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Einrichtung zur Bewertung von ImpulsgTuppen, insbesondere von Fernschreibzeichen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Bewertung bestimmter Fernschreibzeichen
oder ähnlicher Impulsgruppen. Solche Einrichtungen werden z. B. benötigt, um bestimmte
Fernschreibzeichen aus einer Anzahl beliebiger Fernschreibzeichen auszuwählen oder
um, falls nur ganz bestimmte Fernschreibzeichen zur Übertragung zugelassen sind;
das Auftreten unerlaubter Fernschreibzeichen zu erkennen.
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In diesem Zusammenhang ist es bereits bekanntgeworden, nur die Schrittgruppen
des internationalen Telegraphenalphabets zur Zeichenübermittlung zu verwenden, in
denen das Verhältnis von »Strom« zu »kein Strom« einen konstanten Wert z. B. von
a zu 3 aufweist. Durch eine Auswägeeinrichtung wird dann jedes empfangene Fernschreibzeichen
auf dieses Schrittverhältnis geprüft und dadurch jedes unerlaubte Zeichen ermittelt.
Ein Nachteil dieses Verfahrens ist, daß das internationale Telegraphenalphabet nur
zehn solcher Schrittgruppen aufweist,' also nur zehn Fernschreibzeichen für die
Übertragung zur Verfügung stehen. Ein weiterer Nachteil ist ferner noch darin zu
sehen, daß bei diesem Verfahren eine Alphabetänderung auf der Übertragungsstrecke
notwendig wird.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die .Aufgabe zugrunde, eine Bewertungseinrichtung
zu schaffen, mittels der beliebige Fernschreibzeichen oder ähnliche Impulsgruppen
bewertet werden können.
Das Merkmal der Erfindung besteht darin,
das jede zu bewertende Impulsgruppe durch eine Abtasteinrichtung abgetastet wird
und der abgetasteten Impulsgruppe entsprechende Potentiale kurzzeitig sowohl an
die Leitungen eines Originalvielfachfeldes als auch über eine Invertiereinrichtung
an die Leitungen eines Invertiervielfachfeldes angelegt werden und das für jede
der zu bewertenden Impulsgruppen eine Bewertungsschaltung vorgesehen ist, deren
Eingänge an solche Leitungen der beiden Vielfachfelder geschaltet sind, das die
jeweilige Bewertungsschaltung nur dann anspricht, wenn die ihr zugeordnete Potentialverteilung
an die Leitungen der Vielfachfelder angelegt ist. ' In den Fig. i a bis i c ist
ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Bewertung. von Fernschreibzeichen
dargestellt.
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In Fig. 2 ist angegeben, wie die Fig. i a bis i c zusammengesetzt
werden müssen, um die vollständige Schaltungsanordnung zu ergeben.
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In Fig. i a ist die Abtast- und Invertierschaltung dargestellt. Nimmt
man an, das die zu bewertenden Fernschreibzeichen in einem Lochstreifen gespeichert
seien, so dienen die Fühlhebel k i bis k 5 dazu, j eweils ein im Lochstreifen gespeichertes
Fernschreibzeichen abzutasten. Für die Erfindung ist es jedoch nicht wesentlich,
das die empfangenen Fernschreibzeichen gespeichert vorliegen. Die Fühlhebel k i
bis k 5 können ebensogut von einer Empfangseinrichtung nacheinander betätigte Schalter
sein. Ihre Wirkungsweise und Aufgabe bleibt dann im wesentlichen die gleiche wie
die weiter unten für den Fall der Lochstreifenabtastung angegebene. Die feststehenden
Schaltstücke der Fühlhebel sind mit Masse verbunden, während die beweglichen Schaltstücke
über die den Fühlhebeln jeweils zugeordneten Widerstände Rii bis R51 mit dem positiven
Pol + TB-einer Spannungsquelle, deren Mittelabgriff an Masse liegt, z. B. der Telegraphenbatterie,
verbunden sind. Diebeweglichen Schaltstücke der Fühlhebel sind außerdem mit den
ihnen zugeordneten Leitungen des Originalvielfachfeldes sowie mit den Widerständen
R i2 bis R52 verbunden. Der andere Anschluß der Widerstände Ri? bis R52 liegt am
Steuergitter der Invertierröhren IR i bis IR 5. Die Steuergitter dieser Röhren
sind außerdem über die Widerstände R13 bis R53 mit dem negativen Pol - TB
der Spannungsquelle verbunden. An die Anoden der Invertierröhren sind die Leitungen
Ji bis J5 des Invertiervielfachfeldes geschaltet. - Ferner liegen die Anoden dieser
Röhren über die nicht näher bezeichneten Anodenwiderstände am beweglichen Schaltstück
des Schalters nk, dessen feststehendes Schaltstück am positiven Pol -j-
TB
der Spannungsquelle liegt.
