DE95078C - - Google Patents

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DE95078C
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Germany
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DENDAT95078D
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H5/00Acetylene gas generators with automatic water feed regulation by the gas-holder

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bis jetzt gebräuchlichen Apparate zur Erzeugung von Acetylengas unter hohem Druck, bei welchem das zur Zersetzung des Carbids erforderliche Wasser aus einem geschlossenen Behälter in den Gaserzeuger allmählich eingelassen wird, bieten den Üebelstand, dafs beim Entleeren der im Entwickler verbleibenden Rückstände ein gröfseres Quantum unter hohem Druck im Entwickler und in den Verbindungsröhren bezw. Verbindungsschläuchen desselben mit dem Behälter, in welchem das Acetylengas unter Druck aufgespeichert wird, befindlichen Acetylengases nach aufsen entweicht und somit verloren geht. Dieser Gasverlust wird noch viel gröfser, falls das zur Zersetzung des Carbids verbrauchte Wasser nicht vom Behälter, in welchem das Acetylengas unter Druck aufgespeichert wird, sondern aus einem besonderen Wasserbehälter in den Entwickler geführt wird, indem bei Neuanfüllung dieses Wasserbehälters mit Wasser der ganze Inhalt des mit Acetylengas unter Druck angefüllten Behälters verloren geht.
Um diesem Uebelstande abzuhelfen, wird bei den Apparaten, die zur Erzeugung von Acetylengas unter hohem Druck dienen sollen und bei welchen das zur Zersetzung des Carbids erforderliche Wasser aus einem geschlossenen Behälter in den Gasentwickler allmählich eingelassen wird, zur Regelung des Wasserzutritts in den Entwickler ein Fünfweghahn benutzt, mittels dessen es möglich wird, das im Entwickler und in den Verbindungsröhren unter Druck befindliche Acetylengas nach einem besonderen Sammelbehälter abzuleiten und in demselben aufzufangen, bevor die nach einer Operation im Entwickler verbleibenden Rückstände aus demselbe.n entleert werden. Hierbei kann mittels desselben Fünfweghahnes, falls der Wasserzutritt in den Entwickler nicht aus dem Behälter, in welchem das Acetylengas unter Druck aufgespeichert werden soll, sondern aus einem besonderen Wasserbehälter stattfindet, das nach einer Operation in diesem letzteren Behälter unter Druck vorhandene Acetylengas ebenfalls in den erwähnten Sammelbehälter abgeleitet und in demselben aufgefangen werden.
In Fig. ι ist der Erfindungsgegenstand an einem Apparat zur Erzeugung von Acetylengas mit besonderem Wasserbehälter angebracht dargestellt; Fig. 2 bis 8 zeigen theilweise im vergröfserten Mafsstabe ausgeführte Einzelheiten.
Fig. 9 zeigt den Erfindungsgegenstand an einem Apparat angebracht, bei welchem das Wasser aus dem Behälter, in welchem das erzeugte Acetylengas unter Druck aufgespeichert werden soll, in den Entwickler gelangt.
A (Fig. 1) bezeichnet den Entwickler und B dessen Korb, welcher' zur Aufnahme des CaI-ciumcarbids dient. F ist ein Kühlwasserbehälter, in welchen der Entwickler A eingesetzt wird. In den Deckel α2 des Entwicklers A ist ein Kreuzrohrstück C eingesetzt, dessen einer wagerechter Arm mit einem Sicherheitsventil c versehen ist, während der andere wagerechte Arm ein Manometer M trägt und durch einen Gummischlauch d und ein mit Abschlufshahntf1 und Manometer M1 versehenes Rohrstück D mit dem Gasbehälter E verbunden ist.
Der Behälter E ist mit einem Ablafshahn e versehen, welcher mit den. zu speisenden
Brennern verbunden werden soll; zwischen dem Hahn e und der Verbrauchsleitung ist ein Druckminderungsventil el eingeschaltet, welches ebenfalls ein Manometer m trägt.
