DE966440C - Verfahren zur Errichtung hoher Staumauern, insbesondere fuer Talsperren - Google Patents

Verfahren zur Errichtung hoher Staumauern, insbesondere fuer Talsperren

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DE966440C
DE966440C DED3823A DED0003823A DE966440C DE 966440 C DE966440 C DE 966440C DE D3823 A DED3823 A DE D3823A DE D0003823 A DED0003823 A DE D0003823A DE 966440 C DE966440 C DE 966440C
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DE
Germany
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blocks
cranes
crown
dams
gaps
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Expired
Application number
DED3823A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Idel
Dr-Ing Friedrich Toelke
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Mannesmann Demag AG
Original Assignee
Demag AG
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Publication date
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/02Fixed barrages
    • E02B7/04Dams across valleys
    • E02B7/08Wall dams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Jib Cranes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Errichtung hoher Staumauern, insbesondere für Talsperren Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Errichtung hoher Staumauern unter Verwendung von Turmdrehkranen in verschiedenen Höhenstufen. Bisher war es erforderlich, bei der Errichtung hoher Sta,um,a,uerri die, Turmdrehkrane nach Erreichen einer gewissen Bauhöhe höher zu setzen, wozu Gerüst- und Hilfs@brückenkonstruktionen erforderlich waren. Es ist auch grundsätzlich bekannt, nur das Oberteil von Turmdrehkranen einzusetzen.
  • Zweck der Erfindung ist es, bei der Errichtung hoher Staumauern die zusätzlich bisher erforderlichen Betonierbrücken im Bereich der zu errichtenden Staumauer zu vermeiden, ohne von der erwähnten Methode der Errichtung von Staumauern in einzelnem Baublöcken abweichen zu müssen. Dies wird durch ein Verfahren erreicht, bei dem die letzte Mauerstufe bis zur Kronenhöhe durch Herstellung einzelner, in Längsrichtung der Mauer mit Abstand hintereinanderliegender Blöcke und durch Ausfüllung der Lücken zwischen den Blöcken mit Hilfe zweier Krane erfolgt, die aus dem drehbaren Oberteil von Turmdrehkranen gebildet sind und hintereinander arbeiten und von denen der vorangehende, zur Herstellung der Blöcke dienende Kran auf der Krone der vor ihm erstellten Blöcke und auf gegebenenfalls umsetzbaren Brückenbalken, die die Lücken zwischen den Blöcken überbrücken, verfahren wird und von denen der nachfolgende, zum Ausfüllen der Lücken dienende Kran auf der endgültigen Mauerkrone verfahren wird.
  • Zunächst könnte es unpraktisch erscheinen, für das Vortreiben der Staumauer gerade, Drehkrane anzusetzen, da der gerade Beförderungsweg auf .der Krone der kürzere scheint. Praktisch ist jedoch die Anwendung der Drehkrane außerordentlich günstig, einmal, weil die verhältnismäßig großen, breiten, modernen Sperrmauern sowieso eine gewisse Seitenbeweglichkeit derKrane erfordern, undandererseits, weil die Drehbarkeit der Krame die Möglichkeit gibt, das Baumaterial in einer Art Schraubenlinie von der Krone aus zu dem zunächst woiter unten liegenden Bestimmungsort zu bringen, während bei geradliniger Bewegung der Förderkübel jeweils erst in der Waagerechten und dann in der Senkrechten bewegt werden muß, also größere Wege zurückzulegen hat als bei der gleichzeitigen Dreh-und Absenkbewegung der Drehkrane.
  • Die Erfindung kann in verschiedener Richtung abgewandelt werden. Wird das Oberteil der Turmdrehkrane auf ein Fahrgestell umgesetzt, welches auf der endgültigen Krone der Sperrmauer läuft, so kann dann gegebenenfalls sogar das Fahrgestell mit umgesetzt werden.. Der Ausleger kann durch Abnehmen der Spitzenfelder oder durch Herausnehmen einzelner Felder verkürzt werden, wobei auch die rückwärtige Ausladung gegebenenfalls verkürzt oder auf jeden Fall das Gegengewicht entsprechend verringert wird. Zweckmäßig werden in den Auslegern Seillaufkatzen angewandt, da diese Katzen besonders geringe Gewichte ergeben, weil der Antrieb in der Drehkranmitte oder am rückwärtigen Ende untergebracht wird.
