DE94950C - - Google Patents

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DE94950C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D3/00Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials
    • B05D3/10Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials by other chemical means

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, um Oelfarbenanstriche auf Metall (Eisen, Zink oder dergleichen), sowie frischem Verputz mit Cement- oder Kalkmörtel dadurch dauernd haltbar zu machen und das Abblättern des Anstriches zu verhindern, dafs die Metalloder Verputzflächen vor dem Anstreichen mit einer Flüssigkeit getränkt bezw. bestrichen werden, welche wie folgt hergestellt wird. Es werden etwa 135 Theile Ferrosulfat in 750 Theilen Wasser gelöst und darauf mit 250 Theilen eines sauren bezw. in saurer Lösung haltbaren Pflanzenschleimes so lange zusammengerieben, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Zur Herstellung des Pflanzenschleimes wird eine Mischung von 2 Theilen Traganthschleim (35 Theile in 700 Theilen Wasser) und 1 Theil Agar-Agar (10 Theile in 300 Theilen Wasser) gelöst.
Den Traganth läfst man in kaltem Wasser vollständig aufquellen und so lange in verschlossenem Gefäfse stehen, bis er vollständig sauer geworden ist. Dieser saure Schleim wird von dem später zugefügten kalten Schwefelsäurehydrat nicht mehr angegriffen und zerstört.
Andererseits wird Agar-Agar in kochendem Wasser gelöst und nach dem Erkalten kurz vor dem Gelatiniren mit 10 Theilen concentrirter Schwefelsäure versetzt.
Dadurch wird die Bildung einer Gallerte vollständig verhindert und auf diese Weise eine überaus zähe, gummiartige Masse, gebildet, wenn diese mit dem Traganthschleim zusammengerieben wird.
Zu diesem Magma werden ca. 1000 Theile Schwefelsäurehydrat von 500B. hinzugesetzt. Die Mischung wird so lange durchgeschüttelt, bis auch nach längerem Stehen eine Abscheidung von Pflanzenschleim nicht mehr stattfindet.
Man erhält auf diese Weise ein strengflüssiges Liquidum vom spec Gewicht 1,325. Diese Flüssigkeit dient dazu, Oelfarbenanstriche auf Metall, wie z. B. Eisen und Zink, sowie auf frischem Verputz mit Cement und Kalkmörtel dauernd haltbar zu machen.
Ueber die specielle Benutzungsweise der Flüssigkeit ist Folgendes anzuführen.
ι. Haltbarmachung von Oelfarben auf Eisen und Stahl. Gröfsere Eisenconstructionen, Träger, Schienen und dergleichen sind meist mehr oder weniger angerostet; um das Abblättern eines Anstriches von verrosteten Eisentheilen zu verhindern, mufs der Rost vor Aufbringung des Anstriches entfernt werden.
Bei Benutzung der vorgenannten Tränkungsflüssigkeit braucht auf die Rostbildung keine Rücksicht genommen zu werden, vielmehr haftet ein nach dem vollkommenen Tränken bezw. Sättigen der Eisenfläche mit der Flüssigkeit aufgebrachter Oelfarbenanstrich ungemein fest auf dem Eisen und es sind Blasenbildungen und Abblätterungen vollkommen ausgeschlossen. Der Rost wird durch die Tränkung mit der
eigenartigen Flüssigkeit in seiner Wirkung so abgeschwächt, dafs er nicht mehr im Stande ist, unter dem Oelfarbenanstrich weiter zu wuchern und, denselben zu zerstören. .
Bei schwachem Eisenrost werden die Objecte mit der Flüssigkeit zweimal hinter einander angestrichen. Nach einer Einwirkung dieses Anstriches von 20 bis 25 Minuten wird die Eisenoberfläche abgebürstet und mit einem Tuche abgerieben, ohne dafs eine vollständige Abtröcknung abgewartet zu werden braucht. Der Anstrich mit Oelfarbe kann dann sofort vorgenommen werden.
Bei stark verrosteten Objecten wird, wie erwähnt, eine vollkommene Durchtränkung der Rostschicht mit der Flüssigkeit vorgenommen und dieselbe auf den Rost längere Zeit einwirken gelassen. Nach 2 bis 3 Tagen wird die entstandene weifse Kruste trocken abgebürstet und das Object nunmehr mit Oelfarbe angestrichen.
2. Haltbarmachung von Oelfarbe auf Zink. Hierzu ist nur ein einmaliger Anstrich mit der Flüssigkeit erforderlich. Nach ca. 24 Stunden kann der Anstrich mit Oelfarbe
werden, welcher alsdann sehr fest auf
Zinkfläche haftet und nicht abblättert.
3. Haltbarmachung von Oelfarbe auf frischem Cement- oder Kalkverputz. Es ist ein bekannter Uebelstand, dafs bei Oelfarbenanstrichen auf frischem Verputz mit Cement der Anstrich durch die ätzenden Alkalien des Cements bald zerstört wird. Durch Sättigung der Verputze mit der vorgenannten Flüssigkeit werden die
bewerkstelligt der Alkalien im Cement oder Kalk vollständig unwirksam gemacht, so dafs die Oelfarbe auf dem Cementgrund , ohne eine Abschiebung oder Abblätterung zu erleiden, dauernd gut haftet. Nach vollkommener Austrocknung des Verputzes kann schon der erste Anstrich mit der Sättigungsflüssigkeit erfolgen, während ein zweiter Anstrich mit derselben Masse zweckmäfsig ca. 24 Stunden später aufgebracht wird. Sobald sich die bestrichenen Flächen nicht mehr feucht anfühlen, wird der Oelfarbenanstrich auf denselben angebracht.
Bei frischem Kalkverputz wird in derselben Weise verfahren.
Durch die Sättigung mit der Flüssigkeit erhält der Mörtel eine bedeutende Härte und Widerstandsfähigkeit gegen die Atmosphärilien.
Ein Durchschlagen oder Mattwerden der Oelfarbe flndet nicht statt und es werden die sonst üblichen Manipulationen zur Haltbarmachung von Oelfarbenanstrichen auf Verputzen, wie das Abwaschen der Wände mit Seifen- und Leimwasser oder dergleichen entbehrlich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, Oelfarbenanstriche auf Metall und frischem Cement- oder Kalkverputz haltbar zu machen, dadurch gekennzeichnet, dafs die anzustreichenden Flächen mit einer Flüssigkeit gesättigt bezw. bestrichen werden, welche aus Ferrosulfat, Schwefelsäurehydrat und einem in saurer Lösung haltbaren Pflanzenschleim besteht.
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