DE960484C - Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe

Info

Publication number
DE960484C
DE960484C DEC9803A DEC0009803A DE960484C DE 960484 C DE960484 C DE 960484C DE C9803 A DEC9803 A DE C9803A DE C0009803 A DEC0009803 A DE C0009803A DE 960484 C DE960484 C DE 960484C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
group
formula
sulfonic acid
radical
mole
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC9803A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Alfred Fasciati
Dr Heinrich Zollinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Application granted granted Critical
Publication of DE960484C publication Critical patent/DE960484C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/022Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring the heterocyclic ring being alternatively specified
    • C09B62/026Azo dyes
    • C09B62/028Monoazo dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe Die Erfindung bezieht sich auf Monoazofarbstoffe vom Typus des Produktes der Formel Solche Farbstoffe entsprechen der allgemeinen Formel R-N = N-R,-X (2) worin R den Rest einer in Nachbarstellung zur Hminogruppe an die Azogruppe gebundenen Aminonaphthalinsulfonsäure, R1 den Rest einer Diazokomponente der Benzolreihe und X einen über eine Stickstoffbrücke an R,. gebundenen heterocyclischen Rest ohne Farbstoffcharakter bedeutet, der ein reaktionsfähiges Halogenatom und einen einzigen heterocyclischen Ring aufweist.
  • Zur Herstellung dieser Monoazofarbstoffe werden erfindungsgemäß Aminonaphthalinsulfonsäuren (wie die 2-Aminonaphthahn-3, 6- oder -5, 7-disulfonsäure, die 2-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure, insbesondere aber Aminonaphthalinmonosulfonsäuren, wie die 2-Amino-3- oder -5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure, die 2-Amino-7-oxynaphthalin-4-sulfonsäure, 2-Aminonaphthalin-6-, -7- oder -8-sulfonsäure, 2-A1-kylg.mino- oder 2-Arylamino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäuren, z. B. die 2-Methylamino-, 2 ß-Oxyäthylamino- oder die 2-Phenylamino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure, und vorzugsweise die 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure selbst) in saurem Mittel mit Diazoverbindungen aus Aminen der Formel H2N-Ri-X (3) gekuppelt, wobei die Bedeutung der verschiedenen Symbole R1 und X sich aus der eben erläuterten Formel (2) ergibt.
  • Die Amine der Formel (3), welche als Ausgangsstoffe beim vorliegenden Verfahren verwendet werden, lassen sich nach an sich bekannten Methoden herstellen, z. B. indem i Mol eines Amins, das neben der diazotierbaren Aminogruppe ein an ein Stickstoffatom gebundenes reaktionsfähiges Wasserstoffatom aufweist, mit i Mol einer heterocyclischen Halogenverbindung ohne Farbstoffcharakter kondensiert, welche einen einzigen Heteroring und mindestens zwei reaktionsfähige Halogenatome aufweist, z. B. mit i Mol a, y-Dichlorchinolin, i, 4-Dichlorphthalazin, Methyldichlorpyrimidin, 2, 4-Dichlorchinazolin, 2, 4, 7-Trichlorchinazolin, Trichlor- oder Tribrompyrimidin, vor allem aber mit 2, 4, 6-Trichlor-i, 3, 5-triazin .oder mit i Mol eines Cyanurhalogenids der Formel worin A einen über eine Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffbrücke an den Triazinkern gebundenen aliphatischen, alicyclischen, araliphatischen oder aromatischen Rest mit vorzugsweise höchstens 12 Kohlenstoffatomen bedeutet.
