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Maschine für das Aufnehmen und Aufbereiten der Bettungsstoffe von
Eisenbahngleisen Die Bettung von Eisenbahngleisen und Weichen verschmutzt mit der
Zeit durch Asche, Koh,##nreste der Lokomotiven sowie durch Teile, die von der Ladung
verlorengehen. Es handelt sich um Stofre aller Art sowie um Unkraut und Unkrautsamen,
der durch den Wind herangetragen wird. Die Verschmutzung erreicht im Laufe der Zeit
einen wesentlichen Grad, so daß die Bettung wasser- und luftundurchlässig wird und
die federnde Eigenschaft verlorengeht. Vor der Durcharbeitung eines Gleises oder
einer Weiche, zumindest aber vor der Gleis-und Weichenerneuerung, ist die Bettung
zu reinigen. Außerdem ist die alte Bettung aus wirtschaftlichen Gründen wieder verwendungsfähig
zu machen. Die Ersparnisse, die dadurch erzielt werden, sind sehr wesentlich. Früher
reinigte man die Bettung mit Hand, indem man sie mit Steinschlaggabeln durcbgabelte.
Dabei waren die Verluste an Bettungsstoffen wesentlich. Neuerdings verwendet man
auch Maschinen. Durch eine sogenannte Schrämmkette wird die Bettung gelöst, auf
geneigter Ebene auf bestimmte Höhe gebracht und durch eine Siebeinrichtung gesiebt.
Auf einem zweiten Transportband wird sie dem Gleis zugeführt, und die Rückstände
werden auf einem weiteren Transportband auf besondere Eisenbahnwagen oder an die
Seitenböschung des Bahnkörpers gebracht.
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Es sind auch Maschinen bekannt, bei denen Aufnahme- und Siebanlage
unterhalb der Schwellen angebracht sind, doch ist hier eine Anpassung an die Planungsneigung
nicht vorgesehen. Auch sind
geteilte Ausräumvorrichtungen bekannt,
doch fehlt auch hier die Anpassung an die Planungsneigung.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine für das Aufnehmen des Bettungsschotters
von Eisenbahngleisen und Weichen, bei der eine Aufnahmevorrichtung und ein Sieb
unterhalb der Schwellen hindurchgeführt werden, wobei zum Lösen und zum Fördern
des Schotters auf das Sieb Aufnehmevorrichtungen verwendet -,werden, die die Länge
etwa der halben Breite eines eingleisigen Planums haben. Die Aufnehmevorrichtungen
haben Hohlachsen und sind mit Schaufelblechen besetzt. Sie sind an zu beiden Seiten
des Fahrgestells der Maschine höhenverstellbar gelagerten und um ihre Längsachse
um 36o° drehbaren Haltestangen, der Planungsneigung entsprechend geneigt, befestigt.
Die Siebe sind in der Länge den Schaufelachsen angepaßt und stützen sich über Walzen,
Kufen oder Rollen auf dem Planum ab. Durch die Hohlachsen wird der Bettung heiße
Luft zugeführt, wodurch sie getrocknet und der keimfähige Samen' abgetötet wird.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind aus der nachstehenden
Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen, und zwar zeigt Abb. i den Bettungsquerschnitt
einer eingleisigen Bahn in der geraden Strecke, Abb. 2 den Bettungsquerschnitt einer
zweigleisigen Bahn in der geraden Strecke, Abb. 3 den teilweisen Querschnitt der
Dettungsreinigungs- und Aufbereitungsmaschine mit Antriebsvorrichtung, Abb. 4 den
Aufriß dazu, Abb. 5 den Grundriß der Bettungsschaufelachse, Abb. 6 die Bettungsschaufelachse
im größeren Maßstab mit Heißluftzuführung, Antrieb sowie Kupplung der Antriebsmaschine
mit dem Antrieb, Abb.7 die Bettungsschaufelachse im Grundriß mit unter einem bestimmten
Winkel aufgeschweißten Schotterlöseschaufeln, Rüttelsieb und Planumswalze, Abb.
