DE960288C - Maschine fuer das Aufnehmen und Aufbereiten der Bettungsstoffe von Eisenbahngleisen - Google Patents

Maschine fuer das Aufnehmen und Aufbereiten der Bettungsstoffe von Eisenbahngleisen

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DE960288C
DE960288C DEW13977A DEW0013977A DE960288C DE 960288 C DE960288 C DE 960288C DE W13977 A DEW13977 A DE W13977A DE W0013977 A DEW0013977 A DE W0013977A DE 960288 C DE960288 C DE 960288C
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Wilhelm Waesche
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WILHELM WAESCHE
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WILHELM WAESCHE
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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B27/00Placing, renewing, working, cleaning, or taking-up the ballast, with or without concurrent work on the track; Devices therefor; Packing sleepers
    • E01B27/06Renewing or cleaning the ballast in situ, with or without concurrent work on the track
    • E01B27/10Renewing or cleaning the ballast in situ, with or without concurrent work on the track without taking-up track

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Machines For Laying And Maintaining Railways (AREA)

Description

  • Maschine für das Aufnehmen und Aufbereiten der Bettungsstoffe von Eisenbahngleisen Die Bettung von Eisenbahngleisen und Weichen verschmutzt mit der Zeit durch Asche, Koh,##nreste der Lokomotiven sowie durch Teile, die von der Ladung verlorengehen. Es handelt sich um Stofre aller Art sowie um Unkraut und Unkrautsamen, der durch den Wind herangetragen wird. Die Verschmutzung erreicht im Laufe der Zeit einen wesentlichen Grad, so daß die Bettung wasser- und luftundurchlässig wird und die federnde Eigenschaft verlorengeht. Vor der Durcharbeitung eines Gleises oder einer Weiche, zumindest aber vor der Gleis-und Weichenerneuerung, ist die Bettung zu reinigen. Außerdem ist die alte Bettung aus wirtschaftlichen Gründen wieder verwendungsfähig zu machen. Die Ersparnisse, die dadurch erzielt werden, sind sehr wesentlich. Früher reinigte man die Bettung mit Hand, indem man sie mit Steinschlaggabeln durcbgabelte. Dabei waren die Verluste an Bettungsstoffen wesentlich. Neuerdings verwendet man auch Maschinen. Durch eine sogenannte Schrämmkette wird die Bettung gelöst, auf geneigter Ebene auf bestimmte Höhe gebracht und durch eine Siebeinrichtung gesiebt. Auf einem zweiten Transportband wird sie dem Gleis zugeführt, und die Rückstände werden auf einem weiteren Transportband auf besondere Eisenbahnwagen oder an die Seitenböschung des Bahnkörpers gebracht.
  • Es sind auch Maschinen bekannt, bei denen Aufnahme- und Siebanlage unterhalb der Schwellen angebracht sind, doch ist hier eine Anpassung an die Planungsneigung nicht vorgesehen. Auch sind geteilte Ausräumvorrichtungen bekannt, doch fehlt auch hier die Anpassung an die Planungsneigung.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine für das Aufnehmen des Bettungsschotters von Eisenbahngleisen und Weichen, bei der eine Aufnahmevorrichtung und ein Sieb unterhalb der Schwellen hindurchgeführt werden, wobei zum Lösen und zum Fördern des Schotters auf das Sieb Aufnehmevorrichtungen verwendet -,werden, die die Länge etwa der halben Breite eines eingleisigen Planums haben. Die Aufnehmevorrichtungen haben Hohlachsen und sind mit Schaufelblechen besetzt. Sie sind an zu beiden Seiten des Fahrgestells der Maschine höhenverstellbar gelagerten und um ihre Längsachse um 36o° drehbaren Haltestangen, der Planungsneigung entsprechend geneigt, befestigt. Die Siebe sind in der Länge den Schaufelachsen angepaßt und stützen sich über Walzen, Kufen oder Rollen auf dem Planum ab. Durch die Hohlachsen wird der Bettung heiße Luft zugeführt, wodurch sie getrocknet und der keimfähige Samen' abgetötet wird.