DE897547C - Verfahren zur Herstellung von Methanisierungskatalysatoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von MethanisierungskatalysatorenInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J23/00—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
- B01J23/70—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper
- B01J23/76—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper combined with metals, oxides or hydroxides provided for in groups B01J23/02 - B01J23/36
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Description
Bei der katalytischen Umwandlung von Kohlenstoffoxyden (CO, CO2) in Methan, wie sie beispielsweise
zur Heizwertverbesserung technischer Gasgemische vorgenommen wird, ist die Verwendung
von Nickel und Magnesium enthaltenden Katalysatoren bekannt. Derartige Katalysatoren
hat man sowohl durch thermische Zersetzung als auch bereits durch Fällung aus entsprechenden
Salzlösungen hergestellt. 'Gefällte Katalysatoren
ίο werden meist unter Zusatz von Trägerstoffen, insbesondere
unter Verwendung von Kieselgur, hergestellt, die man in die Fällungslösung einzurühren
pflegt. Die Ausfällung der Nickelsalze erfolgt meist mit Soda, wobei man sowohl in heißer als auch in
kalter Lösung gearbeitet hat. Den Fortgang der Fällung beobachtet man durch Feststellung der auftretenden
pH-Werte. M'it den bisherigen Herstellungsmethoden
ergeben sich jedoch keine Katalysatoren, die allen Ansprüchen genügen, die heute
an Methanisierungskatalysatoren hinsichtlich Aktivität und Lebensdauer gestellt werden müssen.
Es wurde gefunden, daß man besonders hochaktive und langlebigeMethanisierungskatalysatoren
erhält, wenn bei der Katalysatorzubereitung folgende Maßnahmen eingehalten werden.
Die Fällung der zur Herstellung des Katalysators erforderlichen Metallverbindungen erfolgt derart,
daß man eine Nickel- und Magnesiumsalze enthaltende Lösung unter starker Rührung in eine
siedende Lösung von Alkalicarbonat einführt, z. B. in eine Sodalösung. Das Verhältnis zwischen
Metallsalzlösung und ,Sodalösung wird hierbei so gewählt, daß der pH-Wert der Lösung sich nach der
Fällung auf 8 bis ii, zweckmäßig auf 9 beläuft.
Nach Beendigung der Fällung werden auf je ι oo Teile Nickel 30 bis 100 Teile, vorzugsweise
50 bis 60 Teile Kieselgur oder ähnliche T'rägerstoffe eingetragen, worauf man bis zurEntweichcmg
der Kohlensäure weiterrührt. Auf diese Weise läßt sich der größte Teil des Magnesiums als Niederschlag
ausfällen.
Die zur Anwendung kommende Kieselgur wird
zweckmäßig derart gewählt, daiß sie ein Schüittgewicht
von 80 bis 120 g je Liter aufweist. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn man die Kieselgur vor ihrer
Verwendung einer thermisdhen Vorbehandlung bei 500 bis 8oo° C, d,. h. einer sogenannten Röstung
unterwirft. An Stelle von Kieselgur können auch
1S andere Trägerstoffe, wie z. B. Aluminiumoxyd
oder Bleicherde, benutzt werden.
Die gemeinsam mit Kieselgur oder ähnlichen Trägerstoffen ausgefällte Katalysatormasee wird so
lange mit Wasser ausgewaschen, bis 100 ecm des ablaufenden Waschwassers zur Neutralisation
weniger als 10 ecm, vorzugsweise 4 bis 6 ecm
n/io-Salzsäure verbrauchen.
Die getrocknete und in geeigneter Weise verformte Katalysatormasse wird mit wasserstoffhaltigen
Gasen, die bis auf Spuren technisch frei von Kohlenstoffoxyden und Wasserdampf sind, annähernd
10 Minuten bei hoher Strömungsgeschwindigkeit von annähernd 1 m/sec und anschließend
annähernd 40 bis 50 Minuten mit geringer Strömungsgeschwindigkeit von annähernd 0,2 m/sec
reduziert.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäß hergestellten Methanisierungskatalysatoren besteht darin,
daß sie sofort mit hoher Temperatur, z. B. mit annähernd 2200 C, in Betrieb genommen und dauernd
bei dieser Temperatur benutzt werden können. Während der Methanisierung braucht man sodann
nicht für eine allmähliche Temperatursteigerung zu sorgen und deren Verlauf genau zu überwachen,
sondern man kann sich in einfacher Weise an eine fest eingestellte Betriebstemperatur halten.