8 einen Querschnitt zu Abb. 7, Abb. g einen Äufriß zu Abb. 6, Abb. io ein anderes
Ausführungsbeispiel einer Bettungsschaufelachse im Grundriß mit Rüttelsiebanlage,
Abb. i i die gleiche Anlage im Querschnitt, Abb. i2 einen Längenschnitt vom Rüttelsieb
mit Absaugtrichter, Abb. 13 die Gesamtanordnung der Bettungsreinigungs- und Aufbereitungsmaschine
mit mechanischer Abbeförderung der Rückstände im Grundriß, Abb. 14 Grundriß einer
anderen Ausführungsform mit Förderschnecke und Becherwerk und Abb. 15 einen Aufriß
hierzu.
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Bei der Bettungsreinigung ist von Bedeutung, daß Bauart und Arbeitsweise
der Maschine die Verankerung des Gleisrahmens mit dem Planum durch die Bettung nicht
aufhebt oder auf ein geringes Maß beschränkt.-Diese Forderung erfüllt die vorgeschlagene
Maschine, da einmal der Sieb- und Aufbereitungsvorgang unter dem Gleisrahmen stattfindet
und außerdem die Bettung nur in der Sieblänge während des Sieb- und, Aufbereii:tungsvorganges
von dem Gleisgestänge und dem Planum gelöst wird. Hierbei ist ferner wesentlich,
daß das Bettungssieb kurz ist und das Gleis nach dem Sieb-und Aufbereitungsvorgang
wieder verfüllt wird, um Gleisverwerfungen zu vermeiden.
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An einem Schienenfahrzeug i sind etwa in der Mitte zwischen V order-
und Hinterachse je eine Reinigungseinheit 2, 3 (Abb. 13) auf beiden Fahrzeugseiten
eingebaut. Jede Einheit besteht aus der Bettungsschaufelachse 4 der Haltestange
io mit dem Antrieb 8, dem Drehantrieb 12, der Hubeinrichtung 15, 16, 18, ig sowie
den noch näher zu beschreibenden Heiz- und Aufbereitungseinrichtungen. Die Hubeinrichtung
besteht aus einem Druckzylinder 15, dem Flüssigkeit zu jeder Zeit zugeführt und
entnommen werden kann, einem Stempel 16, der Kugel oder dem Kugellager 18 und einem
kreisrunden Lager ig, das an der Haltestange io befestigt ist. Der Drehantrieb 12
ist unabhängig von der Hubarbeit, so daß die Einrichtung zu jeder Zeit um 36o° gedreht
werden kann. Die Feststellvorrichtung 26, 2,9 und 31 verhindert, daß sich die Haltestange
io z. B. aus der Arbeits-oder Transportstellung unbeabsichtigt bewegen kann. 26
ist also ein Konstruktionsteil mit mehreren Einkerbungen; 29 ein Bolzen, 31 eine
Feder am Fahrzeug 1, 24 der Sockel der Höheneinstellvorrichtung, 25 eine Einstellschraube
dazu und g (Abb. 4) die Bordwand des Fahrzeuges i.
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Die Holzschwellen bei Eisenbahnen sind etwa 2,6om lang, und; der Bettun.gsüberstand
vor den Schwellenköpfen rund 3o bis 40 cm lang, so daß sich eine Bettungsbreite
von .etwa 3,30 m ergibt. Unterstellt man, daß die Bettung 1 :1,25 abgeböscht
und 3o bis 40 cm stark eingebracht wird, so ergibt sich eine untere Bettungsbreite
von 3,80 bis 4 m. Das Planum ist von der Mitte nach beiden Seiten geneigt.
Bei der Deutschen Bundesbahn beträgt die Neigung i : 25. Bei zweigleisigen Bahnen
liegen bezüglich der Breitenmaße und Bettungsstärken nur geringe Änderungen vor.
Insbesondere ist wesentlich, daß das Planum von der Mitte nach beiden Seiten 1 :-25
geneigt ist. Abb. i und 2 zeigen diesen Unterschied. Während bei eingleisigen Bahnen
die Bettungsschaufelachse nach den Abb. 3, 5, 6, 7, 1o, 13 und 14 die Neigung a
haben muß, ist bei zweigleisigen Bahnen in beiden Gleisen, und zwar für die mittleren
Schienenstränge, die Bettungsschaufelachsenneigung ß erforderlich. Die Bettungsreinigungs-
und Aufbereitungseinheiten müssen also derart eingerichtet sein, daß ein Wechsel
der Neigung von a -nach ß mit wenigen Handgriffen möglich ist.