  • So sind die beim vorliegenden Verfahren besonders wertvollen, einen Cyanurrest enthaltenden Diazo-. komponenten z. B. aus Diaminen der Benzolreihe erhältlich, indem man sie mit i Mol Cyanurchlorid umsetzt und im so erhaltenen primären Kondensationsprodukt noch ein Chloratom mit einer vorzugsweise höchstens 12 Kohlenstoffatome enthaltenden, bewegliche Wasserstoffatome aufweisenden Verbindung der aliphatischen, alicyclischen oder aromatischen Reihe umtauscht. Als solche Verbindungen mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen kommen hier z. B. Ammoniak, aliphatische oder aromatische Hydroxylverbindungen, Merkaptane und vor allem organische Stickstoffverbindungen, wie Amine, Amide, Aminoalkohole, Aminosäuren, Urethane usw., in Betracht. Es ist jedoch zweckmäßig, die Kondensation mit diesen Verbindungen an erster Stelle vorzunehmen, wobei Cyanurhalogenide der Formel (4) entstehen, welche gleichzeitig oder erst nachher mit i Mol Diamin kondensiert werden.
  • Es ist oft zweckmäßig, von Monoamino- oder Monooxybenzolen auszugehen, die einen in eine Aminogruppe überführbaren Substituenten -(z. B. eine Nitro-oder eine Acylaminogruppe) aufweisen, der nach der Kondensation mit dem Cyanurhalogenid z. B. durch Reduktion oder durch Verseifung in eine Aminogruppe umgewandelt wird. Als solche Monoamino- oder Monooxybenzole kommen z. B. 3- oder 4-Formylamino-i-aminobenzol in Betracht.
  • Die Kondensationen mit den Cyanurhalogeniden führt man zweckmäßig in Gegenwart säurebindender Mittel, wie Natriumcarbonat, aus. Bei all diesen Reaktionen ist selbstverständlich so vorzugehen, daß im fertigen Produkt mindestens noch ein austauschbares Halogenatom übrigbleibt.
  • Als Beispiele von so erhältlichen Aminen, deren Diazoverbindungen beim vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe in Betracht kommen, seien die folgenden erwähnt: Das Kondensationsprodukt aus z Mol 2, 4-Dichlorchinazolin und x Mol i, 4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure, das Kondensationsprodukt aus i Mol 2, 4-Dichlorchinazolin und i Mol 2, 5-Diaminobenzol-i-sulfonsäure-N-äthyl-anilid oder i Mol 2, 5-Diamino-i, i'-diphenylsulfon.
  • Zu besonders wertvollen Monoazofarbstoffen führen aber die sekundären Kondensationsprodukte aus i Mol einer der folgenden Diamine: r, 4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure, i, 3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure, i, 3-oder i, 4-Diaminobenzol, 4, 4'-Diaminodiphenylmethan, 4, 4'-Dimethyl-3, 3'-diaminodiphenylmethan, 4 4'-Diaminodiphenyl, 4, 4'- oder 2, 4'-Diaminodiphenyläther, 4, 4'-Dichlor-2, 2'-diaminodiphenyläther, 4 4'- oder 2, 2'-Diaminodiphenylsulfid, 4, 4'- oder 3, 3'-Diaminodiphenylsulfon, 2, 5-Diaminobenzoli-methylsulfon, 2, 5-Diaminobenzol-i-äthylsulfon, 2, 5-Diamino-4'-methoxy-i, i'-diphenylsulfon, 2, 5-Diamino-4'-methyl-i, i'-diphenylsulfon, 2, 5-Diaminoi, i'-diphenylsulfon, 2, 5-Diaminobenzol-i-sulfonsäureamid, 2, 5-Diaminobenzol-i-sulfonsäuremethyl-, -äthyl-, -phenyl- oder -p-tolylamid, 2, 5-Diaminobenzol-i-sulfonsäuredimethyl- oder -diäthylamid, 2, 5 - Diaminobenzol - i - sulfonsäurecyclohexylamid, 2, 5-Diaminobenzol-i-sulfonsäure-N-methyl- oder -äthylanilid mit i Mol eines primären Kondensationsproduktes aus Cyanurchlorid und i Mol einer der folgenden Verbindungen: Alkohole und Phenole, wie Methyl-, -Äthyl- oder Butylalkohol, Phenol, o-, m-oder p-Kresol, 4-Sekundärbutylphenol, 4-Tertiäramylphenol, Dialkylphenole, p-Chlorphenol, Methyl-, Dimethyl-, Äthyl-, Diäthyl-, Isopropyl-, Butyl-, Hexyl-, Phenyl-, Tolyl-, 4-Chlorphenyl-, N-Methylphenyl-oder Cyclohexylamin, ferner Äthanolamine, Acetamid, Buttersäureamid, Harnstoff, Thioharnstoff, Toluolsulfonsäureamid, Giykokoll, Aminokohlensäureester, wie der Methyl- oder hthylester, Aminoessigsäureäthylester, Aminoacetamid, i- oder 2-Aminonaphthalin-4- oder. -6-sulfonsäure, i-Aminobenzol 3- oder -4-sulfonsäure bzw. deren Sulfamide oder Sulfone.
