DE968676C - Verfahren zur Verhinderung des Auskeimens von Hackfruechten, insbesondere von Kartoffeln - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung des Auskeimens von Hackfruechten, insbesondere von KartoffelnInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J19/00—Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 20. MÄRZ 1958
Ό 3913 IVa\53 c
(Ges. v. 15. 7.1951)
Die Haltbarkeit und Lagerbeständigkeit mancher pflanzlicher Organe (Reservestoffbehälter), so z.B.
auch von Kartoffeln, hängt wesentlich davon ab, daß ein Auskeimen und Substanzverluste durch Atmung
verhindert werden. Es ist in diesem Zusammenhang bekannt, daß man die alkoholische Gärung durch
Zusätze von Halogenessigsäure, -propionsäure, Fluoride, Cyanide und einiger anderer Verbindungen
hemmen kann. Es ist weiterhin bekannt, daß Phenylcarbaminsäureäthylester, Cyanide und
Monojodessigsäure, einer Nährlösung zugesetzt, das Streckungswachstum der pflanzlichen Zelle zu
hemmen vermögen, indem sie als Inhibitoren verschiedener Dehydrasen bei der Zellatmung wirken,
wobei nur ein kleiner Teil der Gesamtatmung beeinflußt wird. Diese Substanzen zeigen jedoch mit
Ausnahme des Phenylcarbaminsäureäthylesters eine schädigende Wirkung, so daß sich wegen ihrer Gift-
und Reizwirkung ihre Anwendung auf die Behandlung von Nahrungsmitteln in der Praxis von selbst
verbietet. Außerdem wurden sie in Lösungen verwendet, was für die Praxis in den vorliegenden
Fällen meist undurchführbar ist.
Es wurde nun gefunden, daß Substanzen aus der Gruppe der Halogenfettsäureester imstande sind,
bei geeigneter Einwirkung auf Hackfrüchte eine Verlängerung der Ruheperiode und damit eine günstigere
Haltbarkeit zu erzielen. Es wurde ferner ge-
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f uiiden, daß bei Verwendung der Ester von Halogenfettsäuren
mit höheren Alkoholen, die mindestens 3 C-Atome enthalten, sowie bei Urethanen die
schädigende Einwirkung weitgehend herabgesetzt wird bei gleichzeitiger günstiger Beeinflussung der
Lagerfähigkeit.
Die Einwirkung der genannten Substanzen auf die zu behandelnden Objekte geschieht am besten in
der Gasphase. Hierbei kann die Substanz in die
ίο Lagerräume eingebracht und verdunsten gelassen
werden, wobei die Verdunstung auch durch Wärme gefördert werden kann. Ferner kann die Verdunstung
auch dadurch bewirkt werden, daß die Substanz vorher vergast und dann als Gas eingeleitet
wird. Am geeignetsten ist eine Dosierung von 0,1 bis 0,5 mmol/1 vergasten Raumes, doch werden auch
mit geringeren Mengen Erfolge erzielt.
Versuchsbeispiele
Kartoffeln der Sorten Böhms Mittelfrühe, Voran und Prisca wurden jeweils 2 Tage lang mit Brompropionsäureäthylester,
Brompropionsäurepropylester und Phenylcarbaminsäureäthylester begast, indem die flüssigen Verbindungen auf Filtrierpapier
a5 gegeben und so zum Verdunsten gebracht wurden,
während die feste Substanz (Phenylurethan) in einem kleinen erhitzten Schmelztiegel zum Verdampfen
gebracht wurde. Die Kartoffeln befanden sich während der Versuchsdauer im Dunkeln in 4-I-Gläsern,
die nur während der 2tägigen Einwirkungsdauer geschlossen waren und anschließend geöffnet
stehenblieben.
Nach 4 Wochen ergab sich folgendes Bild:
Versuch 1. Kontrolle: Alle dreizehn Kartoffeln haben reichlich mehrere cm lange, reich verzweigte Keime getrieben.
Versuch 1. Kontrolle: Alle dreizehn Kartoffeln haben reichlich mehrere cm lange, reich verzweigte Keime getrieben.
Versuch 2. Brompropionsäureäthylester 0,5 mmol/1: Von dreizehn Kartoffeln hat eine vier größere
Keime von 1 cm Länge, die übrigen zusammen vierzehn Keime unter 1 mm Länge.
Verbuch 3. Brompropionsäurepropylester 0,5 mmol/1: Von dreizehn Kartoffeln an einer Kartoffel
drei Keime von etwa 1 cm Länge, der Rest zusammen zweiundvierzig Keime zu 1 mm Länge.
Versuch 4. Phenylurethan 0,1 mmol/1: Schwache
Dosierung; von dreizehn Kartoffeln neunundzwanzig Keime über 0,5 bis 1 cm Länge, sechsundzwanzig
kürzer als 0,5 cm und hundertneunundsechzig sehr kurze von etwa 1 mm Länge.
Versuch 5. Kontrolle zu Versuch 6: Je vier Böhms
Mittelfrühe und Prisca haben zusammen sechsundzwanzig zum Teil über 1,5 cm lange und einundvierzig
kürzere Keime.
Versuch 6. Phenylurethan 0,5 mmol/1: Alle sieben Kartoffeln ohne Keime.
Claims (3)
1. Verfahren zur Verhinderung des Auskeimens von Hackfrüchten, insbesondere von Kartoffeln,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Hackfrüchte mit Urethanen oder Halogenfettsäuren
oder Estern derselben mit höheren Alkoholen, die je mindestens 3 Kohlenstoffatome enthalten,
behandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man diese Verbindungen in gasförmiger Form auf die Hackfrüchte einwirken läßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man diese Verbindungen unmittelbar mit den Hackfrüchten in Berührung bringt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 853248;
britische Patentschrift Nr. 68γ2γ6;
Comptes-Rendues-Hebdomadaires, Bd. 208, 1939, S. 303.
Deutsche Patentschrift Nr. 853248;
britische Patentschrift Nr. 68γ2γ6;
Comptes-Rendues-Hebdomadaires, Bd. 208, 1939, S. 303.
© 709 905/35 3.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED3913D DE968676C (de) | 1943-06-02 | 1943-06-02 | Verfahren zur Verhinderung des Auskeimens von Hackfruechten, insbesondere von Kartoffeln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED3913D DE968676C (de) | 1943-06-02 | 1943-06-02 | Verfahren zur Verhinderung des Auskeimens von Hackfruechten, insbesondere von Kartoffeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE968676C true DE968676C (de) | 1958-03-20 |
Family
ID=7030744
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED3913D Expired DE968676C (de) | 1943-06-02 | 1943-06-02 | Verfahren zur Verhinderung des Auskeimens von Hackfruechten, insbesondere von Kartoffeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE968676C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR687276A (fr) * | 1929-01-08 | 1930-08-06 | Ig Farbenindustrie Ag | Procédé de production de produits azotés |
| DE853248C (de) * | 1948-10-01 | 1952-10-23 | Henkel & Cie Gmbh | Verfahren zur Verhuetung des Auskeimens gelagerter Hackfruechte |
-
1943
- 1943-06-02 DE DED3913D patent/DE968676C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR687276A (fr) * | 1929-01-08 | 1930-08-06 | Ig Farbenindustrie Ag | Procédé de production de produits azotés |
| DE853248C (de) * | 1948-10-01 | 1952-10-23 | Henkel & Cie Gmbh | Verfahren zur Verhuetung des Auskeimens gelagerter Hackfruechte |
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