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Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung der Fig. i a ist folgende:
Durch die ankommenden bzw. bereits in einem Lochstreifen gespeicherten Fernschreibzeichen
werden die Fühlhebel k i bis k 5 gesteuert. Für die weiteren Ausführungen ist angenommen,
das beim Auftreten eines Trennstromschrittes der Kontakt des jeweiligen Fühlhebels
geschlossen wird. Würde also z. B. die Schrittgruppe »Zwischenraum« abgetastet,
so wäre von den fünf Fühlhebeln lediglich der Fühlhebel k3 geschlossen, da nur der
dritte Stromschritt dieser Schrittgruppe ein Trennstromschritt ist. Da die Fühlhebel
k i, k2, kq. und k5 geöffnet sind, liegt an den beweglichen Schaltstücken derselben
und an »den zugeordneten Leitungen O i, 0 2, 0 q. und 0 5 ein positives Potential.
Dieses Potential wird nachfolgend als Markierpotential bezeichnet. Über den Fühlhebel
k3 wird die Leitung 03 des Originalvielfachfeldes an Masse gelegt. Die fünf Leitungen
des Originalvielfachfeldes erhalten dadurch eine den Trenn- und Zeichenstromschritten
der Schrittgruppe »Zwischenraum« entsprechende Potentialverteilung, wobei die den
Zeichenstromschritten zugeordneten Leitungen das stark positive Markierpotential
aufweisen, während das Potential der den Trennstromschritten zugeordneten Leitungen
einen gegenüber dem Markierpotential niedrigen Wert aufweist. Damit ist das abgetastete
Fernschreibzeichen auf dem Originalvielfachfeld gekennzeichnet.
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Über die Invertierröhren JR i bis JR 5 werden durch das abgetastete
Fernschreibzeichen auch die Leitungen JI bis J5 des Invertiervielfachfeldes, und
zwar invertiert gekennzeichnet. Da bei der Abtastung der Schrittgruppe »Zwischenraum«
der Kontakt k i geöffnet bleibt, liegt über den aus den Widerständen R ir, R i2
und R13 gebildeten Spannungsteiler ein auf die Kathode der Röhre JR i bezogenes
positives Potential am Steuergitter dieser Röhre, wodurch diese gezündet wird. Damit
sinkt, wenn der Kontakt nk geschlossen ist, das Potential an der Anode dieser Röhre
auf die Brennspannung und, weil die Leitung J i mit der Anode der Röhre JR i verbunden
ist, liegt an dieser Leitung ebenfalls dieses geringe positive Potential. Da der
Widerstand eines gezündeten Stromtores annähernd Null ist, sind, wenn man als Invertierröhren
Stromtore benutzt, die Potentiale auf den Leitungen des Invertiervielfachfeldes
belastungsunabhängig. Die Röhren JR 2, JR q. und JR 5 werden, da die Kontakte
k2, k ¢ und k 5 ebenfalls geöffnet bleiben, in gleicher Weise, gezündet,
so das auch an den Leitungen J 2, J ¢ und J 5 das obenerwähnte niedrige positive
Potential liegt. Die Höhe dieses Potentials soll gegenüber dem an den korrespondierenden
Leitungen des Originalvielfachfeldes liegenden hohen Markierpotential verhältnismäßig
niedrig sein. Da der Kontakt k3 geschlossen ist, wird über den aus den Widerständen
R31, R32 und R33 gebildeten Spannungsteiler ein negatives Potential an das Steuergitter
der Röhre JR3 gelegt, wodurch diese beim Schließen des Kontaktes nk gesperrt bleibt.
