DE96058C - - Google Patents

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DE96058C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/10Preparation of ozone
    • C01B13/11Preparation of ozone by electric discharge
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B2201/00Preparation of ozone by electrical discharge
    • C01B2201/10Dischargers used for production of ozone
    • C01B2201/12Plate-type dischargers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Verfahren und Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. August 1896 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Ozonisirungsapparate mit Innenkühlung der Elektroden und bezweckt auf Grundlage der älteren Beobachtung, dafs sich mehr Ozon erzeuge, wenn die Luft beim Bestreichen der Elektroden nicht unter Druck gehalten werde, die Productionsfähigkeit des Apparates zu steigern dadurch, dafs der Luft ermöglicht wird, rasch über die Entladungsfläche bei möglichster Ausdehnung derselben hinzustreichen, d. h. rasch aus dem Bereich der noch vom Kühlmittel übrig gelassenen, nicht unbeträchtlichen Wärme zu treten und so der Wiederzersetzung eines nicht unbeträchtlichen Theiles des gebildeten Ozons, d. h. einem Nachtheil vorzubeugen, welcher mit den bekannten gewerblichen Ozonisatoren mit Elektrodenkühlung, als deren Typus der Apparat nach P. R. Nr. 59565 gilt, ursächlich verknüpft ist. Indem diese auf die Anschauung gegründet sind, dafs zur gewerblichen Ozonisirung Pressung der Luft erforderlich sei (s. auch die Patentschriften Nr. 61319 und Nr. 74430), sind sie derartig eingerichtet, dafs der Luft ein längerer Aufenthalt in der Einflufszone der Wärme aufgezwungen wird: nicht nur mufs die Luft ihrer natürlichen Tendenz entgegen sich einer langen Elektrode entlang nach unten bewegen, sondern es wird auch der durch die Erwärmung auf ein grofses Volumen ausgedehnten Luft freie Abströmung vermittelst einer im Verhältnifs zur Ausdehnung engen Abflufsöffnung verwehrt. Die so erzielte Steigerung des Verweilens der Luft zwischen den Elektroden bedeutet eine Steigerung des Einflusses der'Wärme und diese ist gleichbedeutend mit der Wiederzersetzung einer entsprechenden Menge des erzeugten Productes. Diese Schädigung wird nun der vorliegenden Erfindung gemäfs dadurch thunlichst in Wegfall gebracht, dafs einerseits die Elektroden als (durch die elektrische Zwischenmittel von einander geschiedene) längliche Kästen von geringer Höhe gestaltet werden, zwischen denen die Luft, gleichmäfsig in die Breite vertheilt, auf dem natürlichen Wege von unten nach oben streicht, und andererseits oberhalb der aus diesen niedrigen Elektroden zusammengesetzten Ozonisirungsbatterie der Luft eine Abströmöffnung dargeboten wird, die, der nicht ganz zu vermeidenden Erwärmung entsprechend, weiter ist als die unten befindliche Einströmöffnung. Die Luft kann sich also rasch bewegen und hat dabei eine Wärmezone von nur geringer Höhe zu durchmessen, infolge dessen der von der Kühlung hinterlassene Wärmerest einen nur sehr beschränkten zersetzenden Einflufs auszuüben vermag. Ferner gewinnt der Apparat die technischen Vorzüge einfacherer Gestaltung und leichterer Herstellung.
Auf dem beiliegenden Blatt Zeichnungen ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, welches zugleich 'der vom Erfinder vorgezogenen Form des Apparates entspricht.
Der Ozonisator bildet einen seiner Höhe nach in drei Kammern getheilten Kasten (siehe den Querschnitt Fig. 1), in dessen mittlere Kammer D die Elektroden eingesetzt werden. Letztere bestehen gemäfs Fig. 3, 4 und 5 aus
rechteckigen metallenen Kästen von niederer Höhe, welche, wie in den Figuren durch Em- und Austrittspfeile angedeutet, von einem Kühlmittel aufsteigend durchströmt werden, und zwar münden die Elektroden gleichen Zeichens unten in eine gemeinsame Zuleitung, oben in eine gemeinsame Ableitung. Die beiden Elektrodenarten haben also je ihre Flüssigkeitscirculation für sich; Fig. 5 zeigt sie zur Batterie zusammengesetzt; zwischen sie werden in bekannter Weise die elektrischen Scheiben eingesetzt (dieselben sind in den Zeichnungen fortgelassen). Sehr zweckmäfsig werden die Elektroden auf beiden Seiten mit zahlreichen Spitzen, z. B. in Form von sägeblattartig gezahnten Streifen, besetzt. Den Elektroden strömt die Luft von unten durch die Oeffnung A zu, welche sie in die trichterförmige Vertheilungskammer B treten läfst. Diese ist oben mit einer Platte C abgedeckt, die von einer, der Anzahl der Elektrodenzwischenräume entsprechenden Anzahl Längsschnitte durchbrochen ist, so dafs die Luft gleichmäfsig zwischen die Elektroden vertheilt wird, indem diese so in der Kammer D angeordnet werden, dafs ihre Zwischenräume die Fortsetzungen der Vertheilungsschütze bilden. Aus den Elektrodenzwischenräumen tritt die ozonisirte Luft oben in die mit weitem Abzug F versehene Entleerungskammer E.
Man erkennt leicht, wie die Luft, in gleiche Mengen abgetheilt, ihrem natürlichen Bewegungstrieb ohne bemerkenswerthe Drosselung Folge leisten kann und ihr so ermöglicht ist, dem zersetzenden Einflüsse der überdies nur niedrigen Wärmezone mit raschem Flusse sich zu entziehen, während ihre Vertheilung in die Breite in Verbindung mit dem eine kräftige elektrische Beeinflussung gewährleistenden Bau der' Batterie zu einer ungemein wirksamen Ozonisirung führt. Man ersieht ferner, wie das befolgte Princip gestattet, den Apparat einfach und leicht herstellbar zu gestalten, ohne seine Productionsfähigkeit zu beinträchtigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Dreikammeriger Ozonapparat mit Innenkühlung der Elektroden, dadurch gekennzeichnet, dafs die Luft zwischen Elektroden, welche als längliche Kästen von geringer Höhe gestaltet sind, einer oberen Abflufsöffnung zuströmt, die weiter als die unten befindliche Einströmöffnung ist, so dafs bei grofser Entladungsfläche der Einwirkung des Wärmerestes durch rasche Luftbewegung vorgebeugt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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