DE97070C - - Google Patents

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DE97070C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Maschine, welche bestimmt ist, an gleichartigen Körpern selbstthätig Länge und Durchmesser bezw. auch andere Dimensionen zu messen und diese Körper alsdann nach verschiedenen Gruppen zu sortiren, je nachdem die betreffenden Mafse innerhalb oder aufserhalb der vorgeschriebenen Grenzen liegen.
Das Messen der gleichartigen Körper geschieht vermittelst zweier Backen, von denen der eine beweglich angeordnet ist und durch Federdruck oder durch sein Eigengewicht den Zwischenraum zu verkleinern sucht, an den betreffenden Mefsstellen jedoch durch regulirbare Anschläge abgehoben, wird, so dafs der Zwischenraum zwischen beiden Backen sich daselbst auf ein ganz bestimmtes Mafs einstellen läfst. Durch Wirkung der Feder bezw. des Eigengewichtes wird ein zwischen die Backen gelegter zu messender Körper eingeklemmt bezw. durch den Reibungswiderstand festgehalten. An den Mefsstellen, 'wo, wie bereits erwähnt, die Bewegung der Backen durch einen Anschlag begrenzt ist, wird der betreffende Körper nur dann, wenn seine Dimensionen ein bestimmtes Mafs überschreiten, festgehalten, im anderen Falle jedoch fallen gelassen.
Auf der Zeichnung ist die Maschine in der Ausführung als Geschofsrevisionsmaschine durch Fig. ι bis 4 veranschaulicht.
Fig. i zeigt links die Maschine -in der Ansicht und rechts im Verticalschnitt, und zwar ist der obere Theil mit dem Teller A ein Schnitt nach ι-ι> der untere Theil mit dem Teller C ein Schnitt nach 4-4 (Fig. 2).
Fig. 2 zeigt die Maschine im Grundrifs und
Fig. 3 und 4 zeigen im Aufrifs die Vorrichtungen zum Messen der Dicke der Geschosse.
Auf der verticalen, oben und unten im Gestell der Maschine gelagerten Welle B sind die beiden Teller A und C befestigt, welche sich mit der Welle, die zweckmäfsigerweise ihren Antrieb von oben erhält, drehen. Der obere Teller .4 ist mit den Vorrichtungen zum Messen der Länge der Geschosse versehen, während die Vorrichtungen zum Messen der Dicke auf dem unteren Teller C angebracht sind.
Die Geschosse werden durch den Kanal D1 zugeführt, und da die Messungen nach einer halben Umdrehung der Teller A urid C beendet, so werden für die zweite Tellerhälfte neue Geschosse durch den um i8o° zu D1 versetzten Kanal D2 zugeführt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, fällt ein Geschofs aus dem Kanal D1 in die zwischen Schraube JE und Backen F gebildete Oeffnung. Der Backen F ist beweglich und wird durch Feder G angedrückt. Oberhalb des Tellers A ist an der Stelle, wo das Geschofs aus dem Kanal fällt (1-1, Fig. 2) ein fester Anschlag H1 angebracht, auf dessen . schräger Fläche die mit F verbundene Nase / beim Drehen des Tellers aufläuft, wodurch
die Oeffnung zwischen E und F erweitert wird. Das eingelegte Geschofs fällt auf die Console K und wird auf derselben weitergeführt. ■ Wird dann die Nase J von H1 freigegeben (Fig. 2), so schnappt F ein und" klemmt das Geschofs fest. Wie weit hierbei die Nase J durch Feder G nach rechts gedrückt wird, hängt von der Länge des Geschosses ab.
An der Stelle 2-2 (Fig. 2) findet nun zunächst die Prüfung auf »zu kurz« statt. Hierzu dient der zweite Anschlag M, welcher durch eine Schraube L eingestellt werden kann.
Kommt nun bei fortgesetzter Drehung des Tellers die Nase J mit dem Anschlag M in Berührung, so wird bei 2-2 der Zwischenraum zwischen E und F derart erweitert, dafs die Backen ein Geschofs, dessen Länge an der minimalen Grenze liegt, fallen lassen. Noch kürzere Geschosse werden mit noch gröfserer Sicherheit freigegeben. Hat das ankommende Geschofs jedoch eine gröfsere als die minimale Länge, so wird die Nase / an dem Anschlag M vorbeigehen, ohne denselben zu berühren. Das Geschofs wird mithin weiter geführt bis zu 3-3. .
Hier erfolgt ebenfalls und in derselben Weise eine Längenmessung mittelst des Anschlages N, welcher derart eingestellt ist, dafs bei der' Berührung von J und N der' zwischen E und F verbleibende Spielraum so bemessen ist, dafs ein Geschofs, dessen Länge an der maximalen Grenze liegt, festgehalten wird. Es fallen mithin an dieser Stelle alle normalen Geschosse durch, während die zu langen weiter transportirt werden.
Unter jeder Längenmefsvorrichtung auf dem Teller A ist im Teller C ein Trichter O befestigt, in welchen bei 2-2 die zu kurzen, bei 3-3 die normalen Geschosse mit abwärts gerichteter Spitze hineinfallen.
