DE968474C - Rechenapparat fuer Addition und Subtraktion im Blindrechenverfahren und mit Zusatzrahmen fuer Multiplikation und Division - Google Patents
Rechenapparat fuer Addition und Subtraktion im Blindrechenverfahren und mit Zusatzrahmen fuer Multiplikation und DivisionInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 20. FEBRUAR 1958
Sch 836IX142m
Man kennt bereits Rechenmaschinen, mit denen man blind addieren und subtrahieren kann. Diese
haben ein Zehntastensystem, an das sich die Finger des Rechnenden so gewöhnen, daß es nicht nötig
ist, die Augen von der geschriebenen Zahl zur Maschine wechseln zu lassen. Diese Maschinen sind
verhältnismäßig teuer. Auch sind Rechenapparate bekannt, bei denen mittels eines Griffels Zahnstangen
oder Schieber bewegt werden, die ein Zählwerk in Bewegung setzen bzw. die selbst Ziffern
tragen. Dabei ist es notwendig, beim Wechsel der Rechenarten Umschaltungen vorzunehmen bzw. an
einer anderen, nur für eine bestimmte Rechenart vorgesehenen Stelle weiterzurechnen. Auch kennt
man Apparate mit Ringscheiben mit mehreren Ziffernreihen ο bis 9 und einen Apparat, bei dem
ein Schwenkhebel zur Bewegung von Kreisscheiben benutzt wird. Der Denkvorgang beim Arbeiten mit
diesen Apparaten ist folgender: Mit den Augen wird die geschriebene Zahl im Gedächtnis aufgenommen.
Dann sieht man zum Apparat und schaltet die Überlegung ein, an welcher Zahlstelle man mit
dem Griffel die Zahl in den Apparat nehmen soll. Nun holt man aus dem Gedächtnis die Zahl vor,
um sie in den Apparat zu nehmen. Meist hat man inzwischen einen Teil davon wieder vergessen, so
daß man sich schon von Anfang an entschließt, sie in Gruppen zu zerlegen und diese nacheinander in
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den Apparat zu nehmen. Diese Denkarbeit ist auf die Dauer ermüdend und gibt zu Fehlern Anlaß
Erst das Ablesen der einzelnen Ziffern und ihre Übertragung in den Apparat, ohne den Blick von
der geschriebenen Zahl wenden zu müssen, das Blindrechnen also, gibt die Sicherheit und ist nicht
ermüdend.
Es liegt nun Bedarf für einen Rechenapparat vor, etwa in der Preislage dieser bekannten Apparate,
ίο aber mit der Annehmlichkeit des Blindrechnens wie
bei großen und teueren Additions- und Subtraktionsmaschinen. Diesen Zweck erfüllt die erfindungsgemäße
Vorrichtung, die außerdem Addition und Subtraktion in einem Arbeitsgang gestattet.
Erfindungsgemäß wird bei einem Rechenapparat für Addition und Subtraktion mit ineinanderliegenden
Ringscheiben und einem um deren gemeinsamen Mittelpunkt schwenkbaren Greifhebel die
Anordnung so getroffen, daß dieser Hebel sich an seinem äußeren Ende heben und senken läßt und
der so vorgerichtet ist, daß eine Greifvorrichtung, nachdem sie durch Fingerdruck bei gleichzeitigem
Spannen einer Feder in eine Ausgangsstellung gebracht wurde, beim jedesmaligen Anheben und
Senken selbsttätig durch Federkraft von einer Ringscheibe zur anderen gleitet, und daß eine Vorrichtung
vorhanden ist, die beim Schwenken des Hebels Knack- oder Tongeräusche erzeugt, wobei
die Geräusche oder die Höhe der Töne.noch untereinander verschieden sein können, zu dem Zweck,
an der Zahl der Geräusche, der Art oder der Tonhöhe nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch gehörsmäßig
die Stelle zu finden, wo der Hebel gesenkt werden soll, um beim folgenden Schwenken des
Hebels bis zu einem vorgesehenen Anschlag die jeweils vom Hebel gegriffene Ringscheibe um
so viel Ziffern zu verschieben, wie die Zahl lautet, die in den Apparat genommen werden soll, um
damit das sogenannte Blindrechnen zu ermöglichen.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
Auf einer Grundplatte befinden sich eine Anzahl kreisförmiger Erhöhungen mit einem gemeinsamen
Mittelpunkt, die die Bezeichnung »Kreisschienen« haben. Diese haben bogenförmige Aussparungen,
und zwar den Ziffernreihen entsprechend. Zwischen diesen Kreisscheiben liegen Ringscheiben, die zum
gemeinsamen Mittelpunkt hin kleiner werden. Auf diesen Ringscheiben sind je z. B. fünf Ziffernreihen
von ο bis 9 aufgebracht. Bei jeder Ziffer befindet sich eine Griffvorrichtung in Form eines Zahnes.
