DE9404C - Selbsttätiger Mefs- und Zählapparat an Schrotmühlen - Google Patents
Selbsttätiger Mefs- und Zählapparat an SchrotmühlenInfo
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- G—PHYSICS
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- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
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- G01F11/10—Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers moved during operation
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Description
1879.
Klasse 42.
J. G. PÜHLER in NÜRNBERG. Selbsttätiger MeTs- und Zählapparat an Schrotmühlen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. August 1879 ab.
Die hier erwähnte Schrotmühle ist speciell für Brauereien, zum Schroten des Malzes und
mit Rücksicht auf die in Bayern hierauf bezüglichen gesetzlichen Vorschriften und Bedingungen
gebaut.
Die Manipulation des Schrotens erfolgt wie bei allen Schrotmühlen mittelst zweier Walzen W1
und W2, welche glatt oder geriffelt sein können,
mittelst einer Riemscheibe und den Stirnrädern R angetrieben werden, in Stell-Lagern L laufen
und durch Winkelhebel und deren Gewichte G0 gegen einander gedrückt werden. Die Zuführung
des Malzes erfolgt durch die Speisewalze W3,
welche von der Hauptaxe α mittelst der Stirnräder r und ^1 angetrieben und durch die bewegliche
Wand b regulirt wird.
Zum Zweck des Messens des zu schrotenden Malzes ist ein eigenthümlich construirtes Mefsgefäfs
M angeordnet, welches mit einem cylindrischen Rotationsschieber Aehnlichkeit hat und
innerhalb des oberen rechteckigen Gehäuses H, zwischen dem Deckel d und der Wand dl des
unteren Gehäuses JT1 in den Zapfen i und Z1
drehbar läuft. Der hohle Raum dieses Drehschiebers M bildet das Mafs, welches durch
den stellbaren Körper K genau justirt werden kann; die beiden Stirnwände des Drehschiebers
sind je mit einer radial ausgeschnittenen Oefifnung
versehen, von denen die obere zum Füllen, die untere zum Entleeren des Gefäfses dient. Diese Oeffnungen sind etwas kleiner als
ein Viertelkreissector und stehen sich im Boden und Deckel um i8o° versetzt gegenüber, Fig. 5,
der übrige Theil der Stirnwände ist durch konische Flächen abgeschrägt, wodurch ein
vollständiges Füllen und Entleeren des Gefäfses stattfinden kann.
Der Deckel d, sowie die Wand d{ haben
gleichfalls, aber direct unter einander liegend, dieselben radialen Ausschnitte, so dafs beim
Drehen des Drehschiebers derselbe abwechselnd oben zum Füllen und unten zum Entleeren geöffnet
wird, jedoch läfst derselbe in keiner Stellung das Malz direct von oben nach unten
hindurch.
Der Antrieb des Drehschiebers erfolgt von der Speisewalze mittelst der Stirnrädchen r2
und rs und der konischen Rädchen r4 und r-„
auf der stehenden Axe e, welche lose das Stirnrädchen re (eingreifend in den an dem Schieber
angegossenen Zahnkranz r7) trägt, Fig. 2.
Auf der Axe e sitzt aufserdem eine kleine ausrückbare Kuppelung k, welche mit dem losen
Stirnrädchen r6 in Verbindung steht.
Ist nun der Apparat in Bewegung, so entleert der Drehschieber pro Umdrehung das
genau geaichte Quantum Malz nach unten in den Blechkasten K0. Derselbe schliefst sich mit
etwas Spielraum mit seinen vier Seitenwänden denjenigen des Gehäuses Hx an, hat einen
gegen die Horizontale geneigten Boden, welcher jedoch den Kasten nicht ganz schliefst, sondern
über der Speisewalze einen breiten Spalt frei läfst, durch welchen das Malz auf diese fallt.
Der Kasten K0 dient als Vorrathskammer für die Schrotwalzen, ist in dem Scharnier / an
der Seitenwand des Gehäuses H^ beweglich und mittelst des Doppelhebels g und des Gewichtes
G für eine gewisse Menge Malz ausbalancirt.
Tritt der Fall ein, dafs die Walzen weniger wegschroten, als durch den Drehschieber zugeführt
wird, so mufs derselbe automatisch ausgerückt werden, und erfolgt dies dann auch auf
äufserst einfache Weise.
Steigt nämlich das Malz in dem Kasten über das ausbalancirte Quantum, so sinkt derselbe
vermöge seines Uebergewichts etwas abwärts und ertheilt durch den Hebel g der Welle h
eine kleine Drehung; die durch das Gehäuse IT, gehende Welle h trägt aufsen einen zweiten
Hebel /, welcher mit seinem Zapfen m in einen
Kniehebel s, dessen Drehpunkt der Zapfen η ist, eingreift und durch seinen Ausschlag den Kniehebel
verkürzt, d. h. den anderen Zapfen 0 etwas nach abwärts zieht. An diesem Zapfen ο
hängt, in einer Geraden geführt, ein Riegel p, welcher direct in die Kuppelung k eingreift
und dieselbe sofort aufser Verbindung mit dem Stirnrädchen re bringt, wodurch das Mafsgefäfs
bezw. der Drehschieber still steht.