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen, und zwar zeigt Abb. i den Bettungsquerschnitt einer eingleisigen Bahn in der geraden Strecke, Abb. 2 den Bettungsquerschnitt einer zweigleisigen Bahn in der geraden Strecke, Abb. 3 den teilweisen Querschnitt der Dettungsreinigungs- und Aufbereitungsmaschine mit Antriebsvorrichtung, Abb. 4 den Aufriß dazu, Abb. 5 den Grundriß der Bettungsschaufelachse, Abb. 6 die Bettungsschaufelachse im größeren Maßstab mit Heißluftzuführung, Antrieb sowie Kupplung der Antriebsmaschine mit dem Antrieb, Abb.7 die Bettungsschaufelachse im Grundriß mit unter einem bestimmten Winkel aufgeschweißten Schotterlöseschaufeln, Rüttelsieb und Planumswalze, Abb. 8 einen Querschnitt zu Abb. 7, Abb. g einen Äufriß zu Abb. 6, Abb. io ein anderes Ausführungsbeispiel einer Bettungsschaufelachse im Grundriß mit Rüttelsiebanlage, Abb. i i die gleiche Anlage im Querschnitt, Abb. i2 einen Längenschnitt vom Rüttelsieb mit Absaugtrichter, Abb. 13 die Gesamtanordnung der Bettungsreinigungs- und Aufbereitungsmaschine mit mechanischer Abbeförderung der Rückstände im Grundriß, Abb. 14 Grundriß einer anderen Ausführungsform mit Förderschnecke und Becherwerk und Abb. 15 einen Aufriß hierzu.
  • Bei der Bettungsreinigung ist von Bedeutung, daß Bauart und Arbeitsweise der Maschine die Verankerung des Gleisrahmens mit dem Planum durch die Bettung nicht aufhebt oder auf ein geringes Maß beschränkt.-Diese Forderung erfüllt die vorgeschlagene Maschine, da einmal der Sieb- und Aufbereitungsvorgang unter dem Gleisrahmen stattfindet und außerdem die Bettung nur in der Sieblänge während des Sieb- und, Aufbereii:tungsvorganges von dem Gleisgestänge und dem Planum gelöst wird. Hierbei ist ferner wesentlich, daß das Bettungssieb kurz ist und das Gleis nach dem Sieb-und Aufbereitungsvorgang wieder verfüllt wird, um Gleisverwerfungen zu vermeiden.
  • An einem Schienenfahrzeug i sind etwa in der Mitte zwischen V order- und Hinterachse je eine Reinigungseinheit 2, 3 (Abb. 13) auf beiden Fahrzeugseiten eingebaut. Jede Einheit besteht aus der Bettungsschaufelachse 4 der Haltestange io mit dem Antrieb 8, dem Drehantrieb 12, der Hubeinrichtung 15, 16, 18, ig sowie den noch näher zu beschreibenden Heiz- und Aufbereitungseinrichtungen. Die Hubeinrichtung besteht aus einem Druckzylinder 15, dem Flüssigkeit zu jeder Zeit zugeführt und entnommen werden kann, einem Stempel 16, der Kugel oder dem Kugellager 18 und einem kreisrunden Lager ig, das an der Haltestange io befestigt ist. Der Drehantrieb 12 ist unabhängig von der Hubarbeit, so daß die Einrichtung zu jeder Zeit um 36o° gedreht werden kann. Die Feststellvorrichtung 26, 2,9 und 31 verhindert, daß sich die Haltestange io z. B. aus der Arbeits-oder Transportstellung unbeabsichtigt bewegen kann. 26 ist also ein Konstruktionsteil mit mehreren Einkerbungen; 29 ein Bolzen, 31 eine Feder am Fahrzeug 1, 24 der Sockel der Höheneinstellvorrichtung, 25 eine Einstellschraube dazu und g (Abb. 4) die Bordwand des Fahrzeuges i.
