DE951006C - Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazol-5-on-verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazol-5-on-verbindungen

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DE951006C
DE951006C DEL13651A DEL0013651A DE951006C DE 951006 C DE951006 C DE 951006C DE L13651 A DEL13651 A DE L13651A DE L0013651 A DEL0013651 A DE L0013651A DE 951006 C DE951006 C DE 951006C
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DE
Germany
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reaction
hydrogen
lower alkyl
compounds
substituted
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Expired
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DEL13651A
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Inventor
Dr Gustav Adolf Weitnauer
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Gruppo Lepetit SpA
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Lepetit SpA
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazol-5-on-verbindungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer substituierter Oxazol-5-on-Verbindungen. Diese entsprechen der folgenden allgemeinen Formel: Da diese Stoffe in Alkalien löslich sind, können sie ebensogut in ihrer Enolform angegeben werden: wobei 121 undRz gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Halogen, niedere Alkyl- und niedere Alkoxyradikale bedeuten, R3 Wasserstoff oder eine Nitrogruppe bedeutet und R, ein Phenyl-, niederes Alkyl-oder halogeniertes niederes Alkylradikal sein kann. Die Verbindungen, die den obigen Formeln entsprechen, dienen als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Verbindungen mit antibiotischen Eigenschaften. Erfindungsgemäß werden die gewünschten Oxazol-5-9n-Verbindungen der obigen allgemeinen Formel (I) dadurch erhalten, daß man ein substituiertes oder nichtsubstituiertes Benzoesäureanhydrid oder -chlorid der obigen Formeln (III) oder (VI), in denen R1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie in der Formel (I) haben, und eingegebenenfallsinSalzformvorliegendesN-Acylglycin oder ein inneres Anhydrid davon mit den Formeln (IV) oder (V),wobei R4dasselbe wie in Formel (I) bedeutet und X für Wasserstoff oder ein Alkalimetall steht, in Gegenwart einer wasserfreien organischen Base, mit oder ohne Zusatz eines Alkaliacetats, bei niedriger Temperatur mehrere Stunden lang miteinander reagieren läßt, das Reaktionsprodukt mit Eis behandelt, das entstandene Produkt mit Säure ausfällt und das als Endprodukt erhaltene Oxazol-5-on-Derivat von gegebenenfalls gebildeten Nebenprodukten auf Grund der verschiedenen Löslichkeiten in Mischungen organischer Lösungsmittel, wie Äthyläther ündPetroläther, trennt. Nicht alle Basen haben hierbei dieselbe katalytische Wirkung; die besten Ausbeuten und die reinsten Produkte werden durch Verwendung von Pyridin oder ß-Picolin erhalten. Die gewünschte Umsetzung erreicht man, indem man eine Suspension eines Alkalisalzes des N-Acylderivates von Glycin mit der berechneten- Menge oder vorzugsweise einem Überschuß des substituierten oder nichtsubstituierten Säureanhydrids in Gegenwart eines Pyridinüberschusses, vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von 3o bis 6o0, einige Stunden lang verrührt. Bei Verwendung höherer Temperaturen verläuft die Umsetzung rascher, jedoch kommt es dabei leichter zu Zerstörungs- und Nebenreaktionen.
  • Die günstigsten Reaktionstemperaturen liegen im Bereich von 3o bis 6o0, wenn man als Ausgangsstoffe die Benzoesäureanhydride nimmt. Werden dagegen die Benzoylchloride für diese Reaktion benutzt, so ist es zweckmäßiger, bei niederen Temperaturen, d. h. im Bereich von o bis 5°, zu arbeiten.
  • Die so erhaltenen Verbindungen sind gewöhnlich kristalline Feststoffe von rosagelblicher Farbe. Sie sind in Wasser und Ligroin fast unlöslich, etwas löslich in Äther und gut löslich in Äthylalkohol, Dioxan, Äthylacetat und Chloroform.
