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Haltegriff für Straßenbahnen, Omnibusse u. dgl. Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung an Haltegriffen für Fahrzeuge, z. B. Straßenbahnen, Omnibusse u.
dgl.
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Es sind Haltegriffe für Straßenbahnen bekannt, die aus einem längs
des Fahrzeugs verlaufenden Stützrohr bestehen, an welches eine oder mehrere Gehäuse
mit Griffen vorgesehen sind. Es ist bekannt, diese bekannten Vorrichtungen so auszubilden,
daß der Fahrgast beim Ergreifen des Haltebügels einen Mechanismus betätigt, durch
den ein Reklameschild so gedreht wird, daß -es den Fahr= gästen sichtbar wird. Die
Erfindung bezweckt die Ausbildung eines Haltegriffes für Straßenbahnen, Omnibusse
u. dgl., durch dessen Betätigung ein Lautsprecher bzw. ein Mikrophon ausgelöst wird,
das über einen Schalter mit einem Stromkreis vtrbunden ist, der in einem zentralen
vom Wagenführer bedienten Apparat endet.
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Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine besondere Ausführungsform
der Speisung des Mikrophons mit elektrischem Strom über einen Schalter, der von
dem auf dem Handgriff ausgeübten Zuge geschlossen wird. Diese Vorrichtung besteht
aus
mit dem Landgriff fest verbundenen Kontakten, die längs eines
Kontaktorgans gleiten können, das mit der elektrischen Stromzuführung und mit dem
Handgriffträger fest verbunden ist, wobei die Verstellung zwischen den Kontakten
von Stützflanschen begrenzt und durch Anbringung einer Feder eingestellt wird, wobei
die Feder die Kontakte in die Öffnungsstellung des Stromkreises zurückzubringen
sucht, wenn. der Handgriff freigelassen wird.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt.
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Abb. i zeigt einen Handgriff in Vorderansicht, mit teilweiser Darstellung
im Schnitt; Abb. 2 zeigt einen senkrechten Querschnitt; Abb. 3 zeigt eine zweite
Ausführungsform des Handgriffes in teilweiser im Schnitt dargestellter Vorderansicht;
Abb. 4 ist eine Seitenansicht der Abb. 3 mit teilweisem Schnitt.
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. Der Handgriff i ist in einem Gehäuse 2 federnd gelagert, das auf
dem das ganze Fahrzeug durchlaufenden Stützrohr 3 mittels einer Schelle 4 befestigt
ist. Im Innern des Gehäuses :2 ist der Lautsprecher 5 vorgesehen, dessen vorderer
Teil zur vorderen offenen Seite des Gehäuses .2 hin gelegen ist und nur durch ein
Netz bzw. einen Stoff 6, wie dic gewöhnlichen Lautsprecher, geschützt ist.
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Dieses Netz bzw. der Stoff kann mit Reklameschriften bzw. Figuren
versehen sein, wie dies in Abb. i mit den Buchstaben A, B, C usw. versinnbildlicht
ist.
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Der Handgriff i weist an seinen beiden Seiten eine Verlängerung 7
von Stangenform auf. Diese tritt durch ein in dem Gehäuse vorgesehenes Loch und
ist mit einer starken Unterlegscheibe 8 versehen, die in einem auch erweiterten
Raum io bewegbar ist und auf welcher sich eine Feder 9 stützt. Auf der Unterlegscheibe
B. ist in beliebiger Weise ein beweglicher Kontakt i i befestigt, der mit einem
auf der Wand des Gehäuses festen Kontakt 1.2 zusammenarbeitet. Von den zwei Kontakten
gehen die Drähte 1i', i2' aus, die sich in dem Leiter 13
vereinigen (Abb.
2), welcher durch das Rohr 3 zu der Leitung 14 geführt ist. Bei@seinem Austritt
aus dem Gehäuse weist der Draht 13 Windungen auf für die Bewegungen des Gehäuses
und eventuell notwendig werdende Verlängerungen, wobei die Austrittsstelle durch
die Schelle 4 geschützt wird.
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Die Leitung 14 geht sodann zum Zentralapparat, der ih der Nähe des
Wagenfühers bzw. Schaffners vorgesehen ist und der je nach Wunsch sowohl Musik als
auch Reklame aussenden kann. Selbstverständlich wird der Lautsprecher in der Weise
eingestellt, daß die von ihm ausgesandte Musik bzw. Reklame leise ist, so daß nur
derjenige sie hören kann, der sich in nächster Nähe des Handgriffes befindet, so
daß die anderen Fahrgäste bzw. der Wagenführer nicht gestört werden. Die Unterlegscheibe
8 hat nur einen kleinen Verstellweg, da die Stufe io als Anschlag dient, so daß
das Gewicht desjenigen, der sich auf dem Handgriff stützt, sich, nicht auf den leichten
Kontakt auswirkt, sondern auf diesen Anschlag, der viel widerstandsfähiger ist.
Die Feder 9 unterbricht den elektrischen Kontakt, sobald der auf dem Handgriff ausgeübte
Zug aufhört.