Dieser Stillstand darf jedoch nicht erfolgen, wenn der Drehschieber nach oben öffnet, d. h.
in der Stellung zum Füllen ist. Da nämlich die meisten Schrotmühlen in höheren Etagen auf
Malzböden stehen und dort durch Transmissionen etc. Vibrationen ausgesetzt sind, so
würde während eines solchen Stillstandes · das Malz im Mefsgefäfs zusammengerüttelt und
dichter liegen als im gewöhnlichen Zustande, und da solche Stillstände öfter und periodisch
eintreten, so würde die Messung bei gröfseren Quantitäten erhebliche Differenzen gegenüber
dem Messen mit Hand aufweisen. Thatsächlich ist dies auch bei den bis jetzt bestehenden
Systemen der Fall und bietet deshalb vorliegende Construction jenen gegenüber einen höheren
Grad von Genauigkeit. Eben erwähnte Bedingung wird nun ebenfalls auf einfache Art durch den
Doppelhebel q gelöst, indem derselbe einerseits mit dem Riegel p zusammenhängt, andererseits
bis an den unteren Boden des Drehschiebers reicht, und nicht eher ausrücken läfst, als bis
er in die Entleerungsöffnung desselben einfallen kann, in welcher Stellung dann oben geschlossen
ist. Die Einrückung des Drehschiebers erfolgt in umgekehrter Weise, wenn in dem Kasten K0
sich so wenig Malz befindet, dafs er sich vermöge des Gewichts G hebt, damit den Kniehebel
s gerade streckt und durch den Riegel/ die Kuppelung k in das Stirnrädchen rs einrückt.
Die Zählung der Touren des Mefsgefäfses erfolgt durch eine auf dem Deckel d angebrachte
Zähluhr U, welche auf einem durch denselben reichenden Bolzen ein kleines Stirnrädchen
trägt, das durch einen an dem Drehschieber angebrachten Stift bei jeder Umdrehung um
eine Zahl weiter geschoben wird.
Um Defraudationen unmöglich zu machen, sind sowohl Zähluhr als auch das Rädchen re
mit einem gufseisernen Gehäuse umgeben und erstere amtlich plombirt. Die Deckelschrauben
des Deckels d sind ferner so angeordnet, dafs das Uhrgehäuse eine Sicherung gegen das Lösen
zweier dieser Schrauben bietet und so eine besondere Plombirung derselben erspart wird;
ebenso ist das Gehäuse ZT1 auf den Stell-Lagerständern
mit zwei Plomben versichert und das Rückwärtsdrehen des Drehschiebers durch die Sperrklinke t unmöglich gemacht.
Schliefslich wird an den Apparat die Forderung gestellt, das Mefsgefäfs selbstthätig auszurücken,
wenn über demselben sich nur noch ein ganz geringes Quantum Malz befindet. Zu diesem Zwecke trägt der Deckel d einen rechteckigen
Hals mit einem Gossenaufsatz, in welchem sich eine Klappe u befindet. Dieselbe
wird durch das Gewicht des Malzes niedergedrückt und hält so mit dem aufsen angebrachten
Nasenhebel ζ die verticale Schiene ν und damit das Gewicht G1 gehoben, Fig. 4. Ist
das Malz bis auf eine Kleinigkeit in der Gosse gesunken, so löst das Gewicht G2 den Nasenhebel
ζ aus, das Gewicht G1 fällt herunter und drückt durch den Winkelhebel w den
Kniehebel ί auswärts, wodurch, wie schon beschrieben, die Kuppelung k ausgelöst wird.
Gleichzeitig fällt die Schiene ν in ein Schnappschlofs S, zu welchem nur der Berechtigte
einen Schlüssel hat, und ist dadurch der Apparat gegen unbefugtes und muthwilliges Handeln gesichert.
Claims (3)
1. Die Anordnung eines um seine verticale Axe rotirenden cylindrischen Drehschiebers
als Mefsgefäfs.
2. Die Anwendung eines balancirten Vorrathskastens und dessen Einwirkung durch Kniehebel
und Riegel auf die Auslösung des Mefsgefäfses.
3. Die Vorrichtung, welche die Auslösung des Mefsgefäfses nur zuläfst, wenn dasselbe nach
oben zu geschlossen ist, mittelst des mit dem Riegel p verbundenen Doppelhebels q.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9404C true DE9404C (de) |
Family
ID=286778
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9404D Active DE9404C (de) | Selbsttätiger Mefs- und Zählapparat an Schrotmühlen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9404C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0014034A1 (de) * | 1979-01-19 | 1980-08-06 | Bateman Equipment Limited | Rotierende Klappe |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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