Ein bestimmter Zahn in jeder Ziffernreihe ist etwas höher, alle übrigen sind gleich hoch. In der Nullstellung
stehen alle gleichen Ziffern radial nebeneinander. Dieser Stellung entsprechend sind neben
der äußersten Ringscheibe auf der Grundplatte die Ziffernreihen ο bis 9 und daneben die von 9 bis ο
verzeichnet.
Um den gemeinsamen Mittelpunkt läßt sich ein Hebel oder für die Multiplikation und Division ein
Rahmen schwenken, die sich durch ein Scharnier oder Blattfeder abheben und senken lassen. Der
Hebel besitzt einen Mitnehmerzapfen, der sich im Hebel wie ein Schlitten verschieben läßt. Zum
Mittelpunkt hin wird er von einer Feder gezogen, nach außen hin durch Fingerdruck bewegt. Er wird
von der Sperrvorrichtung gehalten, die einen Fuß besitzt, durch Federkraft nach unten gerichtet wird
und so wirkt, daß er beim Aufsetzen und Anheben des Hebels den Mitnehmerzapfen zur nächsten
Ringscheibe gleiten läßt. Es gibt verschiedene solcher Sperrvorrichtungen. Die hier als Beispiel
beschriebene hat einen unteren und oberen Zahn. Durch einen Druck können beide Zähne angehoben
werden.
Ebenso ist eine Vorrichtung vorhanden, die beim Neun-Durchgang bewirkt, daß die nächste Ringscheibe
um eine Ziffer bewegt wird. Für diese Vorrichtung gibt es viele Konstruktionsmöglichkeiten,
z. B. an jeder Ringscheibe ist eine Blattfeder angebracht, die auf der Kreisschiene aufliegt und zur
Nachbarscheibe hinüberragt.
Am Hebel ist noch ein feststehender Zapfen vorhanden, der beim Anheben- und Schwenken des
Hebels an Klangkörpern vorbeistreicht, die durch ihre unterschiedliche Länge oder Größe unterschiedlich
im Klang sind.
Eine Löschvorrichtung ergreift beim Schwenken um den gemeinsamen Mittelpunkt die erhöhten
Zähne der Ringscheiben und ordnet sie bis zum Anschlag so, daß sich alle Ziffern im Resultatfenster
in Null-Stellung befinden.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtungen und des Hebels für Addition und Subtraktion
ist folgende:
Durch die Löschvorrichtung werden alle Ringscheiben in Null-Stellung gebracht. Mit dem Zeigefinger
und dem Daumen der rechten Hand wird der Hebel so ergriffen, daß sich der Zeigefinger an
einen Griff legt, der sich etwas zur Kreismitte hin schwenken läßt. Der Daumen legt sich an den Mitnehmerzapfen,
der nach oben einen grifförmigen Ansatz besitzt. Drückt nun der Daumen nach rechts
und der Zeigefinger nach links, so wird der Griff am Zeigefinger etwas geschwenkt, und der daran
befindliche kurze Hebel hebt den oberen Zahn der Sperrvorrichtung aus. Der Daumen kann nun eine
leiterartige Vorrichtung mit dem Mitnehmerzapfen bis zum Anschlag schieben. Läßt der Zeigefinger
den Griff los, kehrt der obere Zahn durch Federdruck in seine Stellung zurück und hält die leiterförmige
Vorrichtung mit dem Mitnehmerzapfen an einer Sprosse fest. Wird der Hebel gesenkt, so
stößt der Fuß der Sperrvorrichtung, der unter dem Hebel hervorragt, auf die Grundplatte. Beim weiteren
Senken des Hebels wird der obere Zahn aus der Sprosse gehoben und gibt sie frei. Gleichzeitig
aber hat sich von unten her der zweite Zahn so weit hochgeschoben, daß er die frei gewordene Sprosse
auffangen kann. Wird nun der Hebel angehoben, so gibt der untere Zahn die Sprosse frei, und der
obere Zahn fängt die nächste Sprosse auf. Mit diesem Vorgang des Ab und Auf des Hebels verschiebt
sich der Mitnehmerzapfen von einer Ringscheibe zur anderen. Zum Rechnen wird, wie schon
beschrieben, der Mitnehmerzapfen durch Daumen-
druck bis zum Anschlag geschoben. Der Hebel wird angehoben und zum unteren Anschlag geführt. Nun
schwenkt man den Hebel. Dabei berührt nacheinander der feststehende Zapfen die Klangkörper.