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Es können selbstverständlich auch Änderungen in der beschriebenen
Vorrichtung vorgesehen werden. So z. B. können die Kontakte in anderer Weise als
in den Abb. i und 2 dargestellt ausgeführt sein. Außerdem könnte das Gehäuse 2 entsprechend
dem. Rohr 3 verstellbar sein, und der Schalter könnte außen, zwischen der Stange
3 und dem Gehäuse 2, vorgesehen sein, in welchem Fall selbstverständlich die austretende
Leitung 13 mehrere spiralartige Windungen aufweisen müßte, um sich elastisch
verlängern bzw. verkürzen zu können.
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In der abgeänderten Ausführungsform nach Abb. 3 und 4 besteht die
Vorrichtung aus einem Handgriff, der ein Gehäuse 2 und ein unteres Grifforgan i
aufweist: Das Gehäuse zeigt eine seitliche Öffnung 2o, die vermittels eines Gitters
21 geschlossen ist und einen Lautsprecher 4o enthält, der mit einer Schallquelle
über die Leiter ii' und 12' in Verbindung ist.
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Im oberen Teil ist die Schelle 4 an dem Stützrohr 3 vorgesehen. Zwischen
der Schelle 4 und dem Gehäuse :2 ist ein Schalter eingebaut, der ein Rohr 33 mit
einem Flansch 37 und eine Befestigungsmutter 39 aufweist. Durch das Rohr 33 tritt
der elektrische Leiter i5 hindurch; der mit Isoliermaterial 16 überzogen ist und
auf seinem unteren Ende den Kontaktzylinder 17 und auf dem oberen Ende die vom biegsamen
Rohr 34 geschützte Spiralleitung 13 trägt. Das Gehäuse trägt oben einen inneren
ringartigen Vorsprung 36, in welchem die Rückholfeder 38 vorgesehen ist und auf
welchem die Halter 18 und i9 befestigt sind, deren gebogene Enden auf dem Kontakt
17 gleiten können, um den elektrischen Stromkreis zu schließen bzw. zu unterbrechen,
je nachdem der Handgriff sich in der unteren niederen bzw. oberen Stellung befindet.
Der Halter i9 ist mit einem Widerstand 5o versehen, der den Eintrittsstrom in dem
Lautsprecherstromkreis einstellt.
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Das Gehäuse 2 ist mit einem Schlitz 22 versehen, der zur Einführung
des mit einer Stufe 24 versehenen Gitters 21 dient, wodurch das Gitter festgelegt
wird.
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Die aus dem Gehäuse 2 und aus dem Griff i bestehende Einheit kann
sich auf dem oberen Rohr 33 drehen. Das Rohr 33 wird seinerseits von der biegsamen
Schelle 4, die um das waagerechte obere Rohr 3 gewickelt ist, getragen. Bei Benutzung
wird der Handgriff nach unten gezogen, bis der ringartige Vorsprung 36 des Gehäuses
:2 sich auf den unteren Flansch 37 des Rohres 33 auflegt, während die Feder 38,
die zwischen dem Vorsprung 36 und dem Flansch 37 angeordnet ist, den Handgriff nach
oben zurückführt, wenn dieser freigelassen wird. Die einstellbare, auf dem Rohr
33 außerhalb des Gehäuses 2 aufgeschraubte Mutter 39 begrenzt die Bewegung des Handgriffes
nach oben. Sie ist zur Regelung der Einstellung der Kontakte einstellbar. Der kleine
Lautsprecher 40 wird über die Drähte
i i' und 12' gespeist und tritt
in Wirkung, wenn die Kontakte z8-17-19 geschlossen sind, was nur stattfindet, wenn
der Handgriff gebraucht wird (untere Stellung), und zwar über die elektrische Leitung
13, die mit der im Innern des Rohres 3 laufenden Leitung 14 verbunden ist. Der leitende
Zylinder 15 ragt unten über den Flansch 37 vor, und zwar mit seinem isolierten Teil
16, während sein Ende 17 frei ist und denselben Durchmesser wie Teil 16 aufweist,
um das Gleiten der zwei Leiter 18 und i9 zu erlauben. Der Leiter 18 führt den Strom
über den Draht ii' zum Lautsprecher 4o, wenn der Handgriff nach unten verstellt
wird, da sein Ende 18' (das in Ruhestellung auf den isolierten Teil 16 des Zylinders
15 gleitet) auf den nicht isolierten.-leitenden Teil 17 gleitet.
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Der in der Leitung i9 eingesetzte Widerstand 5o erlaubt die Einstellung
sowohl für einen gleichzeitigen Gebrauch mehrerer Handgriffe als für den Gebrauch
eines einzigen. Um ins Innere des Gehäuses 2 gelangen zu können, ist die - Öffnung
2o 'vorgesehen. Hierzu wird das Gitter 2i abgenommen, das in dem oben vorgesehenen
Schlitz 22 eingeführt wird und längs der seitlich im Gehäuse 2 vorgesehenen Leitschienen
23 verschoben wird, bis sein oberer Rand unter die Stufe 24 springt, die das Gitter
21 festlegt.