DE973323C - Verfahren zur Herstellung von Alkalialkoholaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkalialkoholaten

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DE973323C
DE973323C DEC6212A DEC0006212A DE973323C DE 973323 C DE973323 C DE 973323C DE C6212 A DEC6212 A DE C6212A DE C0006212 A DEC0006212 A DE C0006212A DE 973323 C DE973323 C DE 973323C
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DE
Germany
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graphite
alkali
amalgam
sodium
decomposition
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Expired
Application number
DEC6212A
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English (en)
Inventor
Guenther Dr Maass
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/68Preparation of metal alcoholates
    • C07C29/70Preparation of metal alcoholates by converting hydroxy groups to O-metal groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkalialkoholaten Bekanntlith lassen sidh Alkoholate durch Umsetzen von Metallen oder Metallihydroxyden mit Alkoholen gewinnen. Während die Umsetzung mit Metallen (z. B. mit Natrium) nicht ungefährlich ist, ist die Umsetzung mit Metalihydroxyden, besonders mit niedrigsiedenden Alkoholen, meist unwirtschaftlich. Es ist auch ein Verfahren zur Herstellulng von Alkoholaten bekannt, bei dem bei der Chloralkalielektrolyse nach dem Quecksilberverfahren anfallende Alkaliamalgame mit Alko holmen in Allkoholate, Wasserstoff und Quecksilber überführt werden. Die Alkaliamalgame setzen sich dabei mit den Alkoholen äußerst träge bzw. gar nicht um, so daß es ohne weitere Hilfsmittel praktisch unmöglich ist, sie in der gleichen Zeit, in der sie in der Elektrolysezelle gebildet werden, auch wieder zu zersetien. Man kann die Zersetzung dadurch erleichtern bzw. erreichen, daß man die Amalgame über Graphit leitet und den Alkohol im Gegenstrom zuführt.
  • Für den praktischen Betrieb ist es von großer Wichtigkeit, die Alkaliamalgame möglichst rasch und vollständig zu zersetzen, da das Quecksilber möglichst frei von Alkalimetall in die Elektrolysezelle zurückgelangen muß. Es muß also in der Zeiteinheit wenigstens die gleiche Menge Alkaliamalgam, die in der Elektrolysezelle durch den Strom wieder neu gebildet wird, zersetzt werden. Da die Zersetzung des Alkaliamalgams jedoch auch in Gegenwart von Graphit noch verhältnismäßig langsam verläuft, ist man in der Praxis gezwungen, dementsprechend größere Zersetzer zu bauen, d. h. dem Alkaliamalgam eine längere Verweilzeit in dem Zersetzer zu bieten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei Ider Herstellung von Alkoholaten aus Alkaliamalgamen und Alkoholen in Gegenwart von Graphit eine außerordentliche Beschleunigung der Alkaliamalgamzersetzung erreichen kann, wenn man einen Graphit verwendet, der zwischen o,I und IO°/o, vorzugsweise 2 bis 3 0/o eines Metalls oder einer Verbindung der Eisengruppe, berechnet als Metall, bezogen auf den Graphit, enthält Sehr gut geeignet sind beispielsweise Graphite, die mit Lösungen von Eisen- oder Nickelsalzen getränkt und dann etwa auf Glühtemperatur erhitzt worden sind. Der Graphit kann dabei als Bruch oder Formstücke angewandt werden. Auch Graphit, dem schon bei Ider Herstellung solche Metalle zugesetzt worden sind, ist gut brauchbar. Ein so behandelter Graphit zeigt gegenüber unbehandeltem Graphit eine um ein Vielfaches gesteigerte Wirkung. Man ist also durch die Anwendung desselben in der Lage, in einem vorhandenen Zersetzer die vielfache Menge Alkaliamalgam zu zerlegen und damit die Elektrolysezelle ohne Vergrößerung des Zersetzers höher zu belasten oder bei gleicher Leistung der Elektrolyse den Zersetzer kleiner zu halten, was abgesehen von der Einsparung an Werkstoffen u. dgl. weniger Quecksilber für den Umlauf bedeutet.
  • Die alkoholischen Alkoholatlösungen werden aus dem Zersetzer über ein'Filter in einen Verdampfer eingeführt; der entweichende Alkohol wird im Kreislauf dem Zersetzer wieder zugeführt. Man erhält so Alkoholate, die noch gebundenen Alkohol enthalten. Dieser restliche Alkohol wird in einem Vakuumtrockner oder bei Normaldruck bei I70 bis 2000 ausgetrieben.
  • Bei der Zersetzung von Alkaliamalgamen mit Wasser hat man bereits festgestellt, daß die katalytische Wirkung des Graphits durch die Gegenwart von Metallen oder Verbindungen der Eisengruppe gesteigert wird. Aus dieser Tatsache ließ sich jedoch nicht ableiten, daß die Verwendung eines zwischen 0,I und IO°/o eines Metalls oder einer Verbidung der Eisengruppe enthaltenden Graphits als Katalysator bei Ider Zersetzung von Alkaliamalgamen mit Alkoholen eine Beschleunigung der Zersetzung bewirkt, die ein Mehrfaches der Beschleunigung beträgt, die sich bei der Zersetzung mit Wasser erreichen läßt.