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Der Winkel a ergänzt den Winkel ß zu i8o°. Er hat damit die gleiche
Neigung wie das Planum. Soll etwa eine Maschine, die bisher z. B. zum Reinigen und
Aufbereiten der Bettung einer eingleisigen Bahn eingesetzt war, auf einer zweigleisigen
Bahn eingesetzt werden, so muß eine der beiden Reinigungseinheiten um i8o° gedreht
und dann die Aufnehmewalze um ein bestimmtes Maß zurückgesetzt werden. Das Lager
5 in der Haltestange io
ist für den genannten Wechsel besonders
durchzubilden, so daß dies mit einigen Handgriffen möglich ist. Für diesen Wechsel
sind beide Einheiten einzurichten. Welche von beiden Einheiten zu drehen ist, entscheidet
sich danach, in welcher Richtung gereinigt werden soll. Erfindungsgemäß ist das
Drehen durch Lösen der Kupplungsmutter 32; die die Antriebswelle 33 mit dem Antrieb
8 (Abb. 3) verbindet, möglich. Der Drehantrieb 12 kann die Bettungsreinigungs- und
Aufbereitungseinheit mit dem Zahnrad 13 infolge der zahnradartigen Profilierung
14 an dem oberen Ende der Haltestange io beliebig in beiden Drehrichtungen um 36o°
drehen. Nach dem Drehen um 36o° ist der Antrieb 8 mit der Kupplungsmutter 32 mit
dem Ansatz 34 zu kuppeln. Um ein unbeabsichtigtes Lösen zu verhindern, wäre die
Verbindung durch Kupplungsstifte zu sichern. Dies ist ein einfacher Vorgang und
erfordert nur wenig Zeit.
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Man kann auch sogenannte Flanschkupplungen verwenden. Die Antriebswelle
33 und der Ansatz 34 wären mit je einem Flansch auszurüsten, die dann mit Verbindungsbolzen
miteinander zu verbinden wären. Beide genannten Kupplungsmöglichkeiten können als
feste Kupplungen bezeichnet werden. Sie sind an sich bekannt. Zum Unterschied hierzu
sei noch die flexible Kupplung genannt, die auch als Riemenkupplung bekanntgeworden
ist und hier angewendet werden kann.
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Die Länge der Bettungsschaufelachse 4 errechnet sich aus dem Maß von
Gleismitte bis zur Fahrzeugaußenkante mit 3,15/2 zuzüglich Bettungskeil von
etwa o,4o m, also zusammen etwa 1,98 m. Die Bettungsschaufelachse ist also um 0,4o
bis o,5o m über den Antrieb hinaus zu verlängern. Der Schaufelachsendurchmesser
ist abhängig von der Schaufelachsenlänge, der Länge und Breite der Schar.fel 4,
und der Arbeitsgeschwindigkeit, mit der die Bettang gelöst werden soll, sowie von
der Höhe des Raumes zwischen Schwellen und Bahnkrone. Diese beträgt o,15 bis o,25
m. Da auch noch ein geringer Spielraum verbleiben maß, kann mit o,14 bis 0,24 m
gerechnet werden. Bei einem Schaufelachsendurchmesser von o,14 m kann der Schaufelachsendurchmesser
mit 6o mm angenommen werden. Denn einmal maß der Hohlraumdurchmes.ser noch groß
genug sein., daß die Heißluft hindurchgeblasen werden kann, und andererseits müssen
die Schaufeln 4" noch lang genug hergestellt werden können. Bei 6o mm Schaufelachsendurchmesser
werden die Schaufeln noch 40 mm lang sein.
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Für den Bereich der Deutschen Bundesbahn steht ein Raum voll 0,2o
bis o,25 m Höhe zur Verfügung. Die Schaufelachse mit Schaufeln kann daher einen
Durchmesser von 0,20 m, die Schaufelachse selbst einen von 8o mm und die Schaufeln
4" eine Länge von 6o mm erhalten. Diese Abmessungen sind in Anbetracht aller in
Frage kommenden Faktoren als günstig anzusehen.
