DE953013C - Verfahren zur Herstellung von Polykondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polykondensationsprodukten

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DE953013C
DE953013C DEV5094A DEV0005094A DE953013C DE 953013 C DE953013 C DE 953013C DE V5094 A DEV5094 A DE V5094A DE V0005094 A DEV0005094 A DE V0005094A DE 953013 C DE953013 C DE 953013C
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DE
Germany
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polycondensation
polycondensation products
bis
aminated
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Expired
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DEV5094A
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Inventor
Dr Rudolf Lotz
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Glanzstoff AG
Original Assignee
Glanzstoff AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G73/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing nitrogen with or without oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule, not provided for in groups C08G12/00 - C08G71/00
    • C08G73/02Polyamines

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Polyamides (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polykondensationsprodukten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polykondensationsprodukten aus halbseitig aminierten, neuartigen Bis-halogenpropionsäureamiden. Die Polykondensation wird in einem hierfür spezifisch geeigneten Lösungsmittel vorgenommen.
  • Es ist vorgeschlagen worden, Acrylsäurenitril, Chlozwasserstoff und Aldehyde, wie z. B. Formaldehyd, Acetaldehyd oder Benzaldehyd, in Gegenwart von Wasser in einem elektrisch beheizten Rohr zur Reak+ion zu bringen. Es entstehen dabei co-Halogenverbindungen der Methylen-, Alkyliden- und Aralkyliden-bis-halogenpropionsäureamide entsprechend dem jeweils verwendeten Aldehyd. Wenn man dann nach einem weiteren Vorschlag z. B. auf Methylen-bischlorpropionsäureamid im Autoklav bei Raumtemperatur etwa 2o Stunden lang flüssiges Ammoniak einwirken läBt, so entsteht folgende halbseitig aminierte Verbindung Cl -(CHZ)Z-CO-NH-CHZ-NH-CO-(CHZ)2-NH2 Ferner wurde vorgeschlagen, sowohl diese halbseitig aminierten als auch die unter der Einwirkung von anderen Aldehyden, wie Acetaldehyd öder Benzaldehyd, erhaltenen, gleichfalls halbseitig aminierten Alkyliden- oder Aralkyliden-bis-halogenpröpionsäureamide im Vakuum und bei Temperaturen bis 25o° so lange zu behandeln, bis ein hellgefärbtes Polykondensationsprodukt entstanden ist. Es wurde nun gefunden, @ daß man Polykondensationsprodukte in einfacher Weise herstellen kann, wenn man ein halbseitig aminiertes Methylen-, Alkyliden- oder Aralkyliden-bis-ra-halogenpropionsäureamid der Formel worin R Wasserstoff, einen Alkyl- oder Arylrest und Hal Halogen bedeutet, in einem höhenmolekularen Glykol der Formel HO -(CH,)", -OH in der n eine ganze Zahl von 8 bis i2 darstellt, löst und diese Lösung auf polykondensierende Temperaturen, vorzugsweise im Vakuum, erhitzt. Als besonders geeignetes höhenmolekulares Glykol hat sich hierbei das Dekamethylenglykol erwiesen. Die Durchführung der Polykondensation ist auch unter normalem Druck möglich, es wird jedoch die Arbeitsweise unter Anwendung von Vakuum vorgezogen, um Verfärbungen der entstehenden Polykondensate möglichst zu vermeiden. Die halbseitig aminierten Bis-halogenpropionsäureamide werden zunächst in dem betreffenden höhenmolekularen Glykol auf eine solche Temperatur erhitzt, daß eine homogene Lösung entsteht. Anschließend läßt man die Temperatur unter Anwendung von Vakuum auf etwa 16o° oder bei normalem Druck auf über 2oo° ansteigen, wobei die Polykondensation in einigen Stunden zu Ende geführt wird. Das in dem Polykondensationsprodukt noch enthaltene höhenmolekulare Glykol wird durch Extraktion mit z. B. Methanol entfernt.
  • Es war überraschend festzustellen, daß die zur Durchführung des Verfahrens verwendeten höhenmolekularen Glykole befähigt sind, die bisher als unbekannt zu bezeichnenden Ausgangsprodukte, welche in üblichen organischen Lösungsmitteln unlöslich sind, zu lösen; ebenfalls war nicht voraussehbar, daß die Reaktion in bezug auf die Umsetzungsgeschwindigkeit so normal abläuft, daß einwandfreie Endprodukte erhalten werden, es also weder zu Vernetzungen mit dem Lösungsmittel noch zu einem vorzeitigen Kettenabbruch .kommt. Während nämlich niedrige Glykole, wie z. B. Äthylenglykol, für die Polykondensation ungeeignet sind, haben sich überraschenderweise die höhenmolekularen Glykole als die einzigen brauchbaren Verbindungen herausgestellt.
  • Die Polykondensate eignen sich für die Herstellung von plastischen Massen.
  • Beispiel i 26g Dekamethylenglykol werden zunächst aufgeschmolzen und zu dieser Schmelze 5 g des halbseitig aminierten Methylen-bis-chlorpropionsäureamids der Formel Cl-(CHZ)2-CO-NH-CHZ-NH-CO-(CH2)2-NHz hinzugefügt. Man erhitzt die Lösung 2 Stunden lang bei einem Vakuum von io mm auf 16o°. Es resultiert ein Polykondensationsprodukt, das mit Methanol ausgewaschen wird. Es weist einen Schmelzpunkt von 286° auf.
  • Beispiel 2 30g Dekamethylenglykol werden zunächst aufgeschmolzen und zu dieser Schmelze 3 g des halbseitig aminierten Äthyliden-bis-chlorpropionsäureamids der Formel (Fp. 185 bis 186°) hinzugefügt. Man erhitzt die Lösung 3 Stunden lang bei einem Vakuum von io mm auf 1q.0°. Es resultiert nach dem Extrahieren mit Methanol ein Polykondensat, welches einen Schmelzpunkt um 270° hat.
  • Beispiel 3 Es wird derselbe Ansatz wie im Beispiel 2 verwendet. Das Erhitzen jedoch erfolgt nicht im Vakuum, sondern unter Atmosphärendruck bei einer Temperatur von 2oo° während 3 Stunden. Es resultiert das gleiche Polykondensat wie im Beispiel 2.

Claims (2)

  1. PATENTANSPROCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Polykondensationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man ein halbseitig aminiertes Methylen-, Alkyliden-oder Aralkyliden-bis-a>-halogenpropionsäureamid der Formel worin R Wasserstoff, einen Alkyl- oder Arylrest und Hal Halogen bedeutet, in einem höhenmolekularen Glykol der Formel HO-(CHz)", -OH in der n eine ganze Zahl von 8 bis 12 darstellt, löst und diese Lösung auf polyköndensierende Temperaturen, vorzugsweise im Vakuum, erhitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als höhenmolekulares Glykol Dekamethylenglykol verwendet.
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