DE714904C - Verfahren zur Verbesserung von Betonsichtflaechen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von Betonsichtflaechen

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Publication number
DE714904C
DE714904C DEI64972D DEI0064972D DE714904C DE 714904 C DE714904 C DE 714904C DE I64972 D DEI64972 D DE I64972D DE I0064972 D DEI0064972 D DE I0064972D DE 714904 C DE714904 C DE 714904C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zinc
concrete
improvement
salts
complex salts
Prior art date
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Expired
Application number
DEI64972D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Daimler
Dr Heinz Thron
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE714904C publication Critical patent/DE714904C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/38Treating surfaces of moulds, cores, or mandrels to prevent sticking
    • B28B7/384Treating agents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung von Betonsichtflächen .Nach dem Entschalen eines in eine Holzschalung eingebrachten und genügend abgebundenen Betons pflegt die freigelegte Betonsichtfläche, d. h. die nunmehr sichtbare Oberfläche des Betons, das g4nze Gefüge und alle unschönen Unebenheiten der Schalung sozusagen spiegelbildlich zu zeigen. - Man kann deshalb bei Bauten, bei .lenen auf schönes Aussehen Wert gelegt wird, diese entschalten Flächen nicht in rohem Zustande belassen, sondern muß.sie in geeigneter Weise verputzen oder bebauen, um ihnen auf diese Weise ein gefälliges Aussehen zu verleihen.
  • Es ist bekanntgeworden, eine Verbesserung des Aussehens von Betonsichtflächen dadurch . zu erreichen, daß die Schalungsbretter vor dem Einstampfen oder Eingießen des Betons mit einem wäßrigen Brei aus Duellstoffen behandelt werden, der Zusätze enthält, die auf das Abbinden des Betons in einer gewissen Schichttiefe störend wirken. Durch solche das Abbinden der äußersten Betonschicht verhindernde Zusätze, vornehmlich Gerbsäure oder Zucker, wird es möglich, den entschalten Beton später durch Abbürsten von der äußersten das Schalungsgefüge zeigenden Schicht leicht zu befreien und damit zugleich alle Spuren der Stoßkanten und der Unebenheiten der Verschalungsbretter zu entfernen. Dadurch wird :eine ziemlich gleichmäßige, raube Oberfläche erzielt,' die etwa einem rauhen Verputz gleichkommt. Durch diese Behandlungsweise wird zwar der Beton um einige Millimeter schwächer, aber anderseits wird die Aufbringung einer gesonderten Putzfläche, die in der Regel schlecht haftet und öfters erneut werden muß, erspart.
  • Die geschilderte Arbeitsweise hat jedoch eine Reihe von Nachteilen.
  • Dadurch, daß die beschriebene Masse breiförnnig aufgebracht werden muß, entstehen verhältnismäßig starke Schichten auf dem Holz. Beim Einbringen der Betonmischung, insbesondere wenn es sich um Pumpbetoninassen handelt, die aus größerer Höhe herunterfallen, werden diese Schichten leicht beschädigt, stellenweise sogar ganz abgescheuert, so daß an diesen Stellen dann die erwartete Wirkung ausbleibt. Läßt man hin -= gegen die Duellstoffe weg und wendet die das Abbinden des Zements störenden Mittel für sich allein in wäßriger Lösung an, so werden zwar druck- und sfoßempfindliche Schichten auf dem Schalholz nicht gebildet, aber man muß mit einer sehr erheblichen Empfindlich-]zeit der Tränkung gegen Beregnung rechnen und kann so behandelte Hölzer nicht einmal für kurze Zeit einem plötzlich ausbrechenden Regen aussetzen, da die Behandlungsmittel alsbald Herausgelöst und damit unwirksam «-erden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man eine gut ins Hclz eindringende, also gegen mechanische Beeinflussungen unempfindliche Tränkung des Holzes erzielen kann, die zugleich in praktisch genügendem Maße regenfest ist, wenn man lösliche Zinlclcoinl@lexsalze, in Wasser gelöst, auf das Holz aufträgt, insbesondere die des Ammoniaks, oder auch gemischte Zinkkomplexsalze, insbesondere solche mit höhern iolekularen Carl-,onsäurcn.