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Erfindungsgemäß können die Schaufeln parallel oder unter einem bestimmten
Winkel zur Schaufelachse aufgeschweißt werden. Im ersten Fall wird der Schotter
nur angehoben und parallel zur Gleisachse oder senkrecht zur Schaufelachse auf das
Bettungssieb gebracht. Im letzten Fall wird die Bettung mit einem bestimmten Schub,
und zwar gemäß der Kräfte im Kräfteparallelogramm in Richtung der resultierenden
Mittelkraft, bewegt. Das ist vorteilhaft und auch anzustreben, weil das Bettungsvolumen
infolge der Auflockerung größer und daher zweckmäßig nach draußen abtransportiert
wird. Die Größe der Seitenbewegung läßt sich kaum errechnen, weil zuviele unbekannte
Faktoren in der Rechnung sein würden, sondern durch Versuche ermitteln. Die Abnutzung
der Schaufeln wird im Vergleich mit anderen Schaufel- und Hubvorrichtungen der bekannten
Art nur gering sein, denn sie streichen nur an einer Bettungsschicht vorbei, die
0,40 m stark ist, während bei den bekannten Bauarten zum Teil die zehnfache Länge
erreicht wird.
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Die Bettungsschaufelachbe 4 soll mit geringem Kraftaufwand einmal
die Bettung lösen, aufnehmen und dann auf das Sieb 35 (Abb, 7) bringen. Ein ungünstiges
Moment ist es, daß das Lager ungleichmäßig belastet wird. Ausgeglichen wird dies
etwas dadurch, daß die Bettungsmenge in Höhe des Lagers mit am größten ist. Bei
Bemessung des Lagers muß das entsprechend berücksichtigt werden. Zweckmäßig verwendet
man Radialzylinderrollenlager, die in den Abb. 6, 7, 10 mit 36 bezeichnet worden
sind. Man kann natürlich auch Lager der alten Bauarten verwenden.
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Die Antriebsmaschine 8 wird aus Zweckmäßigkeitsgründen nicht in Höhe
der Schaufelachse, sondern oben im Transportfahrzeug i eingebaut. Dadurch vergrößert
sich der Abstand zwischen. den Antriebszahnrädern 6 und 7 derart, daß eine Gliederkette
47 und entsprechende Übertragungsteile als Zwischenglieder einzuschalten sind. Es
kann aber auch eine tYbertragung mit Zahnrad und Verbindungsstange gewählt werden.
Die Haltestangen io, die hohl sind, können auch im Innern die Antriebsteile 5, 6.,
47 und 7 aufnehmen. Das hat den Vorteil, daß sie in dem Rohr gegen äußere Einflüsse
geschützt sind. Der Querschnitt der Haltestangen kann unterhalb der Führung i i
rund, quadratisch oder rechteckig sein.
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Erfindungsgemäß können durch Verwendung eines geeigneten Siebes 35
unter dem Gleisrahmen die Bettungsrückstände nach dem Siebvorgang an Ort und Stelle
unter der Bettang bequem und ohne großen Aufwand wieder eingebaut und durch eine
Walze 40 festgewalzt werden,. Das Sieb 35 (Abb. 7 und 8) wird einmal getragen und
bewegt durch einen Nockenantrieb 37. Der Nocken bewegt sich mit geringem Halbmesser
um den Mittelpunkt der Schaufelachse. Dadurch macht das Sieb Aufund' Abwärts- sowie
Vor- und Rückwärtsbewegungen, die sich: als Rüttelbewegungen auswirken. Der rückwärtige
Teil des Siebes wird getragen durch die. Achse 39 der Planumswalze 4o. Das Lager
kann. als Schleiflager mit rundem oder auch mit ovalem Nocken ausgebildet werden.
Im zweiten Fall kann die rüttelnde Bewegung, die von dem Nocken 37 ausgeht, noch
unterstützt und vergrößert
werden. Der Nocken 37 kann am Kopfende
der Schaufelachse angebracht werden. Die Planumswalze ist durch die Lasche 41 mit
der Haltestange io leicht lösbar verbunden. Sie wird von dieser mitgezogen und stützt
sich auf dem Planum ab.
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Auf das Sieb fällt die Bettung und wird hier durch Rüttelbewegungen
gesiebt. Die Rückstände fallen durch das Sieb vor und zum Teil auf die Planumswalze
und werden durch diese festgewalzt. Es wird noch bemerkt, daß die Betkung, dis sich
über das Sieb bewegt, das Walzengewicht noch erhöht, wodurch die Walzarbeit verbessert
wird.
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Die Siebanlage48 (Abh. 14, i5@ ist leicht lösbar oder fest über Nocken.
