DE947C - Druckregulator und Sicherheitsventil gegen Wasserüberlaufen an Wasserdruckkesseln für Bierpumpen welche mit einer Wasserleitung in Verbindung stehen - Google Patents

Druckregulator und Sicherheitsventil gegen Wasserüberlaufen an Wasserdruckkesseln für Bierpumpen welche mit einer Wasserleitung in Verbindung stehen

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DE947C
DE947C DE1877947D DE947DA DE947C DE 947 C DE947 C DE 947C DE 1877947 D DE1877947 D DE 1877947D DE 947D A DE947D A DE 947DA DE 947 C DE947 C DE 947C
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Karl Ofers
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Karl Ofers
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08Details
    • B67D1/12Flow or pressure control devices or systems, e.g. valves, gas pressure control, level control in storage containers
    • B67D1/125Safety means, e.g. over-pressure valves

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  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description

1877.
Klasse 64.
KARL OFERS in CREFELD.
Druckregulator und Sicherheitsventil gegen Wasserüberlaufen an Wasserdruckkesseln für Bierpumpen, welche mit einer Wasserleitung in Verbindung stehen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. August 1877 ab.
Aus beiliegender Zeichnung, Blatt I, ergiebt sich, dafs der neue Wasserdruckapparat dem äufseren Anscheine nach mit dem älteren von einer Wasserleitung gespeisten Aehnlichkeit hat. Zur Beseitigung der diesem eigenthümlichen Uebelstände, nämlich wenig Bier zu zapfen während des Wässerablassens und keines bei Beschädigung der Wasserleitung, ist hier ein kleiner Luftkessel angebracht, der mit einer zweckmäfsigen kleinen doppeltwirkenden Luftpumpe ausgerüstet ist. Es wird indefs besonders auf die Wasserzuführung und Luftabführung des Wasserkessels aufmerksam gemacht, weil dadurch auch noch andere Mängel beseitigt werden, die besonders darin bestehen, dafs die Bedienung dieses Kessels bisher einen aufmerksamen Arbeiter erforderte, da bei ungeschickten häufig durch ein leichtes Versehen, z. B. durch ein zu langes Offenlassen des Hannes a, ein Platzen oder Undichtwerden, besonders der älteren Fässer, bewirkt wurde. Ferner kann es vorkommen, dafs durch Nichtbeachtung des Wasserstandsglases das Wasser in die Fässer strömt, wodurch dem Besitzer eines solchen Apparates oft bedeutende Kosten , erwachsen. Die zur Beseitigung dieser Uebelstände hinzugefügten Apparate finden sich auf Blatt II und III in gröfserem Maafsstabe verzeichnet und mit. entsprechenden Bemerkungen versehen.
Dort erkerint man, Blatt II, Fig. 1, ein Druckreducirungsventil oder Druckregulator im Durchschnitt, der den Zweck hat, die Spannung des Wassers der städtischen Wasserleitung so zu reduciren, dafs der zu speisende Kessel einen Druck von gewünschter Spannung constant behält. Zu diesem Zwecke ist ein hohler Ventilkolben A in dem Cylinder B C dicht eingeschliffen, der nur an den seitlich durchbrochenen Stellen das Wasser in der angegebenen Pfeilrichtung durchläfst. Die Kolbenstange führt sich in der Hülse D der den Kolben oben abschliefsenden Mutter E und trägt oberhalb derselben eine aus Eisenblech hergestellte cylindrische Büchse, die ein Gewicht F aus Blei aufnimmt. An dem abnehmbaren Deckel dieser Büchse ist ein Pfeil G befestigt, der durch den Schlitz eines Schutzbleches H hervorragt, um den Stand des Ventilkolbens von aufsen erkenntlich zu machen. Endlich setzt der Stutzen Z zur Erreichung eines ungehinderten Auf- und Abwärtsspielens des Kolbens den Raum des Cylinders über demselben mit der freien Luft in Verbindung (hier mit dem Wasserabflufsrohr).
Dieses oben erwähnte Gewicht F ist nun so beschaffen, dafs es dem zulässig niedrigsten Drucke von etwa einer Atmosphäre Ueberdruck in dem Kessel entspricht, der unter gewöhnlichen Verhältnissen zum Bierpumpen erforderlich sein kann, worauf sich die Wirkungsweise des Druckregulators folgendermaafsen gestaltet:
Der Wasserzuflufshahn a, welcher bis zur vollständigen Füllung des Kessels stets offen bleibt, führt das Wasser der Wasserleitung in das Ventil, wo es durch den durchbrochenen Kolben seinen Weg zum Kessel nimmt. Nachdem der Druck in dem letzteren eine Atmosphäre mehr erreicht hat, hebt er den Ventilkolben mitsammt dem Bleigewichte und Pfeil, wodurch die ovalen Durchbohrungen des Kolbens von der Wandung des Cylinders B verdeckt werden und somit den Zuflufs zum Kessel hemmen. Stets ist das Ventil in Bewegung, wenn Luft aus dem Luftkessel entnommen wird und immer bemüht, die gewünschte Spannung constant zu erhalten. Es kann mithin als beständiger Beobachter und Hüter des Kessels dienen.
Diese Einrichtung hat den Vortheil, dafs man mit dem möglichst niedrigen Drucke arbeiten darf, der ein Undichtwerden der Fässer nicht mehr bewirkt, welches früher sehr häufig eintrat, weil die Arbeiter bei der älteren Einrichtung durch die Luftpumpe und bei der neueren durch den Wasserzuflufshahn α den Druck weiter als i,s Atmosphären Ueberdruck zu erhöhen suchten, um sich besonders bei vieler Arbeit eine häufige Druckregulirung zu ersparen. Ferner ist es von Wichtigkeit, dem Drucke eine beliebige Höhe geben zu können durch Anfüllimg der Blechbüchse mit Schrotkörnern wegen des mehr oder weniger starken Kohlensäuregehaltes, der vorhandenen Temperatur und verschiedenen Qualität des Bieres. . ' . .
Fig. 3 bis 6 zeigen ein Sicherheitsventil im Durchschnitt mit Detailzeichnungen, das zur Beseitigung des Hauptübelstandes, des Ueber-