  • Die Holzschwellen bei Eisenbahnen sind etwa 2,6om lang, und; der Bettun.gsüberstand vor den Schwellenköpfen rund 3o bis 40 cm lang, so daß sich eine Bettungsbreite von .etwa 3,30 m ergibt. Unterstellt man, daß die Bettung 1 :1,25 abgeböscht und 3o bis 40 cm stark eingebracht wird, so ergibt sich eine untere Bettungsbreite von 3,80 bis 4 m. Das Planum ist von der Mitte nach beiden Seiten geneigt. Bei der Deutschen Bundesbahn beträgt die Neigung i : 25. Bei zweigleisigen Bahnen liegen bezüglich der Breitenmaße und Bettungsstärken nur geringe Änderungen vor. Insbesondere ist wesentlich, daß das Planum von der Mitte nach beiden Seiten 1 :-25 geneigt ist. Abb. i und 2 zeigen diesen Unterschied. Während bei eingleisigen Bahnen die Bettungsschaufelachse nach den Abb. 3, 5, 6, 7, 1o, 13 und 14 die Neigung a haben muß, ist bei zweigleisigen Bahnen in beiden Gleisen, und zwar für die mittleren Schienenstränge, die Bettungsschaufelachsenneigung ß erforderlich. Die Bettungsreinigungs- und Aufbereitungseinheiten müssen also derart eingerichtet sein, daß ein Wechsel der Neigung von a -nach ß mit wenigen Handgriffen möglich ist.
  • Der Winkel a ergänzt den Winkel ß zu i8o°. Er hat damit die gleiche Neigung wie das Planum. Soll etwa eine Maschine, die bisher z. B. zum Reinigen und Aufbereiten der Bettung einer eingleisigen Bahn eingesetzt war, auf einer zweigleisigen Bahn eingesetzt werden, so muß eine der beiden Reinigungseinheiten um i8o° gedreht und dann die Aufnehmewalze um ein bestimmtes Maß zurückgesetzt werden. Das Lager 5 in der Haltestange io ist für den genannten Wechsel besonders durchzubilden, so daß dies mit einigen Handgriffen möglich ist. Für diesen Wechsel sind beide Einheiten einzurichten. Welche von beiden Einheiten zu drehen ist, entscheidet sich danach, in welcher Richtung gereinigt werden soll. Erfindungsgemäß ist das Drehen durch Lösen der Kupplungsmutter 32; die die Antriebswelle 33 mit dem Antrieb 8 (Abb. 3) verbindet, möglich. Der Drehantrieb 12 kann die Bettungsreinigungs- und Aufbereitungseinheit mit dem Zahnrad 13 infolge der zahnradartigen Profilierung 14 an dem oberen Ende der Haltestange io beliebig in beiden Drehrichtungen um 36o° drehen. Nach dem Drehen um 36o° ist der Antrieb 8 mit der Kupplungsmutter 32 mit dem Ansatz 34 zu kuppeln. Um ein unbeabsichtigtes Lösen zu verhindern, wäre die Verbindung durch Kupplungsstifte zu sichern. Dies ist ein einfacher Vorgang und erfordert nur wenig Zeit.
  • Man kann auch sogenannte Flanschkupplungen verwenden. Die Antriebswelle 33 und der Ansatz 34 wären mit je einem Flansch auszurüsten, die dann mit Verbindungsbolzen miteinander zu verbinden wären. Beide genannten Kupplungsmöglichkeiten können als feste Kupplungen bezeichnet werden. Sie sind an sich bekannt. Zum Unterschied hierzu sei noch die flexible Kupplung genannt, die auch als Riemenkupplung bekanntgeworden ist und hier angewendet werden kann.
  • Die Länge der Bettungsschaufelachse 4 errechnet sich aus dem Maß von Gleismitte bis zur Fahrzeugaußenkante mit 3,15/2 zuzüglich Bettungskeil von etwa o,4o m, also zusammen etwa 1,98 m. Die Bettungsschaufelachse ist also um 0,4o bis o,5o m über den Antrieb hinaus zu verlängern. Der Schaufelachsendurchmesser ist abhängig von der Schaufelachsenlänge, der Länge und Breite der Schar.fel 4, und der Arbeitsgeschwindigkeit, mit der die Bettang gelöst werden soll, sowie von der Höhe des Raumes zwischen Schwellen und Bahnkrone. Diese beträgt o,15 bis o,25 m. Da auch noch ein geringer Spielraum verbleiben maß, kann mit o,14 bis 0,24 m gerechnet werden. Bei einem Schaufelachsendurchmesser von o,14 m kann der Schaufelachsendurchmesser mit 6o mm angenommen werden. Denn einmal maß der Hohlraumdurchmes.ser noch groß genug sein., daß die Heißluft hindurchgeblasen werden kann, und andererseits müssen die Schaufeln 4" noch lang genug hergestellt werden können. Bei 6o mm Schaufelachsendurchmesser werden die Schaufeln noch 40 mm lang sein.