  • Bei der Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung kommen die bisher notwendigen umfangreichen Gerüst- und Hilfsbrückenkonstruktionen für die Turmdrehkrane in Fortfall, wie auch. keine kompletten Turmdrehkrane umgesetzt zu werden brauchen.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung dargestellt.
  • Abb.. i zeigt eine: Ansicht, Abb. z einen Schnitt der Anlage.
  • In dem Talbett wird zunächst ein Fundament 2 -errichtet, auf welchem die Turmdrehkrane 3 aufgestellt werden. Die Drehkrane nehmen das auf der Sohle .2 ankommende Baumaterial und bauen damit die Sperrmauer 4 allmählich bis zur Höhe 5 auf (Baustufe I). Die Drehbereiche der Krane sind so groß, daß der Hauptteil der Mauer mit ihnen errichtet werden kann. Die seitlich verbleibenden Teile werden durch kleinere Krane aufgebaut.
  • Ist die vorläufige Kronenhöhe 5 erreicht, so werden die drehba,reu Teile 3 a der Turmdrehkrane abgenommen und auf Fahrgestel.le6 gesetzt, die auf der endgültigen Krone 7, und zwar beispielsweise zunächst am linken Ende, angesetzt werden. Das Baumaterial wird für Kronenhöhe durch. Züge 9 angefahren und von den aus den Auslegern 3 a und den Untergestellen 6 gebildeten Drehkranen im Schwenkbetrieb vorgebracht (Baustufe II).
  • Um zwei Krane einsetzen zu können, wird der Aufbau in Form von Blöcken io durchgeführt, zwischen, denen die Lücken i i verbleiben, die durch Brückenbalken 12 überspannt sind. Diese Balken können entweder jeweils von dem vorangehenden Kran von hinten nach vorn umgesetzt werden, oder aber sie bleiben als Bewehrung der Krone im Material. Der zweite Kran hat dann de Aufgabe, die Lücken. i i auszufüllen, bis durch diesen blockweis-en Vortrieb die gesamte Staumauer bis zur Kronenhöhe errichtet worden ist.
  • Die Fahrbahn 13 für die Baumateriailzüge wird zweckmäßig seitlich der Krone auf besonderen Rippen oder Auslegern 14 verlegt, so daß sie das Ausfüllen der Lücken i i durch den zweiten Kran nicht stört, wenn das Material an den ersten Kran herangebracht wird.
  • Die Kranes werden zweckmäßig als Dieselkrane ausgebildet, da vielfach bei Beginn der Bauarbeiten keine oder nur unzulängliche elektrische Energie zur Verfügung steht. Man kann die Krane auch mit auswechselbarem Antrieb versehen, so daß sie nach Belieben mit Elektromotoren oder Dieselmotoren betrieben werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Errichtung hoher Staumauern unter Verwendung von Turmdrehkranen in verschiedenen Höhenstufen, dadurch gekennzeichnet, daß die letzte M;.uerstufe bis zur Kronenhöhe durch Herstellung einzelner, in Längsrichtung der Mauer mit Abstand hintereinanderliegender Blöcke (io) und durch Ausfüllung der Lücken (i i) zwischen den Blöcken (io) mit Hilfe zweier Krane erfolgt, die aus dem drehbaren Oberteil (3a) von Turmdrehkranen gebildet sind und hintereinander arbeiten und von denen der vorangehende, zur Herstellung der Blöcke (io) diemende- Kran auf der Krone (7) der vor ihm erstellten Blöcke, und auf gegebenenfalls, ums erzbaren B rückemba,lken, (i:2), die die Lücken (i i) zwischen den Blöcken (i o) überbrücken, verfahren wird und von denen der nachfolgende, zum Ausfüllen der Lücken (i i) dienende Kran auf der endgültigen Mauerkrone (7) verfahren wird. In Betracht gezogene Druckschriften: »Der Bauingenieur«, 1937, S.9 und 539; 1938, S.278; »Zement«, 1938, S. 494 Friedrich T ö 1k e, »Wasserkraftanlagen«, Zweite Hälfte, Erster Teil, Berlin, Julius Springer, 1938, S. 627, Abb. loai.
DED3823A 1950-06-20 1950-06-20 Verfahren zur Errichtung hoher Staumauern, insbesondere fuer Talsperren Expired DE966440C (de)

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