Claims (1)

  1. laufens des Wassers zum Luftkessel oder zum Biere, dient. Deshalb ist auf der Mitte des Kessels mittelst eines Flantsches ein Messingstutzen J aufgeschraubt, der den Lufthahn d am oberen Ende befestigt und mit seinem unteren Theile in den Kessel hineinragt, wo er die Luft durch seitlich angebrachte Löcher R aufnimmt. Hieran schraubt sich eine mit länglichen Schlitzen versehene Führungshülse K, Fig. 4, welche durch vier Schräubchen einen Hohlcylinder L trägt. Letzterer, Fig. 5, läfst sich mit geringem Spielraum in die Hülse K bewegen, der seiner gröfseren Leichtigkeit halber aus dünnem Kupferblech hergestellt und mit passenden Aussparungen versehen wurde. Am oberen Theile ist eine Kupferscheibe angelöthet, die ein Stück weiches Gummi trägt, welches sich beim Ansteigen gegen einen Sitz M anlehnen kann. Diese Kupferscheibe wurde ihrerseits wieder mit einem kleinen Kupferring N verlöthet, der das obere Ende. eines Korkcylindefs umfafst und ihn durch Stifte befestigt. Ungefähr in der Mitte hat dieser Korkcylinder durch die umgekrempte Kupferscheibe P eine Führung, die denselben jedoch nicht fest umschliefst; folglich wird durch diese Gesammteinrichtung keine Spannung in dem eigentlichen Ventil trotz der geringen Blechstärken entstehen.
    Die Wirkungsweise des Sicherheitsventils ist nun folgende: Befindet sich der Kessel ungefähr mit Wasser gefüllt und der Korkcylinder 70 mm in dasselbe eingetaucht, so fängt das Ventil an, sich mit dem Wasserspiegel zu heben. Nachdem der obere Rand des. Hohlcylinders L eben die oberen Kanten der Oeffhungen R im Kesselstutzen verdeckt hat, kann durch dieselben bei weiterer Abnahme von Luft nur wenig neue nachsteigen, wodurch sie theilweise gezwungen wird, die Durchbrechungen der Führungshülse K, des Hohlcylinders L und des Ringes N zu passiren und unter die Ventilscheibe zu treten. Hier erstrebt sie ein Andrücken der Lederscheibe gegen den Sitz M, das in verstärktem Maafse stattfindet, sowie der Wasserspiegel noch höher steigt, und die Gummischeibe wird bei der Berührung mit dem Sitze M, einerseits wegen der hierdurch entstehenden Spannungsdifferenz in den beiden Kesseln, andererseits wegen des Korkauftriebes, fest gegen denselben gedrückt. Dieses macht sich dem Restaurateur an der Schänke infolge der bleibenden Druckabnahme auf dem Manometer bemerklich, worauf er sich veranlafst sieht, das Wasser aus dem Kessel zu entfernen, welche Operation nebenbei bemerkt die einzige zeitraubende ist, jedoch immerhin schnell von statten geht. Es ist durch diese Einrichtung nunmehr ein Wasserüberlaufen vermieden, und der oben erörterte Uebelstand gänzlich beseitigt.