  • Die Diazotierung der beim vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe dienenden Amine kann nach an sich bekannten Methoden, z. B. mit Hilfe von Mineralsäure, insbesondere Salzsäure und Natriumnitrit, oder nach den üblichen, für schwer diazotierbare Verbindungen gebräuchlichen Methoden, beispielsweise mit Hilfe von Nitrosylschwefelsäure erfolgen. Es ist im letzten Falle oft zweckmäßig, die Diazoverbindungen z. B. durch Verdünnen des Diazotierungsgernisches mit Wasser abzuscheiden, abzufiltrieren und so mit den 2-Anünonaphthalinsulfonsäuren zu kuppeln. Die Kupplung erfolgt in saurem, beispielsweise schwach kongosaurem bis essigsauren Mittel. Hierbei kann man z. B. so verfahren, daß man eine 2-Aminonaphthalinsulfonsäure zuerst in ein Alkalisalz überführt, durch Zusatz von Essigsäure wieder in die freie -Säure umwandelt, wobei man eine Suspension erhält, und hierauf die abfiltrierte Diazoverbindung mit dieser Suspension vereinigt. Dann wird die durch die Kupplungsreaktion entstehende freie Mineralsäure z. B. mit Natriumacetat abgestumpft und gegebenenfalls die Temperatur etwas erhöht.
  • Bei der Isolierung der Farbstoffe aus der Kupplungsmasse ist so vorzugehen, da,ß die isolierten Produkte noch mindestens ein reaktionsfähiges Halogenatom enthalten; dazu wird die Kupplungsmasse z. B. mit Natriumcarbonat oder Natriumchlorid, versetzt, wobei die ausgeschiedenen Farbstoffe abfiltriert und getrocknet werden können.
  • Die neuen Farbstoffe der bereits erläuterten allgemeinen Formel (2) können nach einer Abänderung des vorliegenden Verfahrens ebenfalls hergestellt werden, die dadurch gekennzeichnet ist, daß man i Mol eines Monoazofarbstoffes der Formel R-N = N-R,-Z (5) worin R den Rest einer in Nachbarstellung zur Aminogruppe an die Azogruppe gebundenen Aminonaphthalinsulfonsäure, R,. den Rest einer DiazokorAponente der Benzolreihe und Z eine mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom aufweisende Aminogruppe bedeutet, mit i Mol einer heterocyclischen Halogenverbindung kondensiert, die einen einzigen Heteroring und mindestens zwei austauschbare Halogenatome aufweist, wobei man, falls die entstehenden Produkte zwei austauschbare Halogenatome enthalten, eines dieser Halogenatome weiter austauscht durch Kondensation mit einer aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Verbindung, die reaktionsfällige Wasserstoffatome enthält.
  • Die hierbei als Ausgangsstoffe dienenden, der Formel (5) entsprechenden Monoazofasbstoffe können nach an sich bekannten Methoden hergestellt werden, indem man eine der weiter oben erwähnten Aminonaphthalinsulfonsäuren in saurem Mittel mit Diazoverbindungen kuppelt, welche neben der Diazogruppe eine freie Aminogruppe oder einen in eine solche Gruppe überführbaren Substituenten aufweisen, welcher nach fertiger Kupplung entsprechend umgewandelt wird.
