an diesem Arm 2I greift die Feder 23 an. In Fig. 4 ist der Kolben I5 in seiner rechten Endstellung gezeichnet, der Winkelhebel I9, 2I also in der Stellung, in der die Feder 23 am meisten gespannt ist. Die Klinke 22 greift in die Zähne eines auf der Zustellwelle 2o befestigten Klinkenschaltrades 24 ein. Wenn der Kolben I5 in Fig. 4 nach links geht, gibt der Mitnehmer I8 den Arm Io des Winkelhebels frei, so daß die Klinke 22 unter der Wirkung der Feder 23 das Schaltrad 24 um einen gewissen Betrag verdreht, die Schleifscheibe I2 also zustellt. Dabei folgt der Hebelarm 19 dein Anschlag I8, so daß die Feder 23 angespannt wird; wenn der Kolben I5 in Fig. 4 wieder nach rechts geht. Die Zustellung geschieht also nicht zwangläufig vom hydraulischen Kolben I5 aus, sondern durch die Kraft der Feder 23.
  • An ihrem in Fig. 4 linken Ende befindet sich an der Kolbenstange I7 eine Schrägfläche 25, die mit einer Schrägfläche 26 an einem Schwinghebel 27 jedesmal dann zusammenwirkt, wenn der Kolben I5 in seine in Fig.4 linke Stellung gelangt. Der Schwinghebe1 27 ist ähnlich ausgebildet wie der Winkelhebel I9, 2I. Er trägt eine Schaltklinke 28, die mit der Verzahnung eines Klinkenschaltrades 29 in Eingriff gebracht werden kann, sich aber zunächst in einer unwirksamen Stellung befindet, so daß das Zusammenwirken der Schrägflächen 25, 26 bei jedem Nachlinksgehen des Kolbens I5 zunächst wirkungslos bleibt.
  • Auf der Zustellwelle 20 ist außer dem Rastenrad 24. auch ein Schneckenrad 3o befestigt, das sich mitdreht, wenn das Schaltrad 24 angetrieben wird. Das Schneckenrad steht mit einer auf der Schneckenwelle 3I angeordneten Schnecke 32 im Eingriff. Die Schneckenwelle ist nicht nur drehbar, sondern auch längsverschieblich gelagert. Solange sie nicht gedreht wird, wird sie infolgedessen von dem Schneckenrad 30 wie eine Zahnstange mitgenommen, und zwar in Fig. 4 nach links verschoben, während die Grobzustellung über das Schaltrad 24 in Betrieb ist. Während ihrer Axialverschiebung wird die Schneckenwelle 3I als Schaltstange benutzt. An ihrem Ende ist ein Schaltkopf 33 angebracht, der, wenn die Schneckenwelle axial, in Fig. 4 nach links, verschoben wird, schließlich auf den Druckknopf 34 eines elektrischen Schalters auftrifft, dessen Kontakte 35 und 36 hierdurch geschlossen werden. Der Kopf 33 der Schneckenwelle 3I fährt dabei zugleich gegen den festen, zweckmäßig einstellbaren Anschlag 37, so daß damit die Grobzustellung, die von der nunmehr verhinderten Axialverschiebung der Schneckenwelle 3I in Fig. 4 nach links zwangläufig abgeleitet worden war, beendet ist. Der Hebelarm i9 bleibt jetzt in seiner in Fig. 4. gezeichneten Stellung, wenn der Mitnehmer 18 nach links geht. Auch bleibt die Feder 23 gespannt und die Klinke 22 im Eingriff mit der Verzahnung des Schaltrades 24. Die Federkraft kann aber das Schaltrad jetzt nicht drehen, weil die Zustellwelle durch das in die Schnecke32 eingreifende Schneckenrad 3o zunächst gegen Drehung verriegelt ist.
  • Durch das Schließen der Kontakte 35, 36 wird nun aber über den Steuer- und Schaltkasten 38, der insbesondere elektrische Zwischenglieder enthält, ein Elektromagnet 39 wirksam, der die Klinke 28 in Eingriff mit den Zähnen des Schaltrades 29 bringt. Das Schaltrad 29 ist mit der Schneckenwelle 31 durch eine Gleitfeder 4o auf Drehung gekuppelt, die jedoch die Axialverschiebung der Schneckenwelle durch die Nabe des Schaltrades 29 hindurch zuläßt. Der die Klinke 28 tragende Schwinghebel 27 ist auf der Nabe des Schaltrades 29 gelagert. Nunmehr bewirkt also die Hin- und Herbewegung des Kolbens 15 über die Schrägflächen 25, 26 und den Schwinghebel 27, ferner die Klinke 28 und das Schaltrad 29 die Drehung der Schneckenwelle 3I und damit des Schneckenrades 3o, so daß die Zustellwelle 2o nunmehr vom Schneckenrad 3o aus angetrieben wird, während sie vorher umgekehrt das Schneckenrad antrieb. In dem Maße dieses Feinantriebes wird auch das Schaltrad 24 wieder langsam und um geringe Beträge mitgedreht, so daß die Klinke 22 dieser Drehung folgen und die Feder 23 sich allmählich etwas entspannen kann. Die Feder 23 erleichtert also mit ihrer Spannkraft den Gang des Schneckenantriebes und hält ihn außerdem spielfrei.
