DE94708C - - Google Patents

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DE94708C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H3/00Grates with hollow bars
    • F23H3/02Grates with hollow bars internally cooled

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Stehender Dampfkessel mit Wasserröhrenrost.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf stehende Dampfkessel mit einer oberen und einer unteren Reihe Rostsiederohre und einem Wasserkasten, dessen obere und untere Theile sowohl unter einander als auch mit den vorderen Enden der Rostsiederohre beider Reihen verbunden sind, und bezweckt eine gute Ausnutzung der Feuergase bei ihrem Austritt aus dem zwischen beiden Rostreihen liegenden Verbrennungsraum durch Bespülen dort angebrachter Wasserrohre.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch die Kesselmitte,
Fig. 2 ein Schnitt nach 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht unter Fortlassung eines Theiles der Vorderplatte,
Fig. 4 eine abgeänderte Ausführungsform' im Aufrifs und
Fig. 5 eine am oberen Ende theilweise fortgebrochene Vorderansicht nach Fig. 4.
. Der Kessel kann dem jeweiligen Bedürfnifs entsprechend entweder beweglich sein oder sich auf einer gemauerten Unterlage befinden.
Der stehende Kessel A umschliefst mit seinem Wasserraum die Feuerrohre 2 und enthalt in seinem unteren Theile die Verbrennungskammer 13, die ebenso wie die davor angeordneten Feuerungskammern 11 und 12 von dem Wasserraum umgeben ist. Das Ganze ruht auf der Grundmauer 8, welche, im Fall der Kessel beweglich ist, durch eine Gufsplatte ersetzt ist. Oben ist die Feuerung durch die Platte 9 und vorn durch die Platte ι ο begrenzt, während sich unten der Aschenfall 14 befindet.
Die in der oberen und unteren Feuerungskammer 11 und 12 verwendeten Roste sind Wasserröhrenroste, von denen die oberen Roströhren 15 mit ihren hinteren Enden durch die Vorderwand des Hauptwasserraumes des Kessels an dessen unterem Ende hindurchtreten ; die Röhren 15 sind nach vorn zu ein wenig geneigt und münden mit ihren vorderen Enden in den oberen Theil 16 eines Wasserkastens, der durch die aufrechten Seitenverbindungen 18 (Fig. 3) mit dem unteren Theile 17 verbunden ist, so dafs die Theile 16, 17 und 18 einen Wasserkasten bilden. Unterhalb des oberen Rostes 15 ist in gleicher Lage ein zweiter Rost aus Wasserröhren ig angeordnet, die mit ihren vorderen Enden in den unteren Theil 17 des Wasserkastens einmünden, während sie hinten die Kniestücke 20 haben, durch welche sie mit den unteren Enden der senkrechten Rohre 21 verbunden sind. ■ Diese Rohre 21 treten durch die untere Feuerrohrwand 4 in den Kesselraum ein und liegen, da die Roströhren ig abwechselnd länger und kürzer sind, in zwei Reihen hinter einander. Der untere Theil 17 des Wasserkastens ist an den Enden unmittelbar mit den nach vorn hervortretenden seitlichen, mit Wasser gefüllten Wandungen des Kessels verbunden.
Der Wasserumlauf ist ein rascher, indem das Wasser von den unteren Theilen der nach vorn sich erstreckenden seitlichen Wasserwandungen, wo es am kühlsten ist, in den Wasserkasten eintritt, von dort zum Theil durch die Siederohre ig und die der stärksten
Erhitzung ausgesetzten Verbindungsrohre 21, zum Theil durch die Siederohre 15 nach dem Hauptwasserraum des Kessels gelangt. Statt der Kniestücke 20 könnte man auch einen Wasserkasten verwenden, welcher ausreichend grofs sein müfste, um eine versetzte Anordnung der senkrechten Verbindungsrohre 21 zu ermöglichen; es ist indessen die Verwendung von Kniestücken vorzuziehen, weil in diesen weniger leicht Ablagerungen sich bilden als in einem Wasserkasten.