  • Die Zinkkomplexsalze haben gegenüber den nicht komplexen Zinksalzen den Vorteil, daß sie nach dein Eintrocknen auf den Verschalungsbrettern verhältnismäßig wetterbeständig sind, also durch zwischenzeitliche Beregnung wenig oder gar nicht aus dem Schalungshol.-#, herausgewaschen werden. Das Neue der Erfindung liegt in der Erkenntnis, daß die Salze nach dein Trocknen trotz dieser wetterbestän-(ligen Fixierung im Holz imstande sind, das Abbinden des später einzubringenden Betonbreies oberflächlich zu stören, so daß an diesen Stellen nach dein Ausschalen die Sichtflächen verbessert werden. Besonders vorteilhaft ist auch die Anwendung von gemischten Zink-Ammoniak-Komplexsalzen anorganischer und organischer- Säuren, wobei in erster Linie höhermolekulare Fettsäuren in Frage kommen, z. B. diejenigen mit 7 bis i i Kohlenstoffatomen, wie man sie z. B. beim synthetischen Aufbau von Fettsäuren aus Paraffin oder auf andere Art gewinnen kann. Mit der wäßrigen Lösung solcher fettsaurer Zink- Ammoniak-Komplexsalze gestrichene oder gespritzte Holzschalbretter vertragen räch dein Eintrocknen, wobei ein Teil des Ammoniaks entweicht und zum Teil fettsaures Zink entsteht, selbst stärkste und lange andauernde Beregnung, ohne daß nach dem Aufbringen und Erhärten des Betons eine nennenswerte Verringerung der sichtflächen-Verbessernden Wirkung festzustellen wäre.
  • Unter Umständen ist es auch zweckmäßig, den anzuwendenden wasserlöslichen Zinkl<oiiiplexverbindungen Netzmittel zuzusetzen, die das Eindringen in die Holzschalung erleichtern und eine stärkere Aufnahme erlauben.
  • Aus folgender Tabelle geht die Verbesserung der Regenbeständigkeit bei Tränkung mit verschiedenen Zinksalzen bei deren Anwendung in Form komplexer Salze hervor:
    Sicht- Sicht-
    flächen- flächen-
    Schalholz Wirkung, ivi,-kung,
    wenn Holz wenn Holz
    nicht
    beregnet
    beregnet
    Unbehandelt ......... schlecht schlecht
    Gestrichen mit:
    Chlorzinklauge, 3ö"; aig gut schlecht
    Zinksulfatlauge,3o°;'Oig gut schlecht
    Chlorzink-Ammoniak-
    Komplexsalz im Ver-
    hältnis Z : 6, in Wasser
    a
    löst ............. gut mäßig
    Komplexsalz aus fett-
    saurem *) Ammoniak
    und Chlorzink im Ver-
    hältnis z : 6, in Wassei
    gelöst ............. gut gut
    Komplexsalz aus fett-
    saurem `) Ammoniak
    und Zinksulfat imVer-
    hältnis z : 6, in Wasser
    gelöst ............. gut gut
    Es wurde rohe Mischfettsäure mit ; bis i i
    liohlenstoffatomen verwendet, die durch Oxydation
    von Paraffin synthetisch hergestellt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verbesserung -voll Betonsichtflächen durch Vorbehandlung der zu verwendenden Schalungsbretter mit Zinksalzen, dadurch gekennzeichnet, daß in Wasser gelöste Zinkkomplexsalze, insbesondere Zinlk-Ammoniak-Komplexsalze, auf die Schalungsbretter aufgebracht werden. . --erfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Mitanwendung solcher Komplexsalze, die Fettsäuren Von 7 bis i i Kohlenstoflatomen enthalten.
DEI64972D 1939-06-28 1939-06-28 Verfahren zur Verbesserung von Betonsichtflaechen Expired DE714904C (de)

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