Unterhalb dieses Trichters ist die Vorrichtung zum Messen der Dicke der Geschosse angeordnet. Dieselbe besteht aus dem festen Backen P und dem um die Achse a-a. schwingenden Backen Q. (Fig. 1). Der Backen Q. ist • mit der Stellschraube 5 versehen, die in den Stellungen bei 4-4, 5-5 und 6-6 (Fig. 2) bei der Drehung des Tellers auf verschiedene auf einem feststehenden Tisch Z angeordnete Anschläge TU Vaufläuft (Fig. 3), wodurch durch Drehung des Backens Q. um α ein Verengern oder Erweitern des Zwischenraumes zwischen P und Q. stattfindet.: Auch in der Stellung 2-2 läuft S auf einen in der Zeichnung nicht sichtbaren Anschlag auf, welcher die Oeffnung zwischen den Backen um so viel vergröfsert, dafs auch das dickste Geschofs hindurchfällt. So gelangen alle die bei 2-2 als zu kurz ausgeschiedenen Geschosse ungehindert durch die Diekenmefsvorrichtung und die Aussparungen Y des Sortirtisches Z hindurch in den Kasten I. In der Stellung 3-3 und zwischen 3-3 und 4-4 kann der Backen Q. so weit herabsinken, dafs auch das dünnste Geschofs festgehalten wird. . ■ ■ -
In der Stellung 4-4 läuft Schraube S auf den Anschlag !Tauf, dadurch wird der Zwischenraum P und Q so bemessen, dafs ein Geschofs, dessen Durchmesser an der minimalen Grenze liegt, nicht mehr von den Backen gehalten wird und in den Kasten II fällt. Geschosse von noch geringerem Durchmesser fallen mit um so gröfserer Sicherheit durch. Ist der Geschofsdurchmesser jedoch gröfser als minimal, so kommt S mit T gar nicht in Berührung und das Geschofs wird weiter transportirt bis in die Stellung. 5-5.
Hier findet in derselben Weise eine Messung auf Dicke statt, nur ist der Anschlag U so eingestellt, dafs ein Geschofs,. dessen Durchmesser an der maximalen Grenze liegt, von den Backen P und Q. noch festgehalten wird. Ist der Geschofsdurchmesser jedoch kleiner als maximal, d. h. (da die minimalen Durchmesser bereits ausgeschaltet sind) normal, so fällt das Geschofs in der Stellung 5-5 durch ein hier nicht gezeichnetes Rohr aus der Maschine heraus. Ist der Geschofsdurchmesser gröfser als maximal, so kommt 5 mit U wieder nicht in Berührung und das Geschofs wird bis1 in die Stellung 6-6 weiter befördert. Hier läuft die Schraube S auf den festen Anschlag V auf, wodurch die Backen so weit sich öffnen, dafs jedes, selbst das dickste Geschofs nicht mehr festgehalten wird, sondern in den Kasten III hinabfällt.
Es sind nunmehr aus der Maschine die zu kurzen, zu dünnen, normalen und zu dicken Geschosse herausgefallen. Dahingegen werden die zu langen Geschosse auf dem oberen Teller bis zur Stelle γ-γ weiterbefördert, woselbst die Backen E und F durch den Anschlag H'1 (Fig. 1) so weit geöffnet werden, dafs auch das längste Geschofs herabfallen mufs. Es fällt durch den Trichter O und, da die Schraube S immer noch auf dem verlängerten Anschlag V fortgleitet und die Backen P und Q. geöffnet hält, auch durch diese hindurch in den Kasten IV.
Bei 8-8 erhält die Mefsvorrichtung aus dem Kanal Dä ein neues Geschofs, und es wiederholt sich der Vorgang im zweiten Halbkreis ' in derselben Weise.
Es können nun in den Tellern A und G eine beliebige Anzahl Längen- bezw. Dickenmefsvorrichlungen angeordnet werden. So sind z. B. auf der durch die Zeichnung veranschaulichten Ausführung je zwanzig solcher Vorrichtungen angebracht, so dafs bei einer Umdrehung der Welle B vierzig Geschosse aui Länge und Durchmesser geprüft und sortirt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Maschine zum Sondern gleichartiger Körper nach ihrer Gröfse, dadurch gekennzeichnet, dafs bei derselben die Messung der gleichartigen Körper nach verschiedenen Dimensionen durch je zwei über einen Sortirtisch hinwegbewegte Backen erfolgt, von denen der den zu sortirenden Körper festklemmende, nachgiebige Backen letzteren an der betreffenden Mefsstelle durch eine OefFnung des Sortirtisches fallen läfst, falls die Dimension desselben unterhalb der Grenze liegt, bis zu welcher die OefFnung zwischen beiden Backen durch einen bei dieser Mefsstelle liegenden, die bewegliche Backe verschiebenden Anschlag erweitert werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE97070C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900142C (de) * 1940-08-12 1953-12-21 Jakob Dichter Maschine zum Herstellen von Ampullen aus Glasrohren mit Vorrichtung zum maschinellenMessen und Aussortieren von mit Spiessen versehenen Ampullenkoerpern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900142C (de) * 1940-08-12 1953-12-21 Jakob Dichter Maschine zum Herstellen von Ampullen aus Glasrohren mit Vorrichtung zum maschinellenMessen und Aussortieren von mit Spiessen versehenen Ampullenkoerpern

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