DE958864C - Verfahren zur Herstellung von Zierleisten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zierleisten

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DE958864C
DE958864C DEB23208A DEB0023208A DE958864C DE 958864 C DE958864 C DE 958864C DE B23208 A DEB23208 A DE B23208A DE B0023208 A DEB0023208 A DE B0023208A DE 958864 C DE958864 C DE 958864C
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DEB23208A
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August Buenger
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04DTRIMMINGS; RIBBONS, TAPES OR BANDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04D9/00Ribbons, tapes, welts, bands, beadings, or other decorative or ornamental strips, not otherwise provided for

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zierleisten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Zierleisten. Es ist bekannt, Zierleisten aus einem vorzugsweise ein längs durchlaufendes Gefüge aufweisenden Trägerstrang aus insbesondere textilem Werkstoff und einer diesem einen riemchenähnlichen Charakter verleihenden Beschichtung .wie Lack- oder Kunststoffauflage zu bilden. Solche Zierleisten, die vielfach noch im Interesse eines ansprechenden Aussehens profiliert bzw. genarbt sein können, werden für mannigfaltige Zwecke gebraucht. Sie dienen z. B. zur Verzierung an Schuhen, Lampenschirmen u. dgl., indem sie als flexible Leiste an Kanten, Rändern oder Stoßstellen der Gegenstände angebracht werden. Da die bei den bekannten Lacklitzen dieser Art allseitig aufgebrachte Beschichtung die üblichen Klebstoffe verhältnismäßig schlecht annimmt, muZi für die Anbringung insbesondere bei einem ebenfalls beschichteten Untergrund ein besonderer Kleber verwandt werden. Dennoch ist die Befestigung der bekannten Lacklitzen insbesondere an Lampenschirmen, Schuhen u. dgl., deren Ränder in der Regel kurvenförmig verlaufen, langwierig, da die bekannten flexiblen Lacklitzen stets das Bestreben haben, ihre gestreckte Ausgangslage einzunehmen. Es bedarf daher lästiger und zeitraubender Arbeitsgänge, um die Litzen festzulegen, bis der Klebstoff eine ausreichende Haltefähigkeit äußert. Daneben sind die bekannten allseitig- beschichteten Zierleisten der umschriebenen Art verhältnismäßig kostspielig, da ein beträchtlicher Teil der Beschichtung praktisch nicht ausgenutzt wird, weil er gegen den Untergrund unmittelbar anliegt, also durch diesen dem Blick entzogen wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine auf dem jeweiligen Untergrund besonders leicht und schnell befestigbare Zierleiste zu schaffen, die sich gegenüber den vorbekannten Zierleisten wohlfeiler fertigen läßt. Dies wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch erreicht, daß ein strangförmiges Trägermaterial auf seiner Mantelfläche beschichtet und nach' dem Trocknen der Länge nach aufgetrennt wird. Der Trägerstrang '_cann in an sich bekannter Art aus einem textilen Werkstoff, wie Litze, Band, Vlies od. dgl., bestehen und durch die Beschichtung mit Lack, Kunststoffen wie Igelit oder anderen Kunststoffmischungen einen riemchenähnlichen Charakter erhalten. Durch die erfindungsgemäß vorgeseheneLängsauftrennung des auf seiner gesamten Mantelfläche beschichteten Trägerstranges nach dem Trocknen des Auftrages wird bei der Leiste eine nicht beschichtete Fläche freigelegt, die bedarfsweise zum Anheften der Lacklitze verwendbar ist. Der Trägerstrang kann dabei aus einer beliebig profilierten Kordel oder einem lockeren Faser- bzw. Flockengebilde wie Vlies bestehen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, als Trägerstrang ein Schlauchgeflecht oder -gewebe zu verwenden, da hier ein Auftrennen parallel zum Längsverlauf besonders leicht möglich ist. Durch entsprechende Gestaltung der Oberfläche, wie Prägungen u. dgl., kann die Leiste in beliebiger Form profiliert bzw. genarbt werden.