  • Weiter wird durch den Schaltstoß über die Kontakte 35, 36 und den Steuerkasten 38 auch der Magnet 6 betätigt, der nunmehr, also bei Aufhören der Grobzustellung, das Meßgerät 8 über dessen Träger 7 in die Meßstellung an das Werkstück Io herangeführt. Dieser Vorgang kann mittels eines z. B. in den Steuerkasten 38 eingebauten einstellbaren Verzögerungsrelais gegenüber dem Ende der Grobzustellung verspätet erfolgen. Das Meßgerät kann also im Bedarfsfall auch erst nach Beginn der Feinzustellung eingefahren werden. Nachdem es eingefahren ist, wird das Abschalten der Feinzustellung vom Meßgerät aus gesteuert. Wenn das Werkstück Io sein Sollmaß erreicht hat oder zu einem einstellbaren Zeitpunkt vorher, wird nämlich in bekannter Weise über den Zeiger 42 des Meßgerätes und einen im Meßgerät angebrachten einstellbaren Kontakt 43 ein Stromkreis geschlossen, der über den Steuerkasten 38 und den Magneten 39 die Antriebsklinke 28 für das Schaltrad 29 wieder außer Eingriff, also in eine unwirksame Stellung bringt. Zugleich mit dem Abschalten der Feinzustellung lassen sich in bekannter Weise weitere mit der Rückführung der Teile einhergehende Arbeitsgänge der Maschine elektromechanisch oder elektrohydraulisch auslösen, insbesondere auch das Aufhören einer etwaigen Werkstückbewegung und der Eilrücklauf des Schleifbockes. Für diese Rückführvorgänge sind Anordnungen und Schaltungen bekannt und deshalb nicht dargestellt.
  • Dagegen ist hier noch folgende Möglichkeit erläutert: Die Schneckenwelle 3I muß ja um den Betrag, um den sie vorher nach links verschoben wurde, nach rechts zurückgeschoben und gleichzeitig um den Betrag zurückgedreht werden, um den sie während der Feinzustellung gedreht wurde; am Ende der Rückführbewegung muß nämlich die Schleifscheibe wieder diejenige Ausgangslage einnehmen, die sie bei Beginn der Schleifvorganges hatte, sofern man vom Scheibenschwund absieht.
  • Durch den vom Meßgerät gesteuerten Stromkreis über den Kontakt 43 des Meßgerätes wird vom Steuerkasten 38 aus nicht nur die Feinzustellung über den Magneten 39 stillgesetzt, sondern es wird über einen Magneten 42a ein hydraulisches Ventil 43 a geöffnet, so daß Druckflüssigkeit aus der Leitung 44 zugleich in den Zylinder 45 und in den Zylinder 46 gelangen kann. Der Zufluß zu dem Zylinder 46 ist mittels des Hahnes 47 absperrbar. Im Zylinder 45 ist ein Kolben 48 geführt, dessen Kolbenstange 49 an ihrem freien Ende eine Kupplungshälfte 5o trägt. Eine hierzu passende zweite Kupplungshälfte 5I ist auf dem in Fig. 4 linken Ende der Schneckenwelle 3I angebracht. Der vordere Teil 55 der Kolbenstange 49 ist gezahnt. Mit dieser Verzahnung sind die Zähne einer Zahnstange 52 im Eingriff, welche die Fortsetzung der Kolbenstange 53 des im Zylinder 46 gleitenden Kolbens 54 darstellt. Wenn der Magnet 42a das Ventil 43 a öffnet, wird der Kolben 48 nach rechts gedrückt, so daß die Kupplungshälften 50, 5I in Eingriff miteinander kommen. Der Abstand der Kupplungshälften ist derart, daß sie am Ende der Grobzustellung, also wenn der Kopf 33 den Anschlag 37 erreicht hat, noch nicht miteinander im Eingriff sind. Sobald dann die Kupplungshälften durch Verschieben des Kolbens 48 im Eingriff sind, wird die von der Bewegung des Kolbens 54 aus über die Zahnstange 52 bewirkte Drehung der Kolbenstange 49 mit der Kupplungshälfte 5o im Sinne eines Zurückdrehens der Schneckenwelle 31 wirksam. Gleichzeitig wird aber der Kolben 48 weiter nach rechts bewegt, so daß die Schneckenwelle 3I zugleich in axialer Richtung zurückgeschoben wird. Die Ausgangslage, die auf diese Weise schließlich wieder erreicht wird, ist hinsichtlich der Axialverschiebung und damit für die Grobzustellung durch einen einstellbaren Anschlag 56 bestimmt, hinsichtlich der Verdrehung der Schneckenwelle und damit hinsichtlich des Bereiches der Feinzustellung durch den einstellbaren Anschlag 57. Entgegen der zusammengedrängten Darstellung in Fig. 4 hat die Kupplungshälfte 5I bei der gezeichneten Stellung der Teile noch einen solchen Abstand vom Schaltrad 29 bzw. von dessen (nicht gezeichneter) Lagerung, daß die Axialverschiebung der Schneckenwelle 31 bis zum Auftreffen des Kopfes 33 auf den Anschlag 56 nicht gehindert ist. Anschließend werden die Kolben 48 und 54 in die in Fig. 4 gezeichnete Stellung zurückgeführt, und zwar mit Hilfe einer (nicht gezeichneten) bekannten hydraulischen Umsteuerung.
