DE97186C - - Google Patents

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DE97186C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B13/00Other railway systems
    • B61B13/02Rack railways

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Dezember 1896 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Zahnstange für Bergbahnen, welche behufs leichterer Herstellung und leichterer Montirung als Eisenbahnschiene ausgebildet ist. Im Gegensatz zu einer früheren Zahnschiene, bei welcher die Verzahnung sich seitlich am Kopf befindet, befindet sich hierbei die Verzahnung auf dem Kopf der Schiene, derart, dafs die Zähne und Zahnlücken sich über den Kopf senkrecht zur Längsrichtung der Schiene erstrecken. Ohne dafs der Kopf wie bei der früheren Anordnung eine platte Lauffläche besitzt, hat der die Verzahnung besitzende Kopf der Schiene oder Stange aufser den üblichen Abschragungen für die Kremplaschen zu beiden Seiten noch besondere Abschrägungen als Anzugsflächen von den Kopf umfassenden Sicherheitszarigen. Diese Zangen dienen zur sicheren Führung des Fahrzeuges bezw. der Zahnräder desselben auf der Zahnstange und verhindern ebensowohl seitliches Abgleiten der Räder von der Schiene, als auch den Auftrieb des Fahrzeuges, d. h. die Entfernung desselben von der Schiene in verticaler Richtung. Sie können ferner zur Bremsung im regelmäfsigen Betrieb und auch zur Nothbremsung (bei Achsbruch u. s. w.) benutzt werden. Die nach unten convergirenden Seitenflächen des Stangenkopfes dienen als Bremsflächen für die Klauen der Zangen, welche entsprechend abgeschrägt sind, derart, dafs ein Ausweichen der Zangen nach oben nicht möglich ist. In der beiliegenden Zeichnung ist die neue Zahnstange in beispielsweiser Ausführung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι dieselbe mit den Klauen der Zange im senkrechten Schnitt,
Fig. 2 dieselbe in der Seitenansicht,
Fig. 3 die Stofsbefestigung derselben im senkrechten Querschnitt.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht zu Fig. 3.
Fig. 5 zeigt die Stange mit ihrer Bewegungsvorrichtung.
Die Zahnstange A hat das Vollprofil einer Vignoleschiene mit verhältnifsmäfsg hohem Kopf. Sie stellt also gewissermafsen eine solche Schiene dar, deren Kopf α mit einer quer zu ihrer Längsachse stehenden Verzahnung versehen ist, und kann demgemäfs ihre Herstellung in einfachster Weise durch Walzen und nachheriges Ausarbeiten der Zähne durch Fräsen, Sägen oder auf andere Weise erfolgen. Der Einfachheit halber haben die Zähne al in ihrem oberen Theil geradlinig abgeschrägte Flanken, während die Zahnlücken α2 durch ovale Ausschnitte gebildet werden, welche die Zähne unterschneiden, um die Zahnreibung thun-I'vl~st gering zu halten und behufs Erzielung exacten Eingriffes Platz zum Ausweichen
für etwaige Verunreinigungen zu haben. Zu letzterem Zwecke kann noch die Anordnung getroffen sein, dafs der Zahngrund, anstatt seitlich, wagerecht zu verlaufen, von der Mitte ab nach beiden Seiten abgeschrägt ist, um besonders bei Bahnen (Hochgebirgsbahnen), die Vereisungen ausgesetzt sind, das seitliche Wegdrängen des Eises durch die Zähne des Zahnrades zu erleichtern. Kopf und Verzahnung sind nach beiden Seiten gleichmäfsig abgeschrägt, wobei die Schrägungen aufwärts divergirend von der Grundfläche des Kopfes α bis etwas über die seitlichen Auslaufkanten der Ovalflä'che des Zahngrundes sich erstrecken. Diese schrägen Flächen ermöglichen die Anwendung von Sicherheitszangen, wie beispielsweise die in Fig. 5 dargestellten, deren Arme B1 an ihrem unteren Ende mit der Schrägung des Zahnstangenkopfes entsprechend abgeschrägten, den Kopf bezw. die Verzahnung umfassenden Klauen bl versehen sind. Infolge dessen verhindern diese Zangen ebensowohl den Auftrieb des Fahrzeuges als auch ein seitliches Abgleiten der Räder desselben von der Zahnstange; durch Anpressen der Klauen an den Kopf der Zahnstange kann auch eine Bremsung bewirkt werden, so dafs derartige Sicherheitszangen zu Bremszwecken Verwendung finden können. Und zwar können dieselben ebensowohl zur Bremsung im normalen Betrieb, als auch selbstthätig wirkend zur Nothbremsung, z. B. bei Achsbruch eingerichtet werden, oder die Zangen können auch mit solchen Betätigungsvorrichtungen verbunden werden, durch welche die Normalbremsung und die Nothbremsung bewirkt wird.