  • Für den Bereich der Deutschen Bundesbahn steht ein Raum voll 0,2o bis o,25 m Höhe zur Verfügung. Die Schaufelachse mit Schaufeln kann daher einen Durchmesser von 0,20 m, die Schaufelachse selbst einen von 8o mm und die Schaufeln 4" eine Länge von 6o mm erhalten. Diese Abmessungen sind in Anbetracht aller in Frage kommenden Faktoren als günstig anzusehen.
  • Erfindungsgemäß können die Schaufeln parallel oder unter einem bestimmten Winkel zur Schaufelachse aufgeschweißt werden. Im ersten Fall wird der Schotter nur angehoben und parallel zur Gleisachse oder senkrecht zur Schaufelachse auf das Bettungssieb gebracht. Im letzten Fall wird die Bettung mit einem bestimmten Schub, und zwar gemäß der Kräfte im Kräfteparallelogramm in Richtung der resultierenden Mittelkraft, bewegt. Das ist vorteilhaft und auch anzustreben, weil das Bettungsvolumen infolge der Auflockerung größer und daher zweckmäßig nach draußen abtransportiert wird. Die Größe der Seitenbewegung läßt sich kaum errechnen, weil zuviele unbekannte Faktoren in der Rechnung sein würden, sondern durch Versuche ermitteln. Die Abnutzung der Schaufeln wird im Vergleich mit anderen Schaufel- und Hubvorrichtungen der bekannten Art nur gering sein, denn sie streichen nur an einer Bettungsschicht vorbei, die 0,40 m stark ist, während bei den bekannten Bauarten zum Teil die zehnfache Länge erreicht wird.
  • Die Bettungsschaufelachbe 4 soll mit geringem Kraftaufwand einmal die Bettung lösen, aufnehmen und dann auf das Sieb 35 (Abb, 7) bringen. Ein ungünstiges Moment ist es, daß das Lager ungleichmäßig belastet wird. Ausgeglichen wird dies etwas dadurch, daß die Bettungsmenge in Höhe des Lagers mit am größten ist. Bei Bemessung des Lagers muß das entsprechend berücksichtigt werden. Zweckmäßig verwendet man Radialzylinderrollenlager, die in den Abb. 6, 7, 10 mit 36 bezeichnet worden sind. Man kann natürlich auch Lager der alten Bauarten verwenden.
  • Die Antriebsmaschine 8 wird aus Zweckmäßigkeitsgründen nicht in Höhe der Schaufelachse, sondern oben im Transportfahrzeug i eingebaut. Dadurch vergrößert sich der Abstand zwischen. den Antriebszahnrädern 6 und 7 derart, daß eine Gliederkette 47 und entsprechende Übertragungsteile als Zwischenglieder einzuschalten sind. Es kann aber auch eine tYbertragung mit Zahnrad und Verbindungsstange gewählt werden. Die Haltestangen io, die hohl sind, können auch im Innern die Antriebsteile 5, 6., 47 und 7 aufnehmen. Das hat den Vorteil, daß sie in dem Rohr gegen äußere Einflüsse geschützt sind. Der Querschnitt der Haltestangen kann unterhalb der Führung i i rund, quadratisch oder rechteckig sein.
  • Erfindungsgemäß können durch Verwendung eines geeigneten Siebes 35 unter dem Gleisrahmen die Bettungsrückstände nach dem Siebvorgang an Ort und Stelle unter der Bettang bequem und ohne großen Aufwand wieder eingebaut und durch eine Walze 40 festgewalzt werden,. Das Sieb 35 (Abb. 7 und 8) wird einmal getragen und bewegt durch einen Nockenantrieb 37. Der Nocken bewegt sich mit geringem Halbmesser um den Mittelpunkt der Schaufelachse. Dadurch macht das Sieb Aufund' Abwärts- sowie Vor- und Rückwärtsbewegungen, die sich: als Rüttelbewegungen auswirken. Der rückwärtige Teil des Siebes wird getragen durch die. Achse 39 der Planumswalze 4o. Das Lager kann. als Schleiflager mit rundem oder auch mit ovalem Nocken ausgebildet werden. Im zweiten Fall kann die rüttelnde Bewegung, die von dem Nocken 37 ausgeht, noch unterstützt und vergrößert werden. Der Nocken 37 kann am Kopfende der Schaufelachse angebracht werden. Die Planumswalze ist durch die Lasche 41 mit der Haltestange io leicht lösbar verbunden. Sie wird von dieser mitgezogen und stützt sich auf dem Planum ab.