  • Als Beispiele solcher Diazoverbindungen seien die folgenden erwähnt, die -aus folgenden Aminen erhältlich sind: 3- oder 4-Nitro-i-aminobenzol, 4-Nitro-4'-aminodiphenyl und die weiter oben angeführten Diamine bzw. deren Monoacylverbindungen.
  • Die Kondensation der so erhältlichen Monoazofarbstoffe der Formel (5) mit den hierbei in Betracht kommenden heterocyclischen Halogenverbindungen, die einen einzigen Heteroring und mindestens zwei Halogenatome aufweisen und von denen die leicht zugänglichen weiter oben erwähnt worden sind, führt man zweckmäßig in Gegenwart säurebindender Mittel, wie Natriumacetat, und unter solchen Bedingungen aus, daß in den entstandenen Farbstoffkondensationsprodukten noch ein reaktionsfähiges Halogenatom übrigbleibt, das heißt z. B. in organischem Mittel oder bei möglichst tiefer Temperatur in wäßrigem Mittel.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren und dessen Abänderung erhältlichen Farbstoffe sind neu. Sie eignen sich zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Materialien, insbesondere solcher tierischer Herkunft, wie Leder, Seide und vor allem Wolle, sowie verschiedener Kunstfasern, z. B. aus ammalisierter Kunstseide, Superpolyamiden oder Superpolyurethanen usw. Die mit diesen Farbstoffen, insbesondere mit denjenigen, die nur eine Sulfonsäuregruppe und ein einziges Halogenatom enthalten, erhaltenen Färbungen und Drucke zeichnen sich durch ihre wertvollen Farbtöne, ihre Gleichmäßigkeit und ihre guten Wasch- und Walkechtheitseigenschaften insbesondere im alkalischen Bereich aus.
  • Gegenüber dem im Beispiel 2o der deutschen Patentschrift 436 a79 beschriebenen Farbstoff, der sich von den verfahrensgemäß erhaltenen Farbstoffen dadurch unterscheidet, daß er an ein Kohlenstoffatom des Cyanurrestes einen 4-Acetylaminophenylaminorest an Stelle eines Halogenatoms gebunden - enthält, weisen die letzteren den Vorzug auf, besser zu egalisieren und reinere Färbungen von besserer Waschechtheit zu geben.
  • In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente. Beispiel i 39,3 Teile des sekundären Kondensationsproduktes aus i Mol Cyanurchlorid, i Mol Anilin und i Mol _, 3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure werden in 3ooTeilen Wasser und 2o Teilen 300%iger Salzsäure aufgeschlämmt und bei etwa io bis 15' mit 25 Volumteilen 4 n-Natriumnitritlösung diazotiert. Die erhaltene schwachgelblich gefärbte Diazosuspension wird mit 3o Teilen Natriumacetat (C H3 C O 4 Na - 3 H, O) und dann bei 2o bis 25° mit einer in Essigsäure angesäuerten Lösung des Natriumsalzes von 23,9 Teilen 2-Ammo-8-oxynaphthahn-6-sulfonsäure in Zoo Teilen Wasser versetzt. Nach beendeter Kupplung wild die Suspension mit Natriumcarbonatlösung schwach lackmusalkalisch gestellt, ausgesalzen und abfiltriert. Man erhält einen Farbstoff, der aus schwefel- oder essigsaurem Bade Wolle in roten Tönen von hervorragender Lichtechtheit und guten Naßechtheiten anfärbt.
  • Verwendet man an Stelle des Kondensationsproduktes aus äquivalenten Teilen von Cyanurchlorid, Anilin und i, 3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure dasjenige aus Cyanurchlorid, Anilin und i, 4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure, so erhält man einen Farbstoff mit etwas blaustichigerem Farbton und ähnlichen Echtheitseigenschaften.
