DE9726C - Neuerungen an Stiefeleisenmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Stiefeleisenmaschinen

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DE9726C
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Germany
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DENDAT9726D
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Original Assignee
B. BELING SÖHNE in Hellenthal bei Call i. d. Eifel
Publication of DE9726C publication Critical patent/DE9726C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K15/00Making blacksmiths' goods
    • B21K15/06Making blacksmiths' goods metal attachments for footwear, e.g. wearresisting plates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wire Processing (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

1879.
B. BELING SÖHNE in HELLENTHAL bei CALL ι. d. Eifel. Neuerungen an Stiefeleisenmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. September 1879 ab.
Diese Neuerungen beziehen sich auf einen Mechanismus zum automatischen Biegen von Stiefeleisen, in Verbindung mit einer eigenthümlichen Loch- und Abschneidevorrichtung.
In beiliegenden Zeichnungen ist die Maschine dargestellt.
In dem Gestell A sind sämmtliche Betriebsmechanismen gelagert. Die Betriebswelle B ist in den Lagern e«'a! gehalten und trägt dieselbe eine Losscheibe C und Festscheibe C1, welch letztere den Antrieb der ganzen Maschine vermittelt.
Der Arbeitsprocefs der Maschine zerfällt in:
1. das Richten des Drahtes;
2. das Vorschieben des Drahtes;
3. das Halbrundbiegen des Drahtes;
4. das weitere Zusammenbiegen des halb vollendeten Stiefeleisens;
5. das Abschneiden und gleichzeitige Lochen desselben.
1. Das Richten des Drahtes, welcher von trapezförmigem Querschnitt ist, geschieht in der üblichen Weise durch zwei Systeme von Rollen, von denen das eine System A1 vertical, das andere B' horizontal liegt.
Bei System A' sind zwei Rollen verstellbar, bei System B1 nur eine Rolle, so dafs durch geeignete Einstellung derselben der Draht auf bekannte Art gerade gerichtet wird.
2. In gleichfalls bekannter Weise wird das Vorschieben des gerichteten Drahtes in die Biegevorrichtung mittelst zweier Zangen α 3 b 3 bewirkt. Die Zange a3, Blatt II, ist feststehend und besteht aus einer Stahlschneide, welche in einem Hebel sitzt und schräg zur Schubrichtung des Drahtes durch eine Feder gegen denselben geprefst wird.
Die Zange b3 ist von derselben Construction wie Zange α3, jedoch ist sie in einer Schlittenführung c2 verschiebbar; es wird also beim Zurückgehen der Zange b3 der Draht von a3 festgehalten werden, während bei der Vorwärtsbewegung derselben der Draht um ein gleich grofses Stück nach vorn geschoben wird.
Die Bewegung dieser genannten Zange b3 geschieht vom Schwungrade D aus, welches auf der Hauptbetriebswelle B festgekeilt ist.
Dasselbe trägt eine Coulisse Έ, die in einem Schlitz den Zapfen d hält, an dem die Lenkstange e befestigt ist.
Mittelst Kugelgelenk / bewegt diese Stange e den Hebel g, der seinen Drehpunkt bei h am Gestell A hat.
Die Zange b3 hat zwei bogenförmige Leisten, welche den beschriebenen Hebel g umfassen, und wird derselben so durch dessen Bewegung der nöthige Hub ertheilt. Je nach Gröfse der zu fertigenden Stiefeleisen kann dieser Hub beliebig variirt werden, indem der Zapfen d in der Coulisse E. verstellt wird.
3. Das Halbrundbiegen des Drahtes geschieht durch die stehende Welle i. An dem oberen Ende derselben (s. Details, Blatt I) ist eine Scheibe k befestigt, auf welcher, um einen Stift drehbar, die Rolle m angebracht ist, deren Peripherie so weit vom Mittelpunkt der Axe i entfernt ist, wie der äufsere Halbmesser des zu fertigenden Stiefeleisens beträgt.
Dicht über dieser Rolle m ist eine schmiedeiserne Platte η befestigt, welche in der Mitte einen festen runden Dorn 0 trägt. Diese Platte ist feststehend und ist die Stärke des Domes ο so bemessen, dafs der Durchmesser desselben dem inneren lichten Durchmesser des Stiefeleisens entspricht. Es bleibt somit zwischen Rolle m und Dorn ο ein Raum, welcher gestattet, dafs der, Stiefeleisendraht hindurchgeht, wobei jedoch sowohl der Dorn ο als Rolle m entsprechend profilirt sein müssen.
Ist nun der Stiefeleisendraht zwischen dem feststehenden Dorn und der Rolle m durch den Hub der Zange b3 hindurchgeführt, so macht die Welle i eine halbe Umdrehung; die Rolle in läuft um den feststehenden Dorn 0 herum und biegt den Draht halbkreisförmig. Sofort nach geschehener Biegung schnellt die Axe i wieder eine halbe Umdrehung in ihre ursprüngliche Stellung zurück.
Die so hergestellte Biegung des Drahtes mufs in einer Ebene liegen, da derselbe während des Biegens zwischen der Platte η und Scheibe k geführt wird.
