DE9432C - Briefwaage - Google Patents
BriefwaageInfo
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G19/00—Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups
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Description
1879.
Klasse 42.
AUGUST REITZE in HANNOVER. Briefwaage.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. October 1879 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Briefwaage von solcher Einrichtung, dafs
jeder aufgelegte Brief von höherem Gewicht als das bestimmte herunterfällt, die leichteren Briefe
dagegen liegen bleiben. Im allgemeinen wird die Waage für ein Gewicht von 15 g eingerichtet
werden, so dafs alle Briefe von einem höheren Gewicht als 15 g herunterfallen; doch
kann sie natürlich auch für jedes andere Gewicht angeordnet werden.
Das Wesentlichste in der Construction der Waage besteht aus einem zweiarmigen Wägehebel,
an dem einen Schenkel in der gewöhn^ liehen Weise mit einem Gewichte belastet,
während der andere Schenkel, der auch den zu wägenden Brief aufnimmt, an einem nach
oben sich abzweigenden Arm ein Gegengewicht, im labilen Gleichgewicht pendelnd, trägt, welches,
sobald durch das zu hohe Gewicht des aufgelegten Briefes dieser Schenkel herabgeht,
das Uebergewicht erhält und hierdurch sowohl den Schenkel selbst, als auch den Auflagerahmen
des Briefes mit vergröfserter Kraft nach unten drückt, letzteren umkippend und somit
den Brief herabwerfend.
Eine derartige Waage ist auf der beiliegenden Zeichnung in der Seitenansicht (Fig. 1) und
Vorderansicht (Fig. 2) dargestellt.
Der zweischenklige Waagebalken A mittelst Schneiden, auf dem Stativ B ruhend, trägt an
seinem kurzen Schenkel a' das Gewicht b, während der längere Schenkel α an der Stange c
das Gewicht C (zum Justiren verstellbar angeordnet) in der Ruhelage des Waagebalkens
wenig aufserhalb der labilen Gleichgewichtslage trägt. Auf dem äufsersten Ende des Schenkels
α ruht, durch die Parallelführung d d' stets in senkrechter Stellung erhalten, der Stuhl e für
die Briefschale E, welche ihren Oscillationspunkt bei i hat. Der Brief D, auf die Schale E
gelegt, wird also bei richtiger Stellung und Schwere der Gewichte b und C, wenn er das
richtige Gewicht, z. B. 15 g, übersteigt, ein Sinken des Schenkels α des Waagebalkens A
und hiermit ein Sinken des Stuhls e und der Schaale E veranlassen.
Da aber der Stuhl e durch die Parallelführung d d' stets die gleiche senkrechte Stellung
behält, so wird trotz des Sinkens der Waage die Schale E noch mit ihrer Rückwand auf
der Stütze e' des Stuhles e ruhen bleiben.
Indessen erhält das Gewicht C beim Sinken des Waagebalkenarmes α das Uebergewicht und
nähert sich somit mit ziemlicher Gewalt der punktirt gezeichneten Lage, mit ihm auch die
an der Stange c befestigte Stange F. Bei dieser Bewegung wird die Stange F mit ihrem freien
Ende, welches sich in dem Schlitz des vorn an der Briefschale angebrachten Schwanzes m (der
Justirung wegen ebenfalls verstellbar angeordnet) frei bewegt, auf die untere Leiste m1 des
Schwanzes m aufstofsen und dadurch infolge des Uebergewichts des aus dem labilen Gleichgewicht
herausgependelten Gewichts C mit ziemlicher Kraft die Schale E von der Stütze e'
abziehen und um den Punkt i drehend, in die punktirt gezeichnete Lage bringen, so dafs der
Brief, wie zu sehen, nothwendiger Weise herabfallen mufs. Hierauf bewegt sich sofort die
Waage in die Normalstellung zurück.
Um diese Waage auch für schwerere Sendungen, z. B. von etwa 50 g, benutzen zu
können (für Drucksachen, Handelspapiere etc.), ist am langen Schenkel α noch eine zweite
Schale H angebracht, welche mit der Stange h mittelst Schneiden η und 11' dicht bei dem
Oscillationspunkt, auf den beiden Armen α und d' ruht und durch die so gebildete Parallelführung
ebenfalls stets in der waagerechten Lage erhalten bleibt.
Sobald der auf diese Schale H gelegte Brief mehr als 50 g wiegt, wird sie die punktirt
gezeichnete Stellung einnehmen, was man daraus erkennt, dafs die beiden Makirschneiden, die
eine r am Stativ, die andere ί auf dem kurzen
Schenkel a' des Waagebalkens A angebracht, sich genau gegenüberstehen.
Claims (1)
- Patent-An Sprüche:i. Die Anordnung eines im labilen Gleichgewicht pendelnd aufgehängten Gewichts an dem nicht belasteten Schenkel eines Waagebalkens, um beim Ueberkippen des labilen Gewichts infolge Beschwerens des nicht belasteten Schenkels mit dem zu wägenden Gegenstande bei etwaigem Uebergewicht ein Umkippen der Schale und somit Heraus-werfen des zu wägenden Gegenstandes zu bewirken, im wesentlichen so wie oben beschrieben.An dem im labilen Gleichgewicht am nicht belasteten Schenkel eines Waagebalkens pendelnd aufgehängten Gewicht C die Anordnung der Stange F, welche beim Umkippen des Gewichts infolge Uebergewichts des zu wägenden Gegenstandes mit ihrem freien Ende die Schale umkippt und so den zu schwer wiegenden Gegenstand herabwirft, im wesentlichen so wie oben beschrieben und dargestellt.Die Anordnung der um den Punkt i drehbaren, auf dem Block e' ruhenden Schale E mit dem Schwanz m an dem nicht belasteten Schenkel α eines Waagebalkens zu dem Zwecke, um bei Eintreten einer gewissen Lage dieses Schenkels ein Umkippen der Schale und Herabwerfen des darauf befindlichen Gegenstandes zu veranlassen, im wesentlichen so wie oben beschrieben und auf der Zeichnung dargestellt.
In Verbindung mit den unter i.' bis 3. be-"zeichneten Anordnungen (einzeln oder combinirt) die Anordnung der Schale Ή und der beiden Markirschneiden bezw. Stifte r und s oder anderer analog angeordneter Markirungen, im wesentlichen so und zu dem Zwecke wie oben beschrieben.
Die Combination einzelner oder aller unter i. bis 4. incl. bezeichneten Eigenthümlichkeiten, sowie die Gesammtanordnung der Waage zum Wägen von Briefen oder zu ähnlichen Zwecken, im wesentlichen wie oben beschrieben und auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9432C true DE9432C (de) |
Family
ID=286799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9432D Active DE9432C (de) | Briefwaage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9432C (de) |
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