DE950326C - Verfahren zur Herstellung von gegen Licht- und Hitzewirkung stabilisierten halogenhaltigen Vinylpolymerisaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gegen Licht- und Hitzewirkung stabilisierten halogenhaltigen VinylpolymerisatenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 4, OKTOBER 1956
N 9124 IVb/ 3pb
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von halogenhaltigen Vinylpolymerisaten, die hinsichtlich
ihrer physikalischen Eigenschaften gegen die Einwirkung von Licht und Hitze stabilisiert
sind.
Es ist bekannt, daß Vinylharzverbindungen licht- und wärmeempfindlich sind und daß die
durch die Einwirkung von Wärme und Strahlen entstehenden sauren Zersetzungsprodukte eine
nachteilige Veränderung der Harzverbindung zur Folge haben; diese zeigt sich hauptsächlich in Form
von Farbveränderungen der Harzverbindungen, die an sieh unerwünscht sind, beeinflußt aber auch
weitgehend andere physikalische Eigenschaften der Harze, beispielsweise die Biegsamkeit umd die Zugfestigkeit.
Da die Harzverbindungen notwendigerweise während der Herstellung und Verarbeitung
der Einwirkung von Hitze und während der Alterung der Einwirkung von Licht ausgesetzt sind, ist
es notwendig, ihnen Stoffe einzuverleiben, die die Harzverbindungen hinsichtlich ihrer physikalischen
Eigenschaften stabilisieren.
Cadmiumsalze der Naphthensäuren und der Fettsäuren sind bisher als Stabilisatoren für Vinyl-
harzverbinduingen benutzt worden. Diese Cadmiumsalze
sind deshalb wertvoll, weil sie den Harzverbindungen Klarheit und Glanz verleihen und
auch eine stabilisierende Wirkung ausüben. Ihre Verwendung war daher dort zu empfehlen, wo
Klarheit und Glanz beim Endprodukt verlangt wird und wo daher solche Stabilisatoren, die zu
trüben und opaken. Produkten führen, nicht benutzt werden können.
ίο Die bisher benutzten Cadmiumstabilisatoren verleihen
nun den Vinylharzverbindungen zwar eine ausgesprochene Klarheit und Glanz, sie sind jedoch
hinsichtlich ihrer stabilisierenden Eigenschaften nicht ausreichend. Wegen dieser ihrer geringen
stabilisierenden Eigenschaften haben sie sich auch in der Praxis nicht in dem an sich zu erwartenden
Umfange durchsetzen können.
Gegenstand der Erfindung ist deshalb die Herstellung
verbesserter, gegen Licht- und Wärme-
ao wirkung stabiler Vinylhalogenidharze.
Die Erfindung besteht darin, den Vinylhalogenddharzen
als Stabilisator ein basisches Cadmiumcarboxylat zuzusetzen; insbesondere wird dem Vinylhalogenidharz
als Stabilisator ein basisches Cadmiumcarboxylat mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen in
der organischen Kette in einer Menge von 0,10 bis is°/o, bezogen auf das Harzgewicht, zugesetzt.
Die für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten Cadmiumverbindungen besitzen die allgemeinen
Formel
CdO.Cd(C„H2n±1COO)2,
wobei η eine ganze Zahl von 5 bis 13 darstellt.
Einbasisches Cadmiumcaprylat von der allgemeinen Formel:
CdO-Cd(C7H15COO)2
ist als Stabilisator vorzuziehen, da es den Vinylharzprodukten
in hohem Grade günstige Eigenscharten verleiht sowohl hinsichtlich der Klarheit
und des Glanzes als auch hinsichtlich der Wärme- und Lichtstabilität. Basische Cadmiumverbindungen
mit mehr als 14 Kohlenstoffatomen in der organischen Kette sind als Stabilisatoren weniger wirksam;
anscheinend nimmt die Stabilisierungswirkung in dem Maße ab, wie die Länge der organischen
Kette wächst.
Die Stabilisatoren können bei der Herstellung der Produkte-in jeder beliebigen Verfahrensstufe
zugegeben werden; es ist jedoch vorteilhaft, sie vor oder während der Vermahlung oder Mischung der
Bestandteile zuzugeben. Es wurde gefunden, daß die basischen Cadmiurncarboxylate leicht in der
Mischung aus Vinylharz und den übrigen Mischungsteilnehmern dispergieren, so daß eine
gleichmäßige Dispersion erreicht wird. Nach der Mischung werden die Bestandteile bei geeigneten
Temperaturen mittels eines Walzenstuhles in den Fließzustand übergeführt und homogenisiert.