Haben diese z. B. drei hohe, drei mittlere und drei tiefe Töne, so erkennt man beim zweiten mittleren
Ton, daß der Hebel sich über der seitlich auf der Grundplatte aufgezeichneten Fünf befindet. Wird
hier der Hebel heruntergedrückt, greift der Mitnehmerzapfen die Ringscheibe an der Griffvorrichtung.
Wird der Hebel zurückgeschwenkt bis zum Anschlag, so wird die Ringscheibe um fünf Ziffern
verschoben. Wird der Hebel angehoben und wieder niedergedrückt, gleitet der Mitnehmerzapfen, wie
beschrieben, zur nächsten Ringscheibe. Soll hier z. B. eine Acht in den Apparat genommen werden,
so wird der Hebel vom unteren Anschlag, wie beschrieben, bis zum zweiten tiefsten Ton geführt
usw. Ist so von rechts nach links eine mehrstellige Zahl ziffernweise in den Apparat genommen, wird
der Mitnehmerzapfen, wie beschrieben, wieder in die Anfangsstellung gebracht. Wird nun die nächste
Zahl so in den Apparat genommen, erscheint im Resultatfenster die Summe beider Zahlen. Beim
Durchgang der Neun im Resultatfenster sinkt die Blattfeder dieser Ringscheibe in die bogenförmige
Aussparung der Kreisschiene, verschiebt die Nachbar-Ringscheibe um eine Ziffer und steigt
wieder an.
Wird die Drehrichtung des Hebels geändert, d. h. wird der Hebel vom oberen Anschlag aus geführt
bis z. B. zum ersten mittleren Ton, so befindet sich der Hebel über der auf der Grundplatte verzeichneten
Vier der Ziffernreihe für Subtraktion, und wird der Hebel angedrückt und bis zum oberen
Anschlag zurückgeführt, so wurden von der im Resultatfenster vorhandenen Zahl vier abgezogen
usw.
Mit diesem einfachen Apparat ist es demnach möglich, im gleichen Arbeitsgang zu addieren und
subtrahieren, ohne zum Apparat sehen zu müssen.
Der Rahmen für die Multiplikation und Division
ist so vorgerichtet, daß er gleichsam neun Hebel mit den Schlitten in sich vereinigt, wie ein solcher
oben beschrieben wurde, die radial nebeneinanderliegen. Diese besitzen nicht nur je einen Mitnehmerzapfen,
sondern etwa sechs nebeneinander. Diese Mitnehmerzapfen sind so vorgerichtet, daß sie erst
durch willkürlichen Druck in eine Mitnehmerstellung gebracht werden können, in der sie einrasten.
Sie sind so angebracht, daß sie die Griffvorrichtungen nur an der linken Hälfte berühren.
Sie sind ferner so vorgerichtet, daß sie sich seitlich schwenken lassen, wenn sie an eine Abdrängschiene
stoßen, ohne jedoch die Raste zu verlassen. Bei dieser seitlichen Schwenkung verlieren sie ihre
Möglichkeit, die Ringscheiben mitzunehmen. Sie kehren durch Federdruck beim Anheben des
Rahmens wieder in ihre Mitnehmerstellung zurück.