  • Beispiel 2 54,2 Teile des Farbstoffes 4 Amino-2-(N-äthyl-N phenyl)-suifaminyl-benzol-i, i'-azo-2'-amino-8'-oxynaphthalin-6'-sulfonsäure der Formel werden in Form seines Natriumsalzes in 2ooo Teilen Wasser gelöst. Bei 35 bis 459 werden 27 Teile 2-Anilino-4, 6-dichlortriazin der Formel zugegeben. Man rührt bei dieser Temperatur 4 bis 6 Stunden und stumpft die entstehende Mineralsäure mit einer Lösung von Natriumcarbonat oder Natriumacetat ab. Nach beendeter Kondensation wird der Farbstoff mit Natriumchlorid ausgesalzen, abfiltriert und getrocknet. Er färbt Wolle aus schwach essigsaurem oder neutralem Bade in blaustichigroten Tönen, die sich durch gute Licht- und Naßechtheiten auszeichnen.
  • Der gleiche Farbstoff wird erhalten, wenn i, 4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure-N-äthyl-N-phenylamid mit einer äquivalenten Menge 2-Anilino-4, 6-dichlor-triazin umgesetzt wird und die entstandene Verbindung mit freier Aminogruppe in i-Stellung diazotiert und mit 2-Amino-8-oxynaphthaIin-6-sulfonsäure in schwach saurem Mittel gekuppelt wird.
  • Ähnliche Farbstoffe werden erhalten, wenn an Stelle des Kondensationsproduktes aus Cyanurchlorid, Anilin und i, 4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure-N-äthyl-N phenylamid diejenigen der Kolonne I folgender Tabelle verwendet werden. In Kolonne III ist die Farbe der auf Wolle erhältlichen Färbungen angegeben.
    Beispiel 3 44,5 Teile des Kondensationsproduktes aus z Mol Cyanurchlorid, x Mol Monomethylamin und = Mol 2, 5-Diaminobenzol-x-sulfonsäure-N-äthyl-N-phenylamid werden in 30o Teilen einer wäßrigen Schwefelsäure, die =o Gewichtsprozent HZS04 und außerdem eine zur teilweisen Lösung der Diazokomponente ausreichende Menge einer technischen Naphthalinmono- oder -polysulfonsäure enthält, verrührt. Zur Suspension troft man langsam unter Rühren eine wäßrige Lösung- von 6,9 Teilen Natriumnitrit. Die entstandene Diazoverbindung ist zum Teil gelöst.
  • Nachdem man einen eventuell vorhandenen Überschuß an salpetriger Säure mit Harnstoff zerstört hat, gibt man eine neutrale Suspension aus 22,3 Teilen 2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure und der nötigen Menge Natriumcarbonat in 5o Teilen Wasser zu und stumpft die Mineralsäure durch Zusatz von Natriumacetat ab, bis Kongopapier nicht mehr gebläut wird. Zur Beschleunigung der Kupplung kann das Reaktionsgemisch erwärmt werden bis zu einer Temperatur von etwa 50°. Nach beendeter Kupplung wird durch Zugabe von Natriumcarbonat neutralisiert. Der ausgefallene rotbraune Farbstoff wird in üblicher Weise filtriert und getrocknet. Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle aus essigsaurem Bade in lichtechten, rotstichigorangen Tönen.
  • Ein Farbstoff, der Wolle in etwas weniger rotsticbigorangen Tönen färbt, wird erhalten, wenn man an Stelle der 2-Aminonaphthahn-6-sulfonsäure 22,3 Teile 2-Aminonaphthalin-8-sulfonsäure verwendet.
