DE94689C - - Google Patents
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- DE94689C DE94689C DENDAT94689D DE94689DA DE94689C DE 94689 C DE94689 C DE 94689C DE NDAT94689 D DENDAT94689 D DE NDAT94689D DE 94689D A DE94689D A DE 94689DA DE 94689 C DE94689 C DE 94689C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B35/00—Safety belts or body harnesses; Similar equipment for limiting displacement of the human body, especially in case of sudden changes of motion
- A62B35/04—Safety belts or body harnesses; Similar equipment for limiting displacement of the human body, especially in case of sudden changes of motion incorporating energy absorbing means
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Fallbremse, d. h. eine Vorrichtung,
um Personen, deren Beruf ein Arbeiten an hochliegenden, mit Gefahr zu begehenden Orten
bedingt, vor einem Absturz zu sichern.
Zu dem Zwecke besteht die Bremse, die auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 in Seitenansicht
und in Ruhestellung, Fig. 2 einer Endansicht und Fig. 3 einem senkrechten Längsschnitt
während ihrer Arbeitsstellung dargestellt ist, aus drei zu einander um einen gemeinsamen
Achsbolzen c1 schwingenden rahmenartigen Hebeln A, B und C, welche mittelst einer
sogen. »Vorbremse« V, die weiter unten näher beschrieben werden wird, auf dem Sicherheitsseile S, das die Person im Augenblicke des
Fallens zu halten hat, an beliebiger Stelle einbezw. festgestellt werden können.
Der Hebel A besteht in der aus Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise aus zwei das Seil S von zwei
Seiten umfassenden Platten, von denen die eine (in Fig. ι die vordere, dem Beschauer zugekehrte
Blechplatte) mit einem Auge 0 versehen ist, das, wie später ebenfalls genauer beschrieben
werden soll, dazu dient, die Reibung zwischen der Bremse und dem Seile S während des
Herabgleitens der Person an letzterem nach Belieben zu regeln.
Die beiden Blechplatten A schwingen um an den Endflächen des Bolzens c1 excentrisch
sitzende Zapfen α und sind durch die Bolzen a1
und a3 an ihrem unteren Ende und durch eine mit einem Schlitz für den Durchgang des
Seiles 5 versehene Deckplatte ρ an ihrem oberen Ende starr mit einander verbunden.
Die Deckplatte ρ dient dem Seile S mit als Führung und schützt gegen ein Versagen der
Bremse, welches eintreten könnte, falls die Seile 5 oder s Gelegenheit hätten, sich einmal
innerhalb des Rahmens A zu verwickeln.
Aufserdem ist zwischen den Wangenblechen des Rahmens A noch eine Traverse α2 drehbar
eingelegt, an die das eine Ende einer Schraubenfeder F mittelst eines verschraubbaren Hakens h
verstellbar befestigt ist, deren anderes Ende mit dem Hebel B durch einen Haken h1 in
Verbindung steht.
Der zweite rahmenartige Hebel B ist so bemessen, dafs er (Fig. 2) zwischen die Wangen
des Hebels A eingeschoben werden kann; derselbe schwingt um die an den Endflächen des
Bolzens cl centrisch sitzenden Zapfen b (Fig. 2).
Die beiden den Hebel B bildenden Wangen oder Blechplatten sind mit einander durch die
Bolzen b\ b2, b3, bi und έ>5 verbunden. Von
diesen Bolzen sind diejenigen b1 und b2
Reibungsbolzen, d. h. Bolzen, die gegen das Seil S zu liegen kommen und an der Bremswirkung
Theil haben, b3 ist eine Achse, um welche die Vorbremse V schwingt, während
bA einen Anschlag für die Vorbremse abgiebt
und endlich b 5 zur Befestigung des in die
bereits erwähnten Federn F eingreifenden Hakens h1 dient.
Aehnlich wie die eben beschriebenen Hebel A und B ist auch der dritte und letzte Hebel C,
aus dem die Bremse besteht, zusammengesetzt, so zwar, dafs er zwischen den Wangen des
Hebels B eingeschoben werden kann (Fig. 2).
Der Hebel C. ist jedoch auf dem Bolzen c1
nicht wie die Hebel A und B schwingend aufgesetzt, sondern er ist mit dem Bolzen c1
durch das Sechskant c starr verbunden, so dafs eine Schwingung des Hebels C eine Drehung
des Bolzens c1 nach sich zieht. Die Wangen
des Bolzens C sind ferner durch Bolzen c2, c3 und c4 mit einander verbunden und versteift;
es dient der Bolzen c2 zur Befestigung des Fangseiles s, welches an der zu sichernden
Person festgemacht wird; der Bolzen cs ist ein Reibungsbolzen, der mit dem Bolzen c1
zusammenwirkt, während der Bolzen c4 bei einer Aufwärtsschwingung des Hebels C mit
der Vorbremse in Berührung kommt und letztere dadurch auslöst.
Die Fallbremse wirkt in folgender Weise:
Zunächst befestigt man das Seil S möglichst nahe demjenigen hochliegenden Orte, welchen
die zu sichernde Person beschreiten soll; letztere schlingt sich das freie Ende des Seiles s um
den Leib, oder befestigt es an einem hierzu besonders vorgesehenen Gürtel, wie er bei
Feuerwehren bereits in Gebrauch ist.