  • Auf das Sieb fällt die Bettung und wird hier durch Rüttelbewegungen gesiebt. Die Rückstände fallen durch das Sieb vor und zum Teil auf die Planumswalze und werden durch diese festgewalzt. Es wird noch bemerkt, daß die Betkung, dis sich über das Sieb bewegt, das Walzengewicht noch erhöht, wodurch die Walzarbeit verbessert wird.
  • Die Siebanlage48 (Abh. 14, i5@ ist leicht lösbar oder fest über Nocken. 37 mit &zr Schaufelachse verbunden und wird von dieser getragen. Das ablaufende Ende der Siebanlage erhält die Räder 49, die die Mitführung erleichtern und über die sich das Sieb auf dem Planum abstützt. Der Boden 50 der Siebanlage weist ein Quergefälle auf, das so bemessen ist, daß die Rückstände selbsttätig in eine Längsrinne für eine Förderschnecke 51 gleiten. Von hier werden sie in beidien Richtungen zu: einer senkrecht stehenden Förderanlage 52 gebracht und von dieser über offene oder geschlossene Förderrinnen 53 auf ein weiteres Feinsieb 54 zur Aussiebung der körnigen Rückstände oder zum Abtransport abbefördert. Der Antrieb der Förderanlage sitzt auf der Achse 55. Er treibt nicht nur diese, sondern auch durch die Förderkette 56 über die gemeinsame Achse 57 der Umlektrommel 58 die Förderschnecke 51 an.
  • Will man die Bettungs-rückstände nicht wieder einbauen, sondern sie abbefördern, weil eine geringfügige Erhöhung des Planums nicht tragbar ist, so wird ein Sieb 42 mit einem festen Boden 43 (Abb. io bis 12) zu verwenden sein. Die Rüttelbe-,vegungen werden durch den Nocken 44 ausgelöst und auf das Sieb 42 übertragen. Der Siebbaden erhält ein genügendes Längs- und Quergefälle zum Absaugtrichter 22. Die Rückstände werden über die Leitung 23 pneumatisch abgesaugt. Um die Absaugkräfte niedrig zu halten, ist der Absaugtrichter möglichst tief auf den festen Boden des Siebes 42 herabzuziehen. Der Absaugtrichter selbst ist durch die Schellen 45 mit der Haltestange io leicht lösbar verbunden. Der Boden des Siebes erhält die Form eines Kreisabschnittes. Die Querversteifungen 46 sind al(s. Kufen, auszubilden, wodurch die Mitführung auf dem Planum verbessert wird. Zusätzlich sind im Bedarfsfall noch Räder hinzuzufügen, d. h. das Sieb wäre fahrbar zu machen, wodurch die Fortbewegung weiter verbessert werden würde. Durch die Rüttelbewegungen. des Siebes in Verbindung mit dem Längs- und Quergefälle des Siebbodens gelangen die Rückstände unter die Trichterhaube und werden von hier pneumatisch in bekannter Weise abgesaugt.
  • Während im vorliegenden Fall der Absaugtrichter nach den Abb. io, ii und 12 senkrecht auf den geschlossenen Siebboden gerichtet ist, kann -umgekehrt der Absaugtrichter als Siebboden ausgebildet werden und die Absaugwirkung gegen das Sieb selbst gerichtet sein. In diesem Fall ist das Absaugrohr mit einem viertel- bis halbkreisförmigen Bogen anzuschließen. Der Mangel des Bogens kann in Kauf genommen werden, denn die Absaugwirkung wird auf die Bettung gerichtet sein, die sich über das Bettungssieb hinwegbewegt, das die Siebwirkung günstig verbessert. Die Absaughöhe wird etwa 3 m betragen. Ferner wird noch ein Horizontaltransport von ein bis zwei Wagenlängen hinzukommen. Man kann diesen Transport auch mit Förderbändern vornehmen, die mit geringerem Kraftbedarf auskommen.