Die Leitung J3 des Invertiervielfachfeldes hat damit ein dem vorher erwähnten Markierpotential
entsprechendes hohes positives Potential. Auf das Invertiervielfachfeld ist somit
ebenfalls die abgetastete Schrittgruppe, und zwar invertiert übertragen, wobei die
den Trennstromschritten zugeordneten Leitungen das positive Markierpotential und
die den Zeichenstromschritten zugeordneten Leitungen ein demgegenüber geringes positives
Potential aufweisen.
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In Fig. i b sind die Zeichenbewertungsschaltungen dargestellt. Diese
bestehen im wesentlichen aus an sich bekannten Torschaltungen. Eine Torschaltung
ist im wesentlichen eine Gleichrichterschaltung mit
verschiedenen
Eingängen, einem Ausgang und einem Einspeisepunkt. Damit an einer solchen Torschaltung
eine Ausgangsspannung auftritt, muß an allen ihren Eingängen gleichzeitig eine Spannung
bestimmter Polarität und Mindestamplitude vorhanden sein. In der Schaltungsanordnung
sind außer diesen Torschaltungen noch Entkopplungstorschaltungen verwendet, die
an sich ebenfalls bereits bekannt sind, meist aus Gleichrichtern bestehen und bei
denen im Gegensatz zu den obenerwähnten Torschaltungen eine das Öffnungspotential
überschreitende Spannung an nur einem Eingang eine Ausgangsspannung bewirkt, die
jedoch an den anderen Eingängen nicht auftritt.
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Bei den Zeichenbewertungsschaltungen wurde von der Tatsache Gebrauch
gemacht, daß bei jedem Fernschreibzeichen insgesamt fünf Leitungen des Original-und
Invertiervielfachfeldes das hohe, positive Markierpotential haben müssen. Durch
die Verteilung der positiven Potentiale auf die zehn Leitungen ist jedes Fernschreibzeichen
eindeutig bestimmt. Im vorher gewählten Beispiel, also nach Abtastung der Schrittgruppe
»Zwischenraum«, führen die Leitung J3 des Invertiervielfachfeldes sowie die Leitungen
0 i, O ?z, 0q. und 05 des Originalvielfachfeldes das positive Markierpotential.
Die Torschaltung T i, die im wesentlichen aus den Gleichrichtern Gi bis G5 besteht,
dient zur Bewertung der Schrittgruppe »Zwischenraum«. Ihre Eingänge liegen an den
bei Abtastung dieser Schrittgruppe das hohe positive Markierpotential führenden
Leitungen 0 i, 02, J3, 04 und 05. Da nur bei der Schrittgruppe
»Zwischenraum« diese Leitungen das positive Markierpotentialführen können, tritt
nur, wenn diese Schrittgruppe auf die Vielfachfelder übertragen ist, am Ausgang
der Torschaltung T i eine Ausgangsspannung auf. Durch das Auftreten dieser Ausgangsspannung
ist also die abgetastete Schrittgruppe »Zwischenraum« eindeutig bestimmt. Das Auftreten
dieser Ausgangsspannung kann nun, wie weiter unten noch näher erläutert, zur Auslösung
weiterer diese Schrittgruppe kennzeichnende Einrichtungen benutzt werden.
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An Stelle der obenerwähnten Torschaltungen, bei denen eine positive
Ausgangsspannung auftritt, wenn an ihren Eingängen eine ausreichend große positive
Spannung liegt, können auch an sich bekannte Torschaltungen anderer Art Verwendung
finden, so z. B. Torschaltungen, bei denen eine negative Ausgangsspannung auftritt,
wenn an ihren Eingängen negative Spannungen liegen. Selbstverständlich muß dann
die Schaltungsanordnung der Bewertungsschaltung der Art der jeweils verwendeten
Torschaltung entsprechend gewählt werden.
