DE96982C - - Google Patents

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DE96982C
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    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F13/00Illuminated signs; Luminous advertising
    • G09F13/04Signs, boards or panels, illuminated from behind the insignia
    • G09F13/12Signs, boards or panels, illuminated from behind the insignia using a transparent mirror or other light reflecting surface transparent to transmitted light whereby a sign, symbol, picture or other is visible only when illuminated

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Bilderschaustellungsapparat, bei welchem von einer Schauöffnung aus dadurch abwechselnd zwei verschiedene Arten Bilder, und zwar transparente mit Hinterlicht und matte oder nicht transparente mit Vorderlicht in Augenschein genommen werden können, ohne dafs dazu deren Standort verändert zu werden braucht, dafs die transparenten Bilder von der Schauöffnung aus unmittelbar über einer horizontal gestellten, aber schräg stellbaren Bühne hin gesehen werden können, während die andere Bilderart bei Schrägstellung der Bühne in einem daran angeordneten, mit schräg gestellten Planspiegel sichtbar wird.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein Aufrifs und Schnitt, die Fig. 2 und 3 Seitenrisse und Schnitte und Fig. 4 ein Grundrifs und Querschnitt eines derartigen Apparates, während die Fig. 5 bis 10 Einzelheiten desselben darstellen.
Die nicht transparenten Bilder mit Vorderlicht können in den Unterbau des Gehäuses a von der Seite eingeschoben werden; um jedoch eine Reihe solcher Bilder bequemer hinter einander vor Augen führen zu können, werden die Bilder in einem langen Streifen b im Unterbau untergebracht, und zwar so, dafs der Streifen mit beiden Enden auf Walzen c befestigt ist und von einer Walze auf die andere übergewickelt werden kann. Die Walzen c sind dabei auf einem herausziehbaren und feststellbaren Boden al mit Achsen d unter Federdruck in Böckchen e etwas verschiebbar gelagert, aus welchen sie dadurch, dafs sie an zwei Seiten bei dem einen Böckchen etwas abgesetzt und je eins der Böckchen geschlitzt ist (Fig. 5), mit ihrem schwachen Theil durch den Schlitz der Böckchen zwecks Auswechselung der Bilderstreifen herausgenommen werden können. Statt des Schlitzes und der Einschnitte in den Achsen d könnten die Böckchen jedoch auch leicht zu öffnende Deckellager besitzen.
Der Antrieb der Walzen kann von vorn durch Kurbeln f erfolgen, die mit Zapfen g (Fig. 9) nach Art einer lösbaren Zahnkuppelung in Löcher, Schlitze oder Lücken h (Fig. 10) der Achsen d eingreifen, so dafs die Walzen c mit ihren Achsen bei Auswechselung der Bilderstreifen von den Kurbeln fg getrennt werden können.
Damit der Bilderstreifen beim Ab- und Aufwickeln, zwecks Vorführung der Bilder, keine Wellen bilden kann, sind zwischen den Walzen c Leitwalzen i gelagert, unter denen der Streifen b hinweggeführt ist und welche ihn glatt nach unten halten (Fig. 1).
Um die Leitwalzen z, sowie die Walzen c dem Auge zu entziehen und die Wirkung der Bilder nicht zu stören, sondern zu erhöhen, sind an einem ebenfalls herausziehbaren Rahmen j Coulissen oder Rahmendecorationen angeordnet (in der Zeichnung der Uebersichtlichkeit halber weggelassen), welche den Bilderstreifen gewissermafsen einrahmen und nur so weit überblicken lassen, als jedes darauf befindliche Bild grofs ist. Zu demselben Zwecke sind auch an den Seitenwänden des Gehäuseunterbaues noch Coulissen k auswechselbar angeordnet (Fig. 1 und 2).
Sollen die Bilder auf dem Streifen b besichtigt werden, so ist zunächst eine Klappe /,
die auch durch einen Roll- oder Zugladen ersetzt werden könnte, in der Hinterwand des Gehäuses durch Aufschlagen zu entfernen, um Licht in den Unterbau einzulassen, und dann ist die bei m mit Zapfen oder Scharnieren drehbar angeordnete Bühne η mit dem auf ihrer Unterseite befestigten Planspiegel ο schräg zu stellen, wie Fig. 3 zeigt, worauf das von oben gesehene, innerhalb desRahmensj stehende Bild auf dem Streifen b durch die Schauöffnung ρ und Linse q im Spiegel 0 genau so sichtbar wird, als wenn es unmittelbar gesehen würde.