  • Bei den Bettungsreinigungs- und Aufbereitungseinheiten sind Transport- und Arbeitsstellung zu unterscheiden. In der Transportstellung darf kein Teil der Anlage das Lademaß überschreiten. Bettungssieb 48, Förderkette 56 und Förderschnecke 5 i können zwar leicht lösbar mit der Schaufelachse 4 und den Haltestangen io verbunden sein, aber dies ist nicht unbedingt erforderlich. Sämtliche genannten Teile können auch eine feste Verbindung miteinander erhalten. Für den Transport sind die Bettungsreinigungs- und Aufbereitungseinheiten :2 und 3 aus der Arbeitsstellung (Abb. 13) entgegen den Pfeilrichtungen 59 und 6o um 9o° zu drehen, um ein bestimmtes Maß von i ioo bis i2oo mm zu heben und dann um i8o° in der Pfeilrichtung zu drehen. Die Bettungs:schaufelachsen stehen dann parallel zum Gleis und reichen über das Lademaß nicht hinaus. Den Drehpunkt bildet jeweils die Haltestange io.
  • In Deutschland hat man mehr als Zoo Regentage im Jahr. Die verschmutzte Gleisbettung ist daher naß. Hinzu kommt, daß man mit Rücksicht auf die starke Belastung der Strecken in der Reisezeit die Gleiserneuerungsarbeiten in den nassen Jahreszeiten im Frühjahr und Spätherbst ausführen muß. Die Schmutzstoffe haften daher an dem Steinschlagkorn. Sollen sie einwandfrei entfernt werden, so sind besondere Mittel anzuwenden. Erfindungsgemäß ist es ein verhältnismäßig einfaches Mittel, die Bettung beim Lösen und Aufnehmen durch sehr heiße, trockne Luft zu trocknen. Aus einem Heißluftofen wird durch eine Rohrleitung 20, 2 i (Abb. 6) heiße Luft von etwa 3oo bis 40o° unter Druck durch die Schaufelachse 4 zugeführt. Aus einer größeren Anzahl von. Öffnungen Zia strömt die Luft in die Bettung. Sie trocknet die Bettungs- und Schmutzstoffe schnell, so daß diese sich lösen und durch die Rüttelbewegungen, von dem Steinschlagkorn unterstützt, abfallen.
  • Die trockne Wärme kann auch durch gasförmige Brennstoffe erzeugt werden, z. B. durch Propangas. Aus einem Behälter würde über die Leitungen 20, 21 Propangas zugeführt, das beim Austritt aus der Schaufelachse über besondere Brenner mit offener Flamme die vorhandene Luft erhitzt und die Bettung trocknen würde.
  • Durch das Einströmen von heißer Luft wird erfindungsgemäß ein zweiter wesentlicher Zweck erreicht. Die verschmutzte Bettung enthält in größerem Umfang keimfähigen Unkrautsamen. Bei den bekannten Siebmethoden sitzt dieser auch noch an dem zur Verwendung ausgesiebten Steinschlagkorn. Durch die große Hitze werden nicht nur die Schmutzstoffe getrocknet, sondern auch der Unkrautsamen verbrannt, d. h., die gesamte Betturig einschließlich der Rückstände wird keimfrei gemacht, so daß an sich nichts im Wege steht, die Bettungsrückstände unter den Steinschlag zu bringen und eine geringfügige Erhöhung des Planums zugunsten einer wesentlichen Ersparnis an Aufwand in Kauf zu nehmen. Dies ist in den meisten Fällen unbedenklich, insbesondere, nachdem die Betturig und Rückstände keimfrei gemacht worden sind. Will man die ausgesiebten Rückstände nicht wieder einbauen, so kann man sie an die Böschung bringen oder auf besonderen Wagen abbefördern, wie bereits beschrieben.
