DE86610C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE86610C DE86610C DENDAT86610D DE86610DA DE86610C DE 86610 C DE86610 C DE 86610C DE NDAT86610 D DENDAT86610 D DE NDAT86610D DE 86610D A DE86610D A DE 86610DA DE 86610 C DE86610 C DE 86610C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- aluminum
- ammonia
- iron
- silicon
- color
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
- C23C22/00—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
- C23C22/05—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions
- C23C22/60—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using alkaline aqueous solutions with pH greater than 8
- C23C22/66—Treatment of aluminium or alloys based thereon
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)
- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Brüiiiruiigsverfahren für Aluminium.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zum Brüniren von siliciumhaltigem,
reinem oder legirtem Aluminium und bezweckt, das Aluminium mit einer helleren
oder dunkleren bräunlichen Färbung unter gleichzeitiger Aenderung der physikalischen
bezw. chemischen Beschaffenheit der Oberfläche zu versehen, um das Aluminium gegen trockene,
namentlich aber feuchte Luft, Wasser und gegen schwache Säuren, namentlich solche,
welche im Haushalt und im gewöhnlichen Leben vorkommen können (Essigsäure u. s. w.),
widerstandsfähig zu machen. Weitere Vortheile des so behandelten Aluminiums bestehen darin,
dafs das Abfärben desselben vermieden wird, ferner dafs es sich leichter als bisher löthen
läfst, indem ein galvanischer Ueberzug fest und direct auf dieser Brünirungsschicht haftet.
Schliefslich ist dieses Aluminium infolge seiner Farbe für militairische Zwecke geeigneter als
das weifs aussehende, was einen Hauptvortheil desselben bildet.
Das das Wesen der vorliegenden Erfindung ausmachende Verfahren besteht darin, das
Aluminium der Einwirkung von Ammoniak allein oder derjenigen von Ammoniak bei
gleichzeitiger Anwesenheit von bestimmten Salzen, z. B. Ammoniumsalzen, auszusetzen.
Der hierbei eintretende Procefs wird aus folgender Darstellung ersichtlich:
Das Aluminium des Handels enthält ziemlich viel Silicium, sowie auch einen gewissen Gehalt
von Eisen und anderen Stoffen. Während bei der Anwendung von Kali und Natron das
Silicium aufgelöst wird (vergl. Buchner, Die
Metallfärbung, S. 284), bleibt bei der Behandlung mit Ammoniak im Gegentheil das Silicium
nebst Eisen, bei gleichzeitiger Anwendung von Ammoniumsalzen das Silicium allein zurück,
woraus sich die vollständig verschiedenartige Beschaffenheit der Oberfläche erklärt.
Das Verfahren geht im Besonderen in der Weise vor sich, dafs das durch Abreiben gereinigte
Aluminium des Handels, also das Aluminium in Verbindung mit Eisen, Silicium
u. s. w., etwa in eine einprocentige Ammoniaklösung nach der einen Methode oder in eine solche Lösung, welche noch etwa
Salmiak, z. B. 4 pCt., oder einen anderen geeigneten Stoff, wie essigsaures Ammonium,
enthält, nach der zweiten Methode etwa eine bis drei Stunden gelegt wird.
Nach dem ersten Verfahren wird durch Einwirkung der Ammoniaklösung das Metall an
der Oberfläche unter Wasserstoffentwickelung entsprechend der Formel
2 Al+ 6 (NHJ ■ HO = Al2 (NH1 ■ OJ6 + 6H
derartig verändert, dafs durch vorzugsweise Auflösung des Aluminiums, also des Hauptbestandtheiles
der als Aluminium bezeichneten Handelswaare, eine meist bräunlichgelblich oder
bläulichgrau gefärbte Verbindung fest an der Oberfläche zurückbleibt, deren Zusammensetzung
und Färbung je nach der Art und Menge der Nebenbestandtheile, sowie nach der Beschaffenheit und Einwirkungsdauer derLösung
wechselt. Diese Verbindung ist weit widerstandsfähiger als das gewöhnliche Aluminium,
so dafs durch Brüniren die Anwendbarkeit desselben bedeutend erweitert wird.