    Endlich findet sich in dem Stutzen J des Sicherheitsventils noch ein I.uftventilchen V angebracht, welches den Zweck hat, bei dem Entleeren des Wasserkessels diesen selbstthätig von dem Luftkessel abzuschliefsen und ihn bei neuer Anfüllung wieder selbstthätig mit demselben in Verbindimg zu setzen. Man gewinnt durch diese einfache Anordnung an Zeit, indem man den Lufthahn d stets offen lassen kann, und nicht mehr die Anfüllung mit neuem Wasser von einer Atmosphäre Ueberdruck abzuwarten braucht.
    Aufstellung und Bedienung des Wasserdruckapparates.
    Der Wasserkessel ist so anzuordnen, dafs dem verbrauchten Wasser' freier Ausflufs gestattet wird und zwar eignet sich hierzu die Terrainhöhe am besten. Den Luftkessel stellt man jedoch am zweckmäfsigsten im Keller auf, da er möglicher Weise oben hindert.
    Zur Erläuterung der Bedienung denke man sich, dafs bei der Thätigkeit des Wasserdruckapparates der Restaurateur an der Schänke eine bleibende Druckabnahme auf dem Manometer wahrnimmt. Hieraus erkennt er, dafs der Kessel mit Wasser gefüllt ist und sieht sich nun erst veranlafst, dasselbe zu entfernen, zu welchem Zwecke er den Hahn α schliefst und b und c öffnet. Nach Erfolg der nunmehr stattfindenden Anfüllung mit frischer Luft sperrt er die Hähne b und c und läfst durch den Hahn a neues Wasser eindringen, worauf der Apparat alle vorkommenden Druckausgleichungen und jede weitere Beaufsichtigung bis nach Schlufs des Sicherheitsventils mit Pünktlichkeit selbstthätig verrichtet.
    Man ersieht hieraus die vom älteren Apparate wesentlich verschiedene Bedienung, durch das neu hinzutretende Druckreducirungs-, Sicherheits? und Luftventil, welche äufserst einfach, gefahrlos und wenig zeitraubend ist, und eine Ersparung an Arbeitskräften ermöglicht.
    Da nun die beiden Mängel des älteren Apparates, nämlich wenig Bier zu zapfen während des Wasserablassens und keines bei Beschädigung der Wasserleitung, selten vorkommen, so ist der neue in den meisten Fällen geeignet, ohne Luftkessel zu arbeiten,, wodurch sein Anschaffungspreis den der früheren Apparate fast erreicht. Immerhin erhalten diejenigen, welche eine Luftpumpeneinrichtung besitzen, durch Hinzunahme des neuen Wasserdruckkessels einen vollkommenen. Apparat.
    Zum Schlüsse sei noch erwähnt, dafs die Gröfse des Wasserdruckkessels nach dem Bierconsum gewählt wird und der auf Blatt I verzeichnete ca. 240 1 Bier in die Höhe pumpt,\. ohne dafs er beaufsichtigt zu werden braucht.
    PATENT-Anspruch: Die Construction und Anbringung des Druckregulators, Sicherheitsund Luftventils an dem Wasserdruckkessel zum Bierpumpen, zur Erzielung eines constanten, beliebigen Luftdruckes, einer bequemen und schnellen Handhabung, und zur Vermeidung des Wasserüberlaufens und Undichtwerdens der Fässer.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1877947D 1877-08-17 1877-08-17 Druckregulator und Sicherheitsventil gegen Wasserüberlaufen an Wasserdruckkesseln für Bierpumpen welche mit einer Wasserleitung in Verbindung stehen Expired - Lifetime DE947C (de)

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