  • Verwendet man zur Kupplung mit der gleichen Diazoverbindung 25,3 Teile 2-Methylamino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure; so erhält man einen Farb= Stoff, der Wolle in lichtechten violetten Tönen färbt. Beispiel 4 48,1 Teile des Kondensationsproduktes aus x Mol Cyanurcblorid, x Mol Anilin und z Mol 2-Amino-5-methylamino-4'-methyldiphenylsulfon werden in 3oo Teilen einer wäßrigen Schwefelsäure, die ro Gewichtsprozent HIS04 und außerdem eine zur teilweisen Lösung der Diazokomponente ausreichende Menge einer technischen Naphthalinmono- oder -polysulfonsäure enthält, verrührt. Zu diesem Gemisch wird unter Rühren langsam eine wäßrige Lösung von .6,g Teilen Natriumnitrit zugetropft-Nach beendeter Diazotierung und Zerstörung eines eventuell vorhandenen Überschusses an salpetriger Säure gibt man eine schwach saure Suspension von 23,9 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure in 5o Teilen Wasser zu. Durch Zusatz der nötigen Menge an Natriumacetaf wird das Gemisch bei einem pH-Wert zwischen 2 und 4 gehalten. Nach beendeter Kupplung wird durch Zugabe von Natriumcarbonat neutralisiert und der Farbstoff in üblicher Weise ausgesalzen und isoliert. Er stellt ein dunkles, rotbraunes Pulver dar und färbt Wolle aus essigsaurem Bade in lichtechten blaustichigroten Tönen.
  • Das zur Herstellung der Diazokomponente benötigte 2-Afnino-5-methylamino-4'-methyldiphenylsulfon kann in bekannter Weise durch Reaktion voi 2, 5-Diamino-4'-methyldiphenylsulfön mit einer äquivalenten Menge eines Methylhalogenids, beispielsweise Methyljodid, erhalten werden. Beispiel 5 In analoger Weise, wie im Beispiel 4 beschrieben, kann die aus 37,5 Teilen des Kondensationsproduktes von = Mol 2, 5-Diamino-4'-methyl diphenylsulfon und x Mol 2, 4-Dichlorpyrimidin erhaltene Diazoverbindung mit 23,9 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure in saurem Mittel gekuppelt werden.
  • Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle. aus essigsaurem Bade in deutlich gelbstichigeren Tönen als die in den Beispielen 2 und ¢ beschriebenen Farbstoffe mit Diazoverbindungen, die sich von dem 2, 5-Diamino-4'-methyl-diphenylsulfon ableiten.

Claims (5)

  1. PATENTANSPROCHE: i. Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man Aminonaphthalinsulfonsäuren in saurem Mittel mit Diazoverbindungen aus Aminen der Formel HZN-Ri-X kuppelt, in welcher R1 einen Arykest der Benzolreihe und X einen über eine Stickstoffbrücke an R1 gebundenen heterocyclischen Rest ohne Farbstoffcharakter bedeutet, der ein reaktionsfähiges Halogenatom und einen einzigen heterocyclischen Ring aufweist.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man 2 Aminonaphthalin-monosulfonsäuren in saurem Mittel mit Diazoverbindungen aus Aminen der Formel kuppelt, worin R, einen aromatischen Rest der Benzolreihe und A einen über eine N H-Gruppe an den Triazinkern gebundenen Alkyl-, Aralkyl-, Cycloalkyl- oder Arylrest bedeutet.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure in saurem Mittel mit Diazoverbindungen aus Aminen der Formel kuppelt, worin Y eine Alkyl-, Aralkyl- oder Arylsulfongruppe oder eine vorzugsweise N-substituierte Sulfonsäureamidgruppe und A einen über eine NH-Gruppe an den Triazinkern gebundenen Alkyl-, Aralkyl-, Cycloalkyl- oder Arylrest bedeutet.
  4. 4. Abänderung des Verfahrens gemäß Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß man i_Mol eines Monoazofarbstoffes der Formel R-N = N-R1-Z worin R den Rest einer in Nachbarstellung zur Aminogruppe an die Azogruppe gebundenen Aminonaphthalinsulfonsäure, R1 den Rest einer Diazokomponente der Benzolreihe und Z eine mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom aufweisende Aminogruppe bedeutet, mit i Mol einer heterocyclischen Halogenverbindung kondensiert, die einen einzigen Heteroring und mindestens zwei austauschbare Halogenatome aufweist, wobei man, falls die entstehenden Produkte noch zwei austauschbare Halogenatome enthalten, eines dieser Halogenatome durch Kondensation mit einer aliphatischen, cycloaliphatischen, arali= phatischen oder aromatischen Verbindung, die reaktionsfähige Wasserstoffatome enthält, weiter austauscht.