  • Der Antrieb der Schneckenwelle 31 von der hin-und hergehenden Kolbenstange 17 aus kann in beliebiger geeigneter Weise erfolgen; die beschriebenen Schrägflächen 25, 26 stellen nur ein Beispiel für eine einfache Wirkungsverbindung dar.
  • Es kann im Stromkreis des das Meßinstrument transportierenden Magneten 6 ein besonderer Schalter 58 angeordnet werden, der auf den Kontakt 59 geschaltet sein muß, wenn es möglich sein soll, das Meßinstrument in die Meßstellung zu bringen. Ist der Schalter 58 dagegen geöffnet, so bleibt das Meßinstrument in der unwirksamen Stellung. Es kann also nach Wunsch jederzeit auch ohne Meßinstrument gearbeitet werden. Wird der Schalter 58 auf den Umgehungskontakt 6o gelegt, so wird damit das Meßinstrument unabhängig von allen Steuermaßnahmen sofort in Meßstellung gebracht. Dies kann von Bedeutung sein, wenn beispielsweise die Steuerung dieses Vorganges versagt oder wenn ausnahmsweise schon vor der selbsttätigen Beförderung des Meßinstrumentes in die wirksame Stellung gemessen werden soll. Entsprechend läßt sich gegebenenfalls außer einem Verzögerungsrelais auch für die Auslösung der Feinzustellung ein Umgehungsschalter vorsehen, so daß ohne Feinzustellung nur mit der Grobzustellung und mit anschließender Ausfunkzeit in bekannter Weise gegen einen einstellbaren Anschlag gearbeitet werden kann.
  • Für die Feinzustellung läßt sich statt eines Schneckengetriebes auch ein anderes mit großem Übersetzungsverhältnis arbeitendes Getriebe verwenden, z. B. ein solches, dessen Abtriebsgeschwindigkeit auf geringen Differenzen in der Zähnezahl zweier Zahnräder beruht.
  • Die Ansprüche 2 bis 9 sind echte Unteransprüche.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Meßgesteuerte Schleifmaschine, die nach der Grobzustellung selbsttätig auf Feinzustellung umschaltbar ist und bei der das Meßgerät nicht den ganzen Bereich zwischen Roh- und Sollmaß des Werkstückes überspielt, sondern zwecks Schonung erst nach dem Grobschleifen, z. B. erst bei einem bestimmten Abstand der schneidenden Scheibenfläche von der Werkstückachse selbsttätig in Arbeitsstellung einfahrbar ist, wobei es nach dem Einfahren die Steuerung der Maschine übernimmt, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausrüstung der Maschine mit einem bekannten verstellbaren Anschlag (37) zum Begrenzen der Schlittenzustellung dieser Anschlag (37) so einstellbar ist, daß er das Ende des Grobzustellvorgangs begrenzt, wobei durch Anfahren des Schlittens (I3) gegen den Anschlag (37) sowohl die Zustelleinrichtung der Maschine selbsttätig auf eine den Schlitten (I3) über diese Anschlaglage hinausführenden Feinzustellung umschaltbar als auch das selbsttätige Einfahren des Meßgerätes (8) in seine Arbeitsstellung auslösbar ist, nach dessen Durchführung die Meßsteuerung der Maschine in mindestens einem Teil des Feinzustellbereichs vom Meßgerät übernommen wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß für die Grob- und die Feinzustellung zwei verschiedene Zustellmechanismen angeordnet sind, die ihrer Art nach für sehr verschiedene Abtriebsgeschwindigkeiten geeignet sind, z. B. ein Klinkenschaltrad (22, 24) für die Grobzustellung und ein Schneckengetriebe (30,32) für die Feinzustellung.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Klinkenschaltrad und Schneckengetriebe von demselben, vorzugsweise hydraulischen Antrieb (I5, I6) aus angetrieben werden.
