DE96161C - - Google Patents

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DE96161C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02NSTARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02N1/00Starting apparatus having hand cranks
    • F02N1/005Safety means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Sicherheitskurbel zum Antreiben von Gas-, Petroleum-, Ligrom-, Benzin- u. dergl. Maschinen. Bekanntlich entstehen beim Anlassen bezw. Antreiben dieser Maschinen sehr häufig Frühzündungen, welche ein plötzliches Rückwärtsschlagen der Maschine bewirken und dadurch häufig die Maschine bedienende Personen durch Zurückwerfen der Antriebshandkurbel wenn auch nicht verletzen, so doch sicherlich einen heftigen Stoß versetzen. Durch die den Erfindungsgegenstand bildende Sicherheitskurbel ist die Möglichkeit eines Rückschlages durch Frühzündungen ausgeschlossen, da beim Zurückgehen der Maschinenwelle die Handkurbel sofort ausgelöst wird, also zum Stillstand gelängt. Dies wird dadurch erreicht, daß die Handkurbel nicht unmittelbar auf die Antriebswelle, sondern unter Zuhülfenahme einer Zahnkupplung einwirkt , wobei die Zähne der Kupplung sich ans einander schieben, sobald ein mit derselben durch Zähne in Verbindung stehendes Sperrrad beim Rückwärtsgehen gegen eine feste Klinke stößt.
Die Vorrichtung ist auf der Zeichnung beispielsweise an einer Schiffsmaschine angeordnet, in einer Ausführungsform veranschaulicht, und zwar ist:
Fig. ι die Gesammtansicht der Sicherheitshandkurbel in Verbindung mit der Welle der Schiffsmaschine.
Fig. 2 stellt das Sperrrad mit der Kette zur Verbindung der Vorrichtung mit der Maschinenwelle dar.
Fig. 3 ist eine Ansicht von oben auf die Sicherheitsvorrichtung und die Maschinenwelle.
Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch die Vorrichtung, und zwar in ausgerücktem Zustande derselben.
Fig. 5 ist eine Aufsicht auf einen Theil der Sicherheitsvorrichtung.
Fig. 6 zeigt das Sperrrad nebst Klinke von vorn.
Fig. 7 stellt die an der Kurbel befindliche Zahnkupplung von vorn und
Fig. 8 dieselbe von der Seite dar.
Die Schiffsschraubenwelle ι trägt ein mit Kupplung 2 ausrückbares Kettenrad 3, welches durch Kette 4 mit einem zweiten Kettenrad 5 verbunden ist. Die Achse 6 dieses zweiten Kettenrades 5 ist in einem Ständer 7 gelagert und trägt auf der anderen Seite dieses Ständers 7 ein lose aufsitzendes Sperrrad 8, welches mit seitlichen Zähnen 9 ausgerüstet ist. An dem Ständer 7 befindet sich ein Drehpunkt für zwei Sperrklinken 10, welche von verschiedener Länge sind, so daß das Sperrrad nur um eine halbe Zahnlänge zurückzugehen braucht, um festgehalten zu werden.
Neben dem Sperrrad 8 trägt die Welle 6 eine Muffe II, welche auf einer Feder der Welle 6 hin- und hergleiten kann. Nach der Sperrradseite zu ist diese Muffe 11 mit Zähnen 12 versehen, welche in die Zähne 9 des Sperrrades 8 eingreifen können. Ferner besitzt die Muffe 11 einen durch eine Feder gegen die Welle 6 gepreßten Stift 13. Die Welle 6 hat zwei abgerundete Einkerbungen, in welche dieser Stift 13 hineingedrückt wird,
(3- Auflage, ausgegeben am jS. Juli igo8.)
so daß die Muffe 11 nur in zwei Stellungen stehen kann, nämlich so, daß die Zähne 9 und 12 und die noch zu erwähnenden Zähne an der Handkurbel entweder ganz in einander greifen oder ganz frei von einander sind. An der anderen Seite trägt die Muffe 11 einen Flantsch, welcher mit einem zweiten Flantsch 14 verbunden ist, der nach innen gerichtete Zähne 15 hat.
