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Vorrichtung zum Geben von Signalen in Bergwerken Gegenstand des Hauptpatents
839:256 ist eine Vorrichtung zum Geben von Signalen in Bergwerken mit einer Glocke
und durch Seilzug ber tätigtem Hammer, die aus einer die Glocke, den Hammer und
die einstellbare Seilg!#wichtsausgleich.sfeder aufnehmenden Büchse, an der der Hammer
angelenkt ist, besteht.
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Gemäß dem Hauptpatent soll der Hammer nur bis in die Nähe der Glocke
kraftschlüssig geführt und der Anschlag durch den Schwung des Klöppels bewirkt werden.
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Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß zu große Beanspruchungen der
Glocke durch den unter dem Seilzug stehenden Klöppel in Fortfall kommen und der
Hammer zum Geben - eines neuen Signals schneller wieder betriebsbereit ist.
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Diesem Vorteil steht jedoch bei der Konstruktion nach dem Hauptpatent
der Nachteil gegenüber, daß die kinetische Energie, die der Klöppel durch den Seilzug
erhält, im Augenblick seiner Auslösung unter Umständen nicht so groß ist, daß ein
kräftiges Anschlagen an der Glocke sichergestellt ist.
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Ziel der Erfindung ist eine Verbesserung dieser Art vom, Signalhämmern,
bei der die Gesamtkonstruktion der Vorrichtung gegenüber den bekannten Anordnungen
gleichzeitig weiter vereinfacht wird.
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Die Erfindung besteht darin, dem Hammerklöppel beim Freikommen vom
Seilzug eine zusätzliche
kinetische Energie zu erteilen, was vorzugsweise
dadurch erfolgt, daß durch Ziehen am Seil eine Feder gespannt und dadurch Energie
aufgespeichert wird, die sich im weiteren Verlauf des Signalisierungsvorganges beim
Freikommen des Hammerklöppels vom Seilzug dem Klöppel mitteilt.
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Auf diese Weise schlägt der Klöppel unter der stets gleichbleibenden
Energie der Feder auf die Glocke auf und bleibt nach dem Aufschlag in kurzem Abstand
vor der Glocke stehen und ist damit wieder für das nächste Signal bereit. Das Spannen
der den Klöppel auf eine immer gleichbleibende Energie vorspannenden Feder erfolgt
über ein versperrtes, in der Büchse durch den Seilzug verschiebbares Ritzel, das
mit einem Zahn auf einen freien Hebelarm am Klöppel drückt und ihn so gegen die
Wirkung seiner Vorspannfeder von der Glocke wegbewegt. Nachdem der freie Hebelarm
des Klöppels vom Ritzel freigekommen ist, schlägt er unter dem Druck seiner Vorspannifeder
gegen die Glocke. Auf dem Rückwärtsweg verdreht sich das Ritzel durch den in seine
Bahn vorstehenden freien Hebelarm des Klöppels und gelangt mit einem anderen Zahn
im versperrten Zustand wieder in seine Ausgangsstellung zurück. Die Einschaltung
dieses Auslöseritzels gibt zusätzlich eine Sicherung gegen zufällige Doppelbetätigung
des Klöppels, die sonst möglich wäre und zu Fehlsignalen Anlaß geben würde.
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Die gemäß der Erfindung vorgeschlagene Konstruktion führt in weiterer
Fortbildung des Erfindungsgedankens zu einer Anordnung des Klöppels in gegenüber
der bekannten Konstruktion vorteilhafter und insbesondere den Klöppel jeder Gefährdung
entziehender Weise im Inneren der Glocke, weil man nunmehr den Weg des Klöppel so
weit verkleinern kann, daß der im Inneren der Glocke zur Verfügung stehende Platz
für die Unterbringung des Klöppels und den erforderlichen Schlagweg ausreicht.
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Hierdurch wird es auch möglich, den Hammer in beliebiger Lage anzuordnen,
d. h. auch auf den Kopf zu stellen, weil nunmehr der Klöppel nicht mehr im Wege
ist.
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Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden
Beschreibung der erfindungsgemäßen Anordnung an Hand der Abbildungen hervor, von
denen Abb. i die Gesamtanordnung in Seitenansicht Abb. 2 einen Schnitt längs der
Linien A-B der Abb. i zeigt.