  4. 4. Maschine nach den Ansprüchen 2 und 3 mit hydraulischem Antrieb der Zustellung, dadurch gekennzeichnet, daß von der Hin- und Herbewegung der Kolbenstange (I7) eines hydraulischen Kolbens (I5), die einen Winkelhebel (I9) für den Klinkenschaltradantrieb (22, 24) für Grobzustellung pendelnd antreibt, über eine z. B. durch Schrägflächen (25,26) gebildete Untersetzung auch ein Schwinghebel (27) für ein zweites Klinkenschaltrad (28,:29) angetrieben wird, dessen Welle (3I) zugleich die Schneckenwelle für den Schneckenradantrieb (30, 32) der Feinzustellung bildet und dessen Schaltklinke (28) sich in eine wirksame und in eine unwirksame Stellung bringen läßt.
  5. 5. Maschine nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneckenwelle (3I) nicht nur drehbar, sondern auch axial verschiebbar gelagert ist, so daß sie während der Grobzustellung von der Zustellwelle (2o) aus über das Schneckenrad (30) wie eine Zahnstange verschoben wird, und daß sie zugleich als Anschlagstange (33, 37, 56), als Schaltstange für mindestens einen elektrischen Kontakt (33, 34) und vorzugsweise auch als Kuppelstange für das mechanische Ankuppeln (50, 5I) eines Rückführantriebes benutzt wird.
  6. 6. Maschine nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrischer Schalter (34, 35, 36) vorgesehen ist, der von der in axialer Richtung verschobenen Schneckenwelle (31, 33) geschlossen wird, wenn diese gegen den die Grobzustellung begrenzenden festen Anschlag (37) fährt, und daß durch das Schließen dieses Schalters (35, 36) über elektrische Zwischenglieder die Schaltklinke (28) für das die Drehung der Schneckenwelle (3I) bewirkende Klinkenschaltrad (29) der Feinzustellung aus ihrer unwirksamen in die wirksame Stellung gebracht wird, in der sie in das Klinkenschaltrad (29) eingreift.
  7. 7. Maschine nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß von dem am Ende der Axialverschiebung der Schneckenwelle (3I, 32) bei Beendigung der Grobzustellung betätigten Schalter (34 bis 36) aus das Meßgerät (8) z. B. mit Hilfe eines Magneten (6), gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Zeitschalters (Verzögerungsrelais), in Meßstellung bringbar ist, der es gestattet, das Einfahren des Meßgerätes gegenüber dem Beginn der Feinbeistellung einstellbar zu verzögern. B.
  8. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Meßgerät betätigter Steuerkontakt (42,43) vorgesehen ist, über den bei oder eine einstellbare Zeit vor Erreichen des Sollmaßes der hydraulische Zustellantrieb stillgesetzt und gegebenenfalls mit einer Ausfunkzeit entsprechender Verzögerung ein hydraulisches Ventil (27) für Rückführantriebe (45 bis 55) so betätigt wird, daß diese die Schneckenwelle (31) in axialer Richtung zurückschieben und sie außerdem um den Betrag, um den sie während der Feinzustellung gedreht wurde, zurückdrehen, wonach die Rückführantriebe selbsttätig in die Ausgangsstellung zurücklaufen.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 2 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Stromkreis einer elektrischen Betätigungsvorrichtung (6) für das Einfahren des Meßgerätes (8) ein Unterbrechungsschalter (58), gegebenenfalls auch ein den Zeitschalter (5) umgehender Schalter, vorgesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 470 781; französische Patentschrift Nr. 900 409; britische Patentschrift Nr. 489 3o8; USA.-Patentschrift Nr. 1992 0297. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 863 9i5.
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