DE95045C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C1/00—Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact
- F42C1/02—Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact with firing-pin structurally combined with fuze
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Air Bags (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Aufschlagzünder für Geschosse, welche eine
mit Dynamit oder anderem Sprengstoff gefüllte Flasche enthalten, während der den Nadelbolzen
aufnehmende Verschlufs gleichzeitig die sichere Lagerung der Flasche in dem Gehäuse
bewirkt.
Die mit Sprengstoff gefüllte Flasche wird beim Laden des Geschosses durch den abnehmbaren
Boden des letzteren eingebracht und ihre Feststellung erfolgt innerhalb des Geschosses
vermittelst Kautschukplatten, welche durch Schrauben zusammengeprefst werden, während die Zündung durch, einen an der
Mündungskappe befestigten Nadelbolzen bewerkstelligt wird, der beim Aufschlagen des
Geschosses einen ihn umgebenden Kautschukpfropf mit einer gewissen Kraft aus einander
zwängen mufs.
In der Zeichnung ist das Geschofs in
Fig. ι im Längsschnitt und einer Bodenansicht, in
Fig. 2 in der Seitenansicht veranschaulicht, während
Fig., 3 im Besonderen die Seitenansicht des Flaschenverschlusses und
Fig. 4 und 4 a Schnitt und Seitenansicht eines abgeänderten Flaschenverschlusses darstellen.
Der gufseiserne Mantel A des Geschosses läuft nach der Spitze zu in einen kurzen cylindrischen
Ansatz ^1 aus und wird durch das Bodenstück B mittelst Schrauben verschlossen.
In dem Bodenstück B ist eine Ausbohrung vorgesehen, welche zum Theil von einer Kaut-■schukplaite
I entsprechender Gröfse ausgefüllt wird. Gegen diese Kautschukplatte legt sich
der Boden der Flasche C an, welche dadurch beim Transport ein weiches, elastisches Lager
erhält. *Die Flasche C ist mit Flanell C1 umwickelt,
um das Feuchtwerden des Sprengstoffes und das Zerbrechen der Flasche C durch die kleinen Kugeln zu verhüten, welche
durch die mittelst Schraube zu verschliefsende Oeffnung D eingefüllt werden und den Raum
zwischen Flasche und Mantel ausfüllen.
Der bogenförmige Theil des Mantels A besitzt eine centrale Durchbohrung, in welche
der Mund der Flasche C hineinreicht. Auf ■ diesem Flaschenmunde sitzt fest ein Kautschukring
j, durch welchen eine nach unten kegelförmig verlaufende Kupferkapsel K greift. Die
letztere sitzt mit ihrem vorspringenden Rande auf dem Kautschukringe auf, ist central durchbohrt
und trägt an der unteren Oeffnung der Durchbohrung die Zündpille L, dergestalt, dafs
der kegelförmige Theil der Kapsel K mit der Zündpille L in die Flaschenmündung hineinreicht.
Auf der Kapsel K ist ein Kautschukpfropf M angeordnet, der höher ist als der
Kaütschukringj und eine kegelförmige Durchbohrung
besitzt, deren Weite sich nach der Stärke des kegelförmig verlaufenden Nadelbolzens
N richtet. Auf dem Kautschukpfropf M ruht eine eiserne kreisförmige Platte O, welche
das Eindringen der messingenen Schraube P in den Kautschukpfropf M verhindert.
Durch das Anziehen der Schraube P wird die Flasche C und die Kupferkapsel K zwischen
Kautschukringen / j und dem Kautschukpfropf M festgehalten, so dafs das Geschofs
ohne Gefahr befördert werden kann.
Der cylindrische Ansatz A1 des Mantels A ist durch eine Kapsel Q. aus Messing abgeschlossen,
in welcher der Nadelbolzen N befestigt ist. Diese Sicherungskapsel Q. besitzt
eine winkelförmige Nuth und greift mit derselben nach Art eines Bajonnetverschlusses
über einen an dem Ansatz A1 befindlichen Stift R. Die Theile P, O, j und K, durch
welche der Nadelbolzen N greift, brauchen nicht kegelförmig durchbohrt zu sein, dagegen
mufs dies bei dem Kautschukpfropf M der Fall sein, damit der Nadelbolzen fest eingespannt
ist und beim Aufschlag der Kapsel Q. sich den zur Zündung erforderlichen Weg bis
zur Zündpille schaffen mufs.
Die durch die Fig. 4 und 4a gekennzeichnte Ausführungsform des Flaschenverschlusses ist
nur für Geschosse bestimmt, welche bei Marinegeschützen Verwendung finden.
Bei diesen Geschossen ist in Aussicht genommen, die Flasche C mit Petroleum, Benzin
oder dergleichen zu füllen, und reicht die FJaschenmündung nicht in die centrale Durchbohrung
der bogenförmigen Geschofsspitze hinein; dagegen ist die Kupferkapsel K weit
langer, reicht in den Hohlraum des Mantels A hinein und besitzt eine Anzahl kleiner Kanäle,
um dem Feuerstrom beim Zünden einen Weg, an der Nadel entlang, in den Hohlraum des
Mantels zu öffnen, der, statt mit Kugeln, in diesem Falle mit Sprengstoff gefüllt ist. Bei
.dieser Anordnung des Flaschenverschlusses mufs auch die Innenwandung des Mantels A
mit Flanell oder anderem Weichzeug ausgefüttert sein, um ein Feuchtwerden der Sprengmasse
zu verhindern.
Die Handhabung des Geschosses ist folgende: Beim Nichtgebrauch bezw. beim Transport
liegt der Sicherungsstift JR in dem waagrechten Schlitz des Bajonnetverschlusses der Kappe Q.
Beim Gebrauch wird die Kappe Q gedreht, so dafs der Sicherungsstift an die Wurzel des
senkrechten Zweiges der Nuthenführung zu liegen kommt. Nun ist das Geschofs schufsfertig,
und zwar ist der Nadelbolzen N ebenso weit von der Zündpille L entfernt als die
Messingkappe Q. von der bogenförmigen Spitze des Geschosses, worauf bei der Anordnung
des Sicherungsstiftes R Rücksicht zu nehmen ist. Beim Aufschlagen des Geschosses macht sich
der Nadelbolzen JY mit Gewalt Bahn durch den ihn umschliefsenden Kautschukpfropf M,
schlägt in die Zündpille und bringt das Geschofs zum Krepiren.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Aufschlagzünder für Geschosse, gekennzeichnet durch eine Metall- und Kautschukpfropfen (K, P und M) durchdringende, nach unten sich verjüngende Zündnadel (JY^, deren Spitze der an dem Metallpfropfen (K) befestigten Zündpille (L) gegenübersteht, während das obere Ende der Nadel (N) mit einer Kappe (Q) versehen ist,, deren Winkelnuth behufs Sicherung des Zünders über einen am Geschofskörper befestigten Stift (R) greift.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95045C true DE95045C (de) |
Family
ID=366329
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95045D Active DE95045C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95045C (de) |
-
0
- DE DENDAT95045D patent/DE95045C/de active Active
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