Außerdem können die erfindungsgemäß hergestellten
Katalysatoren mit sehr hoher Belastung betrieben wenden, die das 10- bis 3ofache der bei
der katalytischen Kohlenoxydhydrierung üblichen Belastung erreicht, denn ein Raumteil des erfindungsgemäßen
Katalysators läßt sich stündlich mit 1000 bis 3000 Raumteilen des zu methanisierenden
Gases beaufschlagen.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Methanisierungskatalysatoren besteht darin, daß sie
die korrodierend wirkenden gasförmigen Cyanverbindungen in Ammoniak umwandeln und entfernen.
Dies ist besonders für solche Gase bedeutungsvoll, die in Hochdruckspeicher eingefüllt
werden, um als Treibgas auf Fahrzeugen Verwendung zu finden. Mit den neuen Methanisierungskatalysatoren
ergeben sich Treibgase, die im Gegensatz zu dem bisher üblichen Methanisierungsverfahren
Speicherbehälter in keiner Weise angreifen.
Die vorstehend erwähnten guten Betriebseigenschaften von Nickel und Magnesiumoxyd enthaltenden
Methanisierungskatalysatoren sind jedoch nur bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise erreichbar,
die aus einer speziellen Komibinaton an sich bekannter Einzelmaßnahmen besteht.
Es wurden 125 1 einer auf Siedetemperatur erhitzten
Lösung, die je Liter 40 g Ni und 6 g Mg O in Form der Nitrate enthielt, möglichst schnell in
•167 1 einer siedenden Sodalösung eingerührt, die
je Liter 100 g Na2CO3 aufwies. Nach guter Vermischung
der beiden Lösungen wurden in die Mischung 300Ό g Kieselgur eingetragen. Die verwendete
Kieselgur hatte .ein ,Schüttgewicht von
90 g/l und war vorher bei 7000 C geröstet worden. Hierbei wurde so lange weiter gerührt, bis die
Kohlendioxydentwicklung praktisch beendet war. Im Anschluß hieran wurde die Katalysatormasee in
einer Filterpresse möglichst schnell von der Lösung getrennt. Die abgepreßten Filterkuchen wunden so
lange mit reinem Kondensatwasser ausgewaschen, bis das ablaufende Waschwasser je 100 ecm zur
Neutralisation weniger als 5 ecm η/σο Salzsäure verbrauchte. Von dem eingesetzten Magnesiumoxyd
gingen ungefähr 80% in die ausgefällte und abgetrennte Katalysatormasse über.