Die Handkurbel 16 dreht sich mittels einer Hülse 17 lose auf der Welle 6. Diese Hülse 17 trägt an einem Flantsch Zähne 18, welche gegen die Zähne 15 des Flantsches 14 gerichtet sind und in dieselben hineinpassen. Eine Feder 19 hält die Flantschen 14 und 17 mit den Zähnen 15 und 18 aus einander.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist nun folgende:
Beim Anlassen der Maschine wird die Muffe 11 so verschoben, daß der Stift 13 in die hintere Einkerbung der Welle 6 hineingepreßt ist, bei welcher Stellung die Zähne 9 und 12 und 15 und 18 in einander greifen. Durch Drehung der Handkurbel 16 in der gezeichneten Pfeilrichtung wird alsdann die Bewegung mittels des Zähnepaares 15-18 auf die Muffe 11 übertragen, die ihrerseits die Welle 6 mit herumnimmt, und somit auch das Kettenrad 5, welches mittels der Kette 4, des Kettenrades 3 und der Kupplung 2 die Bewegung auf die Maschinenwelle ι überträgt.
Erfolgt nun durch eine Frühzündung ein Rückwärtsgehen der Maschinenwelle, so wird das von den Zähnen 12 der Muffe II mitgenommene Sperrrad 8 gleichfalls mitsammt d«r ganzen Vorrichtung zurückgehen. Das kann aber nur um ein ganz kleines Stück geschehen, da nach höchstens einer halben Zahnlänge das Sperrrad 8 gegen eine der Klinken 10 stößt und so festgehalten wird. Nun geht aber der übrige Theil der Vorrichtung noch zurück, dabei werden sich die Zähne 12 aus den Zähnen 9 infolge ihrer einseitigen Gestaltung herausschieben. Gleichzeitig bewegen sich dabei aber auch die Zähne 15 aus den Zähnen 18 heraus, da die Muffen durch das Herausgleiten des ersteren Zähnepaares verschoben wird. Der Stift 13 drängt sich in die vordere Einkerbung der Welle 6, und die Handkurbel 16 sitzt lose auf der Welle. Da die Zähne 9-12 und 15-18 nur sehr niedrig sein können, etwa mm, so ist nur eine Verschiebung der Muffe 11 um etwa 2 mm erforderlich, um die Zähne außer Berührung zu bringen. Eine solche Verschiebung der Muffe würde aber schon eintreten nach einem Wege der Handkurbel von höchstens 40 mm.
Auf diese Weise wird also ein Rückwärtsschlagen der Maschine vollkommen unschädlich gemacht, da sofort die Handkurbel ausgelöst wird und frei auf der sich nun rückwärts drehenden Welle 6 sitzt.

Claims (2)

Patent-A N Sprüche:
1. Sicherheitsvorrichtung für das Anlassen von Explosionsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Handkurbel bei dem durch Frühzündungen bewirkten nicht beabsichtigten Rückwärtsanlaufen der Maschine selbstthätig ausgerückt wird, zum Zwecke, die gefährliche Wirkung des bei Frühzündungen entstehenden Stoßes unschädlich zu machen.
2. Eine Ausfühfungsform der Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine auf der Handkurbelachse 6 verschiebbare Muffe 11, welche mittels Zähne einerseits in das auf der Handkurbelachse lose sitzende Klinkenrad 8 und andererseits in die Handkurbel 17 eingreift, wobei das erstere bei der von der Frühzündung veranlaßten Rückwärtsdrehung der Handkurbelachse, gegen eine feste Klinke stoßend, festgehalten wird und bei weiterer Drehung die Muffe zurückschiebt, wodurch die Handkurbel ausgerückt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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