In Fig. 5 ist beispielsweise eine zweckmäfsige Anordnung einer derartigen Zange und ihrer Bewegungsvorrichtung veranschaulicht. Die Arme B1 sind als zweiarmige Hebel ausgebildet, deren Drehpunkt durch eine Platte ρ mit einander verbunden sind; jeder dieser'Zangenarme ist mit einer Schraubenmutter c1 bezw. c2 der Spindel c der Bewegungsvorrichtung C dadurch verbunden, dafs er mit dem freien Ende, seines längeren Schenkels B1 einen stiftartigen Vorsprung der entsprechenden Mutter umfafst. Die Spindel c hat Rechts- und Linksgewinde, so dafs die Muttern durch Drehung derselben einander genähert werden hönnen bezw. die Klauen von den beireffenden Flächen des Zahnstangenkopfes abgezogen und an sie angeprefst werden können. Weichen und Wegübergänge und übrige Bahn haben nur einerlei Zahnstangen. Die Drehung der Spindel, welche passend in dem Rahmen des Fahrzeuges gelagert ist, kann unter Vermittelung eines geeigneten Gestänges mit Zahnradübersetzung von Hand oder bei Nothbremsung durch eine selbstthätig wirkende Antriebswirkung erfolgen. Die Fig. 3 und 4 zeigen in einer Ausführungsform eine zweckmäfsige Schienenstofsverbindung, sowie die Befestigung der Schienen auf der Querschwelle S. Die Stofsverbindung ist ■ im vorliegenden Falle durch Winkellaschen L bewirkt, welche in üblicher Weise auf der Querschwelle 5 mittelst Schrauben s befestigt und mit den Stöfsen durch Schrauben / verschraubt sind.
Wesentliche Vorzüge der Zahnstange sind: einfache Herstellung, leichte Verlegung und directe Verwendbarkeit für Weichen, Wegeübergänge u. s. w., erhöhte Betriebssicherheit durch Anwendung der Zangen, welche auch das Befahren ganz erheblicher Neigungen ermöglichen, und grofse Dauerhaftigkeit bei verhältriifsmäfsig geringem Gewicht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Zahnstange für Bergbahnen, welche als Schiene ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dafs dieselbe, ausschliefslich als Zahnschiene dienend, die Verzahnung auf dem Schienenkopf hat, derart, dafs die Zähne und Zahnlücken senkrecht zur Längsachse der Schiene sich über den Kopf erstrecken , wobei an dem die Verzahnung besitzenden Schienenkopf aufser der üblichen Abschrägung für die Kremplaschen noch besondere Abschrägungen als Anzugsflächen für die Klemmbacken von Sicherheitszangen vorgesehen sind, welche, den Kopf umfassend, den Auftrieb des Fahrzeuges, sowie ein seitliches Abgleiten des letzteren von der Zahnstange verhindern und zur Bremsung bei normalem Betrieb bezw. zur Nothbremsung dienen.
2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 gekennzeichneten Zahnstange, bei welcher der Zahngrund von der Mitte ab nach beiden Seiten abgeschrägt ist, um besonders bei solchen Bahnen (Hochgebirgsbahnen), wo Vereisungen und Steinschlag eintreten, das Wegdrängen des Eises aus der Zahn-1 stange durch die Zähne des Zahnrades zu erleichtern bezw. infolge der Neigung auch Steine zum Herausfallen zu bringen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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