Die ausgewaschene Katalysatormasse wurde in der üblichen Weise getrocknet und verformt. Darauf
wurde mit einem Gasgemisch, das 75 Volumprozent Wasserstoff und 25 Volumprozent Stickstoff
enthält, bei 3800 C reduziert. Anfangs wurde
hierbei zur 'Austreibung des noch anhaftenden Wassers annähernd 10 Minuten mit hoher Gasströmungsgesdhwindigkeit
von etwa 1 m/sec gearbeitet. Darauf erfolgte die weitere Reduktion
45 Minuten lang mit dem gleichen Gasgemisch bei einer Gasgeschwindigkeit von nur 0,2 m/sec. Der
fertig reduzierte Katalysator enthielt 75% metallisches Nickel.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Methanisierungskatalysatoren, die Nickel und Magnesium enthalten, dadurdh gekennzeichnet, daß man eine Nickel- und Magnesiumsalze enthaltende Lösung unter, starker Rührung in eine siedende Lösung von Alkalicarbonat, z. B". Soda, einführt, wobei das Verhältnis zwischen Metallsalzlösung und Sodalösung so gewählt wird, daß der pH-Wert der Lösung nach der Fällung 8 bis 11, zweckmäßig 9 beträgt, nach Beendigung der Fällung auf je 100 Teile Nickel 30 bis 100 Teile, vorzugsweise 50 bis 60 Teile Kieselgur oder ähnliche Trägerstoffe, einträgt und bis zur Entweichung der Kohlensäure weiterrührt.. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kieselgur mit einem Schüttgewicht von 80 bis '120 je Liter verwendet wird.3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurdh gekennzeichnet, daß die Kieselgur vor ihrer Verwendung einer thermischen Vorbehand-lung (Röstung) bei 500 bis 8oo° C unterworfen wird.4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gefällte, mit Kieselgur oder ähnlichen Trägerstoffen versetzte Katalysatormasse so lange mit Wasser ausgewaschen wird, bis 100 ecm des. ablaufenden Waschwassers zur Neutralisation weniger als 10 ecm, vorzugsweise 4 bis 6 ecm n/io-ßalzsäure verbrauchen.5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4,- dadurch gekennzeichnet, daß die getrocknete und verformte Katalysatormasse mit wasserstoffhaltigen Gasen, die frei von Kohlenstoffoxyden und Wasserdampf sind, annähernd 10 Minuten bei hoher Strömungsgeschwindigkeit von annähernd ι m/sec und anschließend annähernd 40 bis 50 Minuten mit geringer Strömungsgeschwindigkeit von annähernd 0,2 m/sec reduziert wird.Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 579427; französische Patentschrift Nr. 694 076; italienische Patentschrift Nr. 314 590; deutsche Patentschrift Nr. 745 444.© 5569 11.53
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR897547X | 1948-09-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE897547C true DE897547C (de) | 1953-11-23 |
Family
ID=9391498
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP8210D Expired DE897547C (de) | 1948-09-08 | 1948-10-02 | Verfahren zur Herstellung von Methanisierungskatalysatoren |
Country Status (6)
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| BE (1) | BE489814A (de) |
| CH (1) | CH278585A (de) |
| DE (1) | DE897547C (de) |
| FR (1) | FR1010534A (de) |
| LU (1) | LU29618A1 (de) |
| NL (1) | NL147180C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4025525A1 (de) * | 1990-08-11 | 1992-02-20 | Hoechst Ag | Traegerkatalysatoren und ein verfahren zu ihrer herstellung |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR694076A (fr) * | 1929-04-19 | 1930-11-28 | Ig Farbenindustrie Ag | Catalyseurs très actifs |
| DE745444C (de) * | 1939-01-25 | 1944-03-02 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Herstellung von Eisen enthaltenden Katalysatoren fuer die Kohlenoxydhydrierung |
| GB579427A (en) * | 1943-11-30 | 1946-08-02 | Norman Booth | Improvements in or relating to catalysts for gas reactions |
-
0
- BE BE489814D patent/BE489814A/fr unknown
- LU LU29618D patent/LU29618A1/xx unknown
- NL NL147180D patent/NL147180C/xx active
-
1948
- 1948-09-08 FR FR1010534D patent/FR1010534A/fr not_active Expired
- 1948-10-02 DE DEP8210D patent/DE897547C/de not_active Expired
-
1949
- 1949-06-27 CH CH278585D patent/CH278585A/de unknown
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR694076A (fr) * | 1929-04-19 | 1930-11-28 | Ig Farbenindustrie Ag | Catalyseurs très actifs |
| DE745444C (de) * | 1939-01-25 | 1944-03-02 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Herstellung von Eisen enthaltenden Katalysatoren fuer die Kohlenoxydhydrierung |
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| DE4025525A1 (de) * | 1990-08-11 | 1992-02-20 | Hoechst Ag | Traegerkatalysatoren und ein verfahren zu ihrer herstellung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH278585A (de) | 1951-10-31 |
| NL147180C (de) | |
| BE489814A (de) | |
| FR1010534A (fr) | 1952-06-12 |
| LU29618A1 (de) |
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