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Wird z. B. die Schrittgruppe »Buchstabenumschaltung« abgetastet und
auf den Vielfachfeldern entsprechend gekennzeichnet, so führen nur die Leitungen
Ji bis J5 positives Markierpotential. Da die Eingänge der Torschaltung =T2 an diesen
Leitungen liegen, tritt bei der Kennzeichnung dieser Schrittgruppe auf den Vielfachfeldern
am Ausgang dieser Torschaltung eine positive Ausgangsspannung auf. Die Torschaltung
T3 liegt an den bei Abtastung der Ziffer Null positives Markierpotential führenden
Leitungen der Vielfachfelder und dient somit zur Bewertung dieser Ziffer. Dasselbe
gilt für die Torschaltungen Tq. und T5, durch die die Ziffern Eins und Neun bewertet
werden. Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die obenerwähnten Schrittgruppen,
sie kann vielmehr zur Bewertung beliebiger Schrittgruppen benutzt werden. Es ist
auch nicht notwendig, mittels einer Torschaltung nur eine Schrittgruppe zu bewerten,
sondern es können, falls erforderlich, mit einer Torschaltung auch mehrere Schrittgruppen
bewertet werden. Würde man z. B. eine Torschaltung mit nur drei Eingängen benutzen,
die beispielsweise an den Leitungen Ji bis J3 liegen sollen, so würden durch diese
Torschaltung alle Fernschreibzeichen bewertet werden, bei deren Abtastung die Leitungen
Ji bis J3 das positive Markierpotential führen. Von den obenerwähnten Schrittgruppen
wären dies die Schrittgruppen »Buchstabenumschaltung« und die Schrittgruppe der
Ziffer Eins.
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Für die Kennzeichnung einer j eweils erfolgten Bewertung ist der Ausgang
jeder der Torschaltungen mit dem Steuergitter einer Bewertungsröhre verbunden. Es
liegt zum Beispiel der Ausgang der Torschaltung T i über das aus dem Widerstand
R 1q. und dem Kondensator C 2 bestehende RC-Glied am Steuergitter der Bewertungsröhre
BZ. Das RC-Glied hat die Aufgabe, einen am Ausgang der Torschaltung Ti auftretenden
Impuls zu verzögern und zu verlängern. Ist durch die Torschaltung T i die Schrittgruppe
»Zwischenraum« bewertetworden,sowirddurch die an ihrem Ausgang auftretende positive
Spannung die Bewertungsröhre BZ gezündet. Das im Anodenkreis dieser Röhre
liegende Relais RZ wird erregt, wodurch der Kontakt yz geschlossen wird. Dadurch
wird die Röhre BZ wieder gelöscht, und das Relais RZ hält sich selbst. Das
Relais RZ kann zur Auslösung weiterer die Schrittgruppe »Zwischenraum« als solche
kennzeichnende Einrichtungen verwendet werden. Beim Zünden der Röhre BZ tritt
an deren Kathodenwiderstand RKZ ein Spannungsabfall auf, so daß das Kathodenpotential
positiv wird. Diese Potentialerhöhung bewirkt, daß der.Gleichrichter G26 des Entkopplungstores
T6 durchlässig wird, wodurch dieses Potential über die Leitung 3 am Steuergitter
der Röhre A R der Fig. z c auftritt und diese Röhre zündet. In der gleichen Weise
ist der Ausgang der Torschaltung T2 über das aus dem Widerstand R 13 und dem Kondensator
C i bestehende RC-Glied mit dem Steuergitter der Bewertungsröhre BB verbunden. Im
Anodenkreis dieser Röhre liegt das Relais RB mit seinem Kontakt yb. Falls diese
Röhre gezündet wird, wird an deren Kathodenwiderstand RKB das positive Kathodenpotential