Unter der Bezeichnung »Vinylhalogenidharz« sind in diesem Zusammenhange die verschiedenen
Vinylhanzverbindungen und Mischprodukte zu verstehen, die üblicherweise unter diese Bezeichnung
fallen. Hierzu gehören beispielsweise Polyvinylchlorid; Vinylharze, die durch Mischpolymerisation
eines Vinylhalogenide mit Vinylacetat oder einem anderen Vinylester erhalten werden; Vinylharze,
die durch Mischpolymerisation mit einer Acrylverbindung, beispielsweise Äthylmethacrylat oder
Methylmethacrylat, erhalten werden; und Mischpolymere aus einem Vinylhalogenid mit anderen
Vinylhalogenidharzmischpolymeren, beispielsweise Vinylidenhalogenid.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
100 Gewichtsteile eines aus Vinylchlorid und einem Vinylacetat im Verhältnis von 95 : 5 hergestellten
Mischpolymerisats wurden mit 5 Teilen einbasischem Cadmiumcaprylat und 50 Teilen Dioctylphthalat
als Weichmacher gemischt. Die fertige Mischung wurde bei einer Temperatur von 1200
mittels eines erhitzten Zweiwalzensruhles bis zum Fließzustand vermählen und dann bei einer Temperatur
von 1500 zu polierten Tafeln von 1,9 mm
Stärke gepreßt.
100 Gewichtsteile eines aus Vinylchlorid und einem Vinylacetat im Verhältnis von 95 : 5 hergestellten
Mischpolymerisats wurden mit 5 Teilen einbasischem Cadmiumundecylenat und 50 Teilen
Dioctylphthalat als Weichmacher gemischt. Die Mischung wurde gemäß Beispiel 1 mittels eines
Zweiwalzenstuhles behandelt und durch Pressung zu polierten Tafeln von 1,9 mm Stärke geformt.
Die Wärmestabilität der obigen Polymerisate wurde bestimmt, indem diese in einem Luftofen
einer Temperatur von 1490 ausgesetzt wurden; das Ergebnis ist in der Tabelle aufgezeichnet. Die
Wärmestabilität wurde gemessen durch die Zeit, in der bei Behandlung im Ofen eine Schwarzfärbung
der Probeplatten eintrat. Zu Vergleichszwecken wurden Polymerisate hergestellt, die an Stelle der
erfindungsgemäßen Stabilisatoren bekannte Cadmiumstabilisatoren, wie Cadmiumnaphthenat, Cadmiumstearat
und Cadmiiumoctoat, enthielten. Diese Polymerisate wurden ebenfalls gemäß Beispiel 1
behandelt.
Wärmestabilität
Stabilisator
Einbasisches Cadmiumcaprylat (Beispiel 1) ...
Einbasisches Cadmiumundecylenat (Beispiel 2)
Cadmrumnaphthenat ....
Cadmiumstearat
Cadmiumoctoat
Die Lichtbeständigkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen wurde bestimmt, indem diese ultra-
Stabilität bei 149° in Stunden
violettem Licht ausgesetzt wurden; dieser Versuch wurde in einem Weather-Ometer durchgeführt,
einer Vorrichtung, worin ultraviolettes Licht mittels eines Kohlelichtbogens hergestellt wird. Die
Lichtbeständigkeit wurde gemessen durch die Zeit" bis zur beginnenden Fleckenbildung.
Das gemäß Beispiel ι einbasisches Cadmiumcaprylat
enthaltende Polymerisat besaß eine Lichtstabilität von 1400 Stunden, d. h., nach Ablauf dieser
Zeit begann die Fleckenbildung auf den Versuchsplatten. Vergleichsweise zeigte ein Cadmiumnaphthenat
enthaltendes Polymerisat eine Lichtstabilität von 250 Standen, ein Cadmiumstearat
enthaltendes Polymerisat eine Lichtstabilität von 300 Stunden und ein Cadmiuimoctoat enthaltendes
Polymerisat eine Lichtstabilität von 500 Stunden. Die vorstehenden Beispiele zeigen spezifische
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens. Aus ihnen ergibt sich, daß Vinylhalogenid-
ao harze bei Anwendung der erfindungsgemäßen Stabilisatoren wesentlich verbesserte Beständigkeit
gegen die Einwirkung von Hitze und Licht besitzen. Diesen Verbindungen können die verschiedensten
Plastifizierungsmittel, Färbemittel und Modifizierungsmittel, wie sie allgemein bekannt
sind, zugesetzt werden, ohne daß die durch die erfindungsgemäßen Stabilisatoren erzielten
günstigen Eigenschaften beeinträchtigt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:i, Verfahren zur Herstellung von gegen Licht- und Hitzewirkung mittels Cadmiumverbindungen stabilisierten halogenhaltigen Vinylpolymerisaten, dadurch gekennzeichnet, daß einem Vinylhalogenidharz als Stabilisator ein geringer Anteil eines basischen Cadmiumcarboxylates zugesetzt wird..2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein basisches Cadmiumcarboxylat mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen in der organischen Kette in einer Menge von 0,10 bis 15%, bezogen auf das Harzgewicht, zugesetzt wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Stabilisator einbasisches Cadmiumcaprylat oder einbasisches Cadmiumundecylejiat zugesetzt wird.4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Vinylhalogenidharz neben dem Stabilisator an sich bekannte Plastifizierungsmittel, Färbemittel oder Modifizierungsmittel zugesetzt werden.© 50» 704/336 4.56 (609 634 9.56)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US760636XA | 1953-06-30 | 1953-06-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE950326C true DE950326C (de) | 1956-10-04 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN9124A Expired DE950326C (de) | 1953-06-30 | 1954-07-01 | Verfahren zur Herstellung von gegen Licht- und Hitzewirkung stabilisierten halogenhaltigen Vinylpolymerisaten |
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- 1954-06-24 FR FR1102887D patent/FR1102887A/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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