Alle Rasten sind so miteinander verbunden, daß sie durch willkürlichen Druck auf eine gemeinsame
Taste alle in die Mitnehmerstellung gebrachten Zapfen freigeben, die durch Federdruck in ihre
Anfangsstellung zurückkehren. Alle Mitnehmerzapfen lassen sich durch willkürlichen Druck auf
eine entsprechende Taste zum Mittelpunkt hin und her schieben. Die Vorrichtung für die Mitnahme
der nächsten Ringscheibe beim Neun-Durchgang können verschiedener Art sein. Als Ausführungsbeispiel wird die folgende beschrieben:
Für den Neun-Durchgang sind noch vorn und hinten für Multiplikation und Division die
D-Zapfen vorhanden. Es müssen so viele Zapfen vorn und hinten vorhanden sein wie einer der neun
Hebel besitzt; als Beispiel werden je sechs angenommen. Jeder läßt sich auch auf je einer radialen
Linie wie alle übrigen zusammen durch den gleichen willkürlichen Druck um eine Ringscheibe verschieben.
Sie sind also so am Rahmen angebracht, daß je einer vorn und hinten über je einer Ringscheibe
bei niedergedrücktem Rahmen zu stehen kommt und jeder Zapfen wieder über einer anderen
radialen Ziffernreihe steht. Die Schwenkung der Hebel verläuft demnach über vierzehn Ziffernreihen
für die Multiplikation von hinten nach vorn und bei verändertem Anschlag für die Division über
vierzehn Reihen von vorn nach hinten. Die Zapfen sind so vorgerichtet, daß sie durch Federdruck bei
angehobenem Rahmen nach unten gedrückt werden. Die Zapfen haben Ansätze, die beim Niederdrücken
des Rahmens auf die Kreisschienen stoßen. Beim weiteren Niederdrücken des Rahmens bleiben diese
Zapfen so angehoben in dieser Stellung und können die Ringscheiben zunächst nicht greifen. Beim
Schwenken des Rahmens gleiten die Ansätze auf den Kreisschienen.
Möglichst in gleicher radialer Linie sind vorn und hinten Abdrängschienen angebracht. Diese
stehen schräg über den Ringscheiben, reichen aber nur bis zur Hälfte deren Breite. Über den Kreisschienen
sind vorn und hinten Abdrängweichen, möglichst in gleicher radialer Linie angebracht, die
vorn von einer Ringscheibe schräg nach links hinten bis zur nächsten kleineren Ringscheibe verlaufen.
Sie lassen sich um eine senkrechte Achse drehen, deren Drehpunkt über den Kreisschienen
liegt. Die linke Zunge ragt schräg über die ganze Breite der Ringscheibe, die rechte Zunge nur bis
zur Hälfte (linken) der Breite der Ringscheibe.
Die Wirkungsweise ist folgende: Die zu multiplizierende
Zahl wird in den Rahmen genommen, indem man die mit den entsprechenden Ziffern kenntlich gemachten Λί-Zapfen niederdrückt. Der
Rahmen wird angehoben, bis zum hinteren Anschlag geführt, dort niedergedrückt und bis zum
vorderen Anschlag geführt. Da jeder Jkf-Zapfen
durch die beschriebenen Vorrichtungen die Ringscheiben nur um die Anzahl von Ziffern verschieben
kann, die ihm vorbestimmt ist, wird die zu multiplizierende Zahl, der Multiplikandus also, im 1£o
Resultatfenster erscheinen. Denn die M-Zapfen stoßen nach Beendigung ihrer Mitnehmertätigkeit
gegen die Abdrängschienen. Geht eine Neun am Resultatfenster vorbei, so streicht die erhöhte Griffvorrichtung
an der Ringscheibe, die auch für die Null-Einstellung dient, an die linke Weichenzunge
und schwenkt die rechte Zunge aus der Bahn des D-Zapfens. Eine Zungenseite hakt sich durch die
ihr innewohnende Federkraft an einer am Rahmen angebrachten Rastschiene ein. Wenn- alle niedergedrückten
M-Zapfen ihre Mitnehmereigenschaft an den Abdrängschienen verloren haben, gleitet der
D-Zapfen an der nun offenen Weiche weiter, und sein auf der Kreisschiene gleitender Ansatz kann
dort in der Aussparung absinken. Der Ansatz, der
ίο bis zur Nebenringscheibe ragt, setzt sich dort
hinter eine Griffvorrichtung und verschiebt die Ringscheibe. Nachdem er diese um eine Ziffer verschoben
hat, steigt die Aussparung an und zwingt den D-Zapfen aus der Mitnehmerstellung. Da durch
diese Bewegung dort auch eine Neun am Resultatfenster vorbeigegangen sein kann, wird ersichtlich,
weshalb die D-Zapfen nicht radial nebeneinander stehen können.