abgegriffen und über den Gleichrichter G27 des Entkopplungstores T6 ebenfalls auf
die Leitung 3 übertragen. In den beiden eben erwähnten Bewertungsschaltungen ist
für jedes Bewertungstor eine eigene Bewertungsröhre vorgesehen. Im Gegensatz dazu
ist dn Bewertungstoren T 3 bis T 5 eine gemeinsame Bewertungsröhre
BG
zugeordnet. Der Ausgang des Bewertungstores T3 liegt am Gleichrichter G31,
derAusgang des Bewertungstores Tq. am Gleichrichter G30 und der Ausgang des Bewertungstores
T5 am Gleichrichter G29 der Entkopplungstorschaltung T7. Spricht ,eine dieser Bewertungsschaltungen
an,
so tritt, wie bereits erläutert, an deren Ausgang ein positives Potential auf, das
über den entsprechenden Gleichrichter der Torschaltung T7, über das aus dem Widerstand
R15 und dem Kondensator C3 bestehende RC=Giied auf das Steuergitter der Röhre
BG übertragen wird, wodurch diese zündet. Das dann, bedingt durch den Kathodenwiderstand
RKG, an der Kathode der Röhre BG auftretende positive Potential wird über den Gleichrichter
G28 des Entkopplungstores T6 auf die Leitung 3 übertragen. In der Anodenleitung
der Röhre BG liegt kein Relais, da beim Ansprechen einer der Bewertungsschaltungen
T 3 bis T 5 keine weiteren, die jeweils bewertete Schrittgruppe als
solche kennzeichnenden Schaltvorgänge ausgelöst werden sollen. Die im vorliegenden
Ausführungsbeispiel nur für die Bewertung von drei Ziffern aufgebaute Gruppenbewertungsschaltung
kann selbstverständlich für eine größere Anzahl zu bewertender Schrittgruppen ausgebädet
werden. Es ist z. B. ohne weiteres möglich, diese Schaltung für die Bewertung der
Schrittgruppen der Ziffern Null bis Neun aufzubauen.
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In Fig. x c ist der Anzeige- und Kontrollteil dargestellt. Die Anzeigeröhre
A R liegt in einem Zweig einer Brückenschaltung, die außerdem aus den Widerständen
R i, R 2 und R 3 besteht. Im Querstromzweig dieser Brückenschaltung liegt die Wicklung
AL i des Alarmrelais. Die Kathode der Röhre AR liegt über den Gleichrichter
G47 sowie über den aus den Widerständen R4 und R5 gebildeten Spannungsteiler an
Masse. Außerdem liegt die Kathode an dem aus den Widerstänen R 6 und R 7 gebildeten
Spannungsteiler sowie an- dem aus den Gleichrichtern G42 bis G46 gebildeten Entkopplungstor
T13. Die Leitungen 01 und J i der Vielfachfelder liegen an den Eingängen der aus.
den Gleichrichtern G32 und G33 gebildeten Torschaltung T8, deren Ausgang am. GleichrichterG42
der Torschaltung T13 liegt. Die Leitungen 0 2 und J 2 liegen über die Torschaltung
T g
am Gleichrichter G43, die Leitungen 03 und J3 über die Torschaltung Tio
am GleichrichterG44, die Leitungen 04 und J4 über die Torschaltung Tii am Gleichrichter
G 45 und die Leitungen 0 5 und J 5 über die Torschaltung Ti2 am Gleichrichter G46
der Torschaltung T 13. Die Torschaltungen T 8 bis T i3 dienen zur Invertierungskontrolle,
die weiter unten -näher erläutert wird.
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Die:nüt ihrem einen Anschluß an positivem Potential + TB liegende
Wicklung .4L2 des Alarmrelais AL liegt, "wenn der Kontakt ali des Relais
AL
sowie die Löschtaste LT geschlossen sind, mit ihrem anderen Anschluß
an Masse. Die Alarmeinrichtung A liegt über dem Kontakt ab2 zwischen +
TB und Masse.