  • Sie werden aus der Reaktionsmischung isoliert, indem man nach der Umsetzung den Überschuß von Benzoesäureanhydrid durch Zusatz von Wasser und Abscheidung des gewünschten Produktes riiit Säuren entfernt. Das Produkt wird von der Benzoesäure und während der Umsetzung gebildetem Benzöesäureester auf Grund der verschiedenen Löslichkeit in einem Äther oder anderen Lösungsmitteln isoliert. Die Produkte können durch Chromatographie ihrer Alkalisalze oder ebensogut dadurch gereinigt werden, daß man sie durch Säuren aus ihrer Alkalilösung abscheidet. Ausführungsbeispiele i. Eine Suspension von 35 g Benzoesäureanhydrid und io g des Natriumsalzes von Hippursäure in 7o ml wasserfreiem Pyridin wird bei 35 bis q.0° etwa io Stunden lang gerührt. Während dieser Zeit wird die Suspension dunkelrot und zähflüssig.
  • Dann setzt man io ml Äthylalkohol zu und rührt noch 1/2 Stunde lang- bei 35° weiter. Dann werden 500 g zerkleinertes Eis zugefügt, und die Lösung wird unter heftigem Rühren mit verdünnter Salzsäure (i: i) bis zur Kongorotreaktion angesäuert. Die sich abscheidenden Feststoffe werden mit Äthylacetat extrahiert. Der Äthylacetatextrakt wird dann mit io°/°iger Natronlauge so lange extrahiert, bis die alkalischen Extrakte beim Ansäuern keine Abscheidungen mehr zeigen. Die alkalischen Extrakte werden nunmehr bis zur Kongorotreaktion angesäuert; der so gebildete gelbe Niederschlag wird abfiltriert und mit kleinen Mengen Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen in einem Exsikkator wird das Produkt mit einer Mischung aus gleichen Teilen Äthyläther und Petroläther behandelt. Der ungelöst bleibende Teil wird in einer kleinen Menge Natronlauge gelöst, der alkalische Extrakt mit einer kleinen Menge Holzkohle - behandelt und dann filtriert. Durch Ansäuern, Filtration und Trocknung in einem Exsikkator erhält man das gewünschte Produkt der folgenden Formel Ausbeute: 25 g (61%, bezogen auf Benzoesäureanhydrid), Zersetzungspunkt: 16o bis 165° C.
  • 2. Eine Mischung aus 12 g N-Acetylglycin, 46,5 g ,B-Picolin, 84 g 3, 5-Dimethylbenzoesäureanhydrid und 8 g Natriumacetat wird etwa 8 Stunden lang bei einer Temperatur im Bereich von 3o bis q.0° gerührt.
  • Das Umsetzungsprodukt wird dann mit 15 ml Äthylalkohol behandelt; das Rühren wird fortgesetzt und die Temperatur eine weitere halbe Stunde lang auf etwa q.0° gehalten. Dann fügt man 500 g Eis zu und säuert das Reaktionsgemisch mit verdünnter Salzsäure bis zur Kongorotreaktion an. Der beim Ansäuern gebildete gelbbraune Niederschlag wird abfiltriert und.mit kleinen Mengen destillierten Wassers gewaschen. Der auf dem Filter bleibende Rückstand wird dann mit Äthylacetat extrahiert; die vereinigten Extrakte werden so lange mit io°/°iger Natronlauge gewaschen, bis eine Probe der alkalischen Extrakte- beim Ansäuern keinen Niederschlag mehr liefert. Diese Extrakte werden nun mit verdünnter Salzsäure (i: i) bis zur Kongorotreaktion angesäuert; der entstehende Niederschlag wird filtriert, mit destilliertem Wasser gewaschen und in einem Exsikkator getrocknet. I2er, getrocknete Feststoff wird dann init einer Mischung aus gleichen Teilen Äthyläther und Petroläther behandelt. Der Rückstand wird in der geringstmöglichen Menge io°/°iger Natronlauge gelöst, die Lösung mit einer kleinen Menge Holzkohle verrührt, die Lösung filtriert und das Filtrat angesäuert. Die Absch@idung des beim Ansäuern mit verdünnter HCl gebildeten Niederschlags und anschließendes Trocknen ergeben die gewünschte Verbindung der Formel: Ausbeute: 509 (650/0, bezogen auf 3, 5-Dimethylbenzoesäureanhydrid), Zersetzungspunkt i82 bis 186°.
