-
Verfahren zur Aufstellung des Eisengerüstes von Hallen. ' Die Erfindung
bezieht sich auf die Aufstellung des Eisengerüstes von Hallen unter Benutzung einer
aus bleibenden Bestandteilen des Eisengerüstes gebildeten, in der Längsrichtung
fahrbaren Heberüstung. Wenn bei dieser Bauweise, wie es bereits bekannt ist, die
Fahrbahn für die Heberüstung auf der Hallenflur verlegt wird, so müssen entweder
Ausschachtungsarbeiten für die Aufstellung von Maschinen, Schmelzöfen usw. so lange
unterbleiben, bis die Aufstellung des Eisengerüstes der Halle beendet ist, oder
es sind, wenn solche Ausschachtungsarbeiten schon vorgenommen sind, kostspielige
Abdeckungsarbeiten erforderlich. Außerdem hat die bekannte Bauweise den Nachteil,
daß bei Errichtung der Halle auf dem Gelände eines abgebrochenen Gebäudes mit der
Aufstellung des Eisengerüstes so lange gewartet werden muß, bis die Abbruchsarbeiten
beendet sind. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren und eine Einrichtung
zur Beseitigung dieser Übelstände.
-
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert,
und zwar zeigt in schematischer Darstellung Fig. i einen Grundriß des aufzustellenden
Eisengerüstes einer Werkstatthalle mit Laufkran, ferner in größerer, Maßstabe Fig.2
einen Teil des. Längsschnittes des Eisengerüstes nebst einer Seifenansicht der Heberüstung,
Fig. 3 einen Querschnitt des Eisengerüstes nebst einer Stirnansicht der Heberüstung
und Fig. q. die zu Fig. 3 gehörige Oberansicht. Das Eisengerüst der Halle möge beispielsweise
25 in gleichen Abständen angeordnete Binder A besitzen, so daß 24 Felder vorhanden
sind, deren Eckpunkte auf jeder Längsseite mit den Ziffern i bis 25 bezeichnet sind
(vgl. bes. Fig. i). In den Eckpunkten i, 3, 5 . . . 21, 23 und 25 sind die Stützen
B angeordnet, die auf jeder Seite durch die Dachträger C (Fig. 2) untereinander
verbunden sind. Unterhalb der Dachträger C ist auf jeder Längsseite an den Stützen
B die Fahrbahn für den Laufkran befestigt, die aus je 12 die einzelnen Stützen miteinander
verbindenden I-Trägern D besteht.
-
Zwecks Aufstellung des Eisengerüstes werden zunächst mittels einfachen
Mastes auf jeder Längsseite in den Eckpunkten i und 3 der beiden ersten Felder (Fig.
i) zwei Stützen B aufgerichtet und durch je einen Dachträger C (Fig. 2) miteinander
verbunden. Ferner wird auf jeder Seite an den beiden ersten Stützen B je ein mittels
des gleichen Mastes hochgezogener Fahrbahnträger D befestigt. Nunmehr wird auf jeden
Träger D ein Radgestell E gesetzt, das mit einem ein wenig über den Obergurt der
Dachträger C hinausragenden Auflagerbalken e1 für zwei Binder A versehen ist. Ferner
wird mit jedem der beiden Radgestelle E ein zweites Radgestell, E2, lösbar
gekuppelt,
das einen in der Verlängerung des Auflagerbalkens es liegenden Auflagerbalken e3
(Fig. 2 und 4) besitzt. Hierauf werden mittels des erwähnten Mastes zwei Binder
A hochgezogen, in einem der Feldbreite gleichen Abstande auf den beiden Balken ei
abgesetzt und starr mit diesen verbunden. Alsdann werden die beiden auf den Balken
e i ruhenden Binder durch den zu ihrer dauernden Verbindung bestimmten Querverband
F (Fig. 2 und q.) versteift. Schließlich wird an jedem der beiden Radgestelle E
ein Drehkranausleger G und an dem einen der beiden auf den Radgestellen E ruhenden
Binder A in der Mitte der oberen Gurtung ein Drehkranausleger H gelagert. Auf diese
Weise entsteht eine nach Art eines Laufkrans auf den Trägern D fahrbare Heberüstung
(E, E2, A, F, G, H),
die weiterhin zum Aufstellen des Eisengerüstes
benutzt wird.