Auf den senkrechten Theil des Kreuzstückes C ist mittels einer Bajonnetverbindung g ein den Wasserbehälter H tragendes, mit einem Fünfweghahn / versehenes Rohrstück G aufgesetzt. Das Gehäuse dieses Hahns I (Fig. i, 2, 3 und 4) ist mit zwei Durchlafskanälen i z1 versehen. Senkrecht zu den Durchlafskanälen i und z'1 ist das Gehäuse des Hahns I mit einem dritten Kanal z2 versehen , dessen Achse sich in einer Ebene mit jener des Kanals z1 befindet und welcher in einen seitlich am Hahngehäuse hervorstehenden Stutzen z3 endigt, an welchen ein zu einem besonderen Behälter führender Gummischlauch angeschlossen werden kann. Diesen Kanälen i, z1 und z2 entsprechend ist der Hahnschlüssel z° mit einer Querbohrung z4 (Fig. 2 und 4) und mit einer T-förmigen Bohrung z5 versehen (Fig. 1, 2 und 3). Der Kanal i des Hahngehäuses steht unten mit einer dünnen senkrechten Röhre z6 in Verbindung, während in dem Kanal i ! eine nach oben gerichtete Röhre z7 befestigt ist, die bis in den oberen Theil des Wasserbehälters H hinaufragt. Auf diesen letzteren ist ein Hahn K aufgesetzt, welcher einen Fülltrichter L trägt. Der Hahn K (Fig. ι und 7) ist ein gewöhnlicher Doppel hahn mit zwei Durchlafskanälen k1 Ä2 im Hahngehäuse, welchen zwei parallel zu einander stehende Bohrungen k3 k* des Hahnschlüssels k entsprechen. In den Kanal k1 ist eine Röhre /c5 eingesetzt, welche bis an den oberen Rand des Trichters L reicht. Der Behälter H ist durch eine über Rollen laufende Schnur oder Kette h mit einem Gegengewicht N verbunden, so dafs der Wasserbehälter H mit dem Entwickler A gehoben und gesenkt werden kann.
Ist der Korb B des Entwicklers A mit einer Ladung Calciumcarbid versehen und der Hahn I geschlossen worden, d. h. sein Schlüssel in die in Fig. i, 2 und 3 gezeigte Stellung gebracht, so kann mittels des Trichters L nach Oeffnen des Hahns K der Behälter H mit Wasser gefüllt werden, wobei das Wasser durch k'2 hindurchtritt, während die im Behälter H befindliche Luft durch kl und die Röhre k 5 in die äufsere Atmosphäre entweichen kann; hierauf wird der Hahn K wieder geschlossen. Wird alsdann der Hahnschlüssel z° in die in Fig. angegebene Stellung gebracht, so kann das im Behälter H befindliche Wasser durch zz4 und die Röhre zc langsam nach dem Entwickler A abziehen, wobei die aus letzterem durch das Wasser verdrängte Luft und ein Theil des in A erzeugten Acetylengases durch Z1Z5 und die Röhre z7 in den oberen Theil von H gelangt und den Zutritt des Wassers aus H in den Entwickler A sichert. Durch Einstellen des Hahnschlüssels kann der Wasserzuflufs zum Entwickler genau geregelt werden. Ein an dem Schlüssel angebrachter Zeiger \ giebt auf einer Theilung χ genau die Stellung des Hahnschlüssels in seinem Gehäuse an. Das in A erzeugte Acetylengas wird durch den Schlauch d nach dem Gasbehälter E geleitet. Das Manometer M1 giebt den Druck des im Behälter E befindlichen Gases an, während M den im Entwickler A herrschenden Druck anzeigt. Sollte der Druck des in A erzeugten Gases die gewünschte Höhe übersteigen, so kann das Gas durch das Sicherheitsventil c austreten.