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Die Wirkungsweise dieser Schaltungsanordnung ist folgende: Die im
wesentlichen aus den Widerständen R i, R 2, R 3 und der Röhre A R bestehende Brückenschaltung
ist so dimensioniert, daß, wenn die Röhre A R gezündet ist, also Anoden- bzw. Kathodenstrom
führt, der Querstromzweig, in dem die- Wicklung AL i des Relais
AL liegt; Stromlos ist. Wie bereits erläutert, tritt, wenn durch eine der
Bewertungsschaltungen ein Fernschreibzeichen bewertet wurde, auf der Leitung 3 positives
Potential auf, wodurch die Röhre AR gezündet wird. Die Größe der am Steuergitter
dei Röhre AR auftretenden Spannung wird durch den Gleichrichter G48 auf eine durch
den aus den Widerständen R 4 und R 5 bestehenden Spannungsteilei bestimmte Größe
begrenzt. Bei gezündeter Röhre A R fließt deren Kathodenstrom über den Gleichrichter
G47 und die Widerstände R4 und R5 ab. Das Kathodenpotential der Röhre A R wird vor
der Zündung von dem aus den Widerständen R6 und R7 bestehenden Spannungsteiler bestimmt,
der seinerseits von der weiter unten näher erläuterten Invertierungskontrolleinrichtung
gesteuert wird.
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Führt die Röhre A R keinen Strom, so ist die Brücke verstimmt, und
das Relais AL wird durch den seine Wicklung AL i durchfließenden Strom erregt.
Der Kontakt al i wird geschlossen, und das Relais AL
hält sich über seine
Wicklung AL 2 selbst. Bei Erregung der Wicklung AL i wird auch der
Kontakt al t
geschlossen und die Alarmeinrichtung A betätigt. Die Alarmeinrichtung
A kann z. B. ein optisches oder akustisches Signal erzeugen, sie kann aber auch
Maßnahmen auslösen, die-auf die empfangene Impulsgruppe in geeigneter Weise einwirken.
So kann z. B. durch die Alarmeinrichtung die den Alarm auslösende Impulsgruppe als
gestört oder nicht zulässig gekennzeichnet werden. Eine geeignete Ausbildung der
Alarmeinrichtung kann dem Fachmann überlassen werden. Die Löschtaste LT dient
zum Ausschalten der Alarmeinrichtung.
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Ist dagegen die Röhre AR gezündet, so ist die Brücke abgeglichen,
und da dann der Querstromzweig stromlos ist, bleibt die Wicklung ALi des Relais
AL
unerregt, infolgedessen kommen auch die Schaltelemente des, Alarmstromkreises
nicht zur Wirkung.
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Die gesamte Bewertungsschaltung wird durch den Kontakt nk gesteuert.
Nachdem die Fühlhebel k i bis k 5 eingestellt sind, wird der -Nockenkontakt
nk kurzzeitig geschlossen. Dadurch werden sowohl die Invertierröhren IR i bis JR
5 als auch über die Leitung 2 die Bewertungstorschaltungen T i bis
T 5,
die Gruppenbewertungsröhre BG und die Anzeigeröhre A R an Spannung
gelegt. Die Invertierröhren bewirken die inverse Kennzeichnung auf die Invertiervielfachfelder,
und nach erfolgter Kennzeichnung spricht die dem abgetasteten Fernschreibzeichen
entsprechende Bewertungstorschaltung an, wodurch die ihr zugeordnete Bewertungsröhre
gezündet wird. Die Bewertungsröhren BB und BZ werden im vorliegenden Beispiel
nicht durch den Kontakt ük gesteuert, da dieselben durch die in ihrer Anodenleitung
liegenden Relais unabhängig vom Kontakt nk, wie bereits erwähnt, gesteuert werden.
Ist ein Fernschreibzeichen bewertet worden, so wird, wie bereits beschrieben, die
Anzeigeröhre AR gezündet, und das Alarmrelais AL spricht nicht an. Ist dagegen
ein Fernschreibzeichen abgetastet worden, für das keine Bewertungsschaltung vorhanden
ist, so wird die Röhre A R nicht ,gezündet, und das Alarmrelais spricht an und löst
die bereits erwähnten Alarmvorgänge aus. Das Alarmrelais wird also nur bei Abtastung
eines nicht zu bewertenden Fernschreibzeichens erregt und bleibt die übrige Zeit
unerregt,
was den Vorteil hat, daß dieses Relais verhältnismäßig
wenig Schaltungen auszuführen hat. Durch das Öffnen des Kontaktes nk werden die
Invertierröhren JRi bis JR5, die Gruppenbewertungsröhre BG
und die Anzeigeröhre
A R, falls diese gezündet waren, wieder gelöscht und ferner die .Bewertungstorschaltungen
Ti bis T5 unwirksam gemacht.