-
Zu diesem Zwecke werden zunächst mittels der Ausleger G die zur Aufstellung
in den Eckpunkten 5 bestimmten Stützen B aufgerichtet. Ferner werden - ebenfalls
mittels der Ausleger G - zwei Dachträger C und zwei Fahrbahnträger D hochgezogen,
durch die sodann die in 5 aufgerichteten Stützen B mit den bereits in den Eckpunkten
3 aufgestellten verbunden werden. Die Fahrbahn für die Heberüstung ist damit bis
zu den Eckpunkten 5 verlängert. Nunmehr werden von einer in der Nähe der Eckpunkte
i befindlichen Zulage mittels des Auslegers H eine Anzahl von Bindern A hochgezogen
und dicht nebeneinander auf den Auflagerbalken e3 des Radgestells E2 lose abgesetzt.
Auf der Zeichnung (Fig. 2) ist angenommen, daß es sich um sieben Binder handelt,
die für die Eckpunkte 2 bis 8 bestimmt sind, wie in Fig. 2 durch die mit den Ziffern
dieser Eckpunkte bezeichneten strichpunktierten Parallelen über den Auflagerbalken
e3 angedeutet ist. Schließlich wird der für die Eckpunkte i bestimmte Binder hochgezogen
und unmittelbar in den Eckpunkten i abgesetzt. Nunmehr wird die Heberüstung samt
den auf den Auflagerbalken e3 ruhenden Bindern mittels der beiden durch die Radgestelle
E und E2 gebildeten Fahrzeuge auf der vorher verlegten Fahrbahn D um die Breite
eines Feldes in der Richtung i, 2 verschoben, worauf der für die Eckgunkte 2 bestimmte
Binder mittels des Auslegers H von den Balken e3 abgehoben und in diesen Eckpunkten
abgesetzt wird. Hierauf wird die Heberüstung um ein Feld weitergefahren und alsdann
der für die Eckpunke 3 bestimmte Binder in diesen Punkten abgesetzt. Weiterhin werden
in den Eckpunkten 7 in der vorher beschriebenen Weise die beiden nächsten Stützen
B aufgerichtet und mit den in den Eckpunkten 5 befindlichen Stützen durch zwei weitere
Dachträger C verbunden, worauf die Fahrbahn D bis zu den Punkten 7 verlängert wird.
Es können dann, nachdem die Heberüstung auf der Fahrbahn D weiterbewegt ist, die
für die Eckpunkte 4 und 5 bestimmten Binder abgesetzt werdest. Nachdem die Aufstellung
des Eisengerüstes in der angegebenen Weise so weit fortgeschritten ist, daß sämtliche
auf den Balken e3 befindlichen Binder abgesetzt sind, werden von einer weiteren
Zulage wieder sieben Binder mittels des Auslegers H abgehoben und auf die Balken
e3 gesetzt, worauf das Verfahren in der geschilderten Weise fortgesetzt wird. Sobald
hierbei die Heberüstung über das letzte Feld mit den Eckpunkten 24 und 25 gelangt
und der letzte verfügbare Binder in den Eckpunkten 23 abgesetzt ist, wird die Verbindung
zwischen den Radgestellen E und den auf diesen ruhenden beiden Bindern gelöst, und
diese Binder werden, nachdem die Ausleger H und die Fahrzeuge E, E2 mit den Drehkranauslegern
G entfernt sind, in den Punkten 24 und 25 in ihrer endgültigen Lage befestigt. Die
Aufstellung des Eisengerüstes ist dann, was die Hauptteile anlangt, beendet. .
-
Wenn die Raumverhältnisse es gestatten, jeden einzelnen der mittels
des Auslegers H hochzuziehenden Binder auf der Hallenflur in der Nähe der Eckpunkte
zu lagern, die er verbinden soll, sind die beiden Radgestelle E2 mit den Auflagerbalken
e3 entbehrlich.
-
Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, bleibt bei dem geschilderten
Verfahren der Raum unterhalb der Fahrbahn D für Ausschachtungs- oder Abbruchsarbeiten
frei verfügbar.