Wenn die Gaserzeugung in A aufhört, wird nach Schlufs des Hahns d1 der Schlüssel des Hahns / in die in Fig. 6 gezeigte Stellung gebracht und der Entwickler durch den Kanal z2 mit dem Stutzen z3 in Verbindung gesetzt, so dafs das noch im Entwickler A, in der Leitung C und im Schlauch d unter Druck befindliche Acetylengas durch die an den Stutzen z3 angeschlossene Leitung in einen besonderen Sammelbehälter geleitet werden kann. Wird nachher der Schlüssel z° des; Hahns / in die in Fig. 8 angegebene Stellung gebracht, so kann ebenfalls das unter Druck im Behälter H befindliche Acetylengas durch den Stutzen z3 in das erwähnte, an i3 angeschlossene Sammelgefäfs geleitet werden. Der Entwickler A wird alsdann aus dem Kühlwasserbehälter F herausgehoben und die in ihm befindlichen Rückstände herausgenommen, darauf wird der Korb B, nachdem er mit einer frischen Ladung Calciumcarbid versehen worden ist, neuerdings eingesetzt, wonach der Entwickler wieder in den Wasserbehälter F eingesetzt und nach Schlufs des Hahns / der Behälter H wieder mit Wasser gefüllt werden kann.
Der Behälter E eignet sich sowohl für Hausbeleuchtung als auch zum Transport, wie z. B. für Eisenbahnwagenbeleuchtung.
In Fig. 9 ist eine andere Ausführungsform dargestellt. Bei derselben ist der Behälter E mittels eines mit Drehzapfen r versehenen, an demselben festgeklemmten Ringes R .. in verkehrter Lage auf ein geeignetes Gestell O aufgesetzt. Auf den am Boden des Behälters E befindlichen Stutzen e2 ist ein dem Hahn K (Fig. ι und 7) ähnlicher Doppelhahn K1 aufgesetzt, welcher den Wasserbehälter H, Hahn K und Trichter L trägt. Bei dieser Anordnung ist das mit dem Hahn / versehene Rohrstück G an Stelle des Rohrstückes D am Behälter E befestigt und mittels der Bajonnetverbindung g. ein den Entwickler A, das Sicherheitsventil c und das Manometer M tragendes Kreuzrohrstück C1 an dasselbe angeschlossen. Dabei gelangt das Wasser aus dem Behälter H zuerst nach E und von dort, nach Oeffnen des
Hahns /, durch i, ζ4 und z6 in den Entwickler A, während das im letzteren erzeugte Acetylengas durch z1 z5 und die verlängerte Röhre z7 in den Behälter E geleitet wird. Nachdem durch Oeffnen des Hahns K1 der Wasserinhalt des Behälters H in den Behälter E entleert worden ist, kann der Behälter H vom . Apparat entfernt und der Stutzen e2 durch eine Kapsel verschlossen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zur Erzeugung von Acetylengas unter Druck, bei welchem das zur Zersetzung des Carbids erforderliche Wasser aus einem geschlossenen Behälter in den Gasgenerator eingelassen wird, gekennzeichnet durch einen zur Regulirung des Wasserzufritts in den Generator dienenden Fünfweghahn /. dessen Gehäuse mit zwei Durchlafskanälen ti1 mit Röhren z'6 z7 und einem dritten, in einen seitlichen Stutzen z3 des Hahns endigenden Kanal z2 versehen ist, während der Schlüssel i° des Hahns mit einer i entsprechenden Querbohrung z4 und einer i1 und z2 entsprechenden T-förmigen Bohrung z5 versehen ist, zum Zweck, gröfsere Gasverluste dadurch zu vermeiden, dafs vermitteist des Hahns I und des Stutzens z3 das Ablassen des unter Druck befindlichen Gases aus dem Entwickler und den Verbindungsröhren in ein zur Aufnahme desselben bestimmtes Sammelreservoir ermöglicht wird, bevor die nach einer Operation im Generator verbleibenden Rückstände aus demselben entleert werden, und dafs ferner ebenfalls das Ablassen des unter Druck befindlichen Gases aus dem Wasserbehälter in dasselbe Sammelreservoir ermöglicht wird, falls der Behälter, aus welchem das Wasser zum Generator gelangt, nicht selbst zum Aufspeichern des im Apparat erzeugten Acetylengases unter Druck dient und derselbe zu einer neuen Operation wieder mit Wasser angefüllt werden soll.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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