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Die Invertierkontrolleinrichtung dient zur Anzeige von Störungen des
Invertierverteilers. Bei fehlerfreier Invertierung dürfen korrespondierende Leitungen
des Original- und Invertiervielfachfeldes nicht gleichzeitig positives Potential
führen. Diese Tatsache wird bei der Invertierungskontrolleinrichtung ausgenutzt.
Die korrespondierenden Leitungen des Original- und Invertiervielfachfeldes sind
über die Torschaltungen T 8 bis Ti?, und über das Entkopplungstor T13 auf
den aus den Widerständen R 6 und R 7 bestehenden Spannungsteiler geschaltet. Falls
keine der Torschaltungen T 8 bis T i2 anspricht, liegt die Kathode der Röhre
AR über den aus den Widerständen R6 und R7 bestehenden Spannungsteiler an einem
solchen Potential, daß sie durch die an ihrem Steuergitter auftretenden, über die
Leitung 3 zugeführten Spannungsimpulse gezündet werden kann. Hat die Röhre gezündet,
so fließt der Kathodenstrom über den Gleichrichter G47 und die Widerstände R4 und
R5 ab. -Liegt an beiden Eingängen einer der Torschaltungen T 8 bis
T i2 gleichzeitig positives Potential, was eine Störung des Invertierteiles
anzeigt, so wird dieses positive Potential über die Torschaltung T 13 an die Kathode
der Röhre A R gelegt; wodurch das Kathodenpotential so stark erhöht wird, daß die
über die Leitung 3 dem Steuergitter dieser Röhre zugeführten, durch den Gleichrichter
G48 spannungsbegrenzten Impulse nicht mehr' in der Lage sind, die Röhre A R zu zünden.
Während des kurzzeitigen Wirksamwerdens der Schaltungsanordnung wird dadurch unabhängig
von einer erfolgten oder nicht erfolgten Bewertung die Alarmeinrichtung betätigt.
Zu den Zuleitungen des Invertiervielfachfeldes führende Gleichrichter der Torschaltungen
T 8 bis T i2 sind die Widerstände R 8 bis R i2 parallel geschaltet, wodurch erreicht
wird, daß bei Ausfall einer der Invertierröhren JR i bis JR 5 ein positives Potential
über einen definierten Innenwiderstand an den betreffenden Gleichrichter des Entkopplungstores
T13 gelangt. Die Parallelschaltung eines solchen Widerstandes zum anderen Gleichrichter
dieser Torschaltungen ist nicht notwendig, da auch dieser Zweig z. B. bei fehlerhaften
Kontakten ki bis k5 ebenfalls an positivem Potential liegt und der Innenwiderstand
bereits durch den anderen Gleichrichterzweig definiert ist.
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Die Schaltung ist weitgehend nach dem Ruhestromprinzip aufgebaut,
wodurch erreicht wird, daß bei Ausfall eines der wesentlichen Schaltglieder die
Alarmeinrichtung betätigt wird. Diese wird also betätigt, wenn ein Fernschreibzeichen
abgetastet wurde, für das keine Bewertungsschaltung vorgesehen ist, ferner durch
die Invertierkontrolle bei Ausfall einer der Invertierröhren JR i bis fR 5 sowie
bei Fehlern in der Abtasteinrichtung, also z. B. defekten Fühlhebeln. Ist einer
der Gleichrichter der Bewertungstorschaltungen unterbrochen und wird das dieser
Bewertungsschaltung zugeordnete Fernschreibzeichen abgetastet, so wird die Alarmeinrichtung
ebenfalls betätigt. Das gleiche gilt bei Ausfall einer der Bewertungsröhren sowie
beim Ausfall einer der Gleichrichter der Entkopplungstorschaltungen T 6 und
T7.
Fällt die Röhre A R aus, so wird durch die zwangläufige_ Folge der Brückenverstimmung
ebenfalls die Alarmeinrichtung betätigt.