Sodann stellt die betreffende Person die Bremse auf dem Seile 5 so ein, dafs sie sich
eine bestimmte und gewollte Strecke weit an dem Seile s bewegen kann. Um dieses Einstellen
der Bremse zu bewirken, hat man nichts weiter zu thun, als den Zeigefinger durch die
Oeffnung ο zu stecken, mit dem Daumen unter den Hebel C zu fasseen und letzteren nach
oben zu drücken. Der Hebel C stöfst dann mit dem Bolzn c4 gegen das untere Ende des
Vorbremshebels ν und dreht denselben, entgegen der Wirkung der Feder f, mit seinem
oberen, als Bremsbacken ausgebildeten und sonst mit dem Reibungsbolzen b2 zusammen
arbeitenden Ende von dem Seile S ab, und die ganze Bremse kann auf dem Seile 5 frei
verschoben werden, um sich beim Freilassen des Hebels C sofort wieder unter Wirkung
der Feder f auf dem Seile an bestimmter Stelle festzuklemmen.
Stürzt nun die mit der Bremse durch das Seil s verbundene Person ab, so erleidet der
Hebel C eine durch Anschlagen der Nasen c6 des Hebels C gegen den Bolzen as des Hebels A
begrenzte Schwingung nach unten um die Zapfen a, zu denen die Zapfen b des Hebels B,
wie erwähnt, excentrisch stehen; da nun die Hebel A und B an dieser Drehung des Hebels C
nicht Theil nehmen, so bewirkt die Drehung unter Vermitteluns der Excenterscheibe b eine
Verschiebung des Hebels B zu dem Hebel A nach unten, somit eine Vergröfserung der Entfernung
zwischen den Punkten a2 und bb und
daher eine Spannung der Feder F. Die Feder F ist daher bestrebt, den Hebel B so
mitzudrehen, dafs sich der Bolzen bl gegen den Bolzen a1 prefst, das Seil S zwischen
diesen beiden Bolzen mit starkem Drucke eingeklemmt wird und eine starke Reibung erleidet.
Die Abwärtsschwingung des Hebels C hat aber ferner den Bolzen c3 aus der in Fig. ι
gezeichneten in die in Fig. 3 gezeichnete Lage gedreht, das Seil S ist durch den
Reibungsbolzen c3 zwischen den Bolzen c1 und a1 hindurchgeprefst worden und liegt
daher jetzt in einer Schlangenlinie mit starker Reibung zwischen den Bolzen a1 b1, c1 c3, b2 v.
Diese Reibung ist so stark, dafs sie die Last eines am Seile s hängenden Mannes fast um
das Doppelte überwiegt.
Im Augenblicke des Spannens des Seiles s durch die fallende Person wird die Bremse
daher zuerst ein Stück am Seile 5 nach abwärts gleiten, schliefslich aber auf dem Seile 5
hängen bleiben und so sanft den völligen Absturz der Person hindern. Nunmehr greift die
Person in die Oeffnung 0 und zieht kräftig nach abwärts. Infolge dessen gelangt die
Bremse in eine mehr horizontale Lage,1 die Entfernung zwischen den Punkten 0 und c2
wird geringer, die Schlingungen - des Seiles S werden weniger scharf, die Reibung zwischen
der Bremse und dem Seile wird verringert, und die Bremse beginnt mit ihrer Last langsam
am Seile S nach abwärts zu gleiten.
Sollte aus irgend einer Ursache (knotenartige Verstärkung des Seiles, Verunreinigung der
reibenden Theile u. s. w.) die Reibung zwischen dem Seile S und der Bremse an einer Stelle
einmal eine bestimmte Grenze übersteigen, so läfst die Feder F sofort ein seitliches Ausweichen
der Bolzen bl und b'2 zu.
Die Bremswirkung der Bremse kann durch Veränderung der Spannung der Feder F, welche
Veränderung durch Verschrauben der Muttern des Hakens h geschieht, beliebig bestimmt
werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Fallbremse zum Verhüten des Abstürzens von Dächern und dergl., bestehend aus einem Hebel (C), auf dessen Achsbolzen (c1) ein zweiter Hebel (B) concentrisch und ein dritter Hebel (A) excentrisch frei drehbar aufgesetzt ist, welche Hebel mittelst an ihnen befestigter Reibungsbolzen (cs al b1 b2) ein Seil (S) von zwei gegenüberliegenden Seiten umfassen, in der Weise, dafs eine Schwingung des vfiebels (C) nach unten eine Drehung des Bolzens (cl) und eine Längsverschiebung der Hebel (A und B) zu einander derart bewirkt, dafs die Reibungsbolzen (axbx) einander genähert, der Reibungsbolzen (c3) aber zwischen den Bolzen (al und c1) hindurchgedrückt wird, so dafs die Bolzen einerseits das Seil (S) zwischen sich einklemmen, andererseits aber in schlangenförmige 'Windungen legen, die Bremse somit nach und nach mit immerZDZISLAW SZPOR in KRAKAU (Galizien). Fallbremse zum Verhüten des Abstörzens von Dächern u. dgl.Zu der PatentschriftPHOTOGR. DRUCK DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE94689C true DE94689C (de) |
Family
ID=365997
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT94689D Active DE94689C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE94689C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2554102A1 (fr) * | 1983-10-27 | 1985-05-03 | Petzl Fernand | Dispositif autobloquant mixte de descente et de remontee le long d'une corde verticale |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2554102A1 (fr) * | 1983-10-27 | 1985-05-03 | Petzl Fernand | Dispositif autobloquant mixte de descente et de remontee le long d'une corde verticale |
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