  5. 5. Abänderung des Verfahrens gemäß Anspruch i, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß man i Mol eines Monoazofarbstoffes der Formel worin `Y eine Alkyl , Aralkyl oder Arylsulfongruppe oder eine vorzugsweise N-substituierte Sulfonsäureamidgruppe bedeutet, mit einem Mol eines Halogenids der Formel worin A einen über eine Stickstoffbrücke an den Triazinkern gebundenen aliphatischen, alicyclischen, araliphatischen oder aromatischen Rest mit vorzugsweise höchstens 12 Kohlenstoffatomen bedeutet, kondensiert. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 436 i79.
DEC9803A 1953-08-19 1954-08-14 Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe Expired DE960484C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH960484X 1953-08-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE960484C true DE960484C (de) 1957-03-21

Family

ID=4550478

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC9803A Expired DE960484C (de) 1953-08-19 1954-08-14 Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE960484C (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1041461B (de) * 1954-11-29 1958-10-23 Ici Ltd Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Cellulosetextilstoffen
DE1109807B (de) * 1958-05-23 1961-06-29 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung von reaktiven Farbstoffen
DE1202415B (de) * 1961-02-27 1965-10-07 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen
DE1220060B (de) * 1960-07-23 1966-06-30 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE1221383B (de) * 1959-10-23 1966-07-21 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Pyrimidylfarbstoffen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE436179C (de) * 1923-01-09 1926-10-28 Chemische Ind Ges Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE436179C (de) * 1923-01-09 1926-10-28 Chemische Ind Ges Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1041461B (de) * 1954-11-29 1958-10-23 Ici Ltd Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Cellulosetextilstoffen
DE1109807B (de) * 1958-05-23 1961-06-29 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung von reaktiven Farbstoffen
DE1221383B (de) * 1959-10-23 1966-07-21 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Pyrimidylfarbstoffen
DE1220060B (de) * 1960-07-23 1966-06-30 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE1202415B (de) * 1961-02-27 1965-10-07 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2915323A1 (de) Basische bzw. kationische, sulfonsaeuregruppenhaltige monoazo- oder disazoverbindungen
DE2043192C3 (de) Basische Farbstoffe, deren Herstellung und Verwendung
DE2238110A1 (de) Azoverbindungen, deren herstellung und verwendung
DE960484C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe
DE1007451B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE1106897B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE740050C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE2519657C3 (de) Farbstoffzwischenprodukte und Verfahren zur Herstellung von Farbstoff gemischen
EP0051559A1 (de) Basische bzw. kationische, sulfonsäuregruppenfreie Azoverbindungen
DE1267769B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Dis- und Tetrakis-azofarbstoffen
DE959748C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe
EP0062824A2 (de) Sulfonsäuregruppenhaltige kationische Azofarbstoffe, ihre Herstellung und ihre Verwendung
DEC0009803MA (de)
DE964974C (de) Verfahren zur Herstellung von Mono- und Disazofarbstoffen
DE2408907C3 (de) Wasserlösliche Tetrakisazofarbstoffe, Verfahren zu deren Herstellung und ihre Verwendung zum Färben von Leder
DE2343115A1 (de) Neue anthrachinonfarbstoffe, deren herstellung und verwendung
DE2320361C3 (de) Dispersions-Azofarbstoffe sowie deren Herstellung
DE2453209A1 (de) Disazofarbstoffe
DE2618670A1 (de) Neue azofarbstoffe, verfahren zu ihrer herstellung und ihrer verwendung
DE2159380C3 (de) Polyazofarbstoffe und Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung
DE1211347B (de) Verfahren zur Herstellung von faserreaktiven Azofarbstoffen
DE1172000B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
CH321527A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe
DE1644132A1 (de) Neue Monoazofarbstoffe,Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung
DE2431873A1 (de) Azoverbindungen