  • Beispiel I Walnußgroße Graphitstücke werden mit einer etwa s°/oigen Eisenchloridlösung getränkt, auf Rotglut erhitzt, anschließend nochmals getränkt und geglüht. Ein 0,25%iges Natriumamalgam reagierte in Gegenwart von auf diese Weise vorbehandeltem Graphit etwa 3omal so schnell mit wasserfreiem Methanol wie in Gegenwart von unbehandeltem Graphit; bzw. man kann im gleichen Zeitraum etwa die 3ofache Menge Natriumamalgam durch wasserfreies Methanol zersetzen wie durch unbehandelten Graphit. Das zurückgewonnene Quecksilber ist natriumfrei.
  • Beispiel 2 I000 g o,2460/oigen Natriumamalgams werden 1 Stunde mit toocmS wasserfreiem Äthanol in Gegenwart von 15 g reinem Graphit in etwa haselnußgroßen Stücken verrührt. Danach ist der Na triumgehalt des Amalgams um 0,02 0/o auf 0,226 0/o gesunken. Ist jedoch die gleiche Menge des im Beispiel 1 verwendeten imprägnierten Graphits zugegen, so sinkt der Natriumgehalt des Ämalgams im gleichen Zeitraum um o,I7g°/o auf o,o67°/o Natrium.
  • Beispiel 3 In einen Dreihalskolben, der mit Rückflußkühler mit Trockenrohr, Rührwerk und Probestutzen ausgerüstet ist, werden I kg mit wasserfreiem Methanol gewaschenes Natriumamalgam, das o,I?90/o Natrium enthält, ferner eine konstante Menge Graphit und 100 ml wasserfreies Methanol eingefüllt. Der Kolben-Inhalt wird intensiv gerührt; in bestimmten Zeitabständen werden dem Amalgam Proben entnommen. Bei Verwendung von 15g nicht imprägniertem, getrocknetem Elektrodengraphit (auf eine Körnung von I bis 4 mm gebrochen) verblieben nach 20 Minuten 0,I45 O/o Natrium im Amalgam l 60 " o,I02 100 -" 0,062<>/o 167 " 0,005 0/0 und bei Verwendung von 15 g Graphit (mit Io°/oiger Eisenchloridlösung imprägniert und anschließend auf Rotglut erhitzt, auf eine Körnung von I bis 4 mm gebrochen), nach 3 Minuten 0,033% Natrium im Amalgam " 6 ,, Q0050/O Die Zersetzungsgeschwindigkeit ist somit bei Verwendung von imprägniertem Graphit gegenüber nicht imprägniertem Graphit um 27,8mal größer.
  • Beispiel 4 In eine aus einem zylindrischen Gefäß von etwa 350 1 Inhalt bestehende Zersetzerzelle werden stündlich 1200 1 02°/oiges Natriumamalgam, das zur Entfernung von Soleresten mit wasserfreiem Methanol gewaschen wurde, kontinuierlich von oben aufgegeben. Im Gegenstrom dazu wird von unten wasserfreies Methanol in die Zersetzerzeile eingeführt. Etwa 10 cm oberhalb des am Boden der Zersetzerzelle neben dem Zuführungsstutzen für das Methanol angebrachten Quecksilberablaufs befindet sich ein eiserner Rost, auf dem walnußgroße, wie in den vorhergehenden Beispielen imprägnierte Graphitstücke in einer Füllhöhe, die drei Viertel der Gesamthöhe der Zersetzerzelle ausmacht, aufgeschichtet sind. Um ein Gegeneinanderreiben der Graphitstücke zu vermeiden, wird die Füllung mit einer Init 10 mm Bohrungen versehenen Eisenplatte abgedeclot. Der Amalgamzulauf erfolgt an der Kopfplatte der Zersetzerzelle seitlich neben dem Alkoholatablaufstutzen, durch den gleichzeitig der durch die Zersetzung gebildete Wasserstoff entreicht. Die Menge an für die Zersetzung eingesetztem N4eilanol wird entsprechend der gewünschten Konzentration des am Kopf der Zersetzerzelle abgezogenen Natriummethylats bemessen. Das ablaufende Quecksilber ist natriumfrei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Alkalialkoholaten aus Alkaliamalgamen und Alkoholen in Gegenwart von Graphit, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Graphit verwendet, der zwischen 0,1 und IO°/o, vorzugsweise 2 bis 3 °/o, eines Metalls oder einer Verbindung der Eisengruppe, berechnet als Metall, bezogen auf den Graphit enthält, In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsohe Patentschrift Nr. 845 341.
DEC6212A 1952-08-05 1952-08-05 Verfahren zur Herstellung von Alkalialkoholaten Expired DE973323C (de)

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WO1999065849A1 (de) * 1998-06-12 1999-12-23 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur herstellung von alkalimetallalkoholaten
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DE845341C (de) * 1943-03-20 1952-07-31 Hellmuth Holz Dr Verfahren zur Herstellung von aetzalkaliarmen Alkalialkoholaten

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