Nach der anderen Methode, welche aus dem Grunde vorzuziehen ist, weil bei derselben
neben Aluminium auch das Eisen gelöst wird,
geht der Procefs in der Weise vor sich, dafs die durch Auflösen von Aluminium und Eisen
entstandenen Verbindungen durch die anwesenden Salze unter Abscheidung von Thonerdehydrat
bezw. Eisenoxydhydrat zersetzt werden und hierdurch der Brünirungsvörgang
befördert wird. Eine Wasserstoffentwickelung findet in diesem Falle nicht oder nur insofern
statt, als neben dem zweiten Procefs sich gleichzeitig bei gewissen Concentrationsverhältnissen
auch der erste mit vollzieht. Nach diesem Verfahren erhält man eine dunklere Färbung
als nach dem ersten Verfahren, bei welchem die Anwesenheit von Eisen eine hellgelbe Färbung
hervorruft.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Brünirverfahren für siliciumhaltiges reines oder legirtes Aluminium durch Behandeln mit Ammoniak oder einem Gemenge von Ammoniak und Ammoniaksalzen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86610C true DE86610C (de) |
Family
ID=358649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86610D Active DE86610C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86610C (de) |
-
0
- DE DENDAT86610D patent/DE86610C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE845736C (de) | Verfahren zum Phosphatieren von Metallen | |
| DE3812076A1 (de) | Saures chrom-(iii)-haltiges und fluoridhaltiges passivierungsbad fuer oberflaechen aus zink, zinklegierungen und cadmium | |
| DE3334628A1 (de) | Oberflaechenbehandlung fuer aluminium oder aluminiumlegierungen | |
| DE3244715A1 (de) | Verfahren zur phosphatierung von metalloberflaechen sowie hierfuer geeignete badloesungen | |
| DE898383C (de) | Zinkcyanidbad und Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung glaenzender Zinkueberzuege | |
| DE853698C (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphatueberzuegen auf Zink | |
| DE86610C (de) | ||
| DE693832C (de) | Bad und Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Zinkueberzuegen | |
| CH660883A5 (de) | Thallium enthaltendes mittel zum abloesen von palladium. | |
| DE2043085C3 (de) | Verfahren zum Aufbringen von Zinkphosphatschichten auf elektrolytisch verzinktes Material | |
| DE2239581A1 (de) | Loesung und verfahren zum aufbringen von ueberzuegen auf zink oder zinklegierungen | |
| DE69801092T2 (de) | Verfahren zum Feuerverzinken von Eisenmaterial | |
| DE562561C (de) | Verfahren zur Behandlung von Gegenstaenden, die mit einer Rostschutzschicht ueberzogen werden sollen | |
| DE1198171B (de) | Waessrige saure Loesungen und Verfahren zur Herstellung von chemischen UEberzuegen auf Aluminium und dessen Legierungen | |
| DE894945C (de) | Verfahren und Loesung zur Aufbringung von UEberzuegen auf Metallen | |
| DE1211466B (de) | Waessrige nickel-beschleunigte Phosphatierungs-loesungen und Verfahren zu ihrer Anwendung | |
| DE584411C (de) | Verfahren zur Herstellung von korrosionsfesten UEberzuegen auf Eisen und Stahl | |
| DE1621096C3 (de) | Wäßriges, im wesentlichen sechswertige Chromionen enthaltendes Bad und Verfahren zur kathodischen Bildung von korroslonsreslstenten Schichten auf Metalloberflächen | |
| DE883382C (de) | Verfahren zum UEberziehen von Zink mit einem Schutzueberzug | |
| DE553613C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kadmiumueberzuegen in einem zyankalischen Kadmiumbade durch Elektrolyse | |
| DE1521879B2 (de) | Verfahren zum Aufbringen von Phosphatüberzügen auf Eisen und Stahl | |
| DE2442016C3 (de) | Wässrige Lösung für die Aktivierung von Oberflächen vor der stromlosen Metallabscheidung | |
| DE2301096C3 (de) | Zusammensetzung für die Herstellung regenbogenfarbig passivierter Oberflächen auf Körpern aus Zink und Kadmium und Verfahren für die Durchführung der Passivierung | |
| DE2244489B2 (de) | Verfahren zum Überziehen der Oberfläche von Erzeugnissen, die aus reinem Zink bzw. aus Zinkguß bestehen oder einen galvanischen Zinküberzug aufweisen, mit einer farblosen passivierenden Schicht | |
| DE977472C (de) | Loesung zur Behandlung von Zinkoberflaechen gegen Korrosion |