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Die Signalanlage besteht aus der die Signal- und Anschlagelemente
tragenden Haube i sowie der Hülse 2, die die Signalauslöseelemente aufnimmt. A.uf
der Haube i ist durch den- Ring 3, der zur Aufhängung der gesamten Signalanlage
dient, die Glocke 4 befestigt. In der Hülse 2 ist der Bolzen 5 gelagert, der an
seinem Ende mit einem Profilstück 6 verbunden. ist. Zwischen Profilstück 6 und einem
Wiederlager 7 ist die Sei'lzugausgleichsfeder 8 angeordnet. Das Widerlager 7 kann,
gesichert durch -den in der Hülse 2 befestigten Stift 9, der in einer axialen Nut
io des Widerlagern 7 gleitet, durch einen Schraubkörper i i in Achsrichtung verschoben
werden, so daß der Druck der Feder 8 entsprechend dem Seilzug nachstellbar ist.
Am Schraubkörper i i ist für diesen Zweck ein Flügelstück 12 aufgesetzt,. das bei
13 mit dem Schraubkörper i i verschweißt ist. Am Ende des Bolzens 5 befindet sich
ein Ring 14, der zur Anbringung des Zugseils dient.
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Das Profilstück 6 weist einen Durchbruch 15 auf, in dem, gelagert
auf dem Stift 16, ein Ritzel 17 angeordnet ist, das mit einem Zahn durch ein Fenster
18 in der Hülse :2 hindurchragt. Dieses Ritzel 17 wird durch die Klinke 18' gegen
eine Drehung gegen den Uhrzeigersinn versperrt. Die Klinke 18' ist bei i9 drehbar
gelagert und wird durch die Feder 2o gegen den jeweiligen Zahn des Ritzels 17 gedrückt.
Zur Begrenzung der Hublänge des Profilstückes 6 dient eine Schraube oder ein Stift
21, der in einem Ausschnitt 22 des Profilstückes 6 gleitet.
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Der Hammer setzt sich aus dem Anschlagelement 23 und dem Hebel 24
zusammen, der bei 25 im Steg 26 drehbar gelagert ist. Wie man aus Abb. i erkennen
kann, setzt sich der Steg 26 aus den beiden parallelen Stegteilen 26' und 26" zusammen.
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In der Hülse 2 sind ferner noch die Durchbrüche 27' und 27" vorgesehen,
um ein leichtes Einsetzen und Auswechseln des Ritzels 17 zu. ermöglichen.
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Die erfindungsgemäße Signalvorrichtung arbeitet wie folgt: Wird an
dem nicht gezeichneten Seil gezogen, so bewegt sich der Bolzen 5 gegen die Wirkung
der Feder 8 nach rechts, so daß durch den Zahn 28 des Ritzels 17 der Hebel 24 nach
rechts (Abb. 2) gedrückt wird. Dadurch bewegt sich das Anschlagelement 23 gegen
die Wirkung der Feder 29, die auf einem Stift 30 sitzt und durch ein Element
31 gesichert ist, in Richtung auf die Haube i. Sobald der Zahn 28 das Ende des Hebels
24 wieder freigibt, schnellt das Anschläg-element 23 'unter der Wirkung der Feder
29 gegen die Glocke 4. Wird nunmehr der Zug auf das am Ring 14 angebrachte Seil
nachgelassen, so bewegt sich der Bolzen 5 wieder nach links (Abb. 2), wobei sich
das Ritze@l 17 im Uhrzeigersinn um einen Zahn weiterdreht. Die Sperrklinke 18' greift
also hinter den nächsten Zahn und versperrt das Ritzel gegen den Uhrzeigersinn,
so daß bei einem erneuten Ziehen am Seil der Hebel 24 wieder nach rechts (Abb. 2)
bewegt wird und das Anschlagelement 23 durch die bei dieser Bewegung in der Feder
29 aufgespeicherte Energie gegen die Glocke 4 schlägt.
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Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene und
in den Abbildungen dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es sind
demgegenüber zahlreiche Abänderungen möglich, ohne von ihrem Grundgedanken abzuweichen.