  • Die bekannten Reinigungsmaschinen eignen sich nur zum Reinigen der Rettung von Gleisen, aber nicht von Weichen. Die Flächen von Gleisen sind immer Rechtecke von bestimmter Länge und Breite, die Flächen von Weichen -- abgesehen von Weichenbögen - dagegen immer. Vielecke. Der Einsatz von Maschinen ist daher viel schwieriger. Die Weichen spielen aber bei Eisenbahnanlagen eine große Rolle, weil sie z. B. auf Bahnhöfen sehr zahlreich sind und infolge der zahlreichen Rangierbewegungen sehr verschmutzen. Das Bedürfnis für Bettungsreinigungsmaschinen, mit dienen man auch die Betturig von Weichen reinigen kann, ist daher groß. Mi.tReinigungsmaschinendervorgeschlagenen Art ist das möglich. Durch Verwendung von zwei Einheiten, die einmal zusammen für Gleise und je getrennt für Weichen verwendet werden können, ist dies möglich. Soll beispielsweise die Betturig einer Linksweiche gereinigt und aufbereitet werden, so wird man bei der Reinigung von der Weichenspitze aus für den geraden Strang die Einheit 2, für den krummen Strang dagegen die Einheit 3 einsetzen. Es bleibt dann noch ein Rest von etwa 25 % der Fläche für die Handreinigung zurück.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine für das Aufnehmen und Aufbereiten der Bettungsstoffe von Eisenbahngleisen, bei der eine Aufnehmevorrichtung und ein Sieb unterhalb der Schwellen hindurchgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Lösen und zum Fördern der Rettungsstoffe auf das Sieb dienende Aufnehmevorrichtung durch zwei jeweils die Länge etwa der halben Breite eines eingleisigen Planums aufweisende, mit Schaufelblechen (4Q) besetzte Achsen (4) gebildet ist, daß die Schaufelachsen an senkrechten, zu beiden Seiten des Fahrgestells der Maschine gelagerten, höhenverstellbaren und in ihren Führungen (ii) um ihre Längsachse um 36o° drehbaren Haltestangen (io) der Planumsn;eigung entsprechend geneigt befestigt sind und daß die in der Länge den Schaufelachsen angepaßten Siebe (35 bzw. 42 bzw. 48) einerseits lösbar an diesen gehalten sind und sich andererseits über Walzen (40), Kufen (46) oder Rollen (49) auf dem Planum abstützen.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Höhenverstellung der Haltestangen (io) je eine hydraulische Druckeinrichtung (15) vorgesehen, ist, die mit ihrem Stempel (16) über Kugel, oder Kugellager (18) gegen ein kreisrundes Lager (i9) an der Haltestange wirksam wird, und daß zum Verdrehen der Haltestange deren oberes Ende eine zahnradtartige Profilierung (14) aufweint, an der sie mit dem Drehantrieb (12,, 13) in Verbindung steht.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Sieb (35) abstützende Walze (4o) mittels Laschen (41) an der Schaufelachse (4) befestigt ist.
  4. 4. Maschine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mit den Kufen (46) versehene Sieb (42) einen mit zu den Trichtern (22) geneigten Quer- und Längsgefälle ausgebildeten Boden (43) aufweist und der Trichter mit einer Absaugleitung (23) in Verbindung steht.
  5. 5. Maschine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das sich auf den Rädern (49) abstützende Sieb (48) mit einem Boden (5o) vcrsehen ist, der eine Längsrinne für eine Förderschnecke (51) aufweist, die die Rückstände einer senkrecht stehenden Förderkette (56) zuführt.
  6. 6. Maschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebe über an der Schaufelachse (4) befindliche Nocken (37) od. dgl. rüttelbar sind.
  7. 7. Maschine nach einem der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufelachse (4) als Hohlachse ausgebildet und mit Austrittsöffnungen (4b) für durch eine Leitung (21) zugeführte Heißluft verleihen ist. B. Maschine nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln (4a) der Schaufelachsen (4) schräg zu deren Mittelachse angeordnet sind, und zwar mit ihrem zur Gleismitte liegenden Ende zum Sieb gerichtet. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 971 18o, 971 996, 1 027 781; USA.-Patentschrift Nr. 1 557 908.
DEW13977A 1954-05-14 1954-05-14 Maschine fuer das Aufnehmen und Aufbereiten der Bettungsstoffe von Eisenbahngleisen Expired DE960288C (de)

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