Wird dann an einer der Kurbeln/ gedreht, so ziehen die Bilder, in gleicher Weise im Spiegel erscheinend, vor dem Auge vorüber. Das Schrägstellen des Spiegels 0 ist dadurch zu bewirken, dafs er bezw. die Bühne η mit zwei Bändern r oder auch Schnüren oder Ketten an einer mit Trommeln 5 versehenen Welle t befestigt ist (Fig. 1), bei deren Drehen mit einem darauf aufserhalb des Gehäuses a befestigten Knopf u die Bänder r auf die Trommeln s aufgewickelt werden, womit die Bühne, η mit dem Spiegel 0 auf der einen Seite hochgewunden und schräg gestellt wird (Fig· 3)·
Umgekehrt kann, wenn nicht mehr die Bilder im Unterbau mit Vorderlicht, sondern die transparenten Bilder im Oberbau mit Hinterlicht vor Augen geführt werden sollen, durch Zurückdrehen der Welle t der Spiegel wieder zurückgelassen und die Bühne wieder horizontal gestellt werden (Fig. 1 und 2).
Die unmittelbar, also ohne Spiegel, von der Schauöffnung aus zu sehenden transparenten Bilder können auch entweder von der Seite des Gehäuses durch einen Schlitz in das Gesichtsfeld geschoben werden, vorzugsweise werden sie aber auch auf einem Streifen ν angebracht, der auf vertical stehenden Trommeln n> mit den Enden befestigt ist, so dafs er ebenfalls wie die andere Bilderart im Unterbau durch Drehen der Trommeln von der einen ab- und auf die andere aufgewickelt werden kann. Die Bilder können somit bequem hinter einander dem Auge vorgeführt werden.
Das Hinterlicht fällt dabei durch eine Oeffnung χ im Gehäuse α ein, welche bei Besichtigung der Bilder im Unterbau mit einer Klappey, was ebenfalls ein Roll- oder Zugladen sein könnte, zu verschliefsen ist (Fig. 3).
Der Antrieb der Trommeln w ist mit von den Kurbeln f aus zu bewirken, indem neben den Trommeln n> verticale, bis in den Unterbau hinunterragende Wellen ^ gelagert sind, die mittelst auf ihnen befestigter Kegelräder 1 und mit diesen in Eingriff stehender, auf den Trommel- oder Walzenachsen d fester Kegelräder 2 gleichzeitig mit Drehung der Walzen c angetrieben werden und deren Drehbewegung wieder mit Hülfe von Riem- oder Schnurscheiben 3, 4 und Riemen oder Schnüren oder dergl. auf die Trommel übertragen wird.
Die Trommeln w an sich sind dabei ebenfalls mit Zapfen so gelagert, dafs sie nach Abwerfen der Schnüre oder Riemen von ihren Scheiben 4 ausgehoben und zwecks Auswechselung der Bilderstreifen entfernt und, wie unten, durch neue ersetzt werden können, was durch die Oeffnung χ geschieht.
Um die Walzen w nicht immer mit den Walzen c sich drehen zu lassen, könnten auch Vorrichtungen vorgesehen werden, durch welche die Zahnräder 1 zeitweilig mit 2 aufser Eingriff gebracht werden könnten, z. B. ein Bund an \ und ein unter diese Welle greifender und sie bei seiner Bethätigung von aufsen hebender Hebel.
Zur Vorführung von Momentbilderreihen nach Art der Kinematographen könnten auch die Bildertrommeln w von der Welle \ unabhängig gemacht und von einer Federkraft so schnell abgewickelt werden, als es die Vorführung solcher Bilder erfordert. Um die unteren Bilderwalzen mit ihren Streifen b auszuwechseln , mufs auch der diese tragende Boden al herausgezogen werden. Da dies aber durch die stehenden Wellen \ verhindert wird, so sind, um diese Wellen zeitweise beseitigen zu können, diese zweitheilig, und es ist der untere Theil mit dem oberen gelenkig verbunden (Fig. 7 und 8), so dafs der untere Theil, nachdem die ganze Welle etwas an- und damit aus ihrer Spurpfanne gehoben ist, nach hinten herausgedreht werden kann. Hierauf kann nicht nur der Boden a1 mit den nun durch andere ersetzbaren Walzen c entfernt, sondern auch der Decorationsrahmen j ausgewechselt werden.