Wird der Rahmen angehoben, so gibt die Rastschiene die Weichenzungen frei, die in ihre Ausgangsstellung
zurückkehren. Wird der Rahmen so mehrere Male von hinten nach vorn geführt, so
wird auch der Multiplikandus entsprechend oft vervielfacht oder multipliziert. Werden alle eingestellten
M-Zapfen durch willkürlichen Druck um eine Ringscheibe zum Mittelpunkt hin verschoben,
so erhöht sich der Wert der Zahl der Rahmenbewegung im Resultatfenster um das Zehnfache.
Zur Division wird der Dividendus im Resultatfenster sichtbar gemacht und der Divisor auf dem Rahmen eingestellt. Der Divisor wird so weit nach links gedrückt, daß er über einer Teilzahl des Dividendus zu stehen kommt, die größer als der Divisor ist. Nun wird der Divisor so oft abgezogen, bis die Teilzahl kleiner als der Divisor ist. Die Anzahl der Rahmenbewegungen wird gezählt und notiert. Nun wird der Divisor um eine Ringscheibe nach rechts gerückt und wie oben beschrieben verfahren. Die Zahl der Bewegungen wird neben die erste Zahl geschrieben usw. Die sich so ergebende Zahl stellt das Resultat und die im Resultatfenster eventuell verbleibende Zahl stellt den Rest dar.
Zur Division wird der Dividendus im Resultatfenster sichtbar gemacht und der Divisor auf dem Rahmen eingestellt. Der Divisor wird so weit nach links gedrückt, daß er über einer Teilzahl des Dividendus zu stehen kommt, die größer als der Divisor ist. Nun wird der Divisor so oft abgezogen, bis die Teilzahl kleiner als der Divisor ist. Die Anzahl der Rahmenbewegungen wird gezählt und notiert. Nun wird der Divisor um eine Ringscheibe nach rechts gerückt und wie oben beschrieben verfahren. Die Zahl der Bewegungen wird neben die erste Zahl geschrieben usw. Die sich so ergebende Zahl stellt das Resultat und die im Resultatfenster eventuell verbleibende Zahl stellt den Rest dar.
Alle beschriebenen Vorrichtungen lassen sich sinngemäß an einem Apparat anbringen, der statt
der runden eine rechteckige Form besitzt, wobei die Ringscheiben durch endlose Bänder oder Ketten
mit aufgebrachten Ziffernreihen oder sonstige Zählwerke ersetzt werden. Statt des um eine senkrechte
Achse beweglichen Hebels oder Rahmens kann hier eine in am Apparat befestigten Schienen gleitende
Leiste oder zur Multiplikation und Division notwendige Rahmen über den Bändern oder Ketten so
bewegt werden, daß die gleiche, beschriebene Wirkung erzielt wird.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Rechenapparat für Addition und Subtraktion mit ineinanderliegenden Ringscheiben und einem um deren gemeinsamen Mittelpunkt schwenkbaren Greifhebel, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Hebel sich an seinem äußeren Ende heben und senken läßt und der so vorgerichtet ist, daß eine Greifvorrichtung, nachdem sie durch Fingerdruck bei gleichzeitigem Spannen einer Feder in eine Ausgangsstellung gebracht wurde, beim jedesmaligen Anheben und Senken selbsttätig durch Federkraft von einer Ringscheibe zur anderen gleitet, und daß eine Vorrichtung vorhanden ist, die beim Schwenken des Hebels Knack- oder Tongeräusche erzeugt, wobei die Geräusche oder die Höhe der Töne noch untereinander verschieden sein können, zu dem Zweck, an der Zahl der Geräusche, der Art oder der Tonhöhe nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch gehörsmäßig die Stelle zu finden, wo der Hebel gesenkt werden soll, um beim folgenden Schwenken des Hebels bis zu einem vorgesehenen Anschlag die jeweils vom Hebel gegriffene Ringscheibe um so viel Ziffern zu verschieben, wie die Zahl lautet, die in den Apparat genommen werden soll, um damit das sogenannte Blindrechnen zu ermögliehen.