37 mit &zr Schaufelachse verbunden und wird von dieser getragen. Das ablaufende
Ende der Siebanlage erhält die Räder 49, die die Mitführung erleichtern und über
die sich das Sieb auf dem Planum abstützt. Der Boden 50 der Siebanlage weist ein
Quergefälle auf, das so bemessen ist, daß die Rückstände selbsttätig in eine Längsrinne
für eine Förderschnecke 51 gleiten. Von hier werden sie in beidien Richtungen zu:
einer senkrecht stehenden Förderanlage 52 gebracht und von dieser über offene oder
geschlossene Förderrinnen 53 auf ein weiteres Feinsieb 54 zur Aussiebung der körnigen
Rückstände oder zum Abtransport abbefördert. Der Antrieb der Förderanlage sitzt
auf der Achse 55. Er treibt nicht nur diese, sondern auch durch die Förderkette
56 über die gemeinsame Achse 57 der Umlektrommel 58 die Förderschnecke 51 an.
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Will man die Bettungs-rückstände nicht wieder einbauen, sondern sie
abbefördern, weil eine geringfügige Erhöhung des Planums nicht tragbar ist, so wird
ein Sieb 42 mit einem festen Boden 43 (Abb. io bis 12) zu verwenden sein. Die Rüttelbe-,vegungen
werden durch den Nocken 44 ausgelöst und auf das Sieb 42 übertragen. Der Siebbaden
erhält ein genügendes Längs- und Quergefälle zum Absaugtrichter 22. Die Rückstände
werden über die Leitung 23 pneumatisch abgesaugt. Um die Absaugkräfte niedrig zu
halten, ist der Absaugtrichter möglichst tief auf den festen Boden des Siebes 42
herabzuziehen. Der Absaugtrichter selbst ist durch die Schellen 45 mit der Haltestange
io leicht lösbar verbunden. Der Boden des Siebes erhält die Form eines Kreisabschnittes.
Die Querversteifungen 46 sind al(s. Kufen, auszubilden, wodurch die Mitführung auf
dem Planum verbessert wird. Zusätzlich sind im Bedarfsfall noch Räder hinzuzufügen,
d. h. das Sieb wäre fahrbar zu machen, wodurch die Fortbewegung weiter verbessert
werden würde. Durch die Rüttelbewegungen. des Siebes in Verbindung mit dem Längs-
und Quergefälle des Siebbodens gelangen die Rückstände unter die Trichterhaube und
werden von hier pneumatisch in bekannter Weise abgesaugt.
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Während im vorliegenden Fall der Absaugtrichter nach den Abb. io,
ii und 12 senkrecht auf den geschlossenen Siebboden gerichtet ist, kann -umgekehrt
der Absaugtrichter als Siebboden ausgebildet werden und die Absaugwirkung gegen
das Sieb selbst gerichtet sein. In diesem Fall ist das Absaugrohr mit einem viertel-
bis halbkreisförmigen Bogen anzuschließen. Der Mangel des Bogens kann in Kauf genommen
werden, denn die Absaugwirkung wird auf die Bettung gerichtet sein, die sich über
das Bettungssieb hinwegbewegt, das die Siebwirkung günstig verbessert. Die Absaughöhe
wird etwa 3 m betragen. Ferner wird noch ein Horizontaltransport von ein bis zwei
Wagenlängen hinzukommen. Man kann diesen Transport auch mit Förderbändern vornehmen,
die mit geringerem Kraftbedarf auskommen.
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Bei den Bettungsreinigungs- und Aufbereitungseinheiten sind Transport-
und Arbeitsstellung zu unterscheiden. In der Transportstellung darf kein Teil der
Anlage das Lademaß überschreiten. Bettungssieb 48, Förderkette 56 und Förderschnecke
5 i können zwar leicht lösbar mit der Schaufelachse 4 und den Haltestangen io verbunden
sein, aber dies ist nicht unbedingt erforderlich. Sämtliche genannten Teile können
auch eine feste Verbindung miteinander erhalten. Für den Transport sind die Bettungsreinigungs-
und Aufbereitungseinheiten :2 und 3 aus der Arbeitsstellung (Abb. 13) entgegen den
Pfeilrichtungen 59 und 6o um 9o° zu drehen, um ein bestimmtes Maß von i ioo bis
i2oo mm zu heben und dann um i8o° in der Pfeilrichtung zu drehen. Die Bettungs:schaufelachsen
stehen dann parallel zum Gleis und reichen über das Lademaß nicht hinaus. Den Drehpunkt
bildet jeweils die Haltestange io.