Die halbe Umdrehung der Axe oder Welle i geschieht von der Hauptwelle B aus durch das auf dieser sitzende konische Rad /. Dasselbe greift in ein gleiches pl der Welle g\ welche ihrerseits mittelst der konischen Räder rr1 die Drehung der Welle ί bewirkt.
Das Stirnrad s* ist auf der Welle ί festgekeilt und ist dasselbe nur mit einer bestimmten
Anzahl Zähne versehen, sonst aber nach dem Fufskreis der Zähne bearbeitet. Das Rad / auf der Welle i ist gleichfalls nur mit einer gewissen Anzahl Zähne versehen, der übrige Theil der Peripherie aber glatt, so zwar, dafs, wenn die Zähne beider Räder sl und t aufser Eingriff sind, das letztere zurückgedreht werden kann. Das Zurückdrehen geschieht selbstthätig durch die starke Flachfeder tl\ dieselbe ist mit einem Riemen oder Metallband ν so mit der Scheibe u der Welle i verbunden, dafs sich der Riemen υ auf die Scheibe u aufwickelt, wenn die Biegung des Drahtes vor sich geht. Kommen die Zähne der Räder s und t aufser Eingriff, so wird die Feder i frei und von der Feder tl zurückgeschnellt..
Die Anzahl der Zähne des Rades ί ist so gewählt, dafs Welle i genau eine halbe Umdrehung macht, und bewirkt der kleine Anschlaghebel w, welcher sich gegen den Stift w' legt, dafs die Welle / beim Zurückziehen durch die Feder in der Normalstellung der Rolle m arretirt wird.
Ist der Draht gebogen, so schiebt die Zange b3 denselben unter die Abschneidevorrichtung, wobei gleichzeitig die Nagellöcher eingeprefst werden und das Stiefeleisen noch mehr zusammengebogen wird.
4. Wenn der Draht, wie schon gesagt, von der Zange b3 zwischen die Abschneidevorrichtung geschoben ist, wird er im geeigneten Moment von zwei Hebeln £>'D2, Blatt III, erfafst und von den profilirten Stahlbacken λ; λ: in die richtige Hufeisenform gebogen.
Diese Hebel Σ>χ£>- drehen sich im PunkteE' Έ2, Blatt II, und werden von den beiden Curvenscheiben G1 G- bewegt, und zwar so, dafs dieselben während des nun folgenden Abschneidens und Lochens des Stiefeleisens letzteres festhalten.
5. Die genannten Zangen halten das halbvollendete Stiefeleisen so lange auf der Matrize H fest, bis das Abschneiden und Lochen geschehen ist.
Der Prefskolben bezw. Support J ist durch zwei Schienen yy' mit dem Doppelhebel L verbunden und trägt derselbe an seinem unteren Ende einen Stempel Z1 welcher gleichzeitig das Lochen, Abschneiden und Aufprägen der Fabriknummer bewirkt. Der Doppelhebel L läuft mit einer Rolle α auf einer (kurvenscheibe M der Welle B und wird so beim Niedergehen das Stiefeleisen fest auf die Matrize H geprefst, gelocht und abgeschnitten.
Durch eine kleine Abschrägung der Matrize H erhält das Stiefeleisen die geeignete Form und werden die Haken an den Enden desselben gleichfalls durch passende Gestalt der Abschneidestempel gebildet.
Das fertige Stiefeleisen liegt jetzt auf der Matrize H, wird beim Vorschub des nächsten von derselben heruntergestofsen und fällt unter die Maschine. Damit die erwähnten Haken des fertigen Stiefeleisens nicht in die Löcher der Matrize H einhaken, ist dieselbe mit zwei Stiften β versehen, welche, durch eine Doppelfeder gezwungen, das fertige Stiefeleisen an den Hakenenden ein wenig hochheben, wenn der Prefskolben bezw. Support J wieder nach oben geht.
Das neue vorgeschobene gebogene Drahtende wirft nun ganz sicher das fertige Stiefeleisen von der Matrize H hinunter und drückt gleichzeitig die Stifte ß, welche nach Art der schliefsenden Fallen an Thürschlössern mit einer schrägen Fläche versehen sind, nach unten.
Für die verschiedenen Gröfsen der Stiefeleisen ist es nur nöthig, den Durchmesser des Domes 0 und der Rolle m richtig zu wählen und den Vorschub der Zange b3 genau zu reguliren.
Um beim Abschneiden der fertigen Stiefeleisen an dem freistehenden Ende des gekrümmten Drahtes nicht zu viel Verschnitt zu erhalten, ist das Bett oder die Grundplatte A der ganzen Maschine getheilt, so dafs der Vorschub und Biegemechanismus dem Abschneideapparate innerhalb gewisser Grenzen genähert bezw. von demselben entfernt werden kann.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. An Stiefeleisenmaschinen die Biegevorrichtung mnkt 0 tx.
2. Die dargestellte Construction der Hebeleinrichtung Z)1 D2xx1, welche das Eisen in die endgültige Form biegt und auf der Matrize festhält, in Verbindung mit einer Prefseinrichtung, welche das Stiefeleisen abschneidet, locht und prägt.
3. Die dargestellte Form der Auswurfstifte β mit Federn.
4. Die Gesammtanordnung der Maschine.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT9726D Neuerungen an Stiefeleisenmaschinen Active DE9726C (de)

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