DE97282C - - Google Patents

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DE97282C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/02Solvent extraction of solids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Apparat, um Laugen und Lösungen zu erhalten. Um die Extraction zu einer möglichst vollständigen zu machen, öffnet man der Flüssigkeit möglichst viele und verschiedeneWege durch die auszulaugenden Stoffe. Dies erreicht man im vorliegenden Falle dadurch, dafs man die Lauge sowohl des Eintrittes, wie des Austrittes für die Flüssigkeit verändern kann, wodurch man der Flüssigkeit selbst ' eine Unzahl von Wegen durch die Stoffe zu öffnen in der Lage ist.-
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht den neuen Apparat, und zwar in Fig. 1 im Längsschnitt durch einen Theil desselben, während die
Fig. 2 bis 7 Constructionseinzelheiten veranschaulichen , von denen einzelne im vergröfserten Mafsstab gezeichnet sind. Der Apparat zeigt folgende Einrichtung:
Ein oder mehrere Kessel oder Gefäfse T dienen zur Aufnahme der aufzulösenden oder auszulaugenden Stoffe; in dem unteren Theil eines jeden der Gefäfse ist eine Reihe von Auslässen vorgesehen. Die letzteren C besitzen die Form von Leitungen, in welche die Flüssigkeit durch die verschliefsbaren Oeffnungen D eintreten kann. Die Oeffnungen D sind mit Drahtgewebe H etc. bespannt, und hinter denselben sind Ventile oder Klappen V angeordnet. Mit Hülfe der Stangen K und der Arme / kann ein Oeffnen oder Schliefsen der Klappen V und damit der Auslässe D erfolgen.
Die Flüssigkeit passirt die Auslässe D und tritt darauf in das Rohr L (Fig. 7) ein, welches mit dem Anwärmer M verbunden ist. Beispielsweise kann dieser Anwärmer aus einem Cylinder M bestehen, in dessen Inneres durch ein Rohr P. mit Ventil ρ Dampf eingeleitet werden kann. In dem Cylinder M befindet sich eine Spirale N, welche' die Verbindung zwischen dem Rohr L und O herstellt. Auf O befindet sich ein Thermometer Q, welches so eingerichtet sein kann, dafs es selbstthätig den Zuflufs und die Temperatur der Flüssigkeit regulirt. So lange die Temperatur der Flüssigkeit eine bestimmte Grenze nicht überschreitet, bleibt das Quecksilber unterhalb des Contactes q\ und der Strom in der Leitung ^1 ist unterbrochen. Wenn dagegen das Quecksilber den Contact q1 erreicht, so fliefst ein Strom durch die Leitung q1, welcher dazu benutzt werden kann, ein Ventil in dem Zuflufsrohr L zu schliefsen.
Ein Luftkessel R wird zweckmäfsig auf dem Rohr O angeordnet, von welch letzterem (O) die Flüssigkeit zu den Behältern T zurückgeleitet werden kann, und zwar mit Hülfe einer Abzweigung und Ventilen STI und des biegsamen Rohres U, welches mit dem perforirten, vorn zugespitzten Rohr W verbunden ist.
Dieses bewegliche Rohr W kann man zu jeder beliebigen Stelle des Behälters T führen, und mit der Veränderung der Lage dieses Rohres wird sich auch die Lage der zahlreichen Flüssigkeitskanäle in der Masse, welche ausgelaugt werden soll, ändern. Ebenso läfst sich der Weg der Flüssigkeit dadurch ändern, dafs man die Austritte D wechseln läfst. Wenn beispielsweise zwei der Austrittsöffnungen JD ge-
öffnet sind, während das Eintrittsrohr W an seinem Platz verbleibt, und in den auszulaugenden Stoffen sich Kanäle durch das Lösungsmittel gebildet haben, werden die beiden Austrittskanäle geschlossen und hierfür zwei andere geöffnet, während die Lage des Rohres W in der zu behandelnden Masse ebenfalls verändert wird. Hierdurch ist ein Richtungswechsel für das Lösungsmittel in dem Material geschaffen. Die Strömung des Lösungsmittels in den auszulaugenden Massen ist also eine andere als vorher, so dafs sich die vorher gebildeten Kanäle allmälig schliefsen werden, während durch die neue Stromrichtung sich neue Kanäle bilden. Ist dies der Fall, so werden die zuletzt geöffneten Austritte geschlossen und hierfür zwei andere geöffnet, während der Platz des Eintrittsrohres ebenfalls wieder verändert wird und so fort. Es wird hierdurch, ohne dafs eine Ortsveränderung der auszulaugenden Stoffe erforderlich ist, eine vollständige Auslaugung derselben bewirkt. Aufserdem kommen nicht mehr, wie bisher, beim Umschütten der Massen grofse Flächen des zu behandelnden Materiales in directe Berührung mit der Luft.
Die Circulation mit der Flüssigkeit, welche der vorliegende Apparat ermöglicht, kann auf jede geeignete Weise herbeigeführt werden, aber im Allgemeinen dürfte es sich empfehlen, eine Pumpe anzuwenden, welche zwischen den Gefäfsen T und dem Anwärmer M ihren Platz finden kann. Das Saugerohr L1 wird in diesem Falle über den Gefäfsen T angeordnet und mit der Auslafsleitung C verbunden. Auf diese Weise wird die Flüssigkeit aus den Gefäfsen T zu dem Anwärmer M geführt und von dort wieder durch die Rohre O, U und W zurückgeleitet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: '
    Apparat zum Auslaugen oder Lösen von Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dafs das Extractionsgefäfs (T) mit einem perforirten Eintrittsrohr (W), dessen Platz in den Extractionsgefäfsen (T) beliebig geändert werden kann und mit einem oder mehreren einzeln abschliefsenden Auslässen (D) versehen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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