  • 3. Eine Mischung aus g g des Natriumsalzes von N-Dichloracetylglycin, 719- 3-Brom-q.-nitröbenzoesäureanhydrid und 8o ml wasserfreies Pyridin werden unter Aufrechterhaltung einer Temperatur von etwa. 35° etwa 12 Scunden lang gerührt. Das so erhaltene Reaktionsprodukt wird dann den in den vorstehenden Beispielen 1 und 2 beschriebenen Maßnahmen unterzogen. Man erhält so die gewünschte Verbindung der Formel: Ausbeute: 35 g (59°/0 bezogen auf 3-Brom-q.-nitrobenzoesäureanhydrid); Zersetzung: von 12o° ari.
  • q.. Die Lösung von 8,4 g 2-Dichlormethyl-oxazot-5-on in 2o ml- wasserfreiem ß-Picolin wird auf o° gekühlt und unter kräftigem Rühren und fortgesetzter "Kühlung mit g g p-Nitrobenzoylchlorid in kleinen Mengen versetzt. Die Lösung wird nun noch 2 Stunden lang auf o° gehalten und danach auf zerkleinertes Eis gegossen und mit Salzsäure angesäuert. Der gebildete Niederschlag wird filtriert, mit destilliertem Wasser gewaschen und in einem Exsikkator getrocknet. Das Produkt ist die gewünschte Verbindung der Formel: Ausbeute: -149 (go°/o, bezogen auf p-Nitrobenzoylchlorid); Zersetzung: von 1q.0° an.
  • 5. 16,1 g 2-Phenyloxazol-5-on werden in 40 ml wasserfreiem Pyridin gelöst. Die Lösung wird gerührt und auf o° gekühlt und während dessen mit 149 Benzoylchlorid in kleinen Mengen versetzt. Danach läßt man die Lösung 2 Stunden lang bei o° stehen. Dann wird das Reaktionsprodukt auf 50o g zerkleinertes Eis gegossen und mit HCl angesäuert, um das gewünschte Produkt abzuscheiden. Der nach dem Filtrieren erhaltene Niederschlag wird gewaschen und in einem Exsikkator getrocknet. Er stellt die gewünschte Verbindung der folgenden Formel dar: Ausbeute: 1g g (7o0/0, bezogen auf Benzoylchlorid); Zersetzungspunkt: 16o bis z65°

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazol-5-on-Verbindungen der allgemeinen Formel in der R1 und R2 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Halogen, niedere Alkyl- oder niedere Alkoxyradikale bedeuten, R3 Wasserstoff oder eine Nitrogruppe und R4 ein Phenyl-, niederes Alkyl- oder halogeniertes niederes Alkylradikal darstellt, dadurch gekennzeichnet, daß man ein substituiertes oder nichtsubstituiertes Benzoesäureanhydrid oder -chlorid der Formeln: in denen R1, R2 und R3 dieselbe Bedeutung wie oben angegeben haben, und ein gegebenenfalls in Salzform vorliegendes IST Acyl-glycin oder ein inneres Anhydrid davon mit den Formeln in der R4 dasselbe wie oben bedeutet und X für Wasserstoff oder ein Alkalimetall steht, in Gegenwart einer wasserfreien organischen Base, mit oder ohne Zusatz eines Alkaliacetats, bei niedriger Temperatur mehrere. Stunden lang miteinander reagieren läBt, das Reaktionsprodukt mit Eis behandelt, das entstandene Produkt mit Säure ausfällt und das als Endprodukt erhaltene Oxazol-5-on-Derivat von gegebenenfalls gebildeten Nebenprodukten auf Grund der verschiedenen Löslichkeiten in Mischungen organischer Lösungsmittel, wie Äthyläther oder Petroläther, trennt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß als organische Base, in deren Gegenwart die Umsetzung durchgeführt wird, Pyridin oder ß-Picolin verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, däB die Reaktionstemperatur bei der Umsetzung eines Benzoesäureanhydrids im Bereich von 3o bis 6o° und bei der 'Umsetzung eines Benzoylchlorids im Bereich von o° bis 5° liegt.
DEL13651A 1951-10-31 1952-10-21 Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazol-5-on-verbindungen Expired DE951006C (de)

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