- 2. Rechenapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich dieser Apparat auch noch in der Form herstellen läßt, daß statt der Ringscheiben sich endlose Bänder oder Ketten oder sonstige Zählwerke verwenden lassen, auf denen zwei oder mehrere Ziffernreihen von 0 bis 9 angebracht sind und über nebeneinander angebrachte Räder oder Rollen laufen, und daß statt des Hebels eine Leiste, in am Apparat befestigten Schienen gleitend, sich über den Ketten oder Bändern hin und her bewegen läßt, wobei alle im Anspruch 1 genannten Vorrichtungen sinngemäß so angebracht sind, daß die gleiche Wirkung wie dort erzielt wird.
- 3. Rechenapparat nach Anspruch 1 und 2, insbesondere zum Multiplizieren und Dividieren, dadurch gekennzeichnet, daß in einem um den Mittelpunkt der Ringscheiben drehbaren und um eine senkrecht zur Drehachse angeordneten Achse schwenkbaren Rahmen, dessen Drehbewegung von zwei Anschlägen begrenzt wird, neun radial von Stelle zu Stelle sprungweise von Hand zu schaltende Schlitten gelagert sind, an denen mehrere willkürlich in die Mitnehmerstellung zu bringende Zapfen über den Ringscheiben nebeneinander angeordnet sind, daß die Zapfen in ihrer eingestellten Lage nach der dem jeweiligen Ziffernwert entsprechenden Drehbewegung durch eine jeder Stelle zugeordnete Vorrichtung aus dem Eingriff mit den zugehörigen Ringscheiben gebracht werden, z. B. durch Einwirkung einer in jeder Stelle angebrachten Ablenkschiene auf die seitlich ausschwenkbaren und unter Federwirkung stehenden Zapfen, daß die Zapfen wieder in die Wirkungslage beim Schwenken des Rahmens um die senkrecht zur Drehachse gelagerte Achse gebracht werden und daß eine Vorrichtung zum Löschen der eingestellten Zapfen und zum Nullstellen der eingestellten Ringscheiben vorge-sehen ist und eine solche, die beim Neun-Durchgang die Verschiebung der nächsten Ringscheibe um eine Ziffer bewegt.
- 4. Rechenapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Zapfen gemäß Anspruch 3 versehenen Schlitten in einem 'Rahmen quer zu der Bewegungsrichtung der Bänder, Ketten usw. sprungweise von Hand von Stelle zu Stelle verschiebbar ist, daß der Rahmen in der Bewegungsrichtung der Bänder usw. verschiebbar ist und die Verschiebebewegung von zwei Anschlägen begrenzt wird, daß die eingestellten Stifte, wie im Anspruch 3 gekennzeichnet, am Ende der Verschiebebewegung des Rahmens außer Wirkungslage mit den Bändern usw. und zurück in die Wirkungslage durch Anheben des Rahmens gebracht werden und daß eine Vorrichtung zum Löschen der eingestellten Zapfen und zum Nullstellen der eingestellten Bänder usw. vorgesehen ist.ι© 709 885/36 2.
Priority Applications (1)
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|---|---|
| DE968474C true DE968474C (de) | 1958-02-20 |
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Family Applications (1)
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| DESCH836A Expired DE968474C (de) | 1950-01-01 | 1950-01-01 | Rechenapparat fuer Addition und Subtraktion im Blindrechenverfahren und mit Zusatzrahmen fuer Multiplikation und Division |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE968474C (de) |
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1950
- 1950-01-01 DE DESCH836A patent/DE968474C/de not_active Expired
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