DE648638C - Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von LeichtbauplattenInfo
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- DE648638C DE648638C DESCH106882D DESC106882D DE648638C DE 648638 C DE648638 C DE 648638C DE SCH106882 D DESCH106882 D DE SCH106882D DE SC106882 D DESC106882 D DE SC106882D DE 648638 C DE648638 C DE 648638C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B41/00—After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
- C04B41/45—Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren, um Leichtbauplatten, welche bekanntlich aus Fasermaterial, z. B. Holzwolle und einem flüssigen ioder breiförmigen Mischbestandteil bestehen, welcher hydraulisch abbindende Stoffe enthält, an den Stirnflächen so auszubilden, daß sie dort auch ohne Hinzutun eines: hydraulisch abbindenden Mörtelbreies oder sonstiger flüssiger oder breiförmiger Verbindungsmittel einen festen, zusammenhängenden, gegen Druck und Stoß widerstandsfähigen Bauverband eingehen können.
- Abweichend von bekannten Vorschlägen, welche zum Zwecke der Herstellung eines Eingriffs vorspringender Teile der Stirn-. flächen in entsprechende Aussparungen der Stirnflächen der benachbarten Leichtbauplatte, die in Betracht kommenden Stirnflächen bei der Erzeugung der Platten ientsprechend formen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das in bekannter Weise durch Stampfung, Formung und Trocknung der Mischbestandteile fertiggestellte Arbieitsgut nachträglich mit einer eine Leimung und Härtung besonders der faserigen Bestandteile desselben bewirkenden Flüssigkeit zu behan= deln und nach deren Trocknung auf mechanischem Wege durch geradlinige oder drehend fortbewegte Werkzeuge, z. B. Hobel, Sägen oder Fräser, in die so gehärteten Stirnflächen nutenartige Furchen einzuarbeiten. In die letzteren werden dann beim Zusammenbau der Platten zu Wandflächen strengschlüssig passende Holzfedern .eingelegt -und auf diese Weise der gewünschte feste Verband der Teile ohne Schwierigkeiten und ohne flüssige Verbindungsmittel herbeigeführt.
- Die Ausführung geschieht in der Weise, daß auf die Vorder- und Rückseite sowie auf sämtliche Stirnflächen einer trockenen Platte eine etwa i bis 2 mm starke Schicht einer Flüssigkeit oder eines dünnflüssigen Breies aufgestrichen oder aufgespritzt wird, der aus einer, wetterfesten, in ansprechenden Farbe tönen gehaltenen Anstrichfarbe, insbesondere lichtechten Erdfarben unter Zusatz von Härtungs- und Klebemitteln, z. B. Kaltleim für den Faserbestandteil des Baustoffs, sowie von hydraulisch abbindenden Verputzbaustoffen besteht. Auch kann man diesem flüssigen Putz- und Anstrichmittel noch. sonstige Zusätze beifügen, wie Bakteriengifte, pilztötende Substanzen u. dgl., um Insektenfraß, Nagerfraß (Mäuse) und Insektenbrut abzuhalten, was an sich bekannt ist.
- Der Zusatz von härtenden bzw. -leimenden Bindemitteln, wie z. B. Kaltleim, zur Imprägnierungsflüssigkeit bezweckt, eine Versteifung und Lagensicherung in den oberen Schichten der faserigen Bestandteile des Baustoffes der Platten herbeizuführen, denn es ist klar, daß bei der von vielen Luftlücken durchsetzten Struktur der Platte diese in trockenem Zustand wie ein Schwamm die auf die Oberflächen gebrachten Mengen der flüssigen Imprägnierungsschicht festhält. Nach der Aufnahme und dem Trocknen der Kaltleimbestandteile des Imprägnierungsmittels durch die Holzwollfasern des Plattenbaustoffs ist die Platte daher in den Oberflächenschichten so versteift, daß sie unschwer mechani,*t bearbeitet, d. h. mit einem Holzhobel, eiei Kreissäge oder einem Fräser bearbeitet, ja sogar äußerlich beschliffen und poliert werden könnte, falls letzteres gewünscht würde. In jedem Falle kann man nun mit Leichtigkeit in die Stirnfläche der so versteiften Platte z. B. mittels eines Holzhobels rechteckige Nuten oder mittels eines Drehfräsers anders profilierte, z. B. halbrunde, Nuten einarbeiten und die Nuten sofort ioder bei dem späteren Zusammenbau der Platten zu Wandaufbauten mit dem Profil der Nuten entsprechenden Holzfedern beschicken, derart, daß die Federn die Nutenhohlräume strengschlüssig ausfüllen. Dabei steht auch nichts im Wege, die Federn vor dem Einbringen in die Nuten noch mit einer Kaltleimschicht zu versehen; vielfach aber ist das nicht erwünscht, namentlich dann, wenn auf die spätere Zerlegbarkeit der Wandaufbauten z. B._ bei einer Ortsverlegung der letzteren Wert gelegt werden soll.