  • Bei der Herstellung von Kunstleder, das aus einer textilen Trägerbahn und einer auf dieser angebrachten lederähnlichen Beschichtung besteht, ist es bekannt, zum Zweck der Erzielung eines schrägfädigen Grundgewebes von einem geradfädigen Gewebeschlauch auszugehen, der außenseitig mit Kunstledermasse bestrichen und anschließend schrägfädig aufgeschnitten wird. Diese Arbeitsweise ist für die Herstellung von Kunstleder gewählt worden, um unter Zugrundelegung eines schrägfädigen Grundgewebes Verzerrungen der Fadenlage zu verhindern, da diese durch die aufgebrachte Kunstledermasse fixiert werden, so daß schädliche Verlagerungen der Fäden nach dem Aufschneiden in schrägfädige Bahnen nicht mehr zu befürchten sind. Neuere druckschriftlich vorbekannte Verfahren zur Herstellung von Kunstleder lehnen eine derartige Arbeitsweise jedoch mit der Begründung ab, daß es in dieser Weise nicht gelingt, die Gewebebahnen rückseitig von etwa durchdringenden Beschichtungsmitteln freizuhalten. Sie sehen daher vor, im Sinne der Erzielung eines schrägfädigen Grundgewebes von einem geradfädigen und schräg aufgeschnittenen Textilschlauch auszugehen und die so erhaltenen Bahnen so aufzunehmen, daß während des Beschichtens mit der Kunstledermasse Verzerrungen nicht eintreten können.
  • Um den jeweils vorgesehenen Verwendungszwecken besonders gut angepaßte Querschnittformen der erfindungsgemäßen Lacklitzen zu erhalten, kann es zweckmäßig sein, den Trägerkörper während des Beschichtens oder auch anschließend flachzudrücken, d. h. an zwei Seiten zu falzen. Das auf das Beschichten folgende Auftrennen, welches jeweils eine nicht beschichtete Fläche freilegen soll, kann verschiedenartig erfolgen und jeweils so bewirkt werden, daß der Querschnitt der Leiste den Anforderungen entspricht. Beispiels-@veise kann ein beschichteter schlauchförmiger Trägerstrang entweder an beiden oder nur an einer Falzkante aufgeschnitten werden. Im ersteren Fall fallen durch das Trennen zwei einseitig beschichtete Lackriemchen gleicher Beschaffenheit an, d. h. die Fertigung wird insofern vereinfacht, als sie praktisch ein Mehrfaches der Länge des der Beschichtung zugeführten Stranges als Enderzeugnis zur Verfügung stellt. Sofern ein vorzugsweise schlauchförmiger Trägerstrang nur einseitig aufgeschnitten bzw. aufgetrennt wird, entsteht ein in der Längsrichtung mittig . gefalztes Lackriemchen, welches innerhalb des Falzes frei von der Beschichtungsmasse ist. Solche Gestaltungen sind besonders zweckmäßig, wenn die Zierleiste für die Abdeckung winkliger Stoßkant_a oder daneben zur Einfassung der Ränder einer Fläche, beispielsweise der Unterkante eines festen Lampenschirmes, dienen soll.
  • Neben -den erwähnten Arten der Aufteilung des allseitig beschichteten Trägerstranges sind mannigfaltige weitere Möglichkeiten gegeben. Ein gefalzter, insgesamt beschichteter schlauchförmiger Trägerstrang kann beispielsweise auf beiden Breitseiten längs durchschnitten werden, so daß zwei einseitig lackierte längs gefalzte Lackriemchen anfallen. Ferner ist es möglich, ein solches allseitig beschichtetes schlauchförmiges Erzeugnis nur auf einer Breitseite längs zu durchschneiden,. um ein einseitig beschichtetes, zweimal gefalztes Riemchen zu erhalten. Hierbei läßt sich der eine gefalzte Randteil mit der benachbarten Breitseite des Riemchens vorzugsweise durch Kleben verbinden und der andere Falz aufbiegen. Dann fällt eine einseitig lackierte Leiste mit anhängender doppelseitig lackierter Paspel an. Solche Ausführungen sind für Randverzierungen besonders vorteilhaft, wobei die Paspel die aufgeklebte Zierleiste freistehend überragen kann. Ein ähnliches Erzeugnis läßt sich im übrigen herstellen, indem der flachgedrückte schlauchförmige Trägerstrang nach dem allseitigen Beschichten symmetrisch, jedoch außerhalb der Seitenmitte aufgeschnitten wird. Dann fallen zwei einseitig lackierte, längs gefalzte Riemchen mit ungleich langen Schenkeln an, bei denen der schmalere Schenkel in der vorbeschriebenen Art mit dem benachbarten breiteren Schenkel zu einer beiderseits lackierten Paspel verbindbar ist. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Ausführungsbeispielen dargestellt.
