DE97342C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41G—ARTIFICIAL FLOWERS; WIGS; MASKS; FEATHERS
- A41G3/00—Wigs
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
CH. C. COTIN in LONDON. Verfahren zur Herstellung des Haarbodens von Perrücken.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juni 1897 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Perrücken,
welches im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dafs das Haarnetz, welches den Perrückenboden bildet, auf einem Modellklotz
hergestellt wird, welcher ganz oder wenigstens an seiner Oberfläche aus einem Material besteht, das, wie beispielsweise
Kautschuk, elastisch ist und aufserdem eine relativ grofse Reibung gewährt. Auf einer
derartigen Unterlage kann man die zur Bildung des Netzes dienenden Haare oder Fäden so
aufspannen, dafs sie überall gleichmä'fsig straff anliegen, und braucht nicht zu befürchten, dafs
die zuerst gebildeten Maschen sich bei der weiteren Arbeit verziehen. Die so hergestellten
Perrücken schliefsen sich beim Gebrauch dem Kopfe überall gleichmäfsig an und sitzen
überall gleichmäfsig straff; sie tragen sich demzufolge auch besser als die nach anderen
Verfahren hergestellten Perrücken.
Ein der vorliegenden Erfindung gemäfs hergestellter Haarboden für Perrücken ist in
der beiliegenden Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. ι eine Seitenansicht und Fig. 2 eine
Hinteransicht desselben veranschaulicht.
Mit α ist ein aus Pferdehaar oder aus drei-
oder vierfach zusammengelegten menschlichen oder anderen. Haaren oder Fasern bestehender
Faden benannt, der den vorderen Rand des Haarbodens bildfit, sich über die vordere
Kopfpartie hinweg zu den Schläfen herabzieht und dann über und hinter den Ohren entlang,
sowie hinten nach dem Genick herab und um dasselbe herum verläuft. Der aus gleichen
oder ähnlichen Stoffen hergestellte Faden b verläuft über den Scheitel des Kopfes hinweg,
dann an den Seiten herab und etwas oberhalb des Fadens α hinten nach dem Genick herum.
Oberhalb jeder Schläfe wird eine Seidensträhne c angeordnet und an jeder Seite des
Genickes wird eine weitere Strähne d vorgesehen, um denselben Erfolg zu erzielen, den
man mit den bisher benutzten Metallfedern erzielte. Auf dem Obertheil des Kopfes werden
zwei weitere Seidensträhnen oder aus sonstigem geeigneten Material gefertigte Fäden e
angebracht, welche von dem Faden α nach dem Faden b verlaufen, so dafs sie auf dem
Scheitel des Kopfes eine etwa 10 cm breite und 7,5 bis 12,5 cm tiefe Fläche bilden, oder
es kann auch ein einziger zusammenhängender Faden angewendet werden, der sich von dem
vorderen Theile einer Linie e rings um die vorgenannte Fläche herum nach dem vorderen
Theile der anderen Linie e erstreckt.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Haarboden ist an der Rückseite ein weiterer
Faden/vorgesehen, welcher eine Kreisflächeg
umschliefst, deren Durchmesser je nach Wunsch mehr oder weniger grofs gewählt werden
kann. Die beiden Enden dieses Fadens f laufen nach unten herab und zerlegen so den
hinteren Theil in zwei Hälften. Die beiden Theile können aber an jeder Stelle auch durch
Vernähen mittelst eines aus zwei oder drei menschlichen Haaren oder einem gleichwerthigen
Faserstoff gebildeten Fadens mit einander verbunden sein. Anstatt zwei getrennte Fäden a
und f zur Bildung des Umrisses des Haarbodens zu benutzen, wie es in der Zeichnung
dargestellt ist, kann gewünschten Falles auch
ein einziger zusammenhängender Faden benutzt werden. Mit h h sind Streifen von sehr
gutem Gummi bezeichnet, von denen an jeder Seite des Genickes einer befestigt ist, so dafs
man die beiden Theile des Haarbodens hinten am Genick mittelst dieser federnden Streifen
gewünschten Falles zusammenhalten kann.
Bei der Herstellung der in der beiliegenden Zeichnung veranschaulichten Ausführungsform
des neuen Haarbodens werden zunächst die mit α und f bezeichneten Fäden auf dem mit
Gummi überzogenen Modellklotz befestigt und dann, von dem einen dieser Fäden anfangend,
von Hand ein Haarnetz gefertigt, welches die ganze Fläche zwischen den genannten Fäden
einnimmt und die letzteren mit einander verbindet; erforderlichen Falles kann auch auf
der Kreisfläche g ein solches Haarnetz angebracht werden. Wenn der Träger der Perrücke
diese in der Mitte oder an der Seite scheiteln will, so werden die Netzmaschen auf
dem Scheitel innerhalb der nachher von den Fäden α c und b umschlossenen Fläche enger
gemacht. Alsdann wird auf diesem Netz der Faden b befestigt und die Fäden ee und
Federn c d zweckmäfsig mittelst Haar an das Netz angenäht. Die losen Enden der Streifen,
welche die genannten Federn bilden, werden dazu benutzt, um den Faden b mit dem Netz
zu verbinden, indem man sie durch das Netz hindurchsteckt und um den Faden b ebenso
wie beim Vernähen herumlegt. Die äufseren Enden der Fäden c und d werden unter den
Faden α gelegt und eine kurze Strecke über denselben hinausgeführt, die anderen Theile
der genannten Federn werden jedoch auf. dem Netze angeordnet.
Wenn der Haarboden der Perrücke so weit fertiggestellt ist, so wird derselbe versteift und
verstärkt, während er sich noch auf dem. Modellklotz befindet; dies geschieht durch
Anwendung eines geeigneten Firnisses, wie z. B. eines weifsen, harten Spiritusfirnisses;
die den Modellklotz bedeckende Schicht von Kautschuk erleichtert das Abstreifen des Haarbodens
von dem Klotz, ohne dafs, wenn der Firnifs getrocknet ist, eine Beschädigung eintreten
kann.
Die vorstehend beschriebenen Haarböden von Perrücken können aus beliebig beschaffenen
Haaren oder sonstigen Faserstoffen hergestellt werden, je nachdem es gewünscht wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung des Haarbodens von Perrücken, darin bestehend, dafs man das aus Haar oder einem sonstigen Faserstoff bestehende und erforderlichen Falles durch am Umfange bezw. auch im mittleren Theile angeordnete Fäden (a b ef) verstärkte Netzwerk von Hand über einem Modellklotz fertigt, dessen Arbeitsfläche aus einem elastischen und eine grofse Reibung bietenden Material (Kautschuk) besteht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97342C true DE97342C (de) |
Family
ID=368398
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97342D Active DE97342C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97342C (de) |
-
0
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