Der Boden des durch die Aschenthür 30 abgeschlossenen Aschenfalles ist, wie bei 31 gezeigt, schräg geneigt, wodurch die Herausnahme der Asche erleichtert wird. 33 bezeichnet die Feuerungsthür zum Einbringen des Brennstoffes für den oberen Rost und 32 die Feuerungsthür für den unteren Rost. Diese Thüren sind mit Stellscheiben zum Regeln des Luftzuges im Feuerungsraum versehen. Der Luftzug tritt durch den oberen Rost nach unten und zwischen den senkrechten Verbindungsrohren 21 nach hinten zu den Feuerrohren 2, während der den unteren Rost treffende Luftzug durch diesen Rost hindurch nach oben und alsdann ebenfalls zwischen- den senkrechten Verbindungsrohren 21 hindurch nach den Feuerrohren 2 gelangt. Damit der Luftzug vom unteren Rost nicht nach hinten zu unter diesen Rost treten kann, ist ein Untersatz 40 vorgesehen, welcher sich von der einen Seite der Feuerung zur anderen erstreckt und starr befestigt ist. Dieser Untersatz 40 besitzt die aus Fig. ι ersichtliche Querschnittsform und trägt auf seinem hinteren waagerechten Theile eine Anzahl Ziegel 41 zum Schütze gegen die unmittelbare Einwirkung der Hitze des Feuers. Die Ziegel bilden eine von der einen Seite der Feuerung zur anderen sich erstreckende Scheidewand und füllen den Raum zwischen den Kniestücken 20 und dem unteren waagerechten Theile des Untersatzes aus. Unmittelbar unter dem Untersatz ist eine aus Eisenblech oder dergleichen bestehende Regelungsklappe 42 angeordnet, welche von der einen Seite der Feuerung zur anderen reicht und auf einer Stange 421 befestigt ist. Letztere ruht drehbar in einem Ansatz 422 des Untersatzes 40 (Fig. 3), während ihr anderes Ende in der Feuerungswandung gelagert und aufsen mit einem Arm 423 versehen ist, mittelst dessen man die Klappe öffnen kann. Durch diese Anordnung wird verhindert, dafs der den unteren Rost treffende Luftzug unter bezw. hinter den Rost gelangt, indem der Luftzug vielmehr gezwungen wird, durch den Rost nach oben und alsdann zwischen den senkrechten Verbindungsrohren nach rückwärts nach den Feuerrohren 2 zu ziehen. Da die Klappe 42 so eingerichtet ist, dafs man sie nach vorn herumschwingen kann, so läfst sich hierdurch die etwa dahinter angesammelte Asche oder dergl. bequem entfernen.
Die beschriebene Kesselanordnung ist insbesondere zum Beheizen von Gebäuden mit Vortheil verwendbar, da man die nach den verschiedenen Theilen des Gebäudes führenden Rohre derart an den Kessel anschliefsen. kann, dafs durch diesen hindurch ein guter Umlauf erzielt wird. Die Anschlüsse für das Rohrsystem eines Gebäudes sind in den Zeichnungen angedeutet, und zwar befindet sich die Stelle, an welcher der Dampf (oder im Falle einer Warmwasserheizung das warme Wasser) den Kessel verläfst, bei 45, d. h. unmittelbar über demjenigen Punkte, an welchem das Wasser im Kessel am heifsesten ist, während das Rücklaufende des Rohrsystems sich bei 46 befindet, so dafs das Wasser unmittelbar gegenüber demjenigen Punkte in den Kessel eintritt, wo das kühlste Wasser in den Wasserkasten gelangt. Indem beim Betriebe des Kessels das Wasser aus den Wasserwandungen fortwährend in den Wasserkasten einströmt, ist der Umlauf ein rascher, und indem das dem Wasserkasten zuströmende Wasser am Ende des Rücklaufrohres 46 vorbeiströmt, wirkt dasselbe dahin, aus dem Rücklaufrohre das Wasser herauszuziehen, wodurch ein verhältnifsmäfsig rascher Umlauf durch das gesammte Rohrsystem eines Gebäudes erzielt wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 stellt Fig. 4 eine obere Ansicht und Fig. 5 eine Vorderansicht dar. A bezeichnet den aufrechtstehenden Kessel, 62 die obere Platte der Feuerung und 63 die in dieser oberen Platte vorgesehene Feuerungsöffnung, welche fortwährend offen bleibt. Die Siederohre des Rostes sind mit 15 bezeichnet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Ein stehender Dampfkessel mit einer oberen und einer unteren Reihe Rostsiederohre, und einem Wasserkasten, dessen obere und untere Theile sowohl unter einander als auch mit den vorderen Enden der Rostsiederohre beider Reihen verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dafs die Feuergase zwischen den beiden Rosten aus dem Feuerraum in die unterhalb der Rauchröhren liegende Verbrennungskammer eintreten und an dieser Stelle die in zwei Reihen angeordneten Verbindungsrohre des unteren Rostes mit der Wasserkammer bespülen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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