  • Abb. i stellt eine einseitig lackierte Zierleiste dar, deren Trägerkörper aus textilem Werkstoff besteht und auf der Vorderseite a eine profilierte Lack- od. dgl. Schicht trägt, während auf der Rückseite b das Textilgeflecht oder -gewebe des Trägerkörpers frei liegt. Mit der unlackierten Seite wird die Zierleiste auf den zu verzierenden Gegenstand aufgeklebt.
  • Abb. 2 zeigt einen Schlauch aus textilem Werkstoff, der auf der Oberfläche a lackiert ist und zur Hervorbringung einer einseitig lackierten Zierleiste längs der gestrichelten Linie (Pfeil) aufgeschnitten wird. Die unlackierte Innenwandung b des Schlauches bildet dann die Klebfläche der Leiste.
  • Abb.3 ist ein schlauchförmiger äußerlich lackierter Trägerkörper, der entweder während des Lackauftrages oder auch hinterher flachgedrückt, d. h. an zwei Stellen cl, c2 längs gefalzt wurde.
  • In den Abb. 4 bis 7 werden verschiedene Möglichkeiten bezüglich des Aufschneidens des Schlauches veranschaulicht. Wird der Schlauch nach Abb. 4 an beiden Falzkanten cl, c2 aufgeschnitten, so entstehen gleichzeitig zwei Zierleisten gleicher Beschaffenheit gemäß Abb. i. Erfolgt das Aufschneiden nach Abb.5 nur an einer Falzkante c2, so ergibt sich eine einseitig lackierte, in Längsrichtung mittig gefalzte Zierleiste, die vorteilhaft an winkligen Stoffkanten oder als einfassende Verzierung dient. Abb. 6 zeigt das beim mittigen Aufschneiden der Breitseiten des Schlauches entstehende Ergebnis: zwei einseitig lackierte, längs gefalzte Leisten mit innerhalb der Falze unlackierten Klebfläche b, entsprechend der Leiste nach Abb. 5. Sofern der Schlauch nur auf einer Breitseite, z. B. auf deren Mitte, längs durchschnitten wird, so entsteht eine zweifach gefalzte Zierleiste mit unlackierter Rückseite. Diese Leiste kann nun so gestaltet werden, daß der eine Falz a2 (Abb. 7) mit der benachbarten Breitseite verklebt wird und eine beidseitig lackierte Paspel bildet, während der andere Falz cal durch Aufbiegen den unlackierten Teil d der Innenfläche des Schlauches freigibt. Dieser letztere Teil stellt dann die eigentliche Zierleiste dar, über deren Rand die Paspel vorsteht.
  • Wie bereits erwähnt, ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht auf die Verwendung eines schlauchförmigen Trägerkörpers beschränkt. Selbstverständlich kann man auch einen vollen Strang z. B. aus Faservlies oder -flocken oder einen anderen vollen Trägerkörper aus schneidfähigem Werkstoff verwenden, um zu dem Erfindungsgegenstand zu gelangen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Zierleisten, dadurch gekennzeichnet, daß ein strangförmiges Trägermaterial auf seiner Mantelfläche beschichtet und nach dem. Trocknen der Länge nach aufgetrennt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterial ein Schlauchgewebe bzw. Schlauchgeflecht verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial während oder nach dem Beschichten flachgedrückt, d. h. an zwei Seiten gefalzt und dabei profiliert, gegebenenfalls auch genarbt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial an einer oder beiden Falzkanten aufgeschnitten wird. $.
  5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial auf seinen Breitseiten, vorzugsweise in deren Mitte längs durchschnitten wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial im Bereich einer Breitseite, vorzugsweise in deren Mitte, längs durchschnitten wird und anschließend einer der Schenkel des damit entstandenen, zweimal gefalzten Riemchens mit der benachbarten Breitseite zu einer beiderseits lackierten Paspel verbnden wird, während an dem anderen Schenkel' durch Aufbiegen desselben ein unbeschichteter Flächenteil gebildet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der flachgedrückte Schlauch im Bereich beider Breitseiten derart aufgeschnitten wird, daß zwei einseitig lackierte längs gefalzte Riemchen mit ungleich langen Schenkeln anfallen, deren kürzere Schenkel anschließend je mit den .breiteren Schenkeln zu einer beiderseitig lackierten Paspel durch Kleben od. dgl. verbindbar sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 705 6o9, 719 364.
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