- Um in Fällen, in denen die erfindungsgemäß hergestellten Leichtbauplatten zur Errichtung der Außenwände billiger Bauten, wie Wochenendhäuschen, Siedlungsbauten, nicht dauernder Ausstellungsbaulichkeiten usw., Verwendung finden.sollten, einen nach der Errichtung erforderlicbLen Verputz und Anstrich aufzubringen, jedoch doppelte Arbeitsmaßnahmen zu ersparen, empfiehlt es sich, den Vorgang der Versteifung der oberen Plattenschichten durch Kaltleimaufstrich zu verbinden mit dem Verputz und Anstrich, indem man, wie das schon voraufgehend ausgeführt worden ist, eine Versteifungsflüssigkeit verwendet, die gleichzeitig den Oberflächenverputz . und Anstrich bewirkt.
- Eine solche kombinierten Zwecken dienende Flüssigkeit besteht also aus einer Mischung von Wasser mit hydraulisch abbindenden Zusätzen -von Kaltleim oder anderen Versteifungsmitteln und lichtechten Erdfarben. Man kann ihr außerdem an sich bekannte wetterbeständige, ein Vordringen von Feuchtigkeit verhütende Mittel, wie z. B. Wasserglas, Harzauflösungen usw., beigeben oder auch, wie üblich, bakterientötende Mittel, z. B. Cyanamidsalze, um die Bildung von Pilzen, das Auftreten von Insektenfraß (Termiten), das An-,lagern von Insektenbrut usw., zu verhindern.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von aus Fasermaterialien, insbesondere Holzwolle und hydraulisch abbindenden Mischbaustoffen, bestehenden Leichtbauplatten, dadurch gekennzeichnet, daß man das in bekannter Weise durch Stampfung, Formung und Trocknung der Mischbestandteile fertiggestellte Arbeitsgut hinterher allseitig, mindestens aber auf sämtlichen Stirnflächen mit einer eine Leimung und Härtung der Mischbestandteile, besonders der Faserstoffe, bewirkenden Flüssigkeit behandelt und nach deren Trocknung auf mechanischem Wege durch geradlinig oder drehend fortbewegte Werkzeuge, z. B. Hobel, Sägeblätter oder Fräser, in die so gehärteten Stirnflächen nutenartige Furchen einarbeitet, in die zwecks starrer Verbindung mehrerer auf- oder nebeneinander angeordneter Platten strengschlüssig Holz- o. dgl. Federn eingeschoben werden können.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Härtungsmaterial für das Arbeitsgut flüssiger Kaltleim zur Anwendung gebracht wird. .
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man behufs gleichzeitiger Härtung, Verdichtung und äußerlichen Verschönerung aller oberflächlichen Schichten des Arbeitsgutes dieses vor dem Anbringen der Nuten in den Stirnseiten allseits mit einer flüssigen Putzschicht bestreicht oder bespritzt, welche außer hydraulisch abbindenden Stoffen und Härtungsstoffen auch lichtechte Erdfarbenzusätze, Mittel gegen F euchtigk@itsdurchlaß und gegebenenfalls noch Giftstoffe gegen Insektenfraß und -brut enthalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH106882D DE648638C (de) | 1935-04-21 | 1935-04-21 | Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH106882D DE648638C (de) | 1935-04-21 | 1935-04-21 | Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE648638C true DE648638C (de) | 1937-08-05 |
Family
ID=7448270
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH106882D Expired DE648638C (de) | 1935-04-21 | 1935-04-21 | Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE648638C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747877C (de) * | 1938-07-26 | 1944-10-18 | Platte, Fliese o. dgl. zum Verkleiden von Waenden, Fussboeden, Decken o. dgl. |
-
1935
- 1935-04-21 DE DESCH106882D patent/DE648638C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747877C (de) * | 1938-07-26 | 1944-10-18 | Platte, Fliese o. dgl. zum Verkleiden von Waenden, Fussboeden, Decken o. dgl. |
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