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In Deutschland hat man mehr als Zoo Regentage im Jahr. Die verschmutzte
Gleisbettung ist daher naß. Hinzu kommt, daß man mit Rücksicht auf die starke Belastung
der Strecken in der Reisezeit die Gleiserneuerungsarbeiten in den nassen Jahreszeiten
im Frühjahr und Spätherbst ausführen muß. Die Schmutzstoffe haften daher an dem
Steinschlagkorn. Sollen sie einwandfrei entfernt werden, so sind besondere Mittel
anzuwenden. Erfindungsgemäß ist es ein verhältnismäßig einfaches Mittel, die Bettung
beim Lösen und Aufnehmen durch sehr heiße, trockne Luft zu trocknen. Aus einem Heißluftofen
wird durch eine Rohrleitung 20, 2 i (Abb. 6) heiße Luft von etwa 3oo bis 40o° unter
Druck durch die Schaufelachse 4 zugeführt. Aus einer größeren Anzahl von. Öffnungen
Zia strömt die Luft in die Bettung. Sie trocknet die Bettungs- und Schmutzstoffe
schnell, so daß diese sich lösen und durch die Rüttelbewegungen, von dem Steinschlagkorn
unterstützt, abfallen.
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Die trockne Wärme kann auch durch gasförmige Brennstoffe erzeugt werden,
z. B. durch Propangas. Aus einem Behälter würde über die Leitungen 20, 21 Propangas
zugeführt, das beim Austritt aus der Schaufelachse über besondere Brenner mit offener
Flamme die vorhandene Luft erhitzt und die Bettung trocknen würde.
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Durch das Einströmen von heißer Luft wird erfindungsgemäß ein zweiter
wesentlicher Zweck erreicht. Die verschmutzte Bettung enthält in größerem Umfang
keimfähigen Unkrautsamen. Bei den bekannten Siebmethoden sitzt dieser auch noch
an
dem zur Verwendung ausgesiebten Steinschlagkorn. Durch die große
Hitze werden nicht nur die Schmutzstoffe getrocknet, sondern auch der Unkrautsamen
verbrannt, d. h., die gesamte Betturig einschließlich der Rückstände wird keimfrei
gemacht, so daß an sich nichts im Wege steht, die Bettungsrückstände unter den Steinschlag
zu bringen und eine geringfügige Erhöhung des Planums zugunsten einer wesentlichen
Ersparnis an Aufwand in Kauf zu nehmen. Dies ist in den meisten Fällen unbedenklich,
insbesondere, nachdem die Betturig und Rückstände keimfrei gemacht worden sind.
Will man die ausgesiebten Rückstände nicht wieder einbauen, so kann man sie an die
Böschung bringen oder auf besonderen Wagen abbefördern, wie bereits beschrieben.
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Die bekannten Reinigungsmaschinen eignen sich nur zum Reinigen der
Rettung von Gleisen, aber nicht von Weichen. Die Flächen von Gleisen sind immer
Rechtecke von bestimmter Länge und Breite, die Flächen von Weichen -- abgesehen
von Weichenbögen - dagegen immer. Vielecke. Der Einsatz von Maschinen ist daher
viel schwieriger. Die Weichen spielen aber bei Eisenbahnanlagen eine große Rolle,
weil sie z. B. auf Bahnhöfen sehr zahlreich sind und infolge der zahlreichen Rangierbewegungen
sehr verschmutzen. Das Bedürfnis für Bettungsreinigungsmaschinen, mit dienen man
auch die Betturig von Weichen reinigen kann, ist daher groß. Mi.tReinigungsmaschinendervorgeschlagenen
Art ist das möglich. Durch Verwendung von zwei Einheiten, die einmal zusammen für
Gleise und je getrennt für Weichen verwendet werden können, ist dies möglich. Soll
beispielsweise die Betturig einer Linksweiche gereinigt und aufbereitet werden,
so wird man bei der Reinigung von der Weichenspitze aus für den geraden Strang die
Einheit 2, für den krummen Strang dagegen die Einheit 3 einsetzen. Es bleibt dann
noch ein Rest von etwa 25 % der Fläche für die Handreinigung zurück.