Damit jedoch das Knie der Wellen \ sich nicht während des Gebrauches durchknicke, ist dieses mittelst eines überzuschiebenden Stellringes 5 und einer Stellschraube 6 steif stellbar (Fig. 8).
Zur Erhöhung der Wirkung der transparenten Bilder sind auch Coulissen 7 als Seiten- und Kopfdecorationen im Oberbau des Gehäuses vorgesehen (Fig. 1 bis 3).
Diese sind biegsam einerseits an der Bühne η und andererseits an Walzen 8 befestigt, welche von Federn auf Drehung beeinflufst werden, so dafs, wenn der Spiegel schräg gestellt wird, die Coulissen von den von den Federn dann selbsttätig gedrehten Walzen ebenfalls in gleichem Mafse hochgezogen und auf die Walzen 8 aufgewickelt werden (Fig. 3).
Um als transparente Bilder auch stereoskopische im Oberbau vorführen zu können, ist die Einfassung der Linse q an dem Gehäuse α verschiebbar und neben dieser sind an der Fassung zwei weitere Gläser 10 angeordnet
(Fig. 4 und 6), welche hinter die Schauöffnung ρ geschoben werden können und den stereoskopischen Bildern entsprechen. Die Gläser q, io sind dabei, um sie verstellen zu können, entweder in einer Klappe q (Fig. 6) ' untergebracht oder von aufsen unzugänglich gemacht, in welchem Falle dann ein Hebel vorgesehen werden müfste, mit dem man die Linseneinfassung von aufsen verstellen könnte.
Eine für stereoskopische Bilder nöthige Scheidewand zur Theilung des Bühnenraumes, die ebenfalls nach Bedarf aufser Sicht gebracht bezw. entfernt werden kann, ist der Uebersichtlichkeit halber in der Zeichnung weggelassen.
Um die Bilder selbstthätig vorzuführen, könnte dieser Schauapparat mit einem Gangwerk ausgerüstet sein, welches bei Einwurf einer Münze ausgelöst wird und den Antrieb der Bilderstreifen vielleicht ruckweise bewirkt, oder dafs bei Einwurf eines Geldstückes eine die Kurbelwellen für gewöhnlich sperrende Vorrichtung ausgelöst wird und die Kurbeln zur Drehung freigiebt.
Damit jedoch bei einem derartigen selbstthätigen Schauapparat die Bilder nicht unbefugter Weise von hinten durch die Oeffnungen der Klappen Iy ohne Bezahlung gesehen werden, könnten diese Lichtöffnungen mit Milchglas- oder Mattglasscheiben versehen sein. Nach Entfernung der transparenten Bilder könnten auch in die Oeffnungy Farbenspiele, eingesetzt werden.
Aufserdem sei bemerkt, dafs auch die Seitenwände des Oberbaues durch Klappen verschliefsbare Lichtöffhungen haben könnten, um zwischen den Coulissen η bei manchen transparenten Bildern Seitenlicht zur Hervorbringung einer besonderen Lichtwirkung einfallen . zu lassen. Unter dem Dach des Gehäuses α befindet sich ein Musikwerk, das der Uebersichtlichkeit halber aber in der Zeichnung weggelassen ist und entweder unabhängig oder gleichzeitig mit der Bethätigung der Bilderwalzen in Thätigkeit kommt, um den Reiz der Besichtigung zu erhöhen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schaustellungsapparat für Bilder und dergl., bei welchem dadurch von einer Schauöffnung (p) aus abwechselnd zwei verschiedene Arten Bilder, und zwar z. B. transparente hauptsächlich mit Hinterlicht und matte oder nicht transparente mit Vorderlicht, die in zwei von einander getrennten Räumen untergebracht sind, in Augenschein genommen werden können, ohne dafs dazu deren Standpunkt verändert zu werden braucht, dafs die transparenten Bilder von der Schauöffnung (p) aus unmittelbar gesehen werden können, während die andere Bilderart bei